Rank, Otto (1910-429/1910.01): [Diskussionsbemerkungen Freuds zu:] Adler ›Ein kleiner Beitrag zur hysterischen Lüge‹
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Der Obmann begrüsst die neuerschienenen Mitglieder und kündigt
die Neuanmeldung der Herren: Alfr.Freih.v.Winterstein und Franz
Grüner an.Er erstattet ferner Bericht über den Beschluss des Aus-
schusses,mit den vom Verein veranstalteten Lehrkursen schon in
diesem Semester zu beginnen.Von Mitte Dezember ab werde jeder
der angemeldeten Herren monatlich einen Kurs lesen.Die näheren
Details sowie die Ankündigung wird in unseren Blättern erfolgen.
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V O R T R A G.
Der Vortragende zeigt an einem Falle,dass sich hinter jeder im
Verlaufe einer Kur auftauchenden Lüge die Absicht verberge,den
Arzt zu demütigen und sich über ihn zu erheben.Die Lüge ist also
eine Form der Aggressionseinstellung gegen den Arzt und der Kampf
des Patienten lässt sich regelmässig in den Gegensatz von oben
und unten auflösen.Den Patienten,der sich seines Minderheitsge-
fühles bewusst ist,erfüllt der männliche Protest und die Lüge
ist ihm ein Mittel sich über den Arzt zu erheben.Es handelte sich um ein 20jährig.intelligentes Mädchen,
die wegen Enuresis und Kotschmieren in Behandlung kam.Die Züge
des männlichen Protestes waren bei ihr vollkommen vorhanden u.
verrieten sich unter anderem auch in einem häufig wiederkehren-
den Traum vom Geschlechtsverkehr mit einem Manne,der unter ihr
liegt.Sie drückt in diesem für die männliche Einstellung typi-
schen Traum im sexuellen Jargon aus,was ihr ganzes Leben be -
wegt:die Gier oben zu sein.Ebenso erweist sich die Enuresis
als Symbol der männlichen Tendenz,was sich aus ihrem,in der
Regel nach einer tief empfundenen Herabsetzung erfolgenden Auf-
treten sowie aus Enuretischen Träumen ergab,in denen das Mäd-S.
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chen in hohem Strahle(also wie ein Mann)urinierte.
Aus ihrer Familiengeschichte ist hervorzuheben,dass ihr
ganzes Leben bisher erfüllt war mit Kämpfen gegen die Mutter.Ihr
Streben war,den älteren bevorzugten Bruder bei der Mutter auszu-
stechen und die Rolle des Vaters zu spielen;sexuelle Regungen des
Mädchens zum Vater kamen nicht zum Vorschein.Sie hatte schon frühzeitig eine Neigung zum "anschmieren"
(d.h.zu lügen)und bildete auch die Sexualphantasie,ein Mädchen
mit einer Salbe anschmieren bedeute mit ihm Geschlechtsverkehr ha-
ben.Sie hat ein besonderes Vergnügen daran,junge Leute "anzuschmie-
ren",d.i.zum besten zu halten und ihre männliche Einstellung be-
zieht sich auch auf das Anschmieren von Mädchen.das Gleiche ver-
suchte sie nun ihrem Arzte gegenüber,indem sie von einem,im Verlau-
fe der Kur gedeuteten Traum behauptete,es sei gar kein Traum ge-
wesen,sie habe damit den Arzt nur anschmieren wollen.Die Aufklä-
rung über diese vermittelst der Wortbrücke vom infantilen Kot-
schmieren übertragene Neigung ermöglichte die ungehinderte Fort-
setzung der Kur,die gegenwärtig noch nicht abgeschlossen ist.Schliesslich weist der Vortragende noch auf die bei Verbre-
chern übliche Gewohnheit hin,die Gegenstände am Tatorte mit Kot
zu beschmieren(Grumus merdae)oder wie Wulffen von den Griechen
und Arabern berichtet dort zu onanieren,was sich auf Grund des vor-
liegenden Falles als Ausdruck der Ueberlegenheit dem anderen gegen
über (Brücke "anschmieren")erklären liesse.
D I S K U S S I O N.
Stekel benützt die Gelegenheit zur Bemerkung,dass Adler mit dem
gewiss wertvollen Begriff des männlichen Protestes Missbrauch trei-
be.So stehe er z.B.selbst auf dem Standpunkt,dass jeder Traum bi-
sexuell sei,müsse aber doch die Adlersche Behauptung bestreiten,
dass jeder Traum den männlichen Protest zeige.Es gebe im Gegenteil
eine Reihe von Träumen,in denen sich Männer weiblich benehmen und
fühlen,die also gewissermassen einen weiblichen Protest zeigen.Die Mundgeburt,die in der Phantasie des Volkes eine grosse
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Rolle spiele,sei vielleicht nur eine Verlegung von unten (After-
geburt)nach oben.-Der Grumus merdae scheine eher ein Ersatz für
das geraubte darzustellen.-Auch sei es durchaus nicht richtig,
dass die Onanie immer ein männlicher Protest sei;es gebe Onanisten
mit der exquisiten Phantasie ein Weib zu sein.Es sei fraglich ob die für diesen Fall gewiss zutreffende
Aufklärung der Lüge auch für andere Fälle Geltung habe.
Tausk hebt als Tendenz der Lügenhaftigkeit hervor,dass dem Neuro-
tiker die Realität unerträglich sei und dass die Verwandlung der
Realität in der Lüge dasselbe bedeute wie im Traume,nämlich eine
Wunscherfüllung.Der von Wulffen (nach Helbig) zitierte Bericht über den Gru-
mus merdae stamme von ihm.Die Albanesen haben die Gewohnheit ei-
nen solchen "Leichenwächter" bei einem Ermordeten zurückzulassen.
Adlers Erklärung treffe darauf nicht zu,weil dort das Wort an-
schmieren nicht bekannt sei.Es scheine sich vielmehr um ein Opfer
für den Teufel zu handeln,damit er die Entdeckung des Verbrechens
verhüte.Aus der Analyse des Tagtraumes eines Mannes,der sich in die
Rolle eines Detektivs hineinphantasierte,ergibt sich eine inte-ressanteVermengung von Lüge und Tagtraum.Diese Detektivrolle er-
wies sich einerseits als Sexualphantasie (aufdecken,erfassen,nieder
werfen etz.)anderseits hat sich der Mann damit in seine eigenene
Dienste gestellt.Er war nämlich ein alter Enuretiker,der stets
eine Entdeckung fürchtete und seit seiner Kindheit deshalb be-
ständig log.Schliesslich erwähnt Redner noch einen Artikel von Bezzola
der davor warnt,die Hysterischen wegen ihrer Lügenhaftigkeit zu
behandeln.
Steiner findet,dass sich Adler weniger mit der hysterischen Lüge
als mit deren Akzidentien befasst habe und dass erst der Hinweis
von Tausk gezeigt habe,wie der Hysteriker,in dem Bestreben,dieX
Welt zu negieren,auch zur Lüge komme.Zur Erfüllung der Krankheits-S.
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tendenz,sich an der Umgebung zu rächen,sei doch nichts geeigneter
als die Lüge.Im übrigen betrügen die Patientinnen einen Arzt mit
dem andern als ob es Liebhaber wären.
Hitschmann findet auch,dass Adler nicht das Thema des Titels ge-
bracht habe.Dass der Psychoanalytiker so selten etwas von den all-
gemein behaupteten Lügen der Hysterischen sieht,komme wahrschein-
lich daher,weil man früher das Unbewusste nicht beachtet hat.Die
Hysteriker produzieren ja reichliche Wunschphantasien (Attentate).
