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Die endliche und die unendliche Analyse
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Von Sigm. Freud
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I.
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Erfahrung hat uns gelehrt, die psychoanalytische Therapie, die Befreiung eines Menschen von seinen neurotischen Symptomen, Hemmungen und Charakterabnormitäten ist eine langwierige Arbeit. Daher sind von allem Anfang an Versuche unternommen worden, um die Dauer der Analysen zu verkürzen. Solche Bemühungen bedurften keiner Rechtfertigung, sie konnten sich auf die verständigsten und zweckmäßigsten Beweggründe berufen. Aber es wirkte in ihnen wahrscheinlich auch noch ein Rest jener ungeduldigen Geringschätzung, mit der eine frühere Periode der Medizin die Neurosen betrachtet hatte, als überflüssige Erfolge unsichtbarer Schädigungen. Wenn man sich jetzt mit ihnen beschäftigen mußte, wollte man nur möglichst bald mit ihnen fertig werden. Einen besonders energischen Versuch in dieser Richtung hat O. Rank gemacht im Anschluß an sein Buch „Das Trauma der Geburt“ (1924). Er nahm an, daß der Geburtsakt die eigentliche Quelle der Neurose sei, indem er die Möglichkeit mit sich bringt, daß die „Urfixierung“ an die Mutter nicht überwunden wird und als „Urverdrängung“ fortbesteht. Durch die nachträgliche analytische Erledigung dieses Urtraumas hoffte Rank die ganze Neurose zu beseitigen, so daß das eine Stückchen Analyse alle übrige analytische Arbeit ersparte. Einige wenige Monate sollten für diese Leistung genügen. Man wird nicht bestreiten, daß der Ranksche Gedankengang kühn und geistreich war; aber er hielt einer kritischen Prüfung nicht stand. Der Versuch Ranks war übrigens aus der Zeit geboren, unter dem Eindruck des Gegensatzes von europäischem Nachkriegselend und amerikanischer „prosperity“ konzipiert und dazu bestimmt, das Tempo der analytischen Therapie der Hast des amerikanischen Lebens anzugleichen. Man hat nicht viel davon gehört, was die Ausführung des Rankschen Planes für Krankheitsfälle geleistet hat. Wahrscheinlich nicht mehr, als die Feuerwehr leisten würde, wenn sie im Falle eines Hausbrandes durch eine umgestürzte Petroleumlampe sich damit begnügte, die Lampe aus dem Zimmer zu entfernen, in dem der Brand entstanden war. Eine erhebliche Abkürzung der Löschaktion wäre allerdings auf diese Weise zu erreichen. Theorie und Praxis des Rankschen Versuchs gehören heute der Vergangenheit an – nicht anders als die amerikanische „prosperity“ selbst.
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Einen anderen Weg, um den Ablauf einer analytischen Kur zu beschleunigen, hatte ich selbst noch vor der Kriegszeit eingeschlagen. Ich übernahm damals die Behandlung eines jungen Russen, der, durch Reichtum verwöhnt, in völliger Hilflosigkeit, von Leibarzt und Pfleger begleitet, nach Wien gekommen war.1) Im Laufe einiger Jahre gelang es, ihm ein großes Stück seiner Selbständigkeit wiederzugeben, sein Interesse am Leben zu wecken, seine Beziehungen zu den für ihn wichtigsten Personen in Ordnung zu bringen, aber dann stockte der Fortschritt; die Aufklärung der Kindheitsneurose, auf der ja die spätere Erkrankung begründet war, ging nicht weiter und es war deutlich zu erkennen, daß der Patient seinen derzeitigen Zustand als recht behaglich empfand und keinen Schritt tun wollte, der ihn dem Ende der Behandlung näher brächte. Es war ein Fall von Selbsthemmung der Kur; sie war in Gefahr, grade an ihrem – teilweisen – Erfolg zu scheitern. In dieser Lage griff ich zu dem heroischen Mittel der Terminsetzung. Ich eröffnete dem Patienten zu Beginn einer Arbeitssaison, daß dieses nächste Jahr das letzte der Behandlung sein werde, gleichgiltig, was er in der ihm noch zugestandenen Zeit leiste. Er schenkte mir zunächst keinen Glauben, aber nachdem er sich von dem unverbrüchlichen Ernst meiner Absicht überzeugt hatte, trat die gewünschte Wandlung bei ihm ein. Seine Widerstände schrumpften ein und in diesen letzten Monaten konnte er alle Erinnerungen reproduzieren und alle Zusammenhänge auffinden, die zum Verständnis seiner frühen und zur Bewältigung seiner gegenwärtigen Neurose notwendig schienen. Als er mich im Hochsommer 1914 verließ, ahnungslos wie wir alle der so nah bevorstehenden Ereignisse, hielt ich ihn für gründlich und dauernd geheilt.
