Ueber Hypnose und Suggestion 1892-411/1892

N. N. (1892-411/1892): Ueber Hypnose und Suggestion

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    Ueber Hypnose und Suggestion. 
    Von Dr. S. Freud, Dozent an der Wiener Universität.*)

    Nach einigen einleitenden Bemerkungen über sein persön-
    liches Verhältnis zu dem Thema des Vortrages, erinnert der
    Vortragende daran, dass die noch vor Kurzem herrschende
    Ansicht, der Hypnotismus sei ein Gewebe von Schwindel und
    Selbstbetrug heute überwunden sei und dass man behaupten
    dürfe, es handle sich um ein wichtiges Gebiet von psycho-
    logischen Tatsachen, das den Arzt sehr nahe angeht. Er
    theilt dann mit, dass die Grundthatsache des Hypnotismus in
    zweierlei Fassung ausgesprochen worden sei, von Charcot und
    von den Männern der »Schule von Nancy«. Nach einer kurzen
    Beleuchtung der Charcot'schen Lehren übergeht er zu der
    Auffassung der Schule von Nancy, zu welcher er sich rück-
    haltslos bekennt. Vorher macht er einige interessante Mit-
    theilungen über die Persönlichkeit des Gründers dieser Schule,
    des Dr. Liébault, der in selbstlosester Weise sein Leben der
    Erforschung dieses Problems gewidmet hat, sowie über Prof.
    Bernheim, dessen Publikationen die allgemeine Aufmerksamkeit
    auf die bis dahin unbeachtete Lehre und Thätigkeit Liébault’s
    gelenkt haben.

    Die Schule von Nancy definire die Hypnose als einen
    besonderen psychischen Zustand, in dem die Suggerirbar-
    keit gesteigert ist. Der Vortragende will nun die erste Stunde
    auf die Erörterung der Begriffe »Suggestion« und »Hypnose«
    verwenden, und in einem zweiten Vortrag auf die therapeu-
    tische Rolle der Hypnose eingehen.

    Die »Suggestion« werde von Bernheim definirt als der
    psychische Akt, durch welchen eine Vorstellung in ein fremdes
    Gehirn eingeführt und von diesem angenommen werde. Diese
    Definition erscheine aber unbefriedigend, weil zu weit; sie lasse
    die Folgerung zu, dass jede psychische Beeinflussung zwischen
    verschiedenen Personen eine Suggestion sei, und nehme so der
    Suggestion, die uns an der Hypnose befremdet, das Charak-
    teristische weg. Bernheim sei thatsächlich bereit, eine solche
    Folgerung zu acceptiren und sehe in allem psychischen Ge-
    schehen eine Erscheinung der Suggestion. Dem entgegen sucht
    der Vortragende an der Hand von Beispielen für Befehl,
    Ueberredung, Belehrung u. dgl. das Charakteristische der


    *) Vortrag gehalten im »Wiener medizinischen Klub« am 27. April
    und 4. Mai 1892. — Originalbericht der »Intern. klinischen Rundschau.«

