Max Marcuse (* 14. April 1877 in Berlin; † 24.[1] oder 27. Juni 1963 in Tel Aviv[1] oder Jerusalem) war ein deutscher Dermatologe und Sexualwissenschaftler.Max Marcuse (* 14. April 1877 in Berlin; † 24.[1] oder 27. Juni 1963 in Tel Aviv[1] oder Jerusalem) war ein deutscher Dermatologe und Sexualwissenschaftler.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Marcuse [2026-05-19]
„Marcuses Hauptleistung aber ist eine Aktivität, die disziplinäre Fundierung der Sexualwissenschaft genannt werden könnte. Dazu gehören vor allem seine Gründungs- und Editionsaktivitäten […], die aus der verstreuten Sexualforschung ein Fach mit eigenen Fachgesellschaften und Fachzeitschriften, ja sogar mit Lehr- und Handbüchern zu machen geeignet waren.“ (Volkmar Sigusch (2008): Geschichte der Sexualwissenschaft. Mit einem Beitrag von Günter Grau. Frankfurt am Main: Campus: 2008:319)
Nach dem Abitur studiert Max Marcuse Medizin und promovierte 1900 in Berlin und ließ sich dort 1904/05 als Arzt für Geschlechtskrankheiten und Sexualstörungen nieder.
Ende 1907 übertrug der Verlag der Zeitschrift zur Reform der sexuellen Ethik (Frankfurt am Main: Sauerländers Verlag) Max Marcuse die Redaktion, der die Zeitschrift unter dem Titel Sexual-Probleme führte, zu deren Autoren zählten unter anderen Sigmund Freud, Eduard Bernstein, Christian von Ehrenfels, Havelock Ellis sowie Magnus Hirschfeld, mit dessen Ende 1908 gegründeten Zeitschrift für Sexualwissenschaft, die bald wieder eingestellt wurde, Marcuse 1909 kurz kooperierte.
"Nachdem Magnus Hirschfeld, Iwan Bloch und Albert Eulenburg 1913 mit der Ärztlichen Gesellschaft für Sexualwissenschaft und Eugenik die erste sexologische Gesellschaft gegründet hatten, reagierte der konservative Wissenschaftler Albert Moll im selben Jahr in Berlin mit der Gründung der Internationalen Gesellschaft für Sexualforschung.
Im Jahr 1914 begründeten Eulenburg und Bloch die Zeitschrift für Sexualwissenschaft. Mit der Herausgabe beauftragte die Internationale Gesellschaft für Sexualforschung ein Kollektiv, dem auch Albert Moll und Max Marcuse angehörten. Außerdem redigierte Marcuse[3] die Zeitschrift von 1919 bis 1932. Die Titelseite des Dezember-Heftes 1931 zeigte eine Erweiterung des Bereiches auf Zeitschrift für Sexualwissenschaft und Sexualpolitik. Die Zeitschrift hatte inzwischen den Status eines Mitteilungsblattes bekommen, das nunmehr von Max Marcuse herausgegeben wurde. Als ständige Mitarbeiter waren – neben anderen Autoren – folgende Wissenschaftler genannt:[4] Max Dessoir, Sigmund Freud, Josef Jadassohn, Albert Moll, Hugo Sellheim, Sebald Rudolf Steinmetz und Leopold von Wiese.
Nach den Bücherverbrennungen im April und Mai 1933 emigrierte Max Marcuse nach Palästina und blieb – nach der Gründung des Staates Israel – dort.
Er verstarb am 24. Juni 1963 in seiner Wohnung in Tel Aviv – in „eli-lenti“, was im Althochdeutschen so viel wie „in einem fremden Land“ bedeutet."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Marcuse [2026-05-19]
Magnus Hirschfeld (* 14. Mai 1868 in Kolberg, Preußen; † 14. Mai 1935 in Nizza, Frankreich) war ein deutscher Arzt und Sexualwissenschaftler. […]
Von 1899 bis 1923 gab Hirschfeld 23 Jahrgänge der Zeitschrift Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen heraus. 1908 gründete er die Zeitschrift für Sexualwissenschaft, deren Herausgabe er im gleichen Jahr wieder einstellen musste. Die Zeitschrift, die erstmals den Titel Sexualwissenschaft führte, erschien im Leipziger Verlag Georg H. Wigand.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld
Zusammenstellung: CD, 2026-05-19.