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Triebe und Triebschicksale
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Wir haben oftmals die Forderung vertreten gehört, daß eine Wissenschaft über klaren und scharf definierten Grundbegriffen aufgebaut sein soll. In Wirklichkeit beginnt keine Wissenschaft mit solchen Definitionen, auch die exaktesten nicht. Der richtige Anfang der wissenschaftlichen Tätigkeit besteht vielmehr in der Beschreibung von Erscheinungen, die dann weiterhin gruppiert, angeordnet und in Zusammenhänge eingetragen werden. Schon bei der Beschreibung kann man es nicht vermeiden, gewisse abstrakte Ideen auf das Material anzuwenden, die man irgendwoher, gewiß nicht aus der neuen Erfahrung allein, herbeiholt. Noch unentbehrlicher sind solche Ideen – die späteren Grundbegriffe der Wissenschaft – bei der weiteren Verarbeitung des Stoffes. Sie müssen zunächst ein gewisses Maß von Unbestimmtheit an sich tragen; von einer klaren Umzeichnung ihres Inhaltes kann keine Rede sein. Solange sie sich in diesem Zustande befinden, verständigt man sich über ihre Bedeutung durch den wiederholten Hinweis auf das Erfahrungsmaterial, dem sie entnommen scheinen, das aber in Wirklichkeit ihnen unterworfen wird. Sie haben also strenge genommen den Charakter von Konventionen, wobei aber alles darauf ankommt, daß sie doch nicht willkürlich gewählt werden, sondern durch bedeutsame Beziehungen zum empirischen Stoffe bestimmt sind, die man zu erraten vermeint, noch ehe man sie erkennen und nachweisen kann. Erst nach gründlicherer Erforschung des betreffenden Erscheinungsgebietes kann man auch dessen wissenschaftliche Grundbegriffe schärfer erfassen und sie fortschreitend so abändern, daß sie in großem Umfange brauchbar und dabei durchaus widerspruchsfrei werden. Dann mag es auch an der Zeit sein, sie in Definitionen zu bannen. Der Fortschritt der Erkenntnis duldet aber auch keine Starrheit der Definitionen. Wie das Beispiel der Physik in glänzender Weise lehrt, erfahren auch die in Definitionen festgelegten „Grundbegriffe“ einen stetigen Inhaltswandel.
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Ein solcher konventioneller, vorläufig noch ziemlich dunkler Grundbegriff, den wir aber in der Psychologie nicht entbehren können, ist der des Triebes. Versuchen wir es, ihn von verschiedenen Seiten her mit Inhalt zu erfüllen.
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Zunächst von seiten der Physiologie. Diese hat uns den Begriff des Reizes und das Reflexschema gegeben, demzufolge ein von außen her an das lebende Gewebe (der Nervensubstanz) gebrachter Reiz durch Aktion nach außen abgeführt wird. Diese Aktion wird dadurch zweckmäßig, daß sie die gereizte Substanz der Einwirkung des Reizes entzieht, aus dem Bereich der Reizwirkung entrückt.
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Wie verhält sich nun der „Trieb“ zum „Reiz“? Es hindert uns nichts, den Begriff des Triebes unter den des Reizes zu subsummieren: der Trieb sei ein Reiz für das Psychische. Aber wir werden sofort davor gewarnt, Trieb und psychischen Reiz gleichzusetzen. Es gibt offenbar für das Psychische noch andere Reize als die Triebreize, solche, die sich den physiologischen Reizen weit ähnlicher benehmen. Wenn z. B. ein starkes Licht auf das Auge fällt, so ist das kein Triebreiz; wohl aber, wenn sich die Austrocknung der Schlundschleimhaut fühlbar macht oder die Anätzung der Magenschleimhaut.1
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Wir haben nun Material für die Unterscheidung von Triebreiz und anderem (physiologischem) Reiz, der auf das Seelische einwirkt, gewonnen. Erstens: Der Triebreiz stammt nicht aus der Außenwelt, sondern aus dem Innern des Organismus selbst. Er wirkt darum auch anders auf das Seelische und erfordert zu seiner Beseitigung andere Aktionen. Ferner: Alles für den Reiz Wesentliche ist gegeben, wenn wir annehmen, er wirke wie ein einmaliger Stoß; er kann dann auch durch eine einmalige zweckmäßige Aktion erledigt werden, als deren Typus die motorische Flucht vor der Reizquelle hinzustellen ist. Natürlich können sich diese Stöße auch wiederholen und summieren, aber das ändert nichts an der Auffassung des Vorganges und an den Bedingungen der Reizaufhebung. Der Trieb hingegen wirkt nie wie eine momentane Stoßkraft, sondern immer wie eine konstante Kraft. Da er nicht von außen, sondern vom Körperinnern her angreift, kann auch keine Flucht gegen ihn nützen. Wir heißen den Triebreiz besser „Bedürfnis“; was dieses Bedürfnis aufhebt, ist die „Befriedigung“. Sie kann nur durch eine zielgerechte (adäquate) Veränderung der inneren Reizquelle gewonnen werden.
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Stellen wir uns auf den Standpunkt eines fast völlig hilflosen, in der Welt noch unorientierten Lebewesens, welches Reize in seiner Nervensubstanz auffängt. Dies Wesen wird sehr bald in die Lage kommen, eine erste Unterscheidung zu machen und eine erste Orientierung zu gewinnen. Es wird einerseits Reize verspüren, denen es sich durch eine Muskelaktion (Flucht) entziehen kann, diese Reize rechnet es zu einer Außenwelt; anderseits aber auch noch Reize, gegen welche eine solche Aktion nutzlos bleibt, die trotzdem ihren konstant drängenden Charakter behalten; diese Reize sind das Kennzeichen einer Innenwelt, der Beweis für Triebbedürfnisse. Die wahrnehmende Substanz des Lebewesens wird so an der Wirksamkeit ihrer Muskeltätigkeit einen Anhaltspunkt gewonnen haben, um ein „außen“ von einem „innen“ zu scheiden.
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Wir finden also das Wesen des Triebes zunächst in seinen Hauptcharakteren, der Herkunft von Reizquellen im Innern des Organismus, dem Auftreten als konstante Kraft, und leiten davon eines seiner weiteren Merkmale, seine Unbezwingbarkeit durch Fluchtaktionen ab. Während dieser Erörterungen mußte uns aber etwas auffallen, was uns ein weiteres Eingeständnis abnötigt. Wir bringen nicht nur gewisse Konventionen als Grundbegriffe an unser Erfahrungsmaterial heran, sondern bedienen uns auch mancher komplizierter Voraussetzungen, um uns bei der Bearbeitung der psychologischen Erscheinungswelt leiten zu lassen. Die wichtigste dieser Voraussetzungen haben wir bereits angeführt; es erübrigt uns nur noch, sie ausdrücklich hervorzuheben. Sie ist biologischer Natur, arbeitet mit dem Begriff der Tendenz (eventuell der Zweckmäßigkeit) und lautet: Das Nervensystem ist ein Apparat, dem die Funktion erteilt ist, die anlangenden Reize wieder zu beseitigen, auf möglichst niedriges Niveau herabzusetzen, oder der, wenn es nur möglich wäre, sich überhaupt reizlos erhalten wollte. Nehmen wir an der Unbestimmtheit dieser Idee vorläufig keinen Anstoß und geben wir dem Nervensystem die Aufgabe – allgemein gesprochen: der Reizbewältigung. Wir sehen dann, wie sehr die Einführung der Triebe das einfache physiologische Reflexschema kompliziert. Die äußeren Reize stellen nur die eine Aufgabe, sich ihnen zu entziehen, dies geschieht dann durch Muskelbewegungen, von denen endlich eine das Ziel erreicht und dann als die zweckmäßige zur erblichen Disposition wird. Die im Innern des Organismus entstehenden Triebreize sind durch diesen Mechanismus nicht zu erledigen. Sie stellen also weit höhere Anforderungen an das Nervensystem, veranlassen es zu verwickelten, ineinander greifenden Tätigkeiten, welche die Außenwelt so weit verändern, daß sie der inneren Reizquelle die Befriedigung bietet, und nötigen es vor allem, auf seine ideale Absicht der Reizfernhaltung zu verzichten, da sie eine unvermeidliche kontinuierliche Reizzufuhr unterhalten. Wir dürfen also wohl schließen, daß sie, die Triebe, und nicht die äußeren Reize, die eigentlichen Motoren der Fortschritte sind, welche das so unendlich leistungsfähige Nervensystem auf seine gegenwärtige Entwicklungshöhe gebracht haben. Natürlich steht nichts der Annahme im Wege, daß die Triebe selbst, wenigstens zum Teil, Niederschläge äußerer Reizwirkungen sind, welche im Laufe der Phylogenese auf die lebende Substanz verändernd einwirkten.
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Wenn wir dann finden, daß die Tätigkeit auch der höchstentwickelten Seelenapparate dem Lustprinzip unterliegt, d. h. durch Empfindungen der Lust‑Unlustreihe automatisch reguliert wird, so können wir die weitere Voraussetzung schwerlich abweisen, daß diese Empfindungen die Art, wie die Reizbewältigung vor sich geht, wiedergeben. Sicherlich in dem Sinne, daß die Unlustempfindung mit Steigerung, die Lustempfindung mit Herabsetzung des Reizes zu tun hat. Die weitgehende Unbestimmtheit dieser Annahme wollen wir aber sorgfältig festhalten, bis es uns etwa gelingt, die Art der Beziehung zwischen Lust‑Unlust und den Schwankungen der auf das Seelenleben wirkenden Reizgrößen zu erraten. Es sind gewiß sehr mannigfache und nicht sehr einfache solcher Beziehungen möglich.
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Wenden wir uns nun von der biologischen Seite her der Betrachtung des Seelenlebens zu, so erscheint uns der „Trieb“ als ein Grenzbegriff zwischen Seelischem und Somatischem, als psychischer Repräsentant der aus dem Körperinnern stammenden, in die Seele gelangenden Reize, als ein Maß der Arbeitsanforderung, die dem Seelischen infolge seines Zusammenhanges mit dem Körperlichen auferlegt ist.
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Wir können nun einige Termini diskutieren, welche im Zusammenhang mit dem Begriffe Trieb gebraucht werden, wie: Drang, Ziel, Objekt, Quelle des Triebes.
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Unter dem Drange eines Triebes versteht man dessen motorisches Moment, die Summe von Kraft oder das Maß von Arbeitsanforderung, das er repräsentiert. Der Charakter des Drängenden ist eine allgemeine Eigenschaft der Triebe, ja das Wesen derselben. Jeder Trieb ist ein Stück Aktivität; wenn man lässigerweise von passiven Trieben spricht, kann man nichts anderes meinen als Triebe mit passivem Ziele.
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Das Ziel eines Triebes ist allemal die Befriedigung, die nur durch Aufhebung des Reizzustandes an der Triebquelle erreicht werden kann. Aber wenn auch dies Endziel für jeden Trieb unveränderlich bleibt, so können doch verschiedene Wege zum gleichen Endziel führen, so daß sich mannigfache nähere oder intermediäre Ziele für einen Trieb ergeben können, die miteinander kombiniert oder gegeneinander vertauscht werden. Die Erfahrung gestattet uns auch, von „zielgehemmten“ Trieben zu sprechen bei Vorgängen, die ein Stück weit in der Richtung der Triebbefriedigung zugelassen werden, dann aber eine Hemmung oder Ablenkung erfahren. Es ist anzunehmen, daß auch mit solchen Vorgängen eine partielle Befriedigung verbunden ist.
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Das Objekt des Triebes ist dasjenige, an welchem oder durch welches der Trieb sein Ziel erreichen kann. Es ist das variabelste am Triebe, nicht ursprünglich mit ihm verknüpft, sondern ihm nur infolge seiner Eignung zur Ermöglichung der Befriedigung zugeordnet. Es ist nicht notwendig ein fremder Gegenstand, sondern ebensowohl ein Teil des eigenen Körpers. Es kann im Laufe der Lebensschicksale des Triebes beliebig oft gewechselt werden; dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamsten Rollen zu. Es kann der Fall vorkommen, daß dasselbe Objekt gleichzeitig mehreren Trieben zur Befriedigung dient, nach Alfred Adler der Fall der Triebverschränkung. Eine besonders innige Bindung des Triebes an das Objekt wird als Fixierung desselben hervorgehoben. Sie vollzieht sich oft in sehr frühen Perioden der Triebentwicklung und macht der Beweglichkeit des Triebes ein Ende, indem sie der Lösung intensiv widerstrebt.
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Unter der Quelle des Triebes versteht man jenen somatischen Vorgang in einem Organ oder Körperteil, dessen Reiz im Seelenleben durch den Trieb repräsentiert ist. Es ist unbekannt, ob dieser Vorgang regelmäßig chemischer Natur ist oder auch der Entbindung anderer, z. B. mechanischer Kräfte entsprechen kann. Das Studium der Triebquellen gehört der Psychologie nicht mehr an; obwohl die Herkunft aus der somatischen Quelle das schlechtweg Entscheidende für den Trieb ist, wird er uns im Seelenleben doch nicht anders als durch seine Ziele bekannt. Die genauere Erkenntnis der Triebquellen ist für die Zwecke der psychologischen Forschung nicht durchwegs erforderlich. Manchmal ist der Rückschluß aus den Zielen des Triebes auf dessen Quellen gesichert.
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Soll man annehmen, daß die verschiedenen aus dem Körperlichen stammenden, auf das Seelische wirkenden Triebe auch durch verschiedene Qualitäten ausgezeichnet sind und darum in qualitativ verschiedener Art sich im Seelenleben benehmen? Es scheint nicht gerechtfertigt; man reicht vielmehr mit der einfacheren Annahme aus, daß die Triebe alle qualitativ gleichartig sind und ihre Wirkung nur den Erregungsgrößen, die sie führen, verdanken, vielleicht noch gewissen Funktionen dieser Quantität. Was die psychischen Leistungen der einzelnen Triebe von einander unterscheidet, läßt sich auf die Verschiedenheit der Triebquellen zurückführen. Es kann allerdings erst in einem späteren Zusammenhange klargelegt werden, was das Problem der Triebqualität bedeutet.
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Welche Triebe darf man aufstellen und wie viele? Dabei ist offenbar der Willkür ein weiter Spielraum gelassen. Man kann nichts dagegen einwenden, wenn jemand den Begriff eines Spieltriebes, Destruktionstriebes, Geselligkeitstriebes in Anwendung bringt, wo der Gegenstand es fordert und die Beschränkung der psychologischen Analyse es zuläßt. Man sollte aber die Frage nicht außer acht lassen, ob diese einerseits so sehr spezialisierten Triebmotive nicht eine weitere Zerlegung in der Richtung nach den Triebquellen gestatten, so daß nur die weiter nicht zerlegbaren Urtriebe eine Bedeutung beanspruchen können.
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Ich habe vorgeschlagen, von solchen Urtrieben zwei Gruppen zu unterscheiden, die der Ich‑ oder Selbsterhaltungstriebe und die der Sexualtriebe. Dieser Aufstellung kommt aber nicht die Bedeutung einer notwendigen Voraussetzung zu, wie z. B. der Annahme über die biologische Tendenz des seelischen Apparates (s. o.); sie ist eine bloße Hilfskonstruktion, die nicht länger festgehalten werden soll, als sie sich nützlich erweist, und deren Ersetzung durch eine andere an den Ergebnissen unserer beschreibenden und ordnenden Arbeit wenig ändern wird. Der Anlaß zu dieser Aufstellung hat sich aus der Entwicklungsgeschichte der Psychoanalyse ergeben, welche die Psychoneurosen, und zwar die als „Übertragungsneurosen“ zu bezeichnende Gruppe derselben (Hysterie und Zwangsneurose) zum ersten Objekt nahm und an ihnen zur Einsicht gelangte, daß ein Konflikt zwischen den Ansprüchen der Sexualität und denen des Ichs an der Wurzel jeder solchen Affektion zu finden sei. Es ist immerhin möglich, daß ein eindringendes Studium der anderen neurotischen Affektionen (vor allem der narzißtischen Psychoneurosen: der Schizophrenien) zu einer Abänderung dieser Formel und somit zu einer anderen Gruppierung der Urtriebe nötigen wird. Aber gegenwärtig kennen wir diese neue Formel nicht und haben auch noch kein Argument gefunden, welches der Gegenüberstellung von Ich‑ und Sexualtrieben ungünstig wäre.
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Es ist mir überhaupt zweifelhaft, ob es möglich sein wird, auf Grund der Bearbeitung des psychologischen Materials entscheidende Winke zur Scheidung und Klassifizierung der Triebe zu gewinnen. Es erscheint vielmehr notwendig, zum Zwecke dieser Bearbeitung bestimmte Annahmen über das Triebleben an das Material heranzubringen, und es wäre wünschenswert, daß man diese Annahmen einem anderen Gebiete entnehmen könnte, um sie auf die Psychologie zu übertragen. Was die Biologie hiefür leistet, läuft der Sonderung von Ich‑ und Sexualtrieben gewiß nicht zuwider. Die Biologie lehrt, daß die Sexualität nicht gleichzustellen ist den anderen Funktionen des Individuums, da ihre Tendenzen über das Individuum hinausgehen und die Produktion neuer Individuen, also die Erhaltung der Art, zum Inhalt haben. Sie zeigt uns ferner, daß zwei Auffassungen des Verhältnisses zwischen Ich und Sexualität wie gleichberechtigt nebeneinander stehen, die eine, nach welcher das Individuum die Hauptsache ist und die Sexualität als eine seiner Betätigungen, die Sexualbefriedigung als eines seiner Bedürfnisse wertet, und eine andere, derzufolge das Individuum ein zeitweiliger und vergänglicher Anhang an das quasi unsterbliche Keimplasma ist, welches ihm von der Generation anvertraut wurde. Die Annahme, daß sich die Sexualfunktion durch einen besonderen Chemismus von den anderen Körpervorgängen scheidet, bildet, soviel ich weiß, auch eine Voraussetzung der Ehrlichschen biologischen Forschung.
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Da das Studium des Trieblebens vom Bewußtsein her kaum übersteigbare Schwierigkeiten bietet, bleibt die psychoanalytische Erforschung der Seelenstörungen die Hauptquelle unserer Kenntnis. Ihrem Entwicklungsgang entsprechend hat uns aber die Psychoanalyse bisher nur über die Sexualtriebe einigermaßen befriedigende Auskünfte bringen können, weil sie gerade nur diese Triebgruppe an den Psychoneurosen wie isoliert beobachten konnte. Mit der Ausdehnung der Psychoanalyse auf die anderen neurotischen Affektionen wird gewiß auch unsere Kenntnis der Ichtriebe begründet werden, obwohl es vermessen erscheint, auf diesem weiteren Forschungsgebiete ähnlich günstige Bedingungen für die Beobachtung zu erwarten.
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Zu einer allgemeinen Charakteristik der Sexualtriebe kann man folgendes aussagen: Sie sind zahlreich, entstammen vielfältigen organischen Quellen, betätigen sich zunächst unabhängig voneinander und werden erst spät zu einer mehr oder minder vollkommenen Synthese zusammengefaßt. Das Ziel, das jeder von ihnen anstrebt, ist die Erreichung der Organlust; erst nach vollzogener Synthese treten sie in den Dienst der Fortpflanzungsfunktion, womit sie dann als Sexualtriebe allgemein kenntlich werden. Bei ihrem ersten Auftreten lehnen sie sich zuerst an die Erhaltungstriebe an, von denen sie sich erst allmählich ablösen, folgen auch bei der Objektfindung den Wegen, die ihnen die Ichtriebe weisen. Ein Anteil von ihnen bleibt den Ichtrieben zeitlebens gesellt und stattet diese mit libidinösen Komponenten aus, welche während der normalen Funktion leicht übersehen und erst durch die Erkrankung klargelegt werden. Sie sind dadurch ausgezeichnet, daß sie in großem Ausmaße vikariierend füreinander eintreten und leicht ihre Objekte wechseln können. Infolge der letztgenannten Eigenschaften sind sie zu Leistungen befähigt, die weitab von ihren ursprünglichen Zielhandlungen liegen. (Sublimierung.)
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Die Untersuchung, welche Schicksale Triebe im Laufe der Entwicklung und des Lebens erfahren können, werden wir auf die uns besser bekannten Sexualtriebe einschränken müssen. Die Beobachtung lehrt uns als solche Triebschicksale folgende kennen:
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Die Verkehrung ins Gegenteil.
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Die Wendung gegen die eigene Person.
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Die Verdrängung.
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Die Sublimierung.
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Da ich die Sublimierung hier nicht zu behandeln gedenke, die Verdrängung aber ein besonderes Kapitel beansprucht, erübrigt uns nur Beschreibung und Diskussion der beiden ersten Punkte. Mit Rücksicht auf Motive, welche einer direkten Fortsetzung der Triebe entgegenwirken, kann man die Triebschicksale auch als Arten der Abwehr gegen die Triebe darstellen.
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Die Verkehrung ins Gegenteil löst sich bei näherem Zusehen in zwei verschiedene Vorgänge auf, in die Wendung eines Triebes von der Aktivität zur Passivität und in die inhaltliche Verkehrung. Beide Vorgänge sind, weil wesensverschieden, auch gesondert zu behandeln.
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Beispiele für den ersteren Vorgang ergeben die Gegensatzpaare Sadismus–Masochismus und Schaulust–Exhibition. Die Verkehrung betrifft nur die Ziele des Triebes; für das aktive Ziel: quälen, beschauen, wird das passive: gequält werden, beschaut werden eingesetzt. Die inhaltliche Verkehrung findet sich in dem einen Falle der Verwandlung des Liebens in ein Hassen.
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Die Wendung gegen die eigene Person wird uns durch die Erwägung nahegelegt, daß der Masochismus ja ein gegen das eigene Ich gewendeter Sadismus ist, die Exhibition das Beschauen des eigenen Körpers mit einschließt. Die analytische Beobachtung läßt auch keinen Zweifel daran bestehen, daß der Masochist das Wüten gegen seine Person, der Exhibitionist das Entblößen derselben mitgenießt. Das Wesentliche an dem Vorgang ist also der Wechsel des Objektes bei ungeändertem Ziel.
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Es kann uns indes nicht entgehen, daß Wendung gegen die eigene Person und Wendung von der Aktivität zur Passivität in diesen Beispielen zusammentreffen oder zusammenfallen. Zur Klarstellung der Beziehungen wird eine gründlichere Untersuchung unerläßlich.
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Beim Gegensatzpaar Sadismus–Masochismus kann man den Vorgang folgendermaßen darstellen:
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a) Der Sadismus besteht in Gewalttätigkeit, Machtbetätigung gegen eine andere Person als Objekt.
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b) Dieses Objekt wird aufgegeben und durch die eigene Person ersetzt. Mit der Wendung gegen die eigene Person ist auch die Verwandlung des aktiven Triebzieles in ein passives vollzogen.
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c) Es wird neuerdings eine fremde Person als Objekt gesucht, welche infolge der eingetretenen Zielverwandlung die Rolle des Subjekts übernehmen muß.
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Fall c ist der des gemeinhin so genannten Masochismus. Die Befriedigung erfolgt auch bei ihm auf dem Wege des ursprünglichen Sadismus, indem sich das passive Ich phantastisch in seine frühere Stelle versetzt, die jetzt dem fremden Subjekt überlassen ist. Ob es auch eine direktere masochistische Befriedigung gibt, ist durchaus zweifelhaft. Ein ursprünglicher Masochismus, der nicht auf die beschriebene Art aus dem Sadismus entstanden wäre, scheint nicht vorzukommen.2 Daß die Annahme der Stufe b nicht überflüssig ist, geht wohl aus dem Verhalten des sadistischen Triebes bei der Zwangsneurose hervor. Hier findet sich die Wendung gegen die eigene Person ohne die Passivität gegen eine neue. Die Verwandlung geht nur bis zur Stufe b. Aus der Quälsucht wird Selbstquälerei, Selbstbestrafung, nicht Masochismus. Das aktive Verbum wandelt sich nicht in das Passivum, sondern in ein reflexives Medium.
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Die Auffassung des Sadismus wird auch durch den Umstand beeinträchtigt, daß dieser Trieb neben seinem allgemeinen Ziel (vielleicht besser: innerhalb desselben) eine ganz spezielle Zielhandlung anzustreben scheint. Neben der Demütigung, Überwältigung, die Zufügung von Schmerzen. Nun scheint die Psychoanalyse zu zeigen, daß das Schmerzzufügen unter den ursprünglichen Zielhandlungen des Triebes keine Rolle spielt. Das sadistische Kind zieht die Zufügung von Schmerzen nicht in Betracht und beabsichtigt sie nicht. Wenn sich aber einmal die Umwandlung in Masochismus vollzogen hat, eignen sich die Schmerzen sehr wohl, ein passives masochistisches Ziel abzugeben, denn wir haben allen Grund anzunehmen, daß auch die Schmerz‑ wie andere Unlustempfindungen auf die Sexualerregung übergreifen und einen lustvollen Zustand erzeugen, um dessentwillen man sich auch die Unlust des Schmerzes gefallen lassen kann. Ist das Empfinden von Schmerzen einmal ein masochistisches Ziel geworden, so kann sich rückgreifend auch das sadistische Ziel, Schmerzen zuzufügen, ergeben, die man, während man sie anderen erzeugt, selbst masochistisch in der Identifizierung mit dem leidenden Objekt genießt. Natürlich genießt man in beiden Fällen nicht den Schmerz selbst, sondern die ihn begleitende Sexualerregung, und dies dann als Sadist besonders bequem. Das Schmerzgenießen wäre also ein ursprünglich masochistisches Ziel, das aber nur beim ursprünglich Sadistischen zum Triebziele werden kann.
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Der Vollständigkeit zuliebe füge ich an, daß das Mitleid nicht als ein Ergebnis der Triebverwandlung beim Sadismus beschrieben werden kann, sondern die Auffassung einer Reaktionsbildung gegen den Trieb (über den Unterschied s. später) erfordert.
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Etwas andere und einfachere Ergebnisse liefert die Untersuchung eines anderen Gegensatzpaares, der Triebe, die das Schauen und Sich zeigen zum Ziele haben. (Voyeur und Exhibitionist in der Sprache der Perversionen). Auch hier kann man die nämlichen Stufen aufstellen wie im vorigen Falle: a) Das Schauen als Aktivität gegen ein fremdes Objekt gerichtet; b) das Aufgeben des Objektes, die Wendung des Schautriebes gegen einen Teil des eigenen Körpers, damit die Verkehrung in Passivität und die Aufstellung des neuen Zieles: beschaut zu werden; c) die Einsetzung eines neuen Subjektes, dem man sich zeigt, um von ihm beschaut zu werden. Es ist auch kaum zweifelhaft, daß das aktive Ziel früher auftritt als das passive, das Schauen dem Beschautwerden vorangeht. Aber eine bedeutsame Abweichung vom Falle des Sadismus liegt darin, daß beim Schautrieb eine noch frühere Stufe als die mit a bezeichnete zu erkennen ist. Der Schautrieb ist nämlich zu Anfang seiner Betätigung autoerotisch, er hat wohl ein Objekt, aber er findet es am eigenen Körper. Erst späterhin wird er dazu geleitet (auf dem Wege der Vergleichung), dies Objekt mit einem analogen des fremden Körpers zu vertauschen (Stufe a). Diese Vorstufe ist nun dadurch interessant, daß aus ihr die beiden Situationen des resultierenden Gegensatzpaares hervorgehen, je nachdem der Wechsel an der einen oder anderen Stelle vorgenommen wird. Das Schema für den Schautrieb könnte lauten:
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α) Selbst ein Sexualglied beschauen = Sexualglied von eigener Person beschaut werden | | β) Selbst fremdes Objekt beschauen (aktive Schaulust) γ) Eigenes Objekt von fremder Person beschaut werden. (Zeigelust, Exhibition). -
Eine solche Vorstufe fehlt dem Sadismus, der sich von vornherein auf ein fremdes Objekt richtet, obwohl es nicht gerade widersinnig wäre, sie aus den Bemühungen des Kindes, das seiner eigenen Glieder Herr werden will, zu konstruieren.3
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Für beide hier betrachteten Triebbeispiele gilt die Bemerkung, daß die Triebverwandlung durch Verkehrung der Aktivität in Passivität und Wendung gegen die eigene Person eigentlich niemals am ganzen Betrag der Triebregung vorgenommen wird. Die ältere, aktive Triebrichtung bleibt in gewissem Ausmaße neben der jüngeren passiven bestehen, auch wenn der Prozeß der Triebumwandlung sehr ausgiebig ausgefallen ist. Die einzig richtige Aussage über den Schautrieb müßte lauten, daß alle Entwicklungsstufen des Triebes, die autoerotische Vorstufe wie die aktive und passive Endgestaltung nebeneinander bestehen bleiben, und diese Behauptung wird evident, wenn man anstatt der Triebhandlungen den Mechanismus der Befriedigung zur Grundlage seines Urteiles nimmt. Vielleicht ist übrigens noch eine andere Auffassungs‑ und Darlegungsweise gerechtfertigt. Man kann sich jedes Triebleben in einzelne zeitlich geschiedene und innerhalb der (beliebigen) Zeiteinheit gleichartige Schübe zerlegen, die sich etwa zueinander verhalten wie sukzessive Lavaeruptionen. Dann kann man sich etwa vorstellen, die erste und ursprünglichste Trieberuption setze sich ungeändert fort und erfahre überhaupt keine Entwicklung. Ein nächster Schub unterliege von Anfang an einer Veränderung, etwa der Wendung zur Passivität, und addiere sich nun mit diesem neuen Charakter zum früheren hinzu usw. Überblickt man dann die Triebregung von ihrem Anfang an bis zu einem gewissen Haltepunkt, so muß die beschriebene Sukzession der Schübe das Bild einer bestimmten Entwicklung des Triebes ergeben.
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Die Tatsache, daß zu jener späteren Zeit der Entwicklung neben einer Triebregung ihr (passiver) Gegensatz zu beobachten ist, verdient die Hervorhebung durch den trefflichen, von Bleuler eingeführten Namen: Ambivalenz.
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Die Triebentwicklung wäre unserem Verständnis durch den Hinweis auf die Entwicklungsgeschichte des Triebes und die Permanenz der Zwischenstufen nahe gerückt. Das Ausmaß der nachweisbaren Ambivalenz wechselt erfahrungsgemäß in hohem Grade bei Individuen, Menschengruppen oder Rassen. Eine ausgiebige Triebambivalenz bei einem heute Lebenden kann als archaisches Erbteil aufgefaßt werden, da wir Grund zur Annahme haben, der Anteil der unverwandelten aktiven Regungen am Triebleben sei in Urzeiten größer gewesen als durchschnittlich heute.
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Wir haben uns daran gewöhnt, die frühe Entwicklungsphase des Ichs, während welcher dessen Sexualtriebe sich autoerotisch befriedigen, Narzißmus zu heißen, ohne zunächst die Beziehung zwischen Autoerotismus und Narzißmus in Diskussion zu ziehen. Dann müssen wir von der Vorstufe des Schautriebes, auf der die Schaulust den eigenen Körper zum Objekt hat, sagen, sie gehöre dem Narzißmus an, sei eine narzißtische Bildung. Aus ihr entwickelt sich der aktive Schautrieb, indem er den Narzißmus verläßt, der passive Schautrieb halte aber das narzißtische Objekt fest. Ebenso bedeute die Umwandlung des Sadismus in Masochismus eine Rückkehr zum narzißtischen Objekt, während in beiden Fällen das narzißtische Subjekt durch Identifizierung mit einem anderen fremden Ich vertauscht wird. Mit Rücksichtnahme auf die konstruierte narzißtische Vorstufe des Sadismus nähern wir uns so der allgemeineren Einsicht, daß die Triebschicksale der Wendung gegen das eigene Ich und der Verkehrung von Aktivität in Passivität von der narzißtischen Organisation des Ichs abhängig sind und den Stempel dieser Phase an sich tragen. Sie entsprechen vielleicht den Abwehrversuchen, die auf höheren Stufen der Ichentwicklung mit anderen Mitteln durchgeführt werden.
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Wir besinnen uns hier, daß wir bisher nur die zwei Triebgegensatzpaare: Sadismus–Masochismus und Schaulust–Zeigelust in Erörterung gezogen haben. Es sind dies die bestbekannten ambivalent auftretenden Sexualtriebe. Die anderen Komponenten der späteren Sexualfunktion sind der Analyse noch nicht genug zugänglich geworden, um sie in ähnlicher Weise diskutieren zu können. Wir können von ihnen allgemein aussagen, daß sie sich autoerotisch betätigen, d. h., ihr Objekt verschwindet gegen das Organ, das ihre Quelle ist, und fällt in der Regel mit diesem zusammen. Das Objekt des Schautriebes, obwohl auch zuerst ein Teil des eigenen Körpers, ist doch nicht das Auge selbst, und beim Sadismus weist die Organquelle, wahrscheinlich die aktionsfähige Muskulatur, direkt auf ein anderes Objekt, sei es auch am eigenen Körper, hin. Bei den autoerotischen Trieben ist die Rolle der Organquelle so ausschlaggebend, daß nach einer ansprechenden Vermutung von P. Federn und L. Jekels4 Form und Funktion des Organs über die Aktivität und Passivität des Triebzieles entscheiden.
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Die Verwandlung eines Triebes in sein (materielles) Gegenteil wird nur in einem Falle beobachtet, bei der Umsetzung von Liebe in Haß. Da diese beiden besonders häufig gleichzeitig auf dasselbe Objekt gerichtet vorkommen, ergibt diese Koexistenz auch das bedeutsamste Beispiel einer Gefühlsambivalenz.
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Der Fall von Liebe und Haß erwirbt ein besonderes Interesse durch den Umstand, daß er der Einreihung in unsere Darstellung der Triebe widerstrebt. Man kann an der innigsten Beziehung zwischen diesen beiden Gefühlsgegensätzen und dem Sexualleben nicht zweifeln, muß sich aber natürlich dagegen sträuben, das Lieben etwa als einen besonderen Partialtrieb der Sexualität wie die anderen aufzufassen. Man möchte eher das Lieben als den Ausdruck der ganzen Sexualstrebung ansehen, kommt aber auch damit nicht zurecht und weiß nicht, wie man ein materielles Gegenteil dieser Strebung verstehen soll.
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Das Lieben ist nicht nur eines, sondern dreier Gegensätze fähig. Außer dem Gegensatz: lieben–hassen gibt es den anderen: lieben–geliebt werden, und überdies setzen sich lieben und hassen zusammengenommen dem Zustande der Indifferenz oder Gleichgültigkeit entgegen. Von diesen drei Gegensätzen entspricht der zweite, der von lieben–geliebt werden, durchaus der Wendung von der Aktivität zur Passivität und läßt auch die nämliche Zurückführung auf eine Grundsituation wie beim Schautrieb zu. Diese heißt: sich selbst lieben, was für uns die Charakteristik des Narzißmus ist. Je nachdem nun das Objekt oder das Subjekt gegen ein fremdes vertauscht wird, ergibt sich die aktive Zielstrebung des Liebens oder die passive des Geliebtwerdens, von denen die letztere dem Narzißmus nahe verbleibt.
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Vielleicht kommt man dem Verständnis der mehrfachen Gegenteile des Liebens näher, wenn man sich besinnt, daß das seelische Leben überhaupt von drei Polaritäten beherrscht wird, den Gegensätzen von:
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Subjekt (Ich)–Objekt (Außenwelt).
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Lust–Unlust.
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Aktiv–Passiv.
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Der Gegensatz von Ich–Nicht‑Ich (Außen), (Subjekt–Objekt), wird dem Einzelwesen, wie wir bereits erwähnt haben, frühzeitig aufgedrängt durch die Erfahrung, daß es Außenreize durch seine Muskelaktion zum Schweigen bringen kann, gegen Triebreize aber wehrlos ist. Er bleibt vor allem in der intellektuellen Betätigung souverän und schafft die Grundsituation für die Forschung, die durch kein Bemühen abgeändert werden kann. Die Polarität von Lust–Unlust haftet an einer Empfindungsreihe, deren unübertroffene Bedeutung für die Entscheidung unserer Aktionen (Wille) bereits betont worden ist. Der Gegensatz von Aktiv–Passiv ist nicht mit dem von Ich‑Subjekt–Außen‑Objekt zu verwechseln. Das Ich verhält sich passiv gegen die Außenwelt, insoweit es Reize von ihr empfängt, aktiv, wenn es auf dieselben reagiert. Zu ganz besonderer Aktivität gegen die Außenwelt wird es durch seine Triebe gezwungen, so daß man unter Hervorhebung des Wesentlichen sagen könnte: Das Ich‑Subjekt sei passiv gegen die äußeren Reize, aktiv durch seine eigenen Triebe. Der Gegensatz Aktiv–Passiv verschmilzt späterhin mit dem von Männlich–Weiblich, der, ehe dies geschehen ist, keine psychologische Bedeutung hat. Die Verlötung der Aktivität mit der Männlichkeit, der Passivität mit der Weiblichkeit tritt uns nämlich als biologische Tatsache entgegen; sie ist aber keineswegs so regelmäßig durchgreifend und ausschließlich, wie wir anzunehmen geneigt sind.
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Die drei seelischen Polaritäten gehen die bedeutsamsten Verknüpfungen miteinander ein. Es gibt eine psychische Ursituation, in welcher zwei derselben zusammentreffen. Das Ich findet sich ursprünglich, zu allem Anfang des Seelenlebens, triebbesetzt und zum Teil fähig, seine Triebe an sich selbst zu befriedigen. Wir heißen diesen Zustand den des Narzißmus, die Befriedigungsmöglichkeit die autoerotische.5 Die Außenwelt ist derzeit nicht mit Interesse (allgemein gesprochen) besetzt und für die Befriedigung gleichgültig. Es fällt also um diese Zeit das Ich-Subjekt mit dem Lustvollen, die Außenwelt mit dem Gleichgültigen (eventuell als Reizquelle Unlustvollen) zusammen. Definieren wir zunächst das Lieben als die Relation des Ichs zu seinen Lustquellen, so erläutert die Situation, in der es nur sich selbst liebt und gegen die Welt gleichgültig ist, die erste der Gegensatzbeziehungen, in denen wir das „Lieben“ gefunden haben.
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Das Ich bedarf der Außenwelt nicht, insofern es autoerotisch ist, es bekommt aber Objekte aus ihr infolge der Erlebnisse der Icherhaltungstriebe und kann doch nicht umhin, innere Triebreize als unlustvoll für eine Zeit zu verspüren. Unter der Herrschaft des Lustprinzips vollzieht sich nun in ihm eine weitere Entwicklung. Es nimmt die dargebotenen Objekte, insofern sie Lustquellen sind, in sein Ich auf, introjiziert sich dieselben (nach dem Ausdrucke Ferenczis) und stößt anderseits von sich aus, was ihm im eigenen Innern Unlustanlaß wird. (Siehe später den Mechanismus der Projektion.)
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Es wandelt sich so aus dem anfänglichen Real‑Ich, welches Innen und Außen nach einem guten objektiven Kennzeichen unterschieden hat, in ein purifiziertes Lust‑Ich, welches den Lustcharakter über jeden anderen setzt. Die Außenwelt zerfällt ihm in einen Lustanteil, den es sich einverleibt hat, und einen Rest, der ihm fremd ist. Aus dem eigenen Ich hat es einen Bestandteil ausgesondert, den es in die Außenwelt wirft und als feindlich empfindet. Nach dieser Umordnung ist die Deckung der beiden Polaritäten
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Ich‑Subjekt – mit Lust
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Außenwelt – mit Unlust (von früher her Indifferenz) wieder hergestellt.
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Mit dem Eintreten des Objekts in die Stufe des primären Narzißmus erreicht auch der zweite Gegensinn des Liebens, das Hassen, seine Ausbildung.
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Das Objekt wird dem Ich, wie wir gehört haben, zuerst von den Selbsterhaltungstrieben aus der Außenwelt gebracht, und es ist nicht abzuweisen, daß auch der ursprüngliche Sinn des Hassens die Relation gegen die fremde und reizzuführende Außenwelt bedeutet. Die Indifferenz ordnet sich dem Haß, der Abneigung, als Spezialfall ein, nachdem sie zuerst als dessen Vorläufer aufgetreten ist. Das Äußere, das Objekt, das Gehaßte wären zu allem Anfang identisch. Erweist sich späterhin das Objekt als Lustquelle, so wird es geliebt, aber auch dem Ich einverleibt, so daß für das purifizierte Lust-Ich das Objekt doch wiederum mit dem Fremden und Gehaßten zusammenfällt.
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Wir merken aber jetzt auch, wie das Gegensatzpaar Liebe–Indifferenz die Polarität Ich–Außenwelt spiegelt, so reproduziert der zweite Gegensatz Liebe–Haß die mit der ersteren verknüpfte Polarität von Lust–Unlust. Nach der Ablösung der rein narzißtischen Stufe durch die Objektstufe bedeuten Lust und Unlust Relationen des Ichs zum Objekt. Wenn das Objekt die Quelle von Lustempfindungen wird, so stellt sich eine motorische Tendenz heraus, welche dasselbe dem Ich annähern, ins Ich einverleiben will; wir sprechen dann auch von der „Anziehung“, die das lustspendende Objekt ausübt, und sagen, daß wir das Objekt „lieben“. Umgekehrt, wenn das Objekt Quelle von Unlustempfindungen ist, bestrebt sich eine Tendenz, die Distanz zwischen ihm und dem Ich zu vergrößern, den ursprünglichen Fluchtversuch vor der reizausschickenden Außenwelt an ihm zu wiederholen. Wir empfinden die „Abstoßung“ des Objekts und hassen es; dieser Haß kann sich dann zur Aggressionsneigung gegen das Objekt, zur Absicht, es zu vernichten, steigern.
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Man könnte zur Not von einem Trieb aussagen, daß er das Objekt „liebt“, nach dem er zu seiner Befriedigung strebt. Daß ein Trieb ein Objekt „haßt“, klingt uns aber befremdend, so daß wir aufmerksam werden, die Beziehungen Liebe und Haß seien nicht für die Relationen der Triebe zu ihren Objekten verwendbar, sondern für die Relation des Gesamt‑Ichs zu den Objekten reserviert. Die Beobachtung des gewiß sinnvollen Sprachgebrauches zeigt uns aber eine weitere Einschränkung in der Bedeutung von Liebe und Haß. Von den Objekten, welche der Icherhaltung dienen, sagt man nicht aus, daß man sie liebt, sondern betont, daß man ihrer bedarf, und gibt etwa einem Zusatz von andersartiger Relation Ausdruck, indem man Worte gebraucht, die ein sehr abgeschwächtes Lieben andeuten, wie: gerne haben, gerne sehen, angenehm finden.
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Das Wort „lieben“ rückt also immer mehr in die Sphäre der reinen Lustbeziehung des Ichs zum Objekt und fixiert sich schließlich an die Sexualobjekte im engeren Sinne und an solche Objekte, welche die Bedürfnisse sublimierter Sexualtriebe befriedigen. Die Scheidung der Ichtriebe von den Sexualtrieben, welche wir unserer Psychologie aufgedrängt haben, erweist sich so als konform mit dem Geiste unserer Sprache. Wenn wir nicht gewohnt sind zu sagen, der einzelne Sexualtrieb liebe sein Objekt, aber die adäquateste Verwendung des Wortes „lieben“ in der Beziehung des Ichs zu seinem Sexualobjekt finden, so lehrt uns diese Beobachtung, daß dessen Verwendbarkeit in dieser Relation erst mit der Synthese aller Partialtriebe der Sexualität unter dem Primat der Genitalien und im Dienste der Fortpflanzungsfunktion beginnt.
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Es ist bemerkenswert, daß im Gebrauche des Wortes „hassen“ keine so innige Beziehung zur Sexuallust und Sexualfunktion zum Vorschein kommt, sondern die Unlustrelation die einzig entscheidende scheint. Das Ich haßt, verabscheut, verfolgt mit Zerstörungsabsichten alle Objekte, die ihm zur Quelle von Unlustempfindungen werden, gleichgültig ob sie ihm eine Versagung sexueller Befriedigung oder der Befriedigung von Erhaltungsbedürfnissen bedeuten. Ja, man kann behaupten, daß die richtigen Vorbilder für die Haßrelation nicht aus dem Sexualleben, sondern aus dem Ringen des Ichs um seine Erhaltung und Behauptung stammen.
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Liebe und Haß, die sich uns als volle materielle Gegensätze vorstellen, stehen also doch in keiner einfachen Beziehung zueinander. Sie sind nicht aus der Spaltung eines Urgemeinsamen hervorgegangen, sondern haben verschiedene Ursprünge und haben ein jedes seine eigene Entwicklung durchgemacht, bevor sie sich unter dem Einfluß der Lust‑Unlustrelation zu Gegensätzen formiert haben. Es erwächst uns hier die Aufgabe, zusammenzustellen, was wir von der Genese von Liebe und Haß wissen.
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Die Liebe stammt von der Fähigkeit des Ichs, einen Anteil seiner Triebregungen autoerotisch, durch die Gewinnung von Organlust zu befriedigen. Sie ist ursprünglich narzißtisch, übergeht dann auf die Objekte, die dem erweiterten Ich einverleibt worden sind, und drückt das motorische Streben des Ichs nach diesen Objekten als Lustquellen aus. Sie verknüpft sich innig mit der Betätigung der späteren Sexualtriebe und fällt, wenn deren Synthese vollzogen ist, mit dem Ganzen der Sexualstrebung zusammen. Vorstufen des Liebens ergeben sich als vorläufige Sexualziele, während die Sexualtriebe ihre komplizierte Entwicklung durchlaufen. Als erste derselben erkennen wir das sich Einverleiben oder Fressen, eine Art der Liebe, welche mit der Aufhebung der Sonderexistenz des Objekts vereinbar ist, also als ambivalent bezeichnet werden kann. Auf der höheren Stufe der prägenitalen sadistisch-analen Organisation tritt das Streben nach dem Objekt in der Form des Bemächtigungsdranges auf, dem die Schädigung oder Vernichtung des Objekts gleichgültig ist. Diese Form und Vorstufe der Liebe ist in ihrem Verhalten gegen das Objekt vom Haß kaum zu unterscheiden. Erst mit der Herstellung der Genitalorganisation ist die Liebe zum Gegensatz vom Haß geworden.
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Der Haß ist als Relation zum Objekt älter als die Liebe, er entspringt der uranfänglichen Ablehnung der reizspendenden Außenwelt von seiten des narzißtischen Ichs. Als Äußerung der durch Objekte hervorgerufenen Unlustreaktion bleibt er immer in inniger Beziehung zu den Trieben der Icherhaltung, so daß Ichtriebe und Sexualtriebe leicht in einen Gegensatz geraten können, der den von Hassen und Lieben wiederholt. Wenn die Ichtriebe die Sexualfunktion beherrschen wie auf der Stufe der sadistisch-analen Organisation, so leihen sie auch dem Triebziel die Charaktere des Hasses.
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Die Entstehungs- und Beziehungsgeschichte der Liebe macht es uns verständlich, daß sie so häufig „ambivalent“, d. h. in Begleitung von Haßregungen gegen das nämliche Objekt auftritt. Der der Liebe beigemengte Haß rührt zum Teil von den nicht völlig überwundenen Vorstufen des Liebens her, zum anderen Teil begründet er sich durch Ablehnungsreaktionen der Ichtriebe, die sich bei den häufigen Konflikten zwischen Ich‑ und Liebesinteressen auf reale und aktuelle Motive berufen können. In beiden Fällen geht also der beigemengte Haß auf die Quelle der Icherhaltungstriebe zurück. Wenn die Liebesbeziehung zu einem bestimmten Objekt abgebrochen wird, so tritt nicht selten Haß an deren Stelle, woraus wir den Eindruck einer Verwandlung der Liebe in Haß empfangen. Über diese Deskription hinaus führt dann die Auffassung, daß dabei der real motivierte Haß durch die Regression des Liebens auf die sadistische Vorstufe verstärkt wird, so daß das Hassen einen erotischen Charakter erhält und die Kontinuität einer Liebesbeziehung gewährleistet wird.
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Die dritte Gegensätzlichkeit des Liebens, die Verwandlung des Liebens in ein Geliebtwerden entspricht der Einwirkung der Polarität von Aktivität und Passivität und unterliegt derselben Beurteilung wie die Fälle des Schautriebes und des Sadismus. Wir dürfen zusammenfassend hervorheben, die Triebschicksale bestehen im wesentlichen darin, daß die Triebregungen den Einflüssen der drei großen das Seelenleben beherrschenden Polaritäten unterzogen werden. Von diesen drei Polaritäten könnte man die der Aktivität–Passivität als die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust–Unlust als die ökonomische bezeichnen.
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Das Triebschicksal der Verdrängung wird den Gegenstand einer anschließenden Untersuchung bilden.
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⟦+⟧
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1)Vorausgesetzt nämlich, daß diese inneren Vorgänge die organischen Grundlagen der Bedürfnisse Durst und Hunger sind.
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2)[Zusatz 1924:] In späteren Arbeiten (siehe: Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; S. 374 dieses Bandes) habe ich im Zusammenhang mit Problemen des Trieblebens mich zu einer gegenteiligen Auffassung bekannt.
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3)Siehe Anmerkung auf Seite 454.
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4)Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913.
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5)Ein Anteil der Sexualtriebe ist, wie wir wissen, dieser autoerotischen Befriedigung fähig, eignet sich also zum Träger der nachstehend geschilderten Entwicklung unter der Herrschaft des Lustprinzips. Die Sexualtriebe, welche von vornherein ein Objekt fordern, und die autoerotisch niemals zu befriedigenden Bedürfnisse der Ichtriebe stören natürlich diesen Zustand und bereiten die Fortschritte vor. Ja, der narzißtische Urzustand könnte nicht jene Entwicklung nehmen, wenn nicht jedes Einzelwesen eine Periode von Hilflosigkeit und Pflege durchmachte, während dessen seine drängenden Bedürfnisse durch Dazutun von Außen befriedigt und somit von der Entwicklung abgehalten würden.
1915-003F:4
Änderung ab 1915-003/1915.1
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1915-003F:8
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1915-003F:10
Zusatz ab 1915-003/1924
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1915-003F:11
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1915-003F:11
b Änderung ab 1915-003/1915.1
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1915-003F:16
Änderung ab 1915-003/1915.1 und ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:16 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamsten Rollen zu |
| 1915-003/1915.01:6 | die meisten Wandlungen des Triebes vollziehen sich in der Art, daß sich der Trieb von einem Objekt auf ein anderes verschiebt |
| 1915-003/1915.1:88 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamen Rollen zu |
| 1915-003/1915.2:88 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamen Rollen zu |
| 1915-003/1918:258 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamsten Rollen zu |
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| 1915-003/1924.2:170 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamsten Rollen zu |
| 1915-003/1931:64 | dieser Verschiebung des Triebes fallen die bedeutsamsten Rollen zu |
1915-003F:21
a Änderung ab 1915-003/1915.1
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1915-003F:21
b Änderung ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:21 | vergänglicher |
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1915-003F:45
Änderung ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:45 | Darlegungsweise |
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| 1915-003/1922:267 | Darlegungsweise |
| 1915-003/1924:456 | Darlegungsweise |
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| 1915-003/1931:72 | Darlegungsweise |
1915-003F:46
Änderung ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:46 | jener |
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1915-003F:50
Änderung ab 1915-003/1915.1, rückgängig ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:50 | in |
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1915-003F:51
Änderung ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:51 | erwirbt |
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1915-003F:55
Änderung ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:55 | Lust–Unlust |
| 1915-003/1915.01:19 | Lust und Unlust |
| 1915-003/1915.1:95 | Lust–Unlust |
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| 1915-003/1924.2:181 | Lust–Unlust |
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1915-003F:57
Änderung ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:57 | Schweigen |
| 1915-003/1915.01:19 | Schwinden |
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1915-003F:64
a Änderung ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:64 | Selbsterhaltungstrieben |
| 1915-003/1915.01:21 | Icherhaltungstrieben |
| 1915-003/1915.1:97 | Selbsterhaltungstrieben |
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| 1915-003/1924:461 | Selbsterhaltungstrieben |
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| 1915-003/1931:78 | Selbsterhaltungstrieben |
1915-003F:64
b Änderung ab 1915-003/1915.1, rückgängig ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:64 | purifizierte |
| 1915-003/1915.01:21 | purifizirte |
| 1915-003/1915.1:97 | parifizierte |
| 1915-003/1915.2:97 | parifizierte |
| 1915-003/1918:273 | parifizierte |
| 1915-003/1922:273 | parifizierte |
| 1915-003/1924:462 | purifizierte |
| 1915-003/1924.2:184 | purifizierte |
| 1915-003/1931:78 | purifizierte |
1915-003F:66
Änderung ab 1915-003/1918
| konstituierter Text 1915-003F:66 | Beziehungen |
| 1915-003/1915.01:22 | Bezeichnungen |
| 1915-003/1915.1:97 | Bezeichnungen |
| 1915-003/1915.2:97 | Bezeichnungen |
| 1915-003/1918:274 | Beziehungen |
| 1915-003/1922:274 | Beziehungen |
| 1915-003/1924:462 | Beziehungen |
| 1915-003/1924.2:184 | Beziehungen |
| 1915-003/1931:79 | Beziehungen |
1915-003F:73
Änderung ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:73 | die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust–Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1915.01:25 | eine biologische den beiden anderen (Ich‑Außenwelt, Lust‑Unlust) als psychologische entgegenhalten |
| 1915-003/1915.1:100 | die biologische, die Ich – Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1915.2:100 | die biologische, die Ich – Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1918:278 | die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1922:278 | die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1924:465 | die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1924.2:187 | die biologische, die Ich‑Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
| 1915-003/1931:82 | die biologische, die Ich – Außenwelt als die reale, endlich die von Lust – Unlust als die ökonomische bezeichnen |
1915-003F:43
Änderung ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:43 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1915.01:15 | Selbst sein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1915.1:93 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1915.2:93 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1918:266 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1922:266 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1924:455 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1924.2:177 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
| 1915-003/1931:72 | Selbst ein Sexualglied beschauen |
1915-003F:78
Zusatz ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:78 | In späteren Arbeiten (siehe: Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; S. 374 dieses Bandes) habe ich im Zusammenhang mit Problemen des Trieblebens mich zu einer gegenteiligen Auffassung bekannt. |
| 1915-003/1915.01:13 | ∅ |
| 1915-003/1915.1:91 | ∅ |
| 1915-003/1915.2:91 | ∅ |
| 1915-003/1918:264 | ∅ |
| 1915-003/1922:264 | ∅ |
| 1915-003/1924:454 | [Zusatz 1924:] In späteren Arbeiten (siehe: Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; S. 374 dieses Bandes) habe ich im Zusammenhang mit Problemen des Trieblebens mich zu einer gegenteiligen Auffassung bekannt. |
| 1915-003/1924.2:176 | [Zusatz 1924:] In späteren Arbeiten (siehe: Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; Ges. Schriften, Bd. V, S. 374) habe ich im Zusammenhang mit Problemen des Trieblebens mich zu einer gegenteiligen Auffassung bekannt. |
| 1915-003/1931:70 | [Zusatz 1924:] In späteren Arbeiten (siehe: „Das ökonomische Problem des Masochismus“, 1924; Ges. Schriften, Bd. V) habe ich im Zusammenhang mit Problemen des Trieblebens mich zu einer gegenteiligen Auffassung bekannt. |
1915-003F:79
Zusatz ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:79 | Siehe Anmerkung auf Seite 454. |
| 1915-003/1915.01:15 | ∅ |
| 1915-003/1915.1:93 | ∅ |
| 1915-003/1915.2:93 | ∅ |
| 1915-003/1918:267 | ∅ |
| 1915-003/1922:267 | ∅ |
| 1915-003/1924:456 | Siehe Anmerkung auf Seite 454. |
| 1915-003/1924.2:178 | Siehe Anmerkung auf Seite 176. |
| 1915-003/1931:72 | Siehe Anmerkung auf Seite 70. |
1915-003F:80
Zusatz ab 1915-003/1915.1
| konstituierter Text 1915-003F:80 | Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913. |
| 1915-003/1915.01:18 | ∅ |
| 1915-003/1915.1:94 | Diese Zeitschr. I, 1913. |
| 1915-003/1915.2:94 | Diese Zeitschr. I, 1913. |
| 1915-003/1918:269 | Diese Zeitschr. I., 1913. |
| 1915-003/1922:269 | Diese Zeitschr. I., 1913. |
| 1915-003/1924:458 | Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913. |
| 1915-003/1924.2:180 | Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913. |
| 1915-003/1931:74 | Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913. |
1915-003F:5
Triebes
Triebes
1915-003F:7
Trieb – zählt zu – Reiz
sei ein Reiz
1915-003F:16
Alfred Adler
Alfred Adler
1915-003F:6
Reizes
Reizes
1915-003F:6
Reflexschema
Reflexschema
1915-003F:7
Triebreize
Triebreize
1915-003F:8
Bedürfnis
Bedürfnis
1915-003F:8
Befriedigung
Befriedigung
1915-003F:10
Nervensystem
Nervensystem
1915-003F:10
Phylogenese
Phylogenese
1915-003F:10
Reizbewältigung
Reizbewältigung
1915-003F:12
Grenzbegriff
Grenzbegriff
1915-003F:14
Drange
Drange
1915-003F:15
Ziel
Ziel
1915-003F:15
zielgehemmten
zielgehemmten
1915-003F:16
Objekt
Objekt
1915-003F:16
Triebverschränkung
Triebverschränkung
1915-003F:16
Fixierung
Fixierung
1915-003F:17
Quelle
Quelle
1915-003F:19
Spieltriebes
Spieltriebes
1915-003F:19
Destruktionstriebes
Destruktionstriebes
1915-003F:19
Geselligkeitstriebes
Geselligkeitstriebes
1915-003F:19
Urtriebe
Urtriebe
1915-003F:20
Sexualtriebe
Sexualtriebe
1915-003F:20
Übertragungsneurosen
Übertragungsneurosen
1915-003F:20
narzißtischen Psychoneurosen
narzißtischen Psychoneurosen
1915-003F:21
Keimplasma
Keimplasma
1915-003F:22
Ichtriebe
Ichtriebe
1915-003F:23
lehnen sie sich
lehnen sie sich
1915-003F:23
Sublimierung
Sublimierung
1915-003F:25
Triebschicksale
Triebschicksale
1915-003F:32
Sadismus
Sadismus
1915-003F:32
Masochismus
Masochismus
1915-003F:32
Schaulust
Schaulust
1915-003F:32
Exhibition
Exhibition
1915-003F:39
reflexives Medium
reflexives Medium
1915-003F:41
Mitleid
Mitleid
1915-003F:41
Triebverwandlung
Triebverwandlung
1915-003F:42
Schautriebes
Schautriebes
1915-003F:46
Ambivalenz
Ambivalenz
1915-003F:48
Narzißmus
Narzißmus
1915-003F:48
Autoerotismus
Autoerotismus
1915-003F:49
Zeigelust
Zeigelust
1915-003F:50
Gefühlsambivalenz
Gefühlsambivalenz
1915-003F:51
Partialtrieb
Partialtrieb
1915-003F:53
drei Polaritäten
drei Polaritäten
1915-003F:58
mit Interesse (allgemein gesprochen) besetzt
mit Interesse (allgemein gesprochen) besetzt
1915-003F:59
introjiziert
introjiziert
1915-003F:59
Projektion
Projektion
1915-003F:60
Real‑Ich
Real‑Ich
1915-003F:60
Lust‑Ich
Lust‑Ich
1915-003F:63
primären Narzißmus
primären Narzißmus
1915-003F:67
Primat der Genitalien
Primat der Genitalien
1915-003F:70
prägenitalen sadistisch-analen Organisation
prägenitalen sadistisch-analen Organisation
1915-003F:81
Hilflosigkeit
Hilflosigkeit
1915-003F:8
Trieb – fungiert als – Kraft
konstante Kraft
1915-003F:8
Triebreiz – ist gleichbedeutend mit – Bedürfnis
Triebreiz besser
1915-003F:8
Bedürfnis – wird aufgehoben durch – Befriedigung
aufhebt
1915-003F:9
Reiz – wird aufgehoben durch – Flucht
entziehen kann
1915-003F:10
Nervensystem – dient – Reizbewältigung
wieder zu beseitigen
1915-003F:10
Trieb – fungiert als – Motor
eigentlichen Motoren
1915-003F:10
Niederschläge äußerer Reizwirkungen
Niederschläge äußerer Reizwirkungen
1915-003F:11
dem Lustprinzip unterliegt
dem Lustprinzip unterliegt
1915-003F:11
Unlust – wird gesteigert durch – Reiz
mit Steigerung
1915-003F:11
Lust – wird herabgesetzt durch – Reiz
mit Herabsetzung
1915-003F:12
psychischer Repräsentant
psychischer Repräsentant
1915-003F:12
Trieb – fungiert als – Arbeitsanforderung
Maß der Arbeitsanforderung
1915-003F:14
dessen motorisches Moment
dessen motorisches Moment
1915-003F:14
Aktivität – ist Merkmal von – Trieb
Stück Aktivität
1915-003F:15
Triebziel – ist gleichbedeutend mit – Befriedigung
ist allemal
1915-003F:15
Befriedigung – tritt auf bei – Triebe, zielgehemmte
partielle Befriedigung
1915-003F:16
Triebobjekte – dient – Triebziel
sein Ziel erreichen
1915-003F:16
Fixierung – hemmt – Trieb
macht der Beweglichkeit
1915-003F:17
Trieb – vertritt – Reiz
repräsentiert ist
1915-003F:20
Sexualtrieb – zählt zu – Urtrieb
zwei Gruppen
1915-003F:20
Selbsterhaltungstriebe
Selbsterhaltungstriebe
1915-003F:20
Sexualität – steht im Konflikt mit – Ich
ein Konflikt
1915-003F:20
Konflikt – verursacht – Übertragungsneurose
an der Wurzel
1915-003F:20
Hysterie
Hysterie
1915-003F:20
Zwangsneurose
Zwangsneurose
1915-003F:20
der Schizophrenien
der Schizophrenien
1915-003F:20
Gegenüberstellung
Gegenüberstellung
1915-003F:21
Sexualität – dient – Arterhaltung
Erhaltung der Art
1915-003F:23
Sexualtrieb – geht hervor aus – Organquelle
entstammen
1915-003F:23
Synthese – bindet – Sexualtrieb
zusammengefaßt
1915-003F:23
Sexualtrieb – strebt nach – Organlust
anstrebt
1915-003F:23
Sexualtrieb – dient – Fortpflanzungsfunktion
in den Dienst
1915-003F:23
Sexualtrieb – setzt voraus – Selbsterhaltungstriebe
Erhaltungstriebe an
1915-003F:23
Ichtrieb – reguliert – Objektfindung
die Ichtriebe weisen
1915-003F:23
Libido – tritt auf bei – Ichtrieb
libidinösen Komponenten
1915-003F:23
Objektwechsel – ist Merkmal von – Sexualtrieb
Objekte wechseln
1915-003F:23
Sublimierung – tritt auf bei – Sexualtrieb
weitab
1915-003F:26
Verkehrung ins Gegenteil
Verkehrung ins Gegenteil
1915-003F:27
Wendung gegen die eigene Person
Wendung gegen die eigene Person
1915-003F:28
Verdrängung
Verdrängung
1915-003F:29
Sublimierung
Sublimierung
1915-003F:30
Triebschicksal – fungiert als – Abwehr
Arten der Abwehr
1915-003F:31
Aktivität – verkehrt sich in – Passivität
zur Passivität
1915-003F:31
inhaltliche Verkehrung
inhaltliche Verkehrung
1915-003F:32
Verkehrung ins Gegenteil – hat als Objekt – Triebziel
betrifft nur
1915-003F:32
Lieben – verkehrt sich in – Haß
in ein Hassen
1915-003F:33
Sadismus – wendet sich gegen – Ich
gewendeter Sadismus
1915-003F:33
Objektwechsel – ist Merkmal von – Wendung gegen die eigene Person
Wechsel des Objektes
1915-003F:37
Wendung gegen die eigene Person – steht im Zusammenhang mit – Passivität
in ein passives
1915-003F:39
Wendung gegen die eigene Person – tritt auf bei – Zwangsneurose
bei der Zwangsneurose
1915-003F:39
Selbstquälerei, Selbstbestrafung
Selbstquälerei, Selbstbestrafung
1915-003F:40
Schmerz – fungiert als – Triebziel
Ziel abzugeben
1915-003F:40
Schmerz – steigert – Sexualerregung
übergreifen
1915-003F:40
Ich – identifiziert sich mit – Objekt
in der Identifizierung
1915-003F:40
Das Schmerzgenießen
Das Schmerzgenießen
1915-003F:41
Mitleid – ist Reaktionsbildung gegen – Sadismus
Reaktionsbildung gegen
1915-003F:42
Aktivität – geht voraus – Passivität
früher auftritt
1915-003F:42
Autoerotik – ist Merkmal von – Schautrieb
Betätigung autoerotisch
1915-003F:46
Ambivalenz – ist Merkmal von – Triebregung
(passiver) Gegensatz
1915-003F:47
Ambivalenz – bleibt erhalten in – Triebleben
archaisches Erbteil
1915-003F:48
Narzißmus – ist Teil von – Ichentwicklung
frühe Entwicklungsphase
1915-003F:48
sich autoerotisch befriedigen
sich autoerotisch befriedigen
1915-003F:48
Schautrieb – geht hervor aus – Narzißmus
dem Narzißmus an
1915-003F:48
Masochismus – regrediert auf – Narzißmus
eine Rückkehr
1915-003F:48
Wendung gegen die eigene Person – setzt voraus – Narzißmus
gegen das eigene Ich
1915-003F:48
Verkehrung ins Gegenteil – setzt voraus – Narzißmus
in Passivität
1915-003F:48
Triebschicksal – entspricht – Abwehr
entsprechen vielleicht
1915-003F:49
Triebobjekte – ist gleichbedeutend mit – Organquelle
verschwindet
1915-003F:49
Organquelle – reguliert – Triebziel
entscheiden
1915-003F:50
Koexistenz
Koexistenz
1915-003F:52
Lieben – ist Gegensatz zu – Indifferenz
Zustande der Indifferenz
1915-003F:52
Geliebtwerden – entspricht – Passivität
durchaus der Wendung
1915-003F:52
sich selbst lieben
sich selbst lieben
1915-003F:52
Geliebtwerden – steht im Zusammenhang mit – Narzißmus
des Geliebtwerdens
1915-003F:54
Subjekt (Ich)–Objekt (Außenwelt)
Subjekt (Ich)–Objekt (Außenwelt)
1915-003F:56
Aktiv–Passiv
Aktiv–Passiv
1915-003F:57
Polarität von Lust
Polarität von Lust
1915-003F:57
Trieb – verursacht – Aktivität
aktiv durch
1915-003F:57
Aktivität – steht im Zusammenhang mit – Männlichkeit
Verlötung der Aktivität
1915-003F:57
Passivität – steht im Zusammenhang mit – Weiblichkeit
mit der Weiblichkeit
1915-003F:58
Lieben – hat als Objekt – Lustquelle
zu seinen Lustquellen
1915-003F:59
Objekt – steht im Zusammenhang mit – Selbsterhaltungstriebe
Erlebnisse der Icherhaltungstriebe
1915-003F:59
Lustprinzip – reguliert – Ich
Herrschaft des Lustprinzips
1915-003F:59
Introjektion – hat als Akteur/Inhalt – Lustquelle
in sein Ich auf
1915-003F:59
Projektion – hat als Akteur/Inhalt – Unlust
Unlustanlaß wird
1915-003F:60
Real-Ich – verwandelt sich in – Lust-Ich
wandelt sich
1915-003F:63
das Hassen
das Hassen
1915-003F:64
Haß – richtet sich gegen – Außenwelt
reizzuführende Außenwelt
1915-003F:64
Indifferenz – zählt zu – Haß
ordnet sich dem Haß
1915-003F:64
Objekt – ist gleichbedeutend mit – Außenwelt
identisch
1915-003F:65
reproduziert
reproduziert
1915-003F:65
Lustquelle – löst aus / triggert – Lieben
Quelle von Lustempfindungen
1915-003F:65
Unlust – löst aus / triggert – Haß
Quelle von Unlustempfindungen
1915-003F:65
Haß – wiederholt – Fluchtversuch
ursprünglichen Fluchtversuch
1915-003F:65
zur Aggressionsneigung
zur Aggressionsneigung
1915-003F:66
reserviert
reserviert
1915-003F:67
Lieben – hat als Objekt – Sexualobjekt
fixiert sich schließlich
1915-003F:67
Lieben – setzt voraus – Synthese
Synthese aller Partialtriebe
1915-003F:68
Haß – setzt voraus – Unlust
die einzig entscheidende
1915-003F:68
Haß – geht hervor aus – Icherhaltung
dem Ringen des Ichs
1915-003F:69
zu Gegensätzen formiert
zu Gegensätzen formiert
1915-003F:70
Liebe – geht hervor aus – Autoerotik
stammt von der Fähigkeit
1915-003F:70
ursprünglich narzißtisch
ursprünglich narzißtisch
1915-003F:70
Liebe – ist gleichbedeutend mit – Sexualstrebung
Ganzen der Sexualstrebung
1915-003F:70
Einverleiben
Einverleiben
1915-003F:70
als ambivalent bezeichnet
als ambivalent bezeichnet
1915-003F:70
Bemächtigung – tritt auf bei – Organisation, sadistisch-anale
des Bemächtigungsdranges
1915-003F:70
Herstellung der Genitalorganisation
Herstellung der Genitalorganisation
1915-003F:71
Ichtrieb – steht im Konflikt mit – Sexualtrieb
in einen Gegensatz geraten
1915-003F:71
Haß – tritt auf bei – Organisation, sadistisch-anale
sadistisch-analen Organisation
1915-003F:72
Haßregung – tritt auf bei – Liebe
in Begleitung von Haßregungen
1915-003F:72
Haß – geht hervor aus – Ichtrieb
Ablehnungsreaktionen der Ichtriebe
1915-003F:72
Haß – ist Ersatz für – Liebe
Haß an deren Stelle
1915-003F:72
Lieben – regrediert auf – Sadismus
Regression des Liebens
1915-003F:73
Polarität – reguliert – Triebregung
beherrschenden Polaritäten
1915-003F:21
Ehrlichschen
Ehrlichschen
1915-003F:46
Bleuler
Bleuler
1915-003F:49
P. Federn
P. Federn
1915-003F:49
L. Jekels
L. Jekels
1915-003F:59
Ferenczis
Ferenczis
1915-003F:74
anschließenden Untersuchung
anschließenden Untersuchung
Verknüpfte Quelle:
Die Verdrängung
1915-003F:78
Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; S. 374 dieses Bandes
Das ökonomische Problem des Masochismus, 1924; S. 374 dieses Bandes
Verknüpfte Quelle:
Das ökonomische Problem des Masochismus
1915-003F:80
Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913.
Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913.
1915-003F:80
Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913.
Intern. Zeitschrift für Psychoanalyse, I, 1913.
1915-003F:7
Triebreiz – zählt zu – Reiz
noch andere Reize
1915-003F:8
Flucht – richtet sich gegen – Reizquelle
motorische Flucht
1915-003F:8
Befriedigung – setzt voraus – Reizquelle
inneren Reizquelle
1915-003F:9
Triebreiz – ist Merkmal von – Triebbedürfnis
Beweis für Triebbedürfnisse
1915-003F:10
Befriedigung – setzt voraus – Außenwelt
so weit verändern
1915-003F:14
Drang – ist gleichbedeutend mit – Arbeitsanforderung
Maß von Arbeitsanforderung
1915-003F:14
Passivität – ist Merkmal von – Triebziel
passivem Ziele
1915-003F:15
Befriedigung – setzt voraus – Triebquelle
an der Triebquelle
1915-003F:15
Hemmung – tritt auf bei – Triebe, zielgehemmte
Hemmung oder Ablenkung
1915-003F:16
Triebverschränkung – steht im Zusammenhang mit – Triebobjekte
zur Befriedigung dient
1915-003F:16
Fixierung – tritt auf bei – Triebentwicklung
sehr frühen Perioden
1915-003F:18
Erregungsgrößen – ist Merkmal von – Trieb
den Erregungsgrößen
1915-003F:18
Trieb – geht hervor aus – Triebquelle
Verschiedenheit der Triebquellen
1915-003F:20
Ich‑ oder
Ich‑ oder
1915-003F:22
Sexualtrieb – tritt auf bei – Psychoneurose
wie isoliert beobachten
1915-003F:32
Gegensatzpaare
Gegensatzpaare
1915-003F:34
zusammentreffen oder zusammenfallen
zusammentreffen oder zusammenfallen
1915-003F:36
Sadismus – richtet sich gegen – Objekt
andere Person als Objekt
1915-003F:39
Ein ursprünglicher Masochismus
Ein ursprünglicher Masochismus
1915-003F:40
Schmerzzufügung – geht hervor aus – Masochismus
Ziel, Schmerzen zuzufügen
1915-003F:40
Schmerzgenuß – setzt voraus – Sexualerregung
begleitende Sexualerregung
1915-003F:42
Perversionen
Perversionen
1915-003F:42
Schaulust – geht hervor aus – Autoerotik
Gegensatzpaares hervorgehen
1915-003F:45
Triebverwandlung – hat als Akteur/Inhalt – Triebregung
niemals am ganzen Betrag
1915-003F:47
Triebentwicklung
Triebentwicklung
1915-003F:48
Abwehr – tritt auf bei – Ichentwicklung
höheren Stufen der Ichentwicklung
1915-003F:49
Triebgegensatzpaare
Triebgegensatzpaare
1915-003F:49
ambivalent auftretenden Sexualtriebe
ambivalent auftretenden Sexualtriebe
1915-003F:49
Autoerotik – tritt auf bei – Sexualfunktion
autoerotisch betätigen
1915-003F:49
Sadismus – geht hervor aus – Organquelle
aktionsfähige Muskulatur
1915-003F:51
Liebe – steht im Zusammenhang mit – Sexualleben
innigsten Beziehung
1915-003F:57
Reiz – verursacht – Passivität
gegen die äußeren Reize
1915-003F:58
Ich – entspricht – Lust
mit dem Lustvollen
1915-003F:58
Außenwelt – entspricht – Gleichgültigkeit
mit dem Gleichgültigen
1915-003F:59
Triebreiz – löst aus / triggert – Unlust
als unlustvoll
1915-003F:60
Lust – ist Merkmal von – Lust-Ich
den Lustcharakter
1915-003F:60
Einverleibung – tritt auf bei – Lust-Ich
einverleibt hat
1915-003F:60
Projektion – tritt auf bei – Lust-Ich
in die Außenwelt wirft
1915-003F:62
mit Unlust
mit Unlust
1915-003F:63
Haß – setzt voraus – Objekt
Eintreten des Objekts
1915-003F:64
Indifferenz – geht voraus – Haß
dessen Vorläufer
1915-003F:64
Einverleibung – hat als Akteur/Inhalt – Lustquelle
dem Ich einverleibt
1915-003F:65
spiegelt
spiegelt
1915-003F:65
Anziehung
Anziehung
1915-003F:65
Abstoßung
Abstoßung
1915-003F:66
Objekt – dient – Icherhaltung
der Icherhaltung dienen
1915-003F:67
Genitalprimat – dient – Fortpflanzungsfunktion
im Dienste
1915-003F:68
Versagung – löst aus / triggert – Haß
eine Versagung
1915-003F:70
Organlust – tritt auf bei – Autoerotik
Gewinnung von Organlust
1915-003F:70
als vorläufige Sexualziele
als vorläufige Sexualziele
1915-003F:70
Bemächtigung – steht im Zusammenhang mit – Haß
kaum zu unterscheiden
1915-003F:71
Haß – geht hervor aus – Narzißmus
narzißtischen Ichs
1915-003F:71
Haß – stellt dar – Unlust
Unlustreaktion
1915-003F:71
Ichtrieb – reguliert – Sexualfunktion
Sexualfunktion beherrschen
1915-003F:72
Haß – geht hervor aus – Lieben
Vorstufen des Liebens
1915-003F:72
Ichinteresse – steht im Konflikt mit – Libido
Liebesinteressen
1915-003F:73
Lieben – verwandelt sich in – Geliebtwerden
in ein Geliebtwerden
1915-003F:81
Autoerotik – tritt auf bei – Sexualtrieb
autoerotischen Befriedigung
1915-003F:81
Ichtrieb – löst / baut ab – Narzißmus
stören
1915-003F:81
Narzißmus – setzt voraus – Hilflosigkeit
Periode von Hilflosigkeit
1915-003F:16
Trieb – ist fixiert an – Objekt
innige Bindung
1915-003F:8
Trieb – ist unzugänglich für – Flucht
keine Flucht gegen ihn nützen
1915-003F:10
Nervensystem – bewältigt – Reiz
Reizbewältigung
1915-003F:10
Trieb – verursacht – Entwicklung
eigentlichen Motoren der Fortschritte
1915-003F:11
Lustprinzip – reguliert – Reizbewältigung
automatisch reguliert wird
1915-003F:15
Trieb – strebt nach – Befriedigung
allemal die Befriedigung
1915-003F:15
Hemmung – hemmt – Trieb
zielgehemmten
1915-003F:16
Objekt – befriedigt – Trieb
Ermöglichung der Befriedigung
1915-003F:16
Trieb – verschiebt sich auf – Objekt
Verschiebung des Triebes
1915-003F:17
Trieb – wird erschlossen aus – Triebziel
durch seine Ziele bekannt
1915-003F:17
Triebquelle – wird erschlossen aus – Triebziel
Rückschluß aus den Zielen
1915-003F:23
Sexualtrieb – lehnt sich an – Ichtrieb
lehnen sie sich zuerst an
1915-003F:33
Schaulust – wendet sich gegen – Ich
mit einschließt
1915-003F:37
Ich – ist Ersatz für – Objekt
durch die eigene Person ersetzt
1915-003F:39
Masochismus – wird befriedigt durch – Sadismus
auf dem Wege des ursprünglichen Sadismus
1915-003F:42
Schautrieb – verschiebt sich auf – Objekt
zu vertauschen
1915-003F:45
Aktivität – bleibt erhalten in – Trieb
bleibt in gewissem Ausmaße neben
1915-003F:45
Entwicklungsstufen – bleibt erhalten in – Schautrieb
nebeneinander bestehen bleiben
1915-003F:48
Ich – befriedigt – Sexualtrieb
sich autoerotisch befriedigen
1915-003F:52
Lieben – verkehrt sich in – Geliebtwerden
lieben–geliebt werden
1915-003F:58
Ich – befriedigt – Trieb
an sich selbst zu befriedigen
1915-003F:59
Ich – wehrt ab – Unlust
stößt anderseits von sich aus
1915-003F:60
Real-Ich – verwandelt sich in – Lust-Ich
in ein purifiziertes
1915-003F:60
Lust-Ich – spaltet – Außenwelt
zerfällt ihm
1915-003F:65
Ich – strebt nach – Objekt
dem Ich annähern
1915-003F:66
Trieb – strebt nach – Objekt
zu seiner Befriedigung strebt
1915-003F:68
Objekt – versagt – Sexualtrieb
Versagung sexueller Befriedigung
1915-003F:70
Lieben – strebt nach – Objekt
motorische Streben
1915-003F:81
Pflege – befriedigt – Bedürfnis
durch Dazutun von Außen befriedigt
1915-003F:4
Grundbegriffen
Grundbegriffen
1915-003F:4
Unbestimmtheit
Unbestimmtheit
1915-003F:4
Beobachtung – geht voraus – Definitionen
beginnt keine Wissenschaft
1915-003F:4
Erfahrung – wird reguliert von – Grundbegriffe
ihnen unterworfen wird
1915-003F:4
Grundbegriffe – hat als Merkmal – Unbestimmtheit
an sich tragen
1915-003F:4
Grundbegriffe – wird erschlossen aus – Erfahrung
zu erraten vermeint
1915-003F:4
Definitionen – setzt voraus – Erfahrung
in Definitionen zu bannen
1915-003F:4
Erfahrung – revidiert / korrigiert – Grundbegriffe
stetigen Inhaltswandel
1915-003F:5
Trieb – zählt zu – Grundbegriffe
ist der des
1915-003F:10
Annahmen – hat als Merkmal – Unbestimmtheit
Unbestimmtheit dieser Idee
1915-003F:11
Annahmen – hat als Merkmal – Unbestimmtheit
Unbestimmtheit dieser Annahme
1915-003F:6
Reiz – findet Abfuhr in – Aktion
nach außen abgeführt
1915-003F:6
Aktion – schützt vor – Reiz
entzieht
1915-003F:6
Physiologie – liefert Hintergrund für – Reflexschema
gegeben
1915-003F:7
Triebreiz – geht hervor aus – Organ
Anätzung der Magenschleimhaut
1915-003F:8
Reiz – wird unterschieden von – Trieb
momentane Stoßkraft
1915-003F:8
Triebreiz – geht hervor aus – Organismus
aus dem Innern des Organismus
1915-003F:9
Flucht – schützt vor – Reiz
Muskelaktion (Flucht)
1915-003F:10
Nervensystem – setzt herab – Reiz
herabzusetzen
1915-003F:10
Trieb – verlangt Verzicht auf – Reizfernhaltung
zu verzichten
1915-003F:11
Lust – stellt dar – Reizbewältigung
wiedergeben
1915-003F:12
Reiz – geht hervor aus – Körper
Körperinnern
1915-003F:16
Objekt – ist Teil von – Körper
Teil des eigenen Körpers
1915-003F:17
Trieb – geht hervor aus – Organ
somatischen Vorgang in einem Organ
1915-003F:17
Triebquelle – ist unzugänglich für – Psychologie
gehört der Psychologie nicht mehr an
1915-003F:18
Trieb – wird reguliert von – Erregungsgrößen
verdanken
1915-003F:21
Individuum – ist Teil von – Keimplasma
unsterbliche
1915-003F:21
Sexualfunktion – setzt voraus – Sexualchemismus
besonderen Chemismus
1915-003F:58
Libido – besetzt (Libido) – Ich
triebbesetzt
1915-003F:10
Nervensystem – hat als Objekt – Außenwelt
ineinander greifenden Tätigkeiten
1915-003F:39
Selbstbestrafung – wird unterschieden von – Masochismus
nicht Masochismus
1915-003F:66
Objekt – wird unterschieden von – Sexualobjekt
ihrer bedarf
1915-003F:71
Haß – geht voraus – Liebe
älter als die Liebe
1915-003F:21
Sexualität – dient – Arterhaltung
Produktion neuer Individuen
1915-003F:1
Zusatz nur in 1915-003/1915.2
| konstituierter Text 1915-003F:1 | ∅ |
| 1915-003/1915.01 | ∅ |
| 1915-003/1915.1 | ∅ |
| 1915-003/1915.2:84 | SEPARATABDRUCK aus der Internationalen Zeitschrift für ÄRZTLICHE PSYCHOANALYSE herausg. von Prof. S. FREUD, redig. von Dr. S. FERENCZI, Dr. O. RANK u. Prof. E. JONES Verlag von Hugo Heller & Co. in Leipzig and Wien, 1. Bauernmarkt 3. Abonnementspreis ganzjährig M 18.– = K 21.60. |
| 1915-003/1918 | ∅ |
| 1915-003/1922 | ∅ |
| 1915-003/1924 | ∅ |
| 1915-003/1924.2 | ∅ |
| 1915-003/1931 | ∅ |
1915-003F:2
Zusatz ab 1915-003/1918, rückgängig ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:2 | ∅ |
| 1915-003/1915.01 | ∅ |
| 1915-003/1915.1 | ∅ |
| 1915-003/1915.2 | ∅ |
| 1915-003/1918:252 | XVI. |
| 1915-003/1922:252 | XVI. |
| 1915-003/1924 | ∅ |
| 1915-003/1924.2 | ∅ |
| 1915-003/1931 | ∅ |
1915-003F:24
Zusatz nur in 1915-003/1915.01
| konstituierter Text 1915-003F:24 | ∅ |
| 1915-003/1915.01:11 | Triebe und Triebschicksale von Sigm Freud (Fortsetzung) |
| 1915-003/1915.1 | ∅ |
| 1915-003/1915.2 | ∅ |
| 1915-003/1918 | ∅ |
| 1915-003/1922 | ∅ |
| 1915-003/1924 | ∅ |
| 1915-003/1924.2 | ∅ |
| 1915-003/1931 | ∅ |
1915-003F:76
Zusatz ab 1915-003/1918, rückgängig ab 1915-003/1924
| konstituierter Text 1915-003F:76 | ∅ |
| 1915-003/1915.01 | ∅ |
| 1915-003/1915.1 | ∅ |
| 1915-003/1915.2 | ∅ |
| 1915-003/1918:252 | 1) Intern. Zeitschr. für ärztl. Psychoanalyse III, 1915. |
| 1915-003/1922:252 | 1) Intern. Zeitschr. für ärztl. Psychoanalyse III, 1915. |
| 1915-003/1924 | ∅ |
| 1915-003/1924.2 | ∅ |
| 1915-003/1931 | ∅ |