Felix Deutsch
Geboren a, 9. August 1884 in Wien.
Gestorben am 2. Jänner 1964 in Cambridge, Massachusetts.
1909 Promotion in Medizin in Wien.
1912 Ehe mit Helen Deutsch.
1919 Habilitation in Innerer Medizin an der Universität Wien.
Forschungsbereich Psychosomatik, Herzerkrankungen.
1922 nach einem Vortrag über „Psychoanalyse und organische Krankheiten“ Aufnahme in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung.
In persönlicher Analyse bei Siegfried Bernfeld.
1922 Mitbegründer des Wiener Psychoanalytischen Ambulatoriums. Ihm war es zu der Verdanken, dass dieses die Räumlichkeiten der „Herzstation“, wenn diese nach Ambulanzschluss frei standen, vom Ambulatorium mitbenutzt werden konnten.
1922-1923 bis Sommer 1924 war Felix Deutsch Hausarzt von Sigmund Freud. In diese Zeit fiel die Krebserkrankung Freuds. Über die Beschwerden, die ihm die Behandlung verursachte, schrieb ihm Freud in zwei ausführlichen Briefen.
In einem bemerkenswerten Brief Freuds vom 22.7.1924 kritisierte Freud an Deutsch dessen Mangel an Aufrichtigkeit und Diskretion, was zur Beendigung der Behandlung führte. Anfang 1925 dürfte es zu einer Aussprache und zur Wiederaufnahme der Behandlung gekommen sein. Anfang 1926 teilte Freud seinem Hauzsarzt das – nunmehr endgütlige – Ende der Behandlung mit.
1936 Emigration in die USA.
1939 Begründung der Zeitschrift Psychosomatic Medicine.
1939-1941 Professor für Psychosomatische Medizin an der Washington University in St. Louis, Missouri.
1941 bis 1959 Lecturer Psychiatrie an der Boston University.
Felix Deutsch lebte bis zu seinem Lebensende in Boston.
[1 Brief F – Deutsch, Felix (22.7.1924) S. 115;
in englischer Übersetzung, Teilabdruck]