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S.
PROF. DR. FREUD
WIEN, IX. BERGGASSE 19.17. 6. 15.
Sehr geehrter Herr Kollege
Es freut mich, dass Sie mit Ihrer Übersetzung
des Alltagslebens soweit gekommen sind.Wenn Sie schreiben, dass Sie mein Portrait,
das in der Zeit f. Psychoanal. publiziert ist,
aufnehmen wollen, so leisten Sie wol selbst
einen kleinen Beitrag zu den Fehlleistungen
des Alltags, denn Sie können nur das
Portrait im Zentr. f. Psychoan. im Sinne haben.
Dieß ist aber so miserabel, dass ich nicht wünschen
kann, Sie ließen davon eine Reproduktion
machen. Verschaffen Sie sich doch Material
wie Erlaubnis, indem Sie an den Photographen
Max Halberstadt in Hamburg, Neuer
Wall 52 darum schreiben. Er wird es Ihnen
nicht schwer machen, da er mein Schwieger-
sohn ist.Die Übersetzung des Buches ins Holländische
ist allerdings nach Ablauf von 10 Jahren
frei, aber ich vermute, dass Sie nicht die
1904 erschienene, sondern die letzte, stark
vermehrte Auflage der Übersetzung
zu Grunde legen werden, und ich weiß
nicht, ob diese auch als frei bezeichnet
werden darf, ob nicht für diese die -
S.
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