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S.
Dr. FERENCZI
BUDAPEST. den 9. Mai 1929.
Lieber Herr Professor,
Eitingons Brief, den ich unlängst erhielt, ist etwas optimistischer als der Ihrige. Er hofft, daß der Kongreß ruhig verlaufen wird. Die Zahl der ungarischen Besucher des Kongresses schmilzt von Tag zu Tag. Hätte es sich darum gehandelt, daß wir mit unseren Stimmen helfen können, so wären wir fast alle gekommen. Ich denke, der Kongreß wird schwach besucht sein. Ich hätte nicht arg Lust, selber wegzubleiben, weiß aber, daß das unstatthaft wäre.
Hoffentlich haben Sie schon Ihre Sommerresidenz. Wir sind immer noch in Korrespondenz mit Schweizer Hotels. Das Wahrscheinlichste ist, daß wir Ende Juni irgendwo im Engadin sein werden.
Mein Lieblingsthema, die analytische Therapie, entwickelt sich höchst interessant. Einiges davon kommt schon vor den Kongreß.
Mit herzlichsten Grüßen an Sie alle,
Ihr
Ferenczi
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A Der Brief (einschließlich Briefkopf) ist, mit Ausnahme der Unterschrift »Ferenczi«, mit Maschine geschrieben.
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S.
http://data.onb.ac.at/rec/AC16740774 Autogr. 1055/28(1-13) HAN MAG