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590 Korrespondenzblatt
Wiener Psychoanalytische Vereinigung
II. Quartal 1926
28. April. — Kleine Mitteilungen und Referate: 1. Dr. Nunberg:
Traum eines sechsjährigen Mädchens. — 2. Fr. Schaxel: Libidoschicksale
eines kleinen Buben. — 3. Doz. Dr. Friedjung: Bericht über den Ersten
allgemeinen ärztlichen Kongreß für Psychotherapie in Baden-Baden. Im
Mittelpunkt des Interesses stand die Psychoanalyse, mit der man sich zum
erstenmal ohne Gehässigkeit auseinandersetzte. An Prof. Freud wurde eine
Begrüßungsdepesche abgesandt. — Besprechung einer Schrift: „Christlich
denken! Ein Hilfsbüchlein zur geschlechtlichen Erziehung“ von P. Edelbert
Kurz, O. F. M., München, 1925. Von katholisch-autorisierter Seite
wird das Aufklärungsproblem in moderner, von psychoanalytischer Anschauung
sichtlich beeinflußter Weise besprochen. — 4. Dr. Hoffer: Zwei Mit-
teilungen zur Sexualität des Kindes. Disk.: Federn, Friedjung, Isakower, Jokl,
Schilder. — 5. Dr. Reik: Drei Notizen: Der latente Sinn der elliptischen
Auslassungstechnik. Disk.: Nunberg, Steiner. — 6. Dr. Nunberg: Projizierte
und konkurrierende Eifersucht. — 7. Dr. Federn: Ein Unterschied in Tag-
träumen von Gesunden und Neurotikern. Disk.: Nunberg, Reik.
Dr. R. H. Jokl
Schriftführer