Es sei zweifelhaft ob die eine vorgebrachte Lüge der Patientin
als hysterische Lüge zu bezeichnen sei.Adlers Betrachtungsweise sei von der unseren sehr verschie-
den;die von ihm herangezogenen Charaktereigenschaften des Kindesstehennicht immer in einem so engen Zusammenhange mit der Neuro-
se wie die sexuellen Ursachen.Gewiss sind die Neurotiker oft ver-
schroben,aber diese Charaktereigenschaften sind nicht immer-wie
Adler meint- Ursachen der Neurosen,sondern entweder Folgen dersel-
ben oder parallel laufende Erscheinungen.-So sei nicht klar gewor-
den,ob der Trotz die Bedingung oder die Folge des Kotschmierens
war,ob die Enuresis als Pollution anzusehen ist;ferner ob die El-
tern das Kind belogen haben,ob es enttäuschende Erfahrungen ge-
macht habe.-Der lügenhafte Charakter sei einmal von Rank in einem
Vortrage reicher ausgeführt worden.Der Grumus merdae dürfte eher den Sinn der Verachtung oder
Bosheit haben(vgl.den Wiener Ausdruck: Ich scheiss ihm was).
Sadger möchte Stekels Ausführungen beipflichten.Im Uebrigenseier
von seinen Patienten sehr selten belogen worden.In der Analyse er-
weise sich die hysterische Lüge als Reaktion auf den Mangel an Lie-
be und Vertrauen.-Wie Prof.Freud einmal ausführte beginnen die Kin-
der nicht spontan zu lügen,sondern erst wenn ihr Vertrauen zu den
Eltern durch eine Lüge derselben(Storchmärchen)erschüttert wurde.
Die simpelste Form der Lüge,die Aufschneiderei,ist im wesentlichen
eine Wunscherfüllung.Dichter erzählen übrigens häufig,dass sie
ausgesprochene Lügner waren(Grillparzer,Goethe).
Rank möchte bezweifeln,dass jeder Traum die bisexuelle EmpfindungS.
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(Stekel)oder gar den männlichen Protest(Adler)verraten müsse,trotz
er selbst heute ein Beispiel berichten könne von einem Traum,der
nicht nur die männliche Tendenz eines Mädchens deutlich verrate
sondern direkt wie eine Uebersetzung der Adlerschen Theorien in
die Traumsprache anmute.Es handle sich hierbei eben um einen er-
wiesenermassen besonders krassen Fall von psychischem Hermaphrodi-
tismus und es soll im Uebrigen gar nicht bestritten werden,dass
es zweifellos auch Träume mit bisexueller Bedeutung gebe.Schliesslich möchte Redner noch darauf hinweisen,dass er
seinerzeits in einem Vortrage die Entstehung des lügenhaften
Charakters (und seines Gegensatzes,eines besonderen Wahrheitsfa-
natismus)aus Art und Grad der Masturbationsbetätigung und-Verdrän-
gung abzuleiten versuchte.
Federn möchte die Gelegenheit nicht missbrauchen,um über die
Stellung des Adlerschen Systems zur Freudschen Lehre zu sprechen.
Die Lüge selbst habe häufig ihren Grund in der Feigheit oder
Eitelkeit und sei häufiger als passive Einstellung anzusehen.
Der Grumus merdae gehe wahrscheinlich zurück auf ein Durchbrechen
aller unbeherrschten,antinomen Triebe beim Verbrecher.
Stekel möchte nachtragen ,dass Adlers Patientin ein Fall von
Infantilismus sei;sie will wie als Kind von der Mutter gereinigt
werden und ihr Trotz verrate nur ihre ungeheure Liebe zur Mut-
ter.
Friedjung berichtet von einem Dienstmädchen,das vor verlassen
des gekündigten Platzes in den Salon defezierte,was den Grumus
merdae vielleicht doch als Racheakt erscheinen lasse.
Dass die Tendenz die Laster der Enuresis und Masturbation zu
verbergen zur Lüge führe,erwies sich an zwei Fällen von jungen
Leuten die Wahrheitsfanatiker wurden weil sie Autoerotiker in d..
dem Masse waren,dass sie für die Umgebung gar keine Liebe mehr
zur Verfügung hatten.
| Freud anerkennt,dass Adler mit gewohnter Meisterschaft die pä-
dagogische und soziale Einstellung des Falles aufgezeigt habe,
dass aber anderseits seine Ausführungen wie gewöhnlich der psych.S.
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analytischen
Ergänzung bedürfen.Interessant sei ihm an diesem
Falle von widerstandsmässiger Einstellung gegen den Arzt ge-
wesen,die seinerzeitige Aufstellung zu überprüfen,dass sich die
Widerstände in der Kur(bei männlichen Patienten)auf den Vater-
komplex zurückführen liessen .Bei weiblichen Patienten müsste
das Analoge in Bezug auf die Mutter stattfinden,was sich in die-
sem Falle vollkommen zu bestätigen scheine.
Zur Diskussion der Adlerschen Ansichtenim allgemeinengebe die-
ser Fall keinen Anlass;es handle sich um keine reine Hysterie
sondern um einen gemischten Fall von hysterischer Perversion mit
verbildetem Charakter.Die hysterische Lüge ist in diesem Falle
zweifellos zu kurz gekommen.Wertvoller wäre eine Untersuchung
über die hysterische Lüge ausserhalb der Kur.Zur unbewussten Determination der Lüge gibt der Redner ein
Beispiel eines Schulmädchens,das dem Lehrer gegenüber hartnäckig
auf einer Unwahrheit bestand u.zw.wie sich in der späteren Ana-
lyse ergab auf Grund einer Identifizierung mit dem Vater,die sie
eine bestimmte Rolle zu spielen nötigte.Die Lügenhaftigkeit der Hysterischen erinnere an das alte
Paradoxon von den Kretensern:wenn eine Hysterika behauptet,sie
habe gelogen,so kann gerade diese Behauptung eine Lüge sein.Der Fall Bezollas sei insoferne lehrreich und wohlverdient,
als B.das Sexuelle gänzlich aus der Behandlung ausschloss und
dann die Patienten begreiflicher Weise in ihrer Art ihm das Sex-
uelle entgegenbrachten,ein Fall,der gerade dem Psychoanalytikernichtpassieren kann.Der Grumus merdae hänge unzweifelhaft in seinen Grundbedin-
gungen mit mythologischen Motiven zusammen,biete jedoch nach dem
Psychoanalytischen Denkprinzip der Ueberdetermination auch für
eine Reihe anderer Motive Raum.Die Behauptung,jeder Traum müsse bisexuell sein,ist eine
Ueberschätzung dieses Prinzips und er selbst habe diese Forderung
in ihrer Unbedingtheit bereits für das hysterische Symtom bestrit-
ten./S.
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Klemperer möchte auf den Unterschied zwischen absolutem Lügen und
dem Akt des jemand belügens hinweisen.Beim Belügen jemandes
spielt das Gefühl des Schwächerseins eine Rolle,das Lügen an
sich habe aber ganz andere Motive.
Sachs bemerkt zum Grumus merdae,dass nach dem Handbuch von Gross
die Zigeuner am Tatorte jedes Verbrechens Unkrautsamen zurück -
lassen,was vermutlich ein Symbol fürdieMasturbation sei.
Was die Lüge betreffe,so möchte Redner auch zwei Typen unter-
scheiden:Lügen mit und ohne Täuschungsabsicht.
Silberer bemerkt,dass über den Grumus merdae häufig noch ein
Hut gestülpt werde,was als ein unfehlbares Mittel gegendieEnt-
deckung des Verbrechens gelte.Redner möchte hierin entschieden
Freud recht geben,dass dieser Brauch mit dem Zauberglauben zusam-
menhänge und auch der Unkrautsamen der Zigeuner wäre eher mit
den Zauberpflanzen in Zusammenhang zu bringen.
Oppenheim verweist auf die Verwendung des Begriffes "anschmieren"
als Sexualsymbol:in einem erotischen Lexikon der Anthropophytheia
sei eine Reihe von Worten mit Doppelsinn angeführt,die sowohl den
sexuellen Akt als auch betrügen bezeichnen(anschmieren).Aus diesem
Doppelsinn würde sich erklären,dass phallische Gottheiten,wie z.
B.Hermes,zugleich diebische Gottheiten sind;es scheint die Aus-
übung des Geschlechtsaktes zugleich als ein Drankriegen aufgefasst
Die grosse Bedeutung der Entblössung im Zauber lässt vermuten,
dass auch der Verbrecherabglaube eine Schutzwehr gegen dämoni-
schen Einfluss darstellt.
Tausk fügt hinzu,dass das Wort koitieren im Kroatischen zugleich
betrügen heisse.Die betrügerische Gottheit sei diejenige,die einem
Mädel ein Kind mache und es dann sitzen lasse.
Grüner meint,der von Adler aufgedeckte Zusammenhang sei schon
durch die Existenz des Wortes anschmieren erwiesen.Es handle sich
nur um die Feststellung,wieso die Stuhlfunktion zu dieser Bedeu-
tung kommen konnte?Vielleicht weil das Kind schon angeschmierts
sei,dem man sage dass der Stuhl die Kinder seien./S.
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Bei der hysterischen Lüge handle es sich immer um ein Verdecken
der sexuellen Tatsachen.
Frischauf weist darauf hin,dass schmieren im Wiener Dialekt auch
schmeicheln heisst?
Reitler möchte auch verschiedene Formen der Lüge unterscheiden
und besonders auf eine Form der pathologischen Lüge aufmerksam
machen,wo die Lüge zum Selbstzweck geworden zu sein scheint.Er
möchte diese Form in Parallele stellen mit der Fragelust der Kin-
der und der Kleptomanie(Stekel).WEnn Kinder ohne sichtbaren Grund
lügen,so ist anzunehmen,dass sie die Wahrheit in bezug auf ihre
sexuellen Laster verbergen wollen.
Adler möchte in seinem Schlusswort zunächst den Einwand beseitigen
dass der Inhalt seines Vortrages dem Titel nicht entsprochen habe;
er wollte ja nur einen kleinen Beitrag geben.Die geltend gemachten
verschiedenen Formen der Lüge(insb.auch Freuds Beispiel)widerspre-
chen in keinem Punkte seinem Mechanismus.Auch bei der pathologisch
Lügenhaftigkeit handle es sich um dasselbe Prinzip(Fallstaff).
Federns scheinbar überzeugender Einwand,dass die Lüge eine weibliche
Art der Einstellung ist,wie auch das Volksbewusstsein meint und Ste
kels "weiblicher Protest" seien nur Stücke aus der Dynamik des Ganzen
Man finde die Lüge eben auch bei sich weiblich dünkenden Knaben,
die eine männliche Rolle spielen wollen.Als das Wichtigste hätte er zeigen wollen,dass der Hysteri-
ker sowie auch der Normale nur für sein Bewusstsein lügt,dass er
aber aus dem Unbewussten heraus nicht lügen kann.Es ist also Lü-
ge soweit wir Bewusstseinsforschung treiben,es ist aber Wahrheit
wenn wir auf den Sinn aus dem Unbewussten zurückgreifen.Auch die-
ser Fall zeigt,dass der Sinn der neurotischen Einstellung unmögl/
von der Patientin verfälscht werden kann.Was immer sie bringt,sie
bringt uns damit ein Stück aus ihrer neurotischen Einstellung.
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