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S.
PROF. DR. FREUD
WIEN. IX., BERGGASSE 1925. 1. 1932
Lieber Herr Doktor
Ich nehme Ihren Vorschlag
an, der Sie ja schwer
belastet. Ich lasse Reich
also durch Storfer schreiben,
daß in der letzten Ver-
ständigung irrtümlich ein
„vorläufig“ ausgeblieben
ist, und daran Ihre beiden
Vorschläge knüpfen, ent-
weder, daß er sich mit
dem Erscheinen seines
Artikels einverstanden
erklärt, wenn ihm in
derselben Num̄er eine
Entgegnung nachgeschickt
wird, oder daß er unsereinen weitergreif-
enden Aufsatz, Kritik
der PsA vom Standpunkt
des Bolschewismus giebt,
der dasselbe Schicksal
haben soll. In beiden
Fällen würden wir
mit Bestim̄theit auf
Ihr Eingreifen zur
Widerlegung rechnen. -
S.
Sie verdienen sich dadurch
unser aller Dank. Ich stelle
nicht in Abrede, dass meine
Neigung eher wäre, Reich
ohne Sang u Klang ziehen
zu lassen. Aber wenn
Sie mir nicht unmittelbar
nach Erhalt dieses Briefes
eine Sinnesänderung
telegraphiren, wird das
geschehen, was Sie für
richtig halten.Mit herzl Gruß
Ihr
Freud -
S.
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