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S.
Bp. 1. XII. 1921
Liebe Freunde,
Alle Briefe erhalten. Hier, wie in letzter Zeit immer
sehr wenig Neuigkeit; an die Inhaltslosigkeit der
Bp. Briefe müßt Ihr Euch nachgerade gewöhnen.–Die letzten Wochen beschäftigten mich, außer der Praxis,
nur die Verhandlungen mit meinem Verleger. Mein und
meines Advokaten energisches Auftreten schien ihn be-
wogen zu haben, seine Absicht, Freuds Bücher einfach
sich anzueignen, aufzugeben. Ich glaube, er begnügt sich
nunmehr mit dem Versprechen, daß ich ihm vier Jahre
lang jährlich ein Freud’sches Werk für ihn erwerbe;
er zahlt dafür dem Prof. (resp. dem Verlag) 10%
vom Brutto. Die Einzelheiten der Übereinkunft
stehen noch aus. (Ranks telegr[afisch] angesagter Brief noch
nicht angekommen.)Der letzte Vereinssonntag war der v[on] Hermann über
die Phylo- und Ontogenese der Ausdrucksbewegungen;
trotzt mancher guten Einzelheit ein deutlicher Rückfall
in die Bewußtseinspsychologie.Anbei ein kleiner Beitrag zur Symbolik; ad circulandum.
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S.
ad W: Schönen Dank für die imposanten Zeitschriftennummern
und für die versprochenen Einführungs-Bände. Es beschämt
mich, daß sich H[err] Prof. die Mühe nimmt, die Sprachfehler
meiner „Vorträge“ zu korrigieren.Sadgers Buch-Kritik übernehme ich gerne; bitte
ein Exemplar vom Verleger schicken zu lassen.ad L.: Ich habe die Empfindung, daß wir unveröffent-
lichte Mitteilungen der Komitee-Mitglieder, von denen
wir privatim Kunde erhalten, nicht publi-
zieren dürfen. Daß also auch Du mit Deiner
Mitteilung hättest warten sollen, bis Prof.’s Ideen
gedruckt erscheinen. Übrigens bitte ich hierüber
die Äußerungen aller Kom.-Mitglieder.–Nachtrag zu W: Könntest Du, l. Rank, ein Exemplar
der „Prager Zeitung“ (mit Polgars Feuilleton) Groddeck
einsenden?Herzliche Grüße!
Ferenczi
- Geheimes Komitee
- Abraham, Karl
- Eitingon, Max
- Freud, Sigmund
- Jones, Ernest
- Rank, Otto
- Sachs, Hanns