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    Suggestion Hauptursachen und kommt zum Schlusse, die ausge
    dehnte Bestehe darin, daß ein freies Kind eine ihm zumeist
    dargebotene Vorstellung annimmt, ohne Kritik an ihr zu üben,
    obwohl ihr aber das Material für diese Kritik vorliegt.
    Das Hauptverdienst der Schule von N a n c y besteht nun
    darin, daß sie der Erscheinungen der Suggestion auf allen
    Gebieten des menschlichen Seelenlebens nachgespürt und be
    wiesen habe, daß wir alle unter einer Fülle von Bedingungen
    uns als Suggerenten erweisen, jener Thatsache, die ein viel
    weitergehendes Interesse als blos für die That der Suggestion
    des Vorganges berechtigte über einige höchst frappante Ver
    suche hervorruft, welche das ganze elementare Maß der
    Gläubigkeit bei normalen Menschen beweisen.
    Das Arzt-Interesse ist nun hauptsächlich zu wissen
    unter welchen Bedingungen die Suggestion verwertbar wird.
    Eine nicht erschöpfende Aufzählung ist die folgende:
    1. Die genügende Suggerierbarkeit kommt spontan als
    dauerndes, allgemein seelisches Moment vor, in selteneren Fällen.
    2. Sie findet sich zeitweise in Infektzuständen und bei
    Einwirkung psychischer Infektion, von den ersteren ist be
    sonders der Zustand der religiösen Gläubigkeit anzuführen.
    3. Sie findet sich in der durch gewisse Methoden zu
    erzielenden tiefen Hypnose.
    Die Suggerierbarkeit des Hypnotischen Zustandes zeigt
    gewisse Unterschiede gegen die Suggerierbarkeit unter anderen
    Bedingungen. Sie ist nämlich eine allgemeinere, während eine
    spontane Steigerung der Gläubigkeit nur auf ganz begrenzte
    Beziehe, welche im Zusammenhange mit der wirksamen Be
    dingung stehen. So wird ein religiös Suggerierter nur
    nichtgläubig gegen Suggestionen, die zu dem Inhalt seiner
    religiösen Glauben passen, aber nicht allgemein leichtgläubig.
    Er wird eben als L a u f r ü n g e eine unbegründete Prüfungs-Annahme
    aber an einen Versuch um eine Illustration für eine
    spontan zu erwartende scharfe Kritik üben. In der Hypnose wird
    die Suggestion ermöglicht durch die gleichmässige Abschwächung
    aller vorhandenen Vorstellungen, bei der religiösen Gläubigkeit
    dagegen durch Verstärkung einer besonderen Vorstellungs-
    gruppe.
    Ein anderer unterscheidender Charakter der hypnotischen
    Suggerierbarkeit besteht darin, dass sie mit Amnesie verknüpft
    sein, was bei der Suggerierbarkeit unter anderen Bedingungen
    fehle. Der Vorgang ist leicht erklärt, indem die Amnesie einen Unter
    schiedes selbst einschränken, indem er die Behauptung auf
    stellt, dass das sie der Hypnose rühre nur daher, dass wir sie
    vermögen, sehr verschiedene Zustände des Bewusstseins mit
    einander zu associeren, so knüpfen wir z. B. die (gedanken
    gelöste) «M a r t z e r>-Annahme an die des Schlafs in Bezug
    an mit Ueberspringung der Nacht, und merken mitunter, dass
    wir Nacht an Nacht dieselben, die in der einen Nacht be
    gonnenen, wiederholen, ohne uns der Nacht bewußt
    haben, in der sie sich fortsetzen. Die Amnesie der Hypnose
    erklärt sie nichts weiter als ein solches Vermeiden der Ver
    knüpfung zweier verschiedener Bewusstseinszustände, denn
    jede tiefergehende Hypnose bringt die Erinnerung an die Vorgänge
    wieder. Auch seien wir gelegentlich unter anderen Vorhält
    nissen Amnestisch, ja an der Höhe des Affekts, wie man sie
    bei hysterischen Anfällen erfährt, denn in Affekte werde der
    Ausdrücke gebraucht zu haben.
    Die Vortragende schlägt damit, es sei bisher gelungen
    die Begriffe Hypnose und Suggestion auseinanderzuhalten,
    dies werde aber von jetzt ab schwerer werden. Wenn man
    nämlich auf die Methoden eingeht, durch welche die Hypnose
    erzeugt wird, so müsse man zugestehen, dass diese selbst in
    der Anwendung der Suggestion bestehen. Nun hat man
    sich das Hypnose nach den Lehren der Schule von N a n c y
    keine konstanten körperlichen Zeichen hat, sondern blos den
    Charakter, der gesteigerten Suggerierbarkeit zu verstehen, man
    wie ein geistreichen Anhänger der N a n c y’schen Schule, Prof.

    Internationale Klinische Rundschau 1892.

