• S.

    Montag 21. Febr 87. 

    Liebe Mama u Minna

     Der Gesundheitszustand bei Euch scheint ja 
    kein besonders glänzender zu sein, wen̄ 
    Dr Hager Gelegenheit hat sich nach uns 
    zu erkundigen.  Ich will hoffen, daß mit 
    dem Aufhören der großen Kälte Alles 
    wieder in’s Gleiche kom̄t. Es war hier 
    so kalt, dass selbst ich fror.

     Sonst wenig Neues. Die drohende Ver-
    schäbigung der Praxis droht weiter. 
    Der Monat Februar war sehr gut, 
    zum März geht mir mehr als die 
    Hälfte weg, und für Erbl ist leider 
    gar nicht gesorgt. Unser Leben war 
    unregelmäßiger als sonst. Einladung 
    bei Paneth, ein wissenschaftlicher 
    Abend bei Kassowitz, bei dem man 
    mich durch Anwesenheit meiner

  • S.

    kleinen Frau überraschte und die morgige 
    Hochzeit von der Euch Martha gewiß aus-führlich schreibt.