• S.

    Lieber Herr Doktor

    Nein,ich wollte Ihnen keinen Vorwurf machen, wäre auch gar nicht berechtigt dazu. Ich wollte mir nur ein klares Bild der hier nicht begriffenen Vorgänge in Z. schaffen u Sie als des Vorsitzenden der Gruppe zur Abhilfe auffordern. Bis zum nächsten Kongress muss es sich wol geschlichtet haben, denn nicht-Mitglieder - u wäre es selbst Bleuler - kann diese intime Vereinigung doch nicht brauchen. Da dieser wol erst im Herbst 1911 stattfinden wird - der Amerikaner wegen - kann es ja auch bis dahin geordnet sein. Es bleibt eine sonderbare Sache u Sie sillten den Herrn die Unhaltbarkeit des Zustandes begreiflich machen. Die persönlichen Komplexe können sich doch nicht gegen Sie richten. Ich gehe Ende dieser Woche nach dem Haag (Hotel Witteburg) u am 1 Aug nach Noodwijk bei Leiden, bin recht der Ferien bedürftig, aber doch sonst sehr zufrieden. Hookes Leistung hat mich riesig amüsiert u ist mir als grosse Anerkennung erschienen.

  • S.

    Wir sind ihnen offenbar sehr unheimlich, und das ist schön. Die literarischen Arbeiten gehen hier sehr gut vorwärts. Man hat mir gesagt, dass Sie es abgelehnt haben, am Zentralblatt mitzuthun. Ich hoffe nur in Folge der ungeschickten Art der Einladung, denn ich möchte nicht, dass Sie hinter diesem Wiener Unternehmen eine Konkurrenz mit unseren Z. Installationen wittern, würde auch persönlich grossen Wert auf Ihren Namen setzen.

    Mit herlichem Gruss

    Ihr

    Freud

    Empfehlen Sie mich Ihrer lieben Frau u Mäder.