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In einem Zusatz zur Krankengeschichte (1923) habe ich schon berichtet, daß dies nicht zutraf. Als er gegen Kriegsende als mittelloser Flüchtling nach Wien zurückkam, mußte ich ihm dabei helfen, ein nicht erledigtes Stück der Übertragung zu bewältigen; das gelang in einigen Monaten und ich konnte den Nachtrag mit der Mitteilung schließen, daß „der Patient, dem der Krieg Heimat, Vermögen und alle Familienbeziehungen geraubt hatte, sich seitdem normal gefühlt und tadellos benommen hat“. Die anderthalb Jahrzehnte seither haben dies Urteil nicht Lügen gestraft, aber doch Einschränkungen daran notwendig gemacht. Der Patient ist in Wien geblieben und hat sich in einer, wenn auch bescheidenen, sozialen Position bewährt. Aber mehrmals in diesem Zeitraum wurde sein Wohlbefinden durch Krankheitszufälle unterbrochen, die nur als Ausläufer seiner Lebensneurose aufgefaßt werden konnten. Die Geschicklichkeit einer meiner Schülerinnen, Frau Dr. Ruth Mack Brunswick, hat diese Zustände jedesmal nach kurzer Behandlung zu Ende gebracht; ich hoffe, sie wird bald selbst über diese Erfahrungen berichten. In einigen dieser Anfälle handelte es sich immer noch um Restbestände der Übertragung; sie zeigten dann bei all ihrer Flüchtigkeit deutlich paranoischen Charakter. In anderen aber bestand das pathogene Material aus Fragmenten seiner Kindergeschichte, die in der Analyse bei mir nicht zum Vorschein gekommen waren und sich nun – man kann dem Vergleich nicht ausweichen – wie Fäden nach einer Operation oder nekrotische Knochenstückchen nachträglich abstießen. Ich fand die Heilungsgeschichte dieses Patienten nicht viel weniger interessant als seine Krankengeschichte.
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Ich habe die Terminsetzung später auch in anderen Fällen angewendet und auch die Erfahrungen anderer Analytiker zur Kenntnis genommen. Das Urteil über den Wert dieser erpresserischen Maßregel kann nicht zweifelhaft sein. Sie ist wirksam, vorausgesetzt, daß man die richtige Zeit für sie trifft. Aber sie kann keine Garantie für die vollständige Erledigung der Aufgabe geben. Man kann im Gegenteil sicher sein, daß während ein Teil des Materials unter dem Zwang der Drohung zugänglich wird, ein anderer Teil zurückgehalten bleibt und damit gleichsam verschüttet wird, der therapeutischen Bemühung verloren geht. Man darf ja den Termin nicht erstrecken, nachdem er einmal festgesetzt worden ist; sonst hat er für die weitere Folge jeden Glauben eingebüßt. Die Fortsetzung der Kur bei einem anderen Analytiker wäre der nächste Ausweg; man weiß freilich, daß ein solcher Wechsel neuen Verlust an Zeit und Verzicht auf den Ertrag aufgewendeter Arbeit bedeutet. Auch läßt sich nicht allgemein giltig angeben, wann die richtige Zeit für die Einsetzung dieses gewaltsamen technischen Mittels gekommen ist, es bleibt dem Takt überlassen. Ein Mißgriff ist nicht mehr gutzumachen. Das Sprichwort, daß der Löwe nur einmal springt, muß recht behalten.
