Rank, Otto (1911-428/1911.01): [Diskussionsbemerkungen Freuds zu:] Tausk ›Problemstellung in und aus der Psychoanalyse‹
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Der Vortragende teilt mit, dass sein Vortrag nicht in der
Form und mit dem Inhalt intendiert war, die er heute zum Ausdruck
bringen wird. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit war polemisch
angelegt und musste aus bestimmten Gründen entfallen. Die Aufgabe
zu zeigen, in welcher Weise und an welchen Stellen des Materials
sich bei der psychoanalytischen Betrachtung Probleme ergeben,
muss nun auf einem andern als dem ursprünglich vorbereiteten
Wege erfüllt werden.Der Vortragende nimmt zum Ausgangspunkt seiner Darlegungen
das pädagogische Motiv, die Psychoanalyse auf einem besonders ein,
fachen Wege, ganz exogen und ohne Voraussetzungen aus der Psa.
selbst Studenten vorzutragen. Dabei ist zu überlegen, von welchem
Material aus der Unterricht eingeleitet werden soll. In der Psy-
chopathologie des Alltags ergeben sich von vorn herein zwei Ar-
beitshypothesen, die der Psa. selbst entnommen sind: nämlich die Arb.
beitshypothese des Unbewussten im Freudschen Sinne und die von
der inneren Kontinuität der Assoziationen, weshalb dieser Weg für
eine Einführung nicht geeignet erscheint. Die pathologischen Prob-
leme und die anderen Geistesgebiete werden von vorne herein als zu
kompliziert abgelehnt. Der Vortragende nimmt aus Gründen, die sich
am Beispiel selbst als zweckmässige erweisen sollen, seinen Ausgang
vom Traum. Für den Vortrag führt er jedoch noch eine andere als die
pädagogische Tendenz ein. Er will nämlich zeigen, in welcher Art und
Fülle auch bei der Betrachtung des einfachsten Materials sich psy-
chologische Probleme zur Lösung aufdrängen und wie sie kategori-
siert werden müssen. Dabei soll sich ergeben, dass von der Psa. aus
- und mit Rücksicht darauf, dass viele der bisher schon erledigten
psychologischen Probleme aus der Schulpsychologie im Gegensatz
zu psa. Resultaten gelöst würden, andere wieder erst in der Psa. selb
aufgestellt wurden - nicht nur aus der Psa. sondern auch für die Psa.
eine neue Psychologie von Grund aus aufgebaut werden müsse.S.
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Der Vortragende bringt nun einen einfachen Kindertraum
und stellt die Frage auf, welche Probleme an diesem psychischen
Phänomen ohne Voraussetzung aus der Psa. selbst, auf den ersten
Blick, aufgestellt werden könnten. Als einzige Arbeitshypothese
wird dabei nur das Prinzip von der biologischen Einheit des wach-
en und träumenden Individuums angenommen. Dass diesebiologische
Einheit auch eine psychologische sei, ergibt sich aus der Auffas-
sung des Psychischen als einer Funktion des Individuums. Dass
der Traum eine psychische und nicht somatische Funktion sei, er-
gibt sich aus der Konstatierung, dass im Traum Vorstellungen und
Affekte, also spezifisch psychische Leistungen vorkommen. Wir ha-
ben also nur von zwei Funktionsformen der Psyche zu sprechen,
wenn wir die Traumleistung und Wachleistung der Psyche mitein-
ander vergleichen. Von selbst ergibt sich die Frage nach dem
Mechanismus derVerschiedenheitVer- dieser beiden Formen. Damit die
Verschiedenheit verstanden werden könne, müsse erst eine gemeinsa
me beiden Formen zugehörige Kategorie aufgedeckt werden. Diese ist
die Brücke, über welche man aus dem wachen Gebiet in das des Traum
mes hinübergehen müsse, wobei nochmals betont wird, dass der Traum
von der Seite des Bewusstseins aus angegriffen werde.Da es sichersteht, dass Vorstellungen nur abstrahierte Erfah-
rungen sind, also einer äusseren Realität entstammen müssen, da es
ferner sicher ist, dass die schlafende Psyche von der äusseren Rea
lität keine Vorstellungen gewinnen kann, so ergibt sich von selbst
die Tatsache, dass die im Traum vorkommenden Vorstellungen im wach-
en Zustand von der Realität apperzipiert wurden. Die äussere Re-
alität ist demnach das gemeinsame Stück des Traumes und des Wach-
bewusstseins. Das gelte auch für ganz komplizierte, vomdem Bewusstsein
nicht als logisch und inhaltlich zusammengehörige Vorstellungen
des Traumes, denn diese können in ihre Elemente zerlegt werden und
für diese Elemente ist das reale Vorbild der Aussenwelt schliess-
lich jederzeit nachzuweisen.S.
