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fahrens, worüber in mehreren vorhergegangenen Sitzungen dis-
kutiert worden war, in 9 Punkten angenommen.
Zu der am 27. Mai stattgehabten Installierung der Loge
„Alliance“ in Budweis wurde ein Delegat entsendet.
Auf Antrag des Br. Prof. Freud wurde folgendes beschlossen:
1. Alle Angelegenheiten formalen, administrativen und ge-
schäftlichen Charakters sind in besonderen Sitzungen des
Beamtenrates, zu denen alle Mitglieder Zutritt haben,
gründlich zu beraten und nur zur formalen, endgültigen
Beschlußfassung in die Vollversammlung zu bringen.
2. Die Entscheidung, welche Angelegenheiten im Sinne
dieses Antrages zu behandeln sind, trifft im einzelnen
Falle der Präsident.
Eine Diskussion über eine anzustrebende Reform des
jüdischen Religionsunterrichtes an Volks- und Mittelschulen wurde
unter lebhafter Beteiligung mehrerer Brüder in einigen Sitzungen
abgehalten.
In Laufe des Jahres 1906 wurden in 18 Sitzungen folgende
Vorträge und Referate erstattet, und zwar von den Brüdern:
Karl Klemperer: Referat über die amerikanische Kon-
ventions-Großloge.
Prof. Königstein: „Über Menger’s Neue Sittenlehre“.
Prof. Ehrmann: „Marannen und Marannenärzte in der
Inquisition“.
Dr. Grunwald: „Zum 100 Geburtstag Gabriel Riessers“.
Dr. Pappenheim: „St. Simonismus und Judentum“.
Dr. Sos: „Dr. Fromers Wesen des Judentums“.
Prof. Ehrmann: „Die römische Posse in der jüdischen
Tragödie“.
Ernst Lemberger: „Sport und Judentum“.
David Rotter: „Die Tätigkeit der großen humanitären
Organisationen“.
Dr. Grunwald: „Rembrandt und seine Beziehungen zum
Judentum“.
Ferner vor Damen, Leopold Spitzer: „Ibsen“.
Eingeführt wurden im Jahre 1906 die Brüder:
Leopold Spitzer,
Simon Rendi (Graz),
Dr. Gustav Gerstl (Linz).
Gestorben sind im Jahre 1906 die Brüder:
Rudolf Kohn,
Sigmund Schlesinger,
Samuel Bing.
3 Trauerversammlungen wurden abgehalten.
Die Gesamtzahl der Mitglieder blieb daher zu Ende 1906
unverändert gleich 180.
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