S.

PROF. DR. FREUD 
WIEN, IX., BERGGASSE 19.

Sanatorium Schloss Tegel

16 9. 1929

Sehr geehrter Herr

Die Gelegenhiet, Sie wieder-
zusehen bedeutet eine 
große Verführung für 
mich, aber ich bin gegen-
wärtig so ermüdet und 
in meiner Sprache so 
gehemmt, daß ich ihr zu-
nächst widerstehe. Viel-
leicht wenn Prof. Schröder’s 
Kunst mich gebessert hat, 
frage ich selbst bei Ihnen 
an.

In voller Ergebenheit 
Ihr 
Freud