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In dem vom Vortragenden gewählten Traumbeispiel erscheinen
die Vorstellungen ganz unverändert dem Wachbewusstsein zu entstam
men, so dass die Frage nach der gemeinsamen Realität sich als iden-
tisch erweist mit der Frage nach der Vorgeschichte des Traumes.
Diesewiederergibt einen unerfüllten Wunsch vom Vortage, dessen
Inhalt die Traumvorstellungen sind und dessen Erfüllung der Traum
mit denselben Vorstellungen darstellt. In ihren Einzelheiten über
einstimmend, erscheint die Totalität des Traumbildes nicht der To-
talität der realen Vorgeschichte zu entsprechen - der Vortragende
zieht die Parallele zum Kunstwerk - ja sie erscheint vielmehr
als kontradiktorischer Gegensatz. Mit einem Male sind zwei Denk-
probleme auf den Plan getreten: die logische Kategorie des Gegen-
satzes zwischen dem Trauminhalt und der realen Vorgeschichte und
die funktionelle Kategorie in der Formel: der Traum ist eine
Wunscherfüllung.Von hier aus ersteht die Frage: gibt es im Traum Wünsche und
was sind Wünsche. Die Beziehung des Wunsches zur biologischen Ten-
denz der Selbsterhaltung,alsozum Trieb, ergibt sich als eine Be-
ziehung von einer Funktion zu einem Funktionierenden. Der Trieb
sucht Objekte der Befriedigung, der Affekt zeigt an, dass der Tri
die ihm gebotenen Objekte als geeignet oder ungeeignet für die Be
friedigung ansieht. Sowohl Trieb als Affekt dulden in ihrer Be-
ziehung zum Befriedigungsobjekt keinen Aufschub, d.h. sie haben
keinzeitlichesörtliches Verhältnis zum Befriedigungsobjekt, sondern nur ein
räumliches. Diese Ausschaltung des zeitlichen Momentes bemerken
wir in dem Traume an einer auffallenden Stelle, an der Stelle des
Affektes, der im Traume wirksam wurde, selbst. Der Affekt im Traume
stellt sich zu der ihm zugehörigen Vorstellung wie zu einem gegen-
wärtigen Objekte der Aussenwelt, ohne die Bemerkung, dass das reale
Objekt der Wünsche des Träumers zur Vergangenheit des Träumers vor
dem Traume gehört. Ein andermal werden zukünftige Realitäten im
Traum von einem Affekt als gegenwärtig anerkannt. Der Traum lässt
also auch das Zeitbewusstsein oder die zeitliche Form der Anschau-
ung vermissen. Er hat dabei, undwie wir bald sehen werdeneben des-
wegen, nicht das Bewusstsein der Irrealität seiner Befriedigung.
Aber das psychische Zeichen der Befriedigung eines Triebes zeigtS.