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II.
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Die Erörterungen über das technische Problem, wie man den langsamen Ablauf einer Analyse beschleunigen kann, leiten uns nun zu einer anderen Frage von tieferem Interesse, nämlich, ob es ein natürliches Ende einer Analyse gibt, ob es überhaupt möglich ist, eine Analyse zu einem solchen Ende zu führen. Der Sprachgebrauch unter Analytikern scheint eine solche Voraussetzung zu begünstigen, denn man hört oft bedauernd oder entschuldigend über ein in seiner Unvollkommenheit erkanntes Menschenkind äußern: Seine Analyse ist nicht fertig geworden, oder: Er ist nicht zu Ende analysiert worden.
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Man muß sich zunächst darüber verständigen, was mit der mehrdeutigen Redensart „Ende einer Analyse“ gemeint ist. Praktisch ist das leicht zu sagen. Die Analyse ist beendigt, wenn Analytiker und Patient sich nicht mehr zur analytischen Arbeitsstunde treffen. Sie werden so tun, wenn zwei Bedingungen ungefähr erfüllt sind, die erste, daß der Patient nicht mehr an seinen Symptomen leidet und seine Ängste wie seine Hemmungen überwunden hat, die zweite, daß der Analytiker urteilt, es sei beim Kranken soviel Verdrängtes bewußt gemacht, soviel Unverständliches aufgeklärt, soviel innerer Widerstand besiegt worden, daß man die Wiederholung der betreffenden pathologischen Vorgänge nicht zu befürchten braucht. Ist man durch äußere Schwierigkeiten verhindert worden, dies Ziel zu erreichen, so spricht man besser von einer unvollständigen als von einer unvollendeten Analyse.
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Die andere Bedeutung des Endes einer Analyse ist weit ehrgeiziger. In ihrem Namen wird gefragt, ob man die Beeinflussung des Patienten soweit getrieben hat, daß eine Fortsetzung der Analyse keine weitere Veränderung versprechen kann. Also als ob man durch Analyse ein Niveau von absoluter psychischer Normalität erreichen könnte, dem man auch die Fähigkeit zutrauen dürfte, sich stabil zu erhalten, etwa wenn es gelungen wäre, alle vorgefallenen Verdrängungen aufzulösen und alle Lücken der Erinnerung auszufüllen. Man wird zuerst die Erfahrung befragen, ob dergleichen vorkommt, und dann die Theorie, ob es überhaupt möglich ist.
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Jeder Analytiker wird einige Fälle mit so erfreulichem Ausgang behandelt haben. Es ist gelungen, die vorhandene neurotische Störung zu beseitigen, sie ist nicht wiedergekehrt und hat sich durch keine andere ersetzt. Man ist auch nicht ohne Einsicht in die Bedingungen dieser Erfolge. Das Ich der Patienten war nicht merklich verändert und die Ätiologie der Störung eine wesentlich traumatische. Die Ätiologie aller neurotischen Störungen ist ja eine gemischte; es handelt sich entweder um überstarke, also gegen die Bändigung durch das Ich widerspenstige Triebe, oder um die Wirkung von frühzeitigen, d. h. vorzeitigen Traumen, deren ein unreifes Ich nicht Herr werden konnte. In der Regel um ein Zusammenwirken beider Momente, des konstitutionellen und des akzidentellen. Je stärker das erstere, desto eher wird ein Trauma zur Fixierung führen und eine Entwicklungsstörung zurücklassen; je stärker das Trauma, desto sicherer wird es seine Schädigung auch unter normalen Triebverhältnissen äußern. Es ist kein Zweifel, daß die traumatische Ätiologie der Analyse die weitaus günstigere Gelegenheit bietet. Nur im vorwiegend traumatischen Fall wird die Analyse leisten, was sie meisterlich kann, die unzulängliche Entscheidung aus der Frühzeit dank der Erstarkung des Ichs durch eine korrekte Erledigung ersetzen. Nur in einem solchen Falle kann man von einer endgiltig beendeten Analyse sprechen. Hier hat die Analyse ihre Schuldigkeit getan und braucht nicht fortgesetzt zu werden. Wenn der so hergestellte Patient niemals wieder eine Störung produziert, die ihn der Analyse bedürftig macht, so weiß man freilich nicht, wieviel von dieser Immunität der Gunst des Schicksals zu danken ist, die ihm zu starke Belastungsproben erspart haben mag.
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Die konstitutionelle Triebstärke und die im Abwehrkampf erworbene ungünstige Veränderung des Ichs, im Sinne einer Verrenkung und Einschränkung, sind die Faktoren, die der Wirkung der Analyse ungünstig sind und ihre Dauer ins Unabschließbare verlängern können. Man ist versucht, das erstere, die Triebstärke, auch für die Ausbildung des anderen, der Ichveränderung, verantwortlich zu machen, aber es scheint, daß diese auch ihre eigene Ätiologie hat, und eigentlich muß man zugestehen, daß diese Verhältnisse noch nicht genügend bekannt sind. Sie werden eben erst jetzt Gegenstand des analytischen Studiums. Das Interesse der Analytiker scheint mir in dieser Gegend überhaupt nicht richtig eingestellt zu sein. Anstatt zu untersuchen, wie die Heilung durch die Analyse zustande kommt, was ich für hinreichend aufgeklärt halte, sollte die Fragestellung lauten, welche Hindernisse der analytischen Heilung im Wege stehen.
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Hier anschließend möchte ich zwei Probleme behandeln, die sich direkt aus der analytischen Praxis ergeben, wie die nachstehenden Beispiele zeigen sollen. Ein Mann, der die Analyse selbst mit großem Erfolge ausgeübt hat, urteilt, daß sein Verhältnis zum Mann wie zur Frau – zu den Männern, die seine Konkurrenten sind, und zur Frau, die er liebt – doch nicht frei von neurotischen Behinderungen ist, und macht sich darum zum analytischen Objekt eines Anderen, den er für ihm überlegen hält. Diese kritische Durchleuchtung der eigenen Person bringt ihm vollen Erfolg. Er heiratet die geliebte Frau und wandelt sich zum Freund und Lehrer der vermeintlichen Rivalen. Es vergehen so viele Jahre, in denen auch die Beziehung zum einstigen Analytiker ungetrübt bleibt. Dann aber tritt ohne nachweisbaren äußeren Anlaß eine Störung ein. Der Analysierte tritt in Opposition zum Analytiker, er wirft ihm vor, daß er es versäumt hat, ihm eine vollständige Analyse zu geben. Er hätte doch wissen und in Betracht ziehen müssen, daß eine Übertragungsbeziehung niemals bloß positiv sein kann; er hätte sich um die Möglichkeiten einer negativen Übertragung bekümmern müssen. Der Analytiker verantwortet sich dahin, daß zur Zeit der Analyse von einer negativen Übertragung nichts zu merken war. Aber selbst angenommen, daß er leiseste Anzeichen einer solchen übersehen hätte, was bei der Enge des Horizonts in jener Frühzeit der Analyse nicht ausgeschlossen wäre, so bliebe es zweifelhaft, ob er die Macht gehabt hätte, ein Thema, oder, wie man sagt: einen „Komplex“, durch seinen bloßen Hinweis zu aktivieren, solange er beim Patienten selbst nicht aktuell war. Dazu hätte es doch gewiß einer im realen Sinne unfreundlichen Handlung gegen den Patienten bedurft. Und außerdem sei nicht jede gute Beziehung zwischen Analytiker und Analysiertem, während und nach der Analyse, als Übertragung einzuschätzen. Es gebe auch freundschaftliche Beziehungen, die real begründet sind und sich als lebensfähig erweisen.
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Ich füge gleich das zweite Beispiel an, aus dem sich das nämliche Problem erhebt. Ein älteres Mädchen ist seit ihrer Pubertät durch Gehunfähigkeit infolge heftiger Beinschmerzen aus dem Leben ausgeschaltet worden, der Zustand ist offenbar hysterischer Natur, er hat vielen Behandlungen getrotzt; eine analytische Kur von dreiviertel Jahren beseitigt ihn und gibt einer tüchtigen und wertvollen Person ihre Rechte auf einen Anteil am Leben wieder. Die Jahre nach der Genesung bringen nichts Gutes: Katastrophen in der Familie, Vermögensverlust, mit dem Altern das Schwinden jeder Aussicht auf Liebesglück und Ehe. Aber die ehemals Kranke hält allem wacker stand und wirkt in schweren Zeiten als eine Stütze für die Ihrigen. Ich weiß nicht mehr, ob es 12 oder 14 Jahre nach Beendigung der Kur war, daß profuse Blutungen eine gynäkologische Untersuchung notwendig machten. Es fand sich ein Myom, das die Totalexstirpation des Uterus berechtigte. Von dieser Operation an war das Mädchen wieder krank. Sie verliebte sich in den Operateur, schwelgte in masochistischen Phantasien von den schrecklichen Veränderungen in ihrem Inneren, mit denen sie ihren Liebesroman verhüllte, erwies sich als unzugänglich für einen neuerlichen analytischen Versuch und wurde auch bis zu ihrem Lebensende nicht mehr normal. Die erfolgreiche Behandlung liegt so weit zurück, daß man keine großen Ansprüche an sie stellen darf; sie fällt in die ersten Jahre meiner analytischen Tätigkeit. Es ist immerhin möglich, daß die zweite Erkrankung aus derselben Wurzel stammte wie die glücklich überwundene erste, daß sie ein veränderter Ausdruck derselben verdrängten Regungen war, die in der Analyse nur eine unvollkommene Erledigung gefunden hatten. Aber ich möchte doch glauben, daß es ohne das neue Trauma nicht zum neuerlichen Ausbruch der Neurose gekommen wäre.
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Diese beiden Fälle, absichtlich ausgewählt aus einer großen Anzahl ähnlicher, werden hinreichen, um die Diskussion über unsere Themen anzufachen. Skeptiker, Optimisten, Ehrgeizige werden sie in ganz verschiedener Weise verwerten. Die ersteren werden sagen, es sei nun erwiesen, daß auch eine geglückte analytische Behandlung den derzeit Geheilten nicht davor schütze, später an einer anderen Neurose, ja selbst an einer Neurose aus der nämlichen Triebwurzel, also eigentlich an einer Wiederkehr des alten Leidens, zu erkranken. Die anderen werden diesen Beweis nicht für erbracht halten. Sie werden einwenden, die beiden Erfahrungen stammten aus den Frühzeiten der Analyse, vor 20 und vor 30 Jahren. Seither haben sich unsere Einsichten vertieft und erweitert, unsere Technik habe sich in Anpassung an die neuen Errungenschaften verändert. Man dürfe heute fordern und erwarten, daß eine analytische Heilung sich als dauernd bewähre, oder zum mindesten, daß eine neuerliche Erkrankung sich nicht als Wiederbelebung der früheren Triebstörung in neuen Ausdrucksformen erweise. Die Erfahrung nötige uns nicht, die Ansprüche an unsere Therapie in so empfindlicher Weise einzuschränken.
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Ich habe natürlich die beiden Beobachtungen darum ausgewählt, weil sie so weit zurückliegen. Je rezenter ein Erfolg der Behandlung ist, desto mehr wird er begreiflicher Weise unbrauchbar für unsere Erwägungen, da wir kein Mittel haben, das spätere Schicksal einer Heilung vorherzusehen. Die Erwartungen der Optimisten setzen offenbar mancherlei voraus, was nicht grade selbstverständlich ist, erstens, daß es überhaupt möglich ist, einen Triebkonflikt (d. h. besser: einen Konflikt des Ichs mit einem Trieb) endgültig für alle Zeiten zu erledigen, zweitens, daß es gelingen kann, einen Menschen, während man ihn an dem einen Triebkonflikt behandelt, gegen alle anderen solcher Konfliktmöglichkeiten sozusagen zu impfen, drittens, daß man die Macht hat, einen solchen pathogenen Konflikt, der sich derzeit durch kein Anzeichen verrät, zum Zwecke der vorbeugenden Behandlung zu wecken, und daß man weise daran tut. Ich werfe diese Fragen auf, ohne sie gegenwärtig beantworten zu wollen. Vielleicht ist uns eine sichere Beantwortung derzeit überhaupt nicht möglich.
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Theoretische Überlegungen werden uns wahrscheinlich gestatten, einiges zu ihrer Würdigung beizutragen. Aber etwas anderes ist uns jetzt schon klar geworden: Der Weg zur Erfüllung der gesteigerten Ansprüche an die analytische Kur führt nicht zur oder über die Abkürzung ihrer Dauer.
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III.
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Analytische Erfahrung, die sich über mehrere Dezennien erstreckt, und ein Wechsel in der Art und Weise meiner Betätigung ermutigen mich, die Beantwortung der gestellten Fragen zu versuchen. In früheren Zeiten hatte ich es mit einer größeren Anzahl von Patienten zu tun, die, wie begreiflich, auf rasche Erledigung drängten; in den letzten Jahren haben die Lehranalysen überwogen und eine im Verhältnis geringe Zahl von schwerer Leidenden blieb bei mir zu fortgesetzter, wenn auch durch kurze oder längere Pausen unterbrochener Behandlung. Bei diesen letzteren war die therapeutische Zielsetzung eine andere geworden. Eine Abkürzung der Kur kam nicht mehr in Betracht, die Absicht war, eine gründliche Erschöpfung der Krankheitsmöglichkeiten und tiefgehende Veränderung der Person herbeizuführen.
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Von den drei Momenten, die wir als maßgebend für die Chancen der analytischen Therapie anerkannt haben: Einfluß von Traumen – konstitutionelle Triebstärke – Ichveränderung, kommt es uns hier nur auf das mittlere an, die Triebstärke. Die nächste Überlegung läßt uns in Zweifel ziehen, ob die Einschränkung durch das Beiwort konstitutionell (oder kongenital) unerläßlich ist. So entscheidend von allem Anfang das konstitutionelle Moment sein mag, so bleibt es doch denkbar, daß eine später im Leben auftretende Triebverstärkung die gleichen Wirkungen äußern mag. Die Formel wäre dann abzuändern: derzeitige Triebstärke anstatt der konstitutionellen. Die erste unserer Fragen hat gelautet: ist es möglich, einen Konflikt des Triebs mit dem Ich oder einen pathogenen Triebanspruch an das Ich durch analytische Therapie dauernd und endgültig zu erledigen? Es ist wahrscheinlich zur Vermeidung von Mißverständnis nicht unnötig, näher auszuführen, was mit der Wortfügung: dauernde Erledigung eines Triebanspruchs gemeint ist. Gewiß nicht, daß man ihn zum Verschwinden bringt, so daß er nie wieder etwas von sich hören läßt. Das ist im allgemeinen unmöglich, wäre auch gar nicht wünschenswert. Nein, sondern etwas anderes, was man ungefähr als die „Bändigung“ des Triebes bezeichnen kann: das will heißen, daß der Trieb ganz in die Harmonie des Ichs aufgenommen, allen Beeinflussungen durch die anderen Strebungen im Ich zugänglich ist, nicht mehr seine eigenen Wege zur Befriedigung geht. Fragt man, auf welchen Wegen und mit welchen Mitteln das geschieht, so hat man’s nicht leicht mit der Beantwortung. Man muß sich sagen: „So muß denn doch die Hexe dran“. Die Hexe Metapsychologie nämlich. Ohne metapsychologisches Spekulieren und Theoretisieren – beinahe hätte ich gesagt: Phantasieren – kommt man hier keinen Schritt weiter. Leider sind die Auskünfte der Hexe auch diesmal weder sehr klar noch sehr ausführlich. Wir haben nur einen Anhaltspunkt – der allerdings unschätzbar – an dem Gegensatz zwischen Primär- und Sekundärvorgang, und auf den will ich auch hier verweisen.
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Wenn wir jetzt zu unserer ersten Frage zurückkehren, so finden wir, daß unser neuer Gesichtspunkt uns eine bestimmte Entscheidung aufdrängt. Die Frage hat gelautet, ob es möglich ist, einen Triebkonflikt dauernd und endgültig zu erledigen, d. h.: den Triebanspruch in solcher Weise zu „bändigen“. In dieser Fragestellung wird die Triebstärke überhaupt nicht erwähnt, aber gerade von ihr hängt der Ausgang ab. Gehen wir davon aus, daß die Analyse beim Neurotiker nichts anderes leistet, als was der Gesunde ohne diese Hilfe zustande bringt. Beim Gesunden aber, lehrt die tägliche Erfahrung, gilt jede Entscheidung eines Triebkonflikts nur für eine bestimmte Triebstärke, richtiger gesagt, nur innerhalb einer bestimmten Relation zwischen Stärke des Triebs und Stärke des Ichs.2) Läßt die Stärke des Ichs nach, durch Krankheit, Erschöpfung u. dgl., so können alle bis dahin glücklich gebändigten Triebe ihre Ansprüche wieder anmelden und auf abnormen Wegen ihre Ersatzbefriedigungen anstreben.3) Den unwiderleglichen Beweis für diese Behauptung gibt schon der nächtliche Traum, der auf die Schlafeinstellung des Ichs mit dem Erwachen der Triebansprüche reagiert.
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Ebenso unzweifelhaft ist das Material von der anderen Seite. Zweimal im Laufe der individuellen Entwicklung treten erhebliche Verstärkungen gewisser Triebe auf, zur Pubertät und um die Menopause bei Frauen. Wir sind nicht im geringsten überrascht, wenn Personen, die vorher nicht neurotisch waren, es um diese Zeiten werden. Die Bändigung der Triebe, die ihnen bei geringerer Stärke derselben gelungen war, mißlingt nun bei deren Verstärkung. Die Verdrängungen benehmen sich wie Dämme gegen den Andrang der Gewässer. Dasselbe, was diese beiden physiologischen Triebverstärkungen leisten, kann in irregulärer Weise zu jeder anderen Lebenszeit durch akzidentelle Einflüsse herbeigeführt werden. Es kommt zu Triebverstärkungen durch neue Traumen, aufgezwungene Versagungen, kollaterale Beeinflussungen der Triebe untereinander. Der Erfolg ist alle Male der gleiche und erhärtet die unwiderstehliche Macht des quantitativen Moments in der Krankheitsverursachung.
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Ich bekomme hier den Eindruck, als müßte ich mich all dieser schwerfälligen Erörterungen schämen, da doch das, was sie sagen, längst bekannt und selbstverständlich ist. Wirklich, wir haben uns immer so benommen, als wüßten wir es; nur, daß wir in unseren theoretischen Vorstellungen zumeist versäumt haben, dem ökonomischen Gesichtspunkt in demselben Maß Rechnung zu tragen wie dem dynamischen und dem topischen. Meine Entschuldigung ist also, daß ich an dieses Versäumnis mahne.
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Ehe wir uns aber für eine Antwort auf unsere Frage entscheiden, haben wir einen Einwand anzuhören, dessen Stärke darin besteht, daß wir wahrscheinlich von vornherein für ihn gewonnen sind. Er sagt, unsere Argumente sind alle aus den spontanen Vorgängen zwischen Ich und Trieb hergeleitet und setzen voraus, daß die analytische Therapie nichts machen kann, was nicht unter günstigen, normalen Verhältnissen von selbst geschieht. Aber ist das wirklich so? Erhebt nicht gerade unsere Theorie den Anspruch, einen Zustand herzustellen, der im Ich spontan nie vorhanden ist und dessen Neuschöpfung den wesentlichen Unterschied zwischen dem analysierten und dem nicht analysierten Menschen ausmacht? Halten wir uns vor, worauf sich dieser Anspruch beruft. Alle Verdrängungen geschehen in früher Kindheit; es sind primitive Abwehrmaßregeln des unreifen, schwachen Ichs. In späteren Jahren werden keine neuen Verdrängungen vollzogen, aber die alten erhalten sich und ihre Dienste werden vom Ich weiterhin zur Triebbeherrschung in Anspruch genommen. Neue Konflikte werden, wie wir es ausdrücken, durch „Nachverdrängung“ erledigt. Von diesen infantilen Verdrängungen mag gelten, was wir allgemein behauptet haben, daß sie voll und ganz vom relativen Kräfteverhältnis abhängen und einer Steigerung der Triebstärke nicht standhalten können. Die Analyse aber läßt das gereifte und erstarkte Ich eine Revision dieser alten Verdrängungen vornehmen; einige werden abgetragen, andere anerkannt, aber aus soliderem Material neu aufgebaut. Diese neuen Dämme haben eine ganz andere Haltbarkeit als die früheren; ihnen darf man zutrauen, daß sie den Hochfluten der Triebsteigerung nicht so leicht nachgeben werden. Die nachträgliche Korrektur des ursprünglichen Verdrängungsvorganges, die der Übermacht des quantitativen Faktors ein Ende macht, wäre also die eigentliche Leistung der analytischen Therapie.
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So weit unsere Theorie, auf die wir ohne unwidersprechlichen Zwang nicht verzichten können. Und was sagt die Erfahrung dazu? Die ist vielleicht noch nicht umfassend genug für eine sichere Entscheidung. Oft genug gibt sie unseren Erwartungen recht, doch nicht jedesmal. Man hat den Eindruck, daß man nicht überrascht sein dürfte, wenn sich am Ende herausstellt, daß der Unterschied zwischen dem nicht Analysierten und dem späteren Verhalten des Analysierten doch nicht so durchgreifend ist, wie wir es erstreben, erwarten und behaupten. Demnach würde es der Analyse zwar manchmal gelingen, den Einfluß der Triebverstärkung auszuschalten, aber nicht regelmäßig. Oder ihre Wirkung beschränkte sich darauf, die Widerstandskraft der Hemmungen zu erhöhen, so daß sie nach der Analyse weit stärkeren Anforderungen gewachsen wären als vor der Analyse oder ohne eine solche. Ich getraue mich hier wirklich keiner Entscheidung, weiß auch nicht, ob sie derzeit möglich ist.
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Man kann sich dem Verständnis dieser Unstetigkeit in der Wirkung der Analyse aber von anderer Seite her nähern. Wir wissen, es ist der erste Schritt zur intellektuellen Bewältigung der Umwelt, in der wir leben, daß wir Allgemeinheiten, Regeln, Gesetze herausfinden, die Ordnung in das Chaos bringen. Durch diese Arbeit vereinfachen wir die Welt der Phänomene, können aber nicht umhin, sie auch zu verfälschen, besonders wenn es sich um Vorgänge von Entwicklung und Umwandlung handelt. Es kommt uns darauf an, eine qualitative Änderung zu erfassen, und wir vernachlässigen dabei in der Regel, wenigstens zunächst, einen quantitativen Faktor. In der Realität sind die Übergänge und Zwischenstufen weit häufiger als die scharf gesonderten gegensätzlichen Zustände. Bei Entwicklungