• S.

    PROF. DR. FREUD 
    WIEN IX., BERGGASSE 19

    13. 8. 1935

    Liebe Frau Doktor

    Was Sie über das Zusam-
    mentreffen mit Ihrer 
    Mutter erzälen, klingt 
    wirklich erstaunlich. Ich 
    merke, es hat Ihnen die 
    Lösung der Identifi-
    zirung, soviel von ihr 
    noch aktiv war, recht 
    erleichtert.

    Das zurückgesandte Stück 
    Mnskr liest sich in der 
    Tat eindrucksvoll und 
    gefällig. Ich weiß zu wenig 
    um den Wahrheitsge-
    halt zu beurteilen. 
    Übrigens, wieder ein 
    Bruno; es scheint eine 
    Frau wird nie den 
    ersten Geliebten los.

  • S.

    Ich schreibe dies in bedrück-
    ender Hitze, in die sich 
    aber schon Donner-
    schläge mengen. Hoffe, 
    es geht Ihnen allen 
    gut mit Wetter und 
    Gesundheit.

    Herzlich
    Freud