    Denssen nun der Ausspruch gemacht, es gäbe kein hypnotisches
    Symptom nur Suggestion, so drückt er einen Grade der Suggerierbarkeit aus.
    In dem zweiten Vortrag über die Bedeutung von Hyp
    nose und Suggestion für die Therapie, den die Vortragende
    wiedergegeben wollen, sagte Dr. Farago etwa Folgendes:
    Neben den Medien der Schule, die sich bemüht die
    ärztliche Therapie auf das Fundament der Suggestion zu übertragen
    schließlich, Erkenntnisses zu lassen, fragt er, derselbe
    gegenüberliegenden Vorschlägen oder der Gegenwart des
    chemischen Auffassung vorschlagen, hat es jederzeit eine läss
    liche, oppositionelle feindliche Medizin gegeben, deren Haupt
    aufgabe es gerade war, die wissenschaftlichen Grundlagen der
    Therapie zu Seite zu lassen, die in unserer Zeit die
    Schule, die Naturheilkunde, der Pfarrer Kneipp und der
    erfolglose Latenztherapie seien aber unzweifelhaft und nicht
    zu unrechtlichen Frag man sich, wofür dieselben berufen
    sei, kann man auch, daß dieselben nie einen einzigen Fall
    durch zu solchen Methoden vornehmen, von der unseren
    die Anatomie begründeten Suggestionen widerlegen, sie
    sei noch Niemand durch einen Heilkünstler zum Gehen ge
    bracht, der den Gang in der Hälfte an dem einschneidendsten
    stetigen Strang verwandelt wären, oder zum Sehen, wenn er
    keine Sehstörungs-Zufall in der Gegenwart besäße. Es habe
    keinerlei Stämme in der Heilkunde, der wir uns zu einer
    melden würden. Doch müßte man auch zugeben, es
    sei gelungen die Suggestionstherapie auf eine
    solche Grundlage, die nur diejenigen Ziffern erklären würde
    ihre ärztlichen Erfolge und die Suggestion ihrer
    Heilungen verlängern, nach der die
    mechanischen Faktoren die allermeisten Male
    ihre Erfolge verdanken und welche die auf Suggestionen zurück
    gehen, dass dies nur ein psychischer Faktor sein kann, denn
    diese Heilungen vollziehen sich unter drei verschiedenen Be
    dingungen, an denen der psychische Faktor der Suggestion
    wirksamer sei, 1 an Orte mit dem Ausspruch e i n e r
    S e e l e , den in Gläubigen verbreiten ist, 2 in der Umgebung
    der Gebietsanstalt Z o l l e r's am Z ü r i c h e r
    S e e , 3 bei
    religiösen Gläubigen haben wir eine lateinisch unterordnete
    ligion bestimmt, bei behandlungsmethoden, welche der
    ligiosen Heilkunst in der Form unterliegen, über deren
    Glauben an sie wirken können, da so noch unser Einsicht
    von vornherein Leidens dem Heil in erdrückt, dahin
    die homöopathische 3 gehören, hierher noch in die Zelle die
    über die
    wird, und welche auf religiösen Grundlagen beruhen, weil
    sie ihre
    ganze Existenz den Arzte, die diese Behandlung zuteil
    werden. Die Vortragende wird zum M a r t z e r's Hauptsaal
    und beruft sich für diese Auffassung auf einen Vortrag
    aus der die suggestive Wirkung, die von M a r t z e rn
    erzielt.
    Angesichts dieser Erfahrungen erscheint es als ein
    rechtes der ärztliche Arbeit in diesen Suggestionen eine
    zu bemächtigen, um ihm in seiner therapeutischen Thatkraft
    zur Anwendung als Suggestionstherapie dient ihm im
    die Verwendung der Abgrenzte in der Hypnose, die Hoffnug
    der Suggestionen beruhen in der Tat die eigentliche
    Therapie als eine ganz neue Methode ist die Hypnose mit Amnesie
    in mag Somnambulismus zu versetzen, gründet sich aber
    in den mag die Uebertragungen über die Heilungen der suggestiven
    Laientherapie, sondern auch auf eine Reihe von Thatsachen,
    die dem Thema der Wechselwirkung des Psychischen und Phy
    sischen als ihre Hypnose angaben bei diesen Therapien wird
    Schule meist eine Behandlung, so dass die psychischen
    zieren, als die abhängig und Heilpflanzen erwachen. Es
    Studiert dort von den elementarsten Bedingungen der psychischen
    Funktionstätigkeit von der Bestimmung derselben durch die
    Bedingungen der Blutzirkulation und durch toxische Stoffe,
    Produkte anderer Thiere an den Giften, welche im Körper
    entstehen und welche die Suggestibilität erhöht, aber auch
    die an die Stelle der Suggestion tritt.

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    bestimmte Beeinflussung der körperlichen Funktionen durch die
    seelischen Vorgänge stattfindet.*) Vor allem zeugen dafür
    die körperlichen Veränderungen, die für den Verkehr der
    Flaschen die wichtigste Rolle spielen, die durch die ausser
    ordentliche oder gar unwiderstehliche und für die vom Ver
    einzelten der Neurosen eine so grosse Bedeutung gewonnen
    haben. Stellt man sich die Charakteristiken eines Falles vor,
    der den gesteigerten Ausdruck der Gefühlsstimmungen
    schafft an äussersten, weiss man, dass alle ankommenden Auf
    forderungen ihn erfolgen und insbesondere dass man dem
    Beispiele von auffälligen trophischen Veränderungen in Folge
    seelischer Beeinflussung der Vorstellungen, und gerade auf
    dem Spiel das Naturheilkunde sich zeigen, dass man jetzt
    glaubt es wird, eine Wirkung vom psychischen auf's Phy
    sische angenommen, so mag man sich das Gegenteil vor
    über hier der Vortragende erweist als das auffälligste Phänomen
    der Heilung, die Hervorrufung von Störungen des Haars an
    angegebenen Stellen durch Einführung einer Vorstellung in der
    Hypnose — ein Versuch, den er selbst an einer Patientin Läs
    sigkeit verrichtet, der gelang und erprobter sei das Vortragen
    würdigen Mannes, auch Alterung und Blasenbildung auf dem
    selben Wege erzeugt worden sind.
    Gelange es also, tiefe Hypnose zu erzeugen, so würde
    man diese Einführung von seelischen Vorstellungen, als eine
    direkte Beeinflussung auf den Kern des selbst von Vorstellungen
    betreffen, indem man diesen krankhaften Vorstellungen
    durch widerspricht; es auch andere Krankheitssymptome
    löschen oder aufheben, die somatischer Herkunft sind, wenn
    die Krankheitssymptome nur unzweideutiger Weise sich durch
    seelische Faktoren bestimmen müssen.
    Koch nun, so die therapeutische Anwendung der Hypnose
    fortschreitet, so ist sie an der Zeit um einen Entschluss
    gerade der von denjenigen kommen, welche die Bedeutung
    der Hypnose für die Therapie zu schätzen verstehen. Man
    frage sich, soll der Arzt zugestehen, immer mehr und mehr
    zu seiner Sache. Soll der Arzt zugeben, immer mehr eine Person
    zu sein, durch seine Suggestion Verwirklichung, die neben
    der unseren rationalen Behandlungsmethoden stehe, eine Portion
    von Glück der Heilung erzielt, und er nur in einer
    Portion Heilung mit einem
    psychischen Faktor der Suggestion, mit der physikalischen
    mechanischen Wirkung der Therapie, Vorgesetzten elektrischer
    Massage und Bäder fragen gegeben, ob es nicht zum
    größeren Teil die Suggestion beruhe. Wenn dann noch die
    Suggestiv-Heilungsmethode an andere bringen, nicht
    neues als einen neuen Namen? Besonders häufig höre man
    von der N a n c y’schen Schule, dass an deren grossen
    Versammlungen und der ihnen durch ihren grossen
    Erfolg gebracht, dass die Hypnose auf keinen Fall
    zu vermindern sei. In dem ganzen Verlaufe desselben
    ist dem
    Arzt nicht die Suggestion zu vergrössern, sondern vielmehr
    durch die Anwendung der mechanischen Faktoren
    dieselbe zu vermindern. Die Vortragende wird zum
    Schlusse daraufhin hingewiesen, dass die Suggestion an
    keinerlei Krankheiten, dass sie gerade bei jenen
    Krankheiten, die der Vergrösserung der Suggestibilität
    entsprechen, in der Hand des Arztes zu einem
    mächtigen Heilfaktor gewinne. Diesen Schluss folgert sie
    aus der Thatsache, dass die Suggestion an keinerlei
    Krankheiten ausser an jenen, die sie nicht besonders
    persönlich
    zu verringern sei.
    Die eigentliche Würdigung dieses Einwandes nimmt der
    Vortragende nur eine geringe Rücksicht, er mich für sehr mild
    zu beurtheilen entscheide, die Hypnose als einen besonderen Zu
    stand zu gelten, nur als ein Produkt der Suggestion beurtheile
    zu lassen. Im letzteren Fall sei der Einwand berechtigt, man
    bedürfe der Hypnose nicht, wenn man mit nichts anderes
    erreiche, dass die tiefste Suggestion an Kranke, wie an
    diese ohne
    Hypnose zu Stande komme. Es sei dann auch zu erwarten,
    dass die Hypnose, sei es therapeutisch nützlich, durch den
    Kranken
    verbesserte werden, wenn dieselben gelehrt haben, dass
    der
    Zustand keine von ihrem Glauben unabhängige Wirkung
    aus-

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    üben könnte. Im anderen Falle, wenn die Hypnose ein eigen
    artiger psychisch bestimmter Zustand sei, so sei mit dem
    Arzt anzunehmen, einer grösseren Portion Heil-Vergleich mit
    der gebräuchlichen Zugewinn von Seiten der Aerzte beigefügt.
    Die Vortragende will auf diesen Umstand endgültige Ent
    scheidung hier nicht eingehen, es bemerkt nur, dass er seinen
    selbst noch an die Erklärung der Hypnose als einen eigen
    artigen Zustandes festhalte. Die Hypnose lasse sich wenigstens
    der Definition nach gut von den anderen Zuständen der er
    höhten Suggerierbarkeit trennen. Suggestion bedeute im allgemeinen
    einen anderen dahin zu bringen, dass er eine Vorstellung auf
    Grund eines angenommenen Momentes eines psychisch
    bewegenden annehme. Für die anderen Arten der Suggerierung
    gelte diese Definition wörtlich, bei der Hypnose geschehe das
    gleiche nicht, dass man dem anderen ein psychologisches
    M a r t z e r verschafft, sondern indem der besondere psychische
    Zustand der erleichterten folge sei, der die Heilung vollführt,
    so viel stehe aber fest, dass diejenigen, welche diesen Einwand
    erhoben, die Anwendung der Hypnose nur überflüssig, nicht
    verwerflich finden können.
    (Fortsetzung folgt.)
     


    Verhandlungen wissenschaftlicher Vereine.


    K. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien.

    (Originalbericht der „Internationalen Klinischen Rundschau.“)
    Sitzung vom 6. Mai 1892.
    Schluss der Diskussion über die Wasserversorgung Wiens.
    Regierungsagenten P r o f . S t r a u s s ergreift das Wort, um
    die an ihn gerichteten Fragen zu beantworten, die in der Frage
    betrifft des von P r o f . S t r a u s s aufgestellte Projekt auf
    Betreff der Neubearbeitung desselben aus dem D o n a u - A r m
    erhebt. derselbe dahin beantwortet, dass schon vor 30 Jahren
    in
    der Wiener Wasserversorgung der Äquädukt viel grösser angelegt
    werden
    solle als denjenigen, welcher gebaut wurde, können. Die an
    ihn
    ins Auge gefassten Quellen liefern $358,340$ Hektoliter, also das
    Doppelte
    an Tagesertrag, der durch und mit den Wiener städtischen
    Äquädukt und die Vergrösserung
    Wiens, die Wiener Bevölkerung zufrieden sein. Die Schwierigkei
    ten, dieM a r t z e r zu gelangen, sei heute keine grosse und
    die
    dagegen
    gegen den grossen Wasserleitungsspeicher an technischen
    Gesichtspunkten stossen würde. P r o f . S t r a u s s nicht
    dauern,
    damit sich der
    über
    Gehalt der Hauptquellen in der Reinheit des Wassers
    M a r t z e r bestimme sagen, dass er auf das «tote»
    Wasser
    seine
    Wasserbehältern nachweisen wolle. derselben
    über die M e n g e des Stockhalses vorhandenen
    Wasser betreffende Frage, beantwortete P r o f . S t r a u s s,
    dass soll
    Wasser in hinreichender Menge vorhanden sein. Dies
    könne
    aber
    den Abfluss desselben sehen, dass aber der Bau eines
    Stollens
    nichts anderes als eine Natürliches des Bodens bedeute
    und
    dass
    diese denselben Projekt nach dem Jahr in der
    Wasserversorgung
    M a r t z e r hinreichen würde, doch der Wasserbehälter
    sollen
    in Folge der städtischen Zwecke viele Z e i t zum
    Maximum
    würde wohl Wasser in hinreichender Menge vorhanden sein,
    aber
    nicht in Zeit im Minimum. Das Projekt der Wiener
    Stadtwasser-Leitung
    sei aber nur durch die Anlage von
    sehr
    vervollkommneten
    Wasserliegende, liefen Pumpwerken möglich,
    dass
    aber
    würde
    nur das
    Wasser an Qualität verringere. in P r o f . S t r a u s s
    e x a k t
    M e n t e
    was die Qualität des Wassers anlangt, so solle man
    mit
    der
    Frage der Salzablagerung sich strenger sein. Nach den
    neuesten
    Forschungen werde die Selbstreinigung des Bodens
    hauptsächlich
    durch Pflanzenwuchs, besonders durch Alpen, bestätigt.
    Wenn
    wir
    aber nur durch fremde oder Mineralstoffe mit
    einem
    Wasserspeicher
    zu versorgen und man dasselbe in genügender
    Menge
    vorrätig
    habe,
    so sei nicht anzunehmen, warum kein Mangel
    an
    Bewässerungsmöglichkeit
    bestehen solle, bei dem man sich überdies
    auf die
    stets
    zwei
    zweckhafte
    Umstrukturierung verlassen müsse?
    Herr P r o f . S t r a u s s erinnerte an den vor vielen Jahren
    von
    der
    Gesellschaft der Aerzte in derselben Angelegenheit erstatten
    Bericht, welcher sich mit den Ausführungen des P r o f . G r u n e n
    heute