27. X. 07
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19
Geehrter Herr Doktor
Ich habe die Lektüre Ihres überaus gescheiten, gesunden u erfrischenden Buches nun vollendet. Ich ahne hinter Ihren Abweisungen die Grundzüge einer rein psycholog. Aesthetik in welcher der aesthetische Genuss etwa die Rolle der Vorlust (in meiner Witztheorie) spielen wird. Der letzte Abschnitt ist wol sehr anregend, aber recht fragmentarisch.