• S.

    [Briefkopf VI Berlin] 6. 7. 25

    Lieber Herr Professor,
    Sie sollen doch sehen, daß es mir fortschreitend besser geht, und zugleich möchte ich Ihnen sagen, wie sehr Ihr väterlich-warmer Brief mich erfreut hat. Gern hörte ich, daß Ihr Befinden sich mehr und mehr zum Guten wendet. Obwohl ich 21 Jahre jünger bin, werde ich doch ebenso ruhige Ferien verleben müssen wie Sie. Wir haben uns für Wengen im Berner Oberland entschieden. Es liegt 1270 m hoch und hat den Vorteil, daß man dort Bergbahnen zur Verfügung hat, um aufwärts zu fahren, wenn man nicht viel steigen kann. Adresse ab 17. Juli dort Hotel Victoria.

  • S.

    Gestern war Max bei mir; er hat während meines Krankseins alles für den Kongreß ausgezeichnet vorbereitet. Die Programme sind schon im Druck.
    Wenn Sie, lieber Herr Professor, nicht nach Homburg kommen, so fürchte ich, daß ich Sie vorläufig nicht sehen werde. Denn vorläufig darf ich mir nicht viel zumuten. Ich fühle erst jetzt, wieviel an Kräften dieser Monat gekostet hat. Also beim Himbeerpflücken werde ich Sie nicht unterstützen können.
    Mit herzlichsten Grüßen von den Meinigen und mir für Sie alle
    Ihr Karl Abraham