Protokoll der (XIX./ 13.) Sitzung der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 15. März 1922. Walter Fokschaner: Über das Schachspiel 1922-506/1922

Reik, Theodor (1922-506/1922): Protokoll der (XIX./ 13.) Sitzung der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung am 15. März 1922. Walter Fokschaner: Über das Schachspiel

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  • S.



    12 Sitzung am 15. März 1922.
    Prof Freud, Rank, Reik, Hitschmann, Hug, Bernfeld,
    Jokl, Nepallek, Schmideberg, Fokschaner, Fenichel,
    Reich, Kolnai, Silberer, Winterstein, Federn, Sadger,
    Sarasin, Kempner, Nunberg, Deutsch, Aichhorn, Jekels,
    Bychowski, Hartmann, Kritz, Weiss, Bohl, Pappenheim
                                                              Dr Bibring

     

     


     

  • S.

    Nunberg.
    Dr Hug „Über sexuelle Aufklärung“. 29. März.
    Dr Fokschaner „Über das Schachspiel“: Ur-
    sprung unbekannt. Verfolgt die Entwicklung des
    Schachs, insbesondere das Schachspiel der Bataker.
    Die Figurenumwandlung des Batakerschachschachspieles.
    Zurückführung des Schachs auf die Situationen von
    „Totem und Tabu“, die Bauernmasse als die Brüder.
    Spaltung des Königs in freundliche und feindliche Vä-
    ter durch Ambivalenz. Vorbilder des Schachs in der Kin-
    derstube. Das Urspiel psychisch in dem Verhältnis
    von König und Masse, daraus erklärt sich Rück-
    zugstabu und Mattsituation. Schach sei Darstellung
    jedes Spiel.
    Dr Bernfeld: das Schachspiel ist nicht nur die Durchfüh-
    rung sondern auch die Verhütung des Vatermordes.
    Dr Federn: die Pattsituation zeigt, dass die Tabuierung
    des Schachs Königs zutrifft.
    Kolnai: weist auf den Zusammenhang von Schach
    und Magie hin.
    Schmideberg: Tabu im Schach in dem Verbot, den
    König vom Brett zu nehmen.
    Prof. Freud: