S.
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19
29.VI.24.
Lieber Herr Doktor,
Ihr Buch habe ich erhalten, konnte es natürlich noch nicht lesen, aber aus der Vorrede von Claude sehe ich, dass es gut sein muss, denn seine Reserve beweist mir, dass Sie keine Kompromisse gemacht und sich nicht gescheut haben, Widerspruch zu erregen. Nun wünsche ich Ihnen, den unausbleiblichen Erfolg bald verwirklicht zu sehen. Empfehlen Sie mich auch Ihrem Mitarbeiter Allendy.
Noch eine kleine Bitte. Aus dem Umschlag Ihres Buches ersehe ich, dass die französische Uebersetzung von "Totem und Tabu" bereits erschienen ist. Weder ich noch der Verlag haben die uns zustehenden Exemplare erhalten. Das ist sehr unfreundlich vom Verleger wie vom Uebersetzer. Ich bitte Sie also, Payot an die Sendung zu mahnen.
Mit herzlichem Gruss
Ihr
Freud