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136 Korrespondenzblatt
Wiener Psychoanalytische Vereinigung
IV. Quartal 1933
18. Oktober. Ord. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor-
standes (Federn, Wälder). 2. Bericht des Ambulatoriums (Hitschmann). 3. Bericht
des Lehrausschusses (Frau Deutsch). 4. Bericht der Beratungsstellen (Aichhorn, Frau
Sterba). 5. Kassabericht (Bibring). Beschluß des Vorstandes über Arbeitseinschrän-
kung, Herabsetzung der Gehälter und des Arbeitsablösebeitrages für die Ambulanz:
Allg. Beitrag bleibt S 10.—, Ablöse jetzt S 20.— monatlich. Dr. Lampl vergleicht
mit den szt. Berliner Verhältnissen. Dr. Federn dankt Dr. Bibring für die mühevolle
Arbeit. 6. Bericht der Kassarevisoren (Jekels, Steiner). 7. Verlagsbericht (Dr. Martin
Freud). Dr. Federn dankt dem Verlagsleiter für die außerordentliche Leistung und
gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen werde, den Fortbestand des Verlages
zu sichern. 8. Statutenänderung (Vermehrung der Ausschußmandate). § 8, Zeile 1:
„zwei Obmannstellvertreter“. Begründung durch Dr. Federn. Ohne Gegenstimme
angenommen. 9. Absolutorium (beantragt durch Dr. Jekels als Alterspräsident). Per
acclamationem erteilt. 10. Neuwahlen des Vorstandes und der Funktionäre. Wahl-
vorschlag des abgetretenen Vorstandes angenommen. Vorstand: Obmann, Prof.
Freud; 1. Obmannstellvertreter, Dr. Federn; 2. Obmannstellvertreter, Anna Freud;
1. Schriftführer, Dr. Jokl; 2. Schriftführer, Dr. Hartmann; Kassier, Dr. Bibring;
Bibliothekar, Dr. Wälder. Ambulatorium: Vorstand, Dr. Hitschmann; Vor-
standstellvertreter, Dr. Bibring; Kassier, Dr. Bergler. Lehrausschuß: Vorstand,
Frau Dr. Deutsch; Vorstandstellvertreter, Dr. Jekels; Schriftführer, Anna Freud;S.
Korrespondenzblatt 137
stimmberechtigte Mitglieder, Aichhorn; Bibring; Federn; Hitschmann. Erziehungs-
beratung: Leiter, Aichhorn. 11. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages für 1934
(S 125.—). 12. Anträge von Mitgliedern. Dr. Eidelberg verlangt, daß jedes Mitglied
ein Statutenexemplar erhalte. Wird nach kurzer Debatte als selbstverständlich an-
genommen. Dr. Eidelberg beantragt, daß, entgegen der üblichen En-bloc-Wahl sämt-
liche Funktionäre einzeln mit Stimmzetteln gewählt werden. Nach Begründung und
längerer Debatte wird zum Beschluß erhoben, daß ohne Statutenänderung künftighin
die Einzelwahl mit Stimmzetteln als dauernder Vorgang für die Geschäftssitzung der
Generalversammlung vorgenommen wird. Alle einverstanden. 13. Allfälliges (nichts).
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18. Oktober. Ord. Generalversammlung
1933-514/1934
1933-514/1934