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sich im Traume wie im Wachbewusstsein: es tritt Euphorie ein. Wenn
Euphorie als das Zeichen des gut funktionierenden Organismus ange-
sehen werden muss, dann hat der Traum seine Funktion als taugliche
Art der Triebbefriedigung im biologischen Sinne erwiesen.Wieso gibt sich aber ein Trieb mit einem irreellen Objekt zu
zufrieden? Es stehen ihm eben im Schlafzustand keine anderen als
nur illudierte zur Verfügung. Er nimmt, da er kein äusseres Objekt
hat, das innere zu Hilfe, welches aus Erinnerungen besteht, denen
er durch ein eigenartiges psychisches Vermögen eine Qualität ver
leiht, dass sie ihm wie Wahrnehmungen vom realen Objekt erschei-
nen. Zwei Funktionen kommen dabei zu tage: 1. die Ausschaltung der
Zeit und 2. die halluzinatorische Plastizierung der Vorstellung.
Diese letzte ist ein eigenes Problem, welches Freud in seiner Theo-
rie von der Regression der Psyche zur Wahrnehmung erläutert hat.Der Vortragende bricht hier seinen Vortrag mit der Bemerkung ab,
dass die fernere Problemstellung an diesem einen Beispiel mit
nur exogenen Mitteln nicht fortgeführt werden könne und dass da-
zu andere Beispiele gehören, die aber nicht im Rahmen seiner ge-
genwärtigen Absicht liegen.D I S K U S S I O N .
Rosenstein sieht sich genötigt, dem Vortragenden in den meisten
Punkten zu widersprechen; seine Ausführungen seien nicht geeig-
net, den Glauben an die Sinnlosigkeit des Traumes zu erschüttern.
Den Sinn eines Traumes könne man nur plausibel machen, wenn man
den Satz akzeptiere, dass die Einfälle zum Traum gehören; dieser
Satz ist aber aus der Erfahrung nicht zu beweisen, sondern zu-
nächst nur induktiv gegeben. Viel eher als der Traum liesse
sich die Determiniertheit der Fehlleistungen plausibel machen.
Die Pollution sei nicht der einzige Fall einer motorischen
Leistung zur Triebbefriedigung im Traume; wir machen auch eine
Anzahl zweckmässiger Reflexe etz. Besser wäre der Hinweis auf
die Tagträume gewesen, die beweisen, dass eine Wunscherfüllung
ohne die entsprechenden realen Objekte möglich ist. Für den
Traum charakteristisch ist, abgesehen von den Geisteskrankhei-S.
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ten, die Halluzination. Auch die Behauptung, dass dem Traum das
Zeitbewusstsein fehle, sei nicht richtig.Winterstein kann sich im allgemeinen den Ausführungen des Vor-
redners anschliessen und meint, dass die bestrittene Behauptung,
alle Träume seien Wunscherfüllungen, nicht erwiesen werde durch
denNachweisNachweis, dass einzelne Träume Wunscherfüllungen seien.Sadger hält für die beste Einführung in das Wesen des Unbewuss-
ten die Fehlleistungen des Alltags. Der Traum biete besondere
Schwierigkeiten, denen auch Freud in seinem Buche pädagogisch
nicht vollauf gerecht zu werden vermochte. Den Vortragenden be-
hindere noch besonders seine philosophisch-spekulative Ader,
die ihn nie über die Einleitung hinauskommen lasse.Sachs findet die Idee, die Pädagogik der Psa. als Problem aufzu-
werfen, sehr dankenswert. Die Schwierigkeit, die auch Pfister in
einem jüngst unternommenen Versuch nicht umgehen konnte, liege
darin, dass die komplizierten Tatbestände sich nicht zur Ein-
führung eignen und dass man an den unkomplizierten das Psa. nicht
lernen könne. Prof. Freud pflege bei seinen von verschiedenen
Phänomenen ausgehenden Einführungen in die Psa. auf zwei Punkte
den meisten Wert zu legen: Das Gefühl des Verwunderns hervorzu-
rufen über Dinge, die uns bisher selbstverständlich erschienen
sind und das Gefühl der strengen Determination alles psychi-
schen Geschehens. Aus diesen beiden Voraussetzungen folge alles
andere von selbst. - Der heutige Vortrag erscheine zu pädagogi-
schen Zwecken vielleicht zu voraussetzungslos. Die Einschränkung
der motorischen Leistungen des Träumers auf das Sexuelle sei na-
türlich zu erweitern. Gegen die Heranziehung des Schopenhaueri-
schen Begriffes von Raum und Zeit müsse man einwenden, dass die-
se aprioristischen Anschauungsformen auch bei der Halluzina-
tion und im Traume vorhanden seien, wenn sie auch der Vortragen-
de in anderem Sinne herangezogen habe.Hitschmann meint, der heutige Vortrag zeige wohin es führe, wenn
wenig
man Dinge zusammenbringen wolle, dienichtsmiteinander zu tun
haben. Es wäre nichts anderes als eine überflüssige Paraphra-
sierung von Dingen gewesen, die wir in einer gang und gebe ge-S.
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wordenen Terminologie kennen. Es sei für den Stand der Dinge und
das Wissen des Vortragenden vielleicht noch zu früh zu versuchen,
die Philosophie mit der Psychoanalyse zu verbinden. Die weni-
gen Dinge, die sich darüber sagen lassen, sind nicht viel weiter
als Freuds Aufstellungen über das Lustprinzip. Die Begriffe der
Verdrängung und des Unbewussten, welche am Beispiel bewiesen
werden, sind noch immer die Voraussetzung für das Verständnis
des Traumes und der Fehlleistungen.| Federn nimmt zunächst Stellung gegen die unberechtigt Mysozo-
phie und nimmt den Vortragenden gegen den Vorwurf in Schutz, er
hätte Philosophie getrieben. Er hat den Versuch gemacht, die Grund-
prinzipien der Freudschen Lehre in einer scharfen begrifflichen
Form darzustellen. Doch genügt die Feststellung der biologischen
und psychologischen Identitätnicht, wenn wir nicht auch den un-
bewussten Determinismus postulieren (Sachs). In Ermanglung dessen
konnte auch das kurze Traumbeispiel nicht zu Ende gedeutet wer-
den. - Im Traum haben wir dieselben Zeitvorgänge wie im Wachen,
nur ist die Kritik inbezug auf die Zeit minimal vorhanden. Das
eigentlich Wertvolle des Vortrags sei die Formulierung der Stel-
lung des Affektes zur Triebtätigkeit. |Reitler findet es ebenfalls nicht praktisch vom Traume auszuge-
hen. Auch für den Analytiker, der ja genötigt sei, seine Pat. in die
Psa. einzuführen, eigne sich die "Psychopathologie" besser. - Die Psy-
chische Identität bestehe nicht, denn die schlafende Psyche ver-
füge nicht über das gleiche Material, während man bei den Fehlleis-
tungen immer denselben psychischen Zustand vor sich hat. Ueber-
dies sei das Beispiel unglücklich gewählt, der Traum ein typischer
Angsttraum, der schon den ganzen Elternkomplex enthalte.Rosenstein möchte sich nicht auf die Seite derer stellen, welche
die Methode des Vortr. als "Philosophie" verwerfen, er habe nur die
Ueberzeugungsfähigkeit für Laien in Abrede gestellt. Ohne scharfe
Begriffsformulierung, die weder Erkenntnistheorie noch Metaphysik
sei, wäre überhaupt keine Wissenschaft möglich. / Unter Identität
verstehe der Vortragende die Qualität aber nicht die Quantität
des psychischen Materials.S.
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Friedjung hält die Bemühungen des Vortragenden für ausserordent-
lich dankenswert, wenn auch vieles dabei misslungen ist,alsVer-
such zur Klärung der Begriffe, mit denen wir uns zu operieren ge-
wöhnt haben, ,und mit mehr philosophischem Wissen würden wir wahr-
scheinlich über manches weniger streiten. - Dass den Traumbildern
die Zeitlichkeit fehle sei sicherlichnichtrichtig.Stekel erklärt sich als prinzipieller Gegner derartiger Bestre-
bungen, von denen er eine Erweiterung unseres psychoanalytischen
Wissens nicht erwarte. Das gewählte Traumbeispiel eigne sich
ganz und gar nicht, denn es sei äusserst kompliziert und enthalte
bereits alle Probleme der Traumdeutung.| Prof.Freud betont, die Psa. sei so
ähnlichdas letzte, wofür der
Mensch geschaffen sei und Versuche, sie pädagogisch darzustellen
seien sehr interessant und verdienen Dank.Gegen das Argument von Lipps, der die Halluzinationsfähigkeit des
Traumes daraus erklärt, dass die einzelne Vorstellung des Traumes
isoliert sei und also die andern nicht hemmend wirken können, sei
einzuwenden, dass es im Traum an einzelnen Denkakten ja nicht feh-
le. - Zum Problem von Raum und Zeit: Wir kommen zur Einsicht, dass
das Unbewusste zeitlos ist. Der Traum ist es nicht durchaus, weil
er ein Vorgang zwischen Bewusstsein und Unbewusstem ist. Ander-
seits kommt in der Arbeit des Bewusstseins der Raum nicht vor;
deshalb erscheint uns das Psychische unräumlich. Die Zeitlichkeit
ist an die Bewusstseinsakte geknüpft, die Arbeit des Unbewussten
können wir uns nicht zeitlich vorstellen, wohl enthält sie aber
räumliche Elemente; wir müssen die einzelnen psychischen Akte loka-
lisieren. So muss z.B. eine bestimmte Stelle der Vorgänge affiziert
werden, ehe das Wissen, das wir dem Pat. geben, zu wirken imstande
ist. Das seelische Leben zerfällt uns in zwei Arbeitsweisen, von
denen die eine unzeitlich die andere unräumlich ist.Stekel wünscht Aufklärung über den Ausspruch, das Unbewusste ken-
ne die Zeit nicht. Die Neurotiker haben zur Zeit ein ganz bestimm-
tes Verhältnis, das ihnen nicht bewusst ist und das in der Neurose
eine bedeutende Rolle spielt (Geheime Kalender, Jahrestage etz).Das Unbewusste rechnet permanent mit der Zeit, es überschätzt die,
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Prof.Freud möchte in Anbetracht der Wichtigkeit dem Gegenstand
einen eigenen Diskussionsabend widmen, der von Stekel eingelei-
tet werden soll. |Reinhold erklärt sich bereit, das Ko-Referat zu übernehmen.
Hitschmann stellt fest, dass die Bezeihnung Philosophie, die er
gebrauchte, nicht wörtlich zu nehmen war und dass er darunter
zum Teil auch die Universitätspsychologie verstanden habe.Tausk hebt in seinem Schlusswort hervor, er sei durchaus missver-
standen worden. Er habe zeigen wollen, an wie viel Probleme man her-
rangehen müsse, um wissenschaftlich systematisch deduktiv an die
Psa. heranzukommen. Er wollte das Zeitproblem als ein bei der psa.
Betrachtung eines Traumes abfallendes Problem andeuten. Scho-
penhauer habe er nur in dem bestimmten Sinne zitiert, dass die[?]
reale Wahrnehmung erst aus Raum und Zeit entstehe. Er habe nicht
gemeint im Traume fehle das Moment der Zeitlichkeit, sondern das
Verhältnis des Affektes zu seiner Vorstellung das sei das Zeit-
lose. - Redner geht hierauf auf die Einwendungen der Diskussions-
redner im einzelnen ein, indem er vielfache Missverständnisse auf-
klärt, Einwendungen zu widerlegen versucht und nicht in den Zusam-
menhang gehöriges ausschaltet.
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