S.

Antw. auf W. 12, L., B. 13.
Budapest, am 11. Jan. 1921
II/921.

Liebe Freunde,
Ad W. Anknüpfend an Dr. Jokl’s Arbeit erinnere ich an die
fast gleichzeitige Mitteilung Hermann’s in unserm Verein, der
die zeichnerische Begabung mit der Onanie und der ihr folgenden
narzißtischen Bevorzugung der Hand in Zusammenhang bringt.
Bei der bekannten genetischen Zusammengehörigkeit der Onanie
mit der Urethralerotik hätte sich so Letztere als Triebquelle
für alles was mit Schreib- und Zeichenlust zusammenhängt, ent-
puppt.

Ad L. Besten Dank für den interessanten musikal-analeroti-
schen Traum

Ad B. Danke auch für das allzuschmeichelhafte peruanische
Zitat.

Neuigkeiten gibt es heute keine. Die Praxis hebt
sich. Ärztl. Mitglieder konnte ich fast vollkommen ver-
sorgen.

Herzliche Grüße

Ferenczi