Reik, Theodor (1922-504/1922): Protokoll der (XIX./ 11.) Sitzung der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 15. Februar 1922. Siegfried Bernfeld: Über eine typische Form der männlichen Pubertät
S.
Dr Federn: „Über das wissenschaftliche Plagiat“
11. Sitzung am 15. März Februar 1922:
Anwesend Prof. Freud, Aichhorn, Storfer, Nunberg, Deutsch,
Schmiedeberg, Dr Steinberg, Hoffmann, Dr Fokschaner, Dr Feni-
chel, Dr Bychowski, Doz. Schilder, Dr Bohl, Dr Kaplan, Dr Bernfeld,
Dr Hug, Dr Hitschmann, Reik, Rank, Dr Bohl, Dr Bibring, Frl.
Adrian, Dr Kritz, Doz. Pappenheim, Dr Winterstein, Dr Federn, Dr Sadger,Dr Reich, Dr Sperber, Dr Reich, Fenichel, Dr Friedjung.
Nächste Sitzung am 1. März 1922.
Doz. Schilder und Dr Federn über Schilders „Wesen der Hypnose“:
Dr Bernfeld: „Über eine typische Form der männlichen
Pubertät“. Physiologische und psychol. Pubertät Gestreckte Pu-
bertät als soziale Phänomen. Idealistische Interessen und
ein produktives Interesse für das Ziel; reichliches Selbstbewußt-
sein und Symptome eingetretener Verdrängung, Herabsetzungs-
tendenzen gegen andere mit Ausnahme des Freundes, des
pers. Lehrers. Liebe zum Freund soll erweitert werden. Das Ich hat
eine außerordentliche Besetzung auf Kosten der Objektwahl
erhalten. Konflikt zwischen Idealich und Realich typisch für
Pubertät.
Dr Oberholzer: über einen Fall von Minderwertigkeit
in der Neurose. Klinische Mitteilung über einen Fall eines über-
großen Penis.
Dr Hitschmann: Auch ein übergroßes, zum Gebrauch nicht
geeignetes Organ braucht nicht als minderwertig
gefühlt werden.