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S.
angekommen: B. bis incl. 7. Budapest, d. 25. Nov. 1920
7. Bericht
W. „ „ 7.
L. „ „ 7.Liebe Freunde,
Vor allem: entschuldigt, daß ich als erster die
Kontinuität unseres Briefverkehrs stören mußte. Wie
ich schon andeutete, fühlte ich mich eine Zeit lang
ziemlich unwohl. Es scheint, daß ich die zehnstün-
dige Arbeit nicht gut vertrage; seitdem ich drei
Stunden weniger arbeite, bin ich viel wohler.Ad Berlin 7.2
Herzlichen Dank für das Interesse, daß Du, l. Abraham
meinen persönlichen Angelegenheiten entgegenbringst.
Die Frage des Domizilwechsels ist nicht akut. Die
ps.an. Praxis scheint sich hier wieder heben zu wollen,
so daß ich auch die übrigen Kollegen versorgen kann.
Allerdings verdiene ich mir großer Mühe nur das
zum Leben notwendigste. Aber die von Dir vorge-
brachten Argumente (besonders die Rücksicht auf die
Sache der ψα in Ungarn) wirken auch bei mir stark
gegen den Plan des Ortswechsels. Übrigens erhielt ich
unlängst von Brill, den ich vor längerer Zeit
einmal schrieb, eine recht warme Einladung nach New-
York, wo er mir alle materielle und moralische Unter-
stützung zusichert. Auf diese Idee würde ich aber nur
im äußersten Falle eingehen.Was mir eigentlich fehlt, kann ich nicht sagen;
es bestehen Darmstörungen, Schlaflosigkeit und zeit-
weise Herzbeschwerden, letztere vielleicht nur sekundär. -
S.
Bezügl. der romanisch-sprachigen Länder teile ich
Abrahams Meinung. Das polit. und persönl. Ver-
hältnis der Italiener und der Franzosen ist das
denkbar schlechteste, es wäre sehr unangebracht, sie
zur Gründung eines gemeinsamen Journals zu zwingen.
Eher ginge es mit einer Gemeinsamkeit zw.
Italien und Spanien.Ad Wien 6. Sammelbrief f. Kinderbeiträge wurde im
Verein vorgelesen; alle Anwesende versprachen Bei-
träge, zu deren Eintreibung Eisler beordert wurde.Ad Verlag: Ich sehe, daß Deuticke neuestens meine
"Introjektion" um 2,50 M. und zwar als Separatab-
druck aus dem Jahrbuch ankündigt. Es scheint,
daß er (ohne mich zu verständigen) einen Neu-
druck veranstaltet. Auch den Preis ändert er
ohne meine Befragung.Wien 7: Ich glaube, daß es mit der Wiener Heraus-
gabe der ung. Traumdeutung gehen wird. Mit den diplo-
matischen Verhandlungen (mit Dick) betraute ich
seinen Hausarzt Dr. Lévy. Im nächsten Bericht will
ich hierüber näheres mitteilen.Das wertvolle Manuskript des "Vorstadtkindes"
kann ich leider von einem Journalisten, dem,
ich es zur Übersetzung übergab, nicht heraus-
bekommen. Ich will alles Mögliche tun, um
wieder in seinen Besitz zu gelangen.Für Rank: Bibliographie-Ergänzungen dankend
erhalten. Schreibe demnächst an Dich direkt. -
S.
Nur für Rank, Berlin und London:
Hernach (soweit nicht anders bestimmt) Briefe
einlegen, fügen wir unseren hinzu. Rank soll mir
sofort ein Exemplar der engl. Ztschr. senden. Auch
ich will dann nach Berlin und London senden. –Ad London 6. Mit vorgeschlagener Lösung der
Festschriftangelegenheit bin ich einverstanden –
auch die wieder gleichzeitige Absendung der
Briefe (eher an den Montagen) halte ich für gut.L. 7: Im Namen der Bp. Gruppe danke ich für die
Überlassung eines Exemplars vom „Journal“. Bezüg-
lich der ung. Universitäten muß ich bemerken,
daß jetzt in Bp. 3 Universitäten untergebracht sind:-
Budapest 2) Poszony (Ödenburg) 3) Klausenburg
(Kolozsvár); außerdem existiert eine Universität in
Debreczen
An Jones: Du sprachst im Haag von „Dollars“, die ich
aus Amerika für die II. Aufl. der Contributions bekom-
men soll. Veranlasse bitte, daß das Geld durch
die American Relief Administration in London
(Grosvenor Gardens) an Mrs. Elma Laurvik als
Dollar-Cheque geschickt wird. Adresse: American
Relief Administration, Budapest IV. Váczi utca 31.
(Elma arbeitet in dieser Administration bei
Mr. Bowden.) Per Post würden ihr nur Kronen
ausgezahlt. – Um wie viel Dollars handelt es sich eigentlich? -
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S.
Ad Wien (nachträglich): Frau Cosma Bey ist
jetzt nach einer Operation krank. Sie wohnt
im Schönbrunner Park-Hotel. Rank kann
sie einfach fragen, ob sie sich zu jener Aufgabe
für geeignet hält (was ich bezweifle).Viele herzliche Grüße an Euch Alle
von
FerencziP.S. Für das Diskussionsthema: Gedanken-
übertragung stimme ich natürlich unbedingt.
Es ist besser, wenn dieses Thema von uns,
als wenn sie von Fremden angeschnitten
wird.
- Geheimes Komitee
- Abraham, Karl
- Eitingon, Max
- Freud, Sigmund
- Jones, Ernest
- Rank, Otto
- Sachs, Hanns