Freud, Anna (1932-504/1932.2): 10. Februar. Vortrag Frau Dr. Helene Deutsch: Über die weibliche Homosexualität
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e) Dr. W. Hoffer: Ein Transvestit. – Diskussion: Sterba, Federn, H. Deutsch,
Wälder.
10. Februar. Vortrag Frau Dr. Helene Deutsch: Über die weibliche Homo-
sexualität. – Diskussion: Federn, Jekels, Sperling, Anna Freud, Hitschmann, Dozent
Deutsch, Wälder, Sterba, Schur, Bibring.
24. Februar. Referat Dr. R. Sterba: Sigm. Freud: Libidinöse Typen. –
Diskussion: Hitschmann, Wälder, Hartmann, Sterba, Sperling, Federn, Winterstein.
9. März. Referat Dr. Helene Deutsch: Sigm. Freud: Über die weibliche
Sexualität. – Diskussion: Jekels, G. Bibring, Anna Freud, Federn, Hartmann,
Stengel, Bornstein.
6. April. Vortrag Dr. Geza Róheim: Kultur und Ontogenese. – Diskussion:
Dr. E. Kris, Federn, Isakower, Wälder, Pappenheim, Hitschmann.
21. April. Kleine Mitteilungen. a) Dr. E. Hitschmann: Zusätze zur Traum-
deutung. – Diskussion: Anna Freud, Winterstein, H. Deutsch, Jekels. – b) Ver-
lesung des Briefes von Prof. Freud über die gefährdete Situation des Internationalen
Psychoanalytischen Verlags. Vorbereitende Diskussion, Annahme des Antrags Doktor
Federn: „Die Wiener Psychoanalytische Vereinigung ist von der Bedeutung der
Kundgebung von Prof. Freud berührt, erkennt ihre Verpflichtung, mit allen Kräften
der Aufforderung ihres Obmannes nachzukommen, und beauftragt den zu einem
Komitee erweiterten Vorstand, dem Plenum zweckmäßige Vorschläge zu machen,
sowohl was die Aufgabe der Wiener Vereinigung betrifft wie auch diesbezügliche
Anträge für den Kongreß.
Anna Freud
Schriftführerin
SKANDINAVISCHE Arbeitsgemeinschaft
Auf Anregung der Unterzeichneten werden seit einer Reihe von Jahren fall-
weise Zusammenkünfte der skandinavischen Analytiker abgehalten, auf welchen aus-
schließlich psychoanalytische Themen behandelt wurden. Im Jahre 1929 wurde die
Aufgabe einer psychoanalytischen Nomenklatur diskutiert. Die Teilnehmer einigten
sich dahin, für einen Teil der gebräuchlichsten psychoanalytischen Ausdrücke ent-
sprechende schwedische Termini anzuwenden. Am Herbste gleichen Jahres hielt
bei einer ähnlichen Zusammenkunft phil. mag. Erland Lindbäck einen Vortrag
über das „Atlantis“-Motiv in den Dichtungen des schwedischen Dichters Gustav
Fröding. Dieser, der größte schwedische Lyriker der Neuzeit, ist durch die
großen Schwierigkeiten, welche die Übersetzung seiner Werke in fremde Sprachen
bietet, im Auslande leider allzu wenig bekannt.
Fröding ist auch durch sein tragisches Leben und seine schwere, schließlich
in Psychose übergehende Neurose für den Psychoanalytiker von großem Interesse.
Lindbäck hat beim Durchforschen seiner Arbeiten ein Schriftstück gefunden,
aus welchem zu ersehen war, daß der Dichter in seinem vierten Lebensjahr eine
Feuersbrunst miterlebt hat, bei welcher seine Vaterstadt fast vollständig in Asche
gelegt wurde. Seine Familie mußte sich hierbei Hals über Kopf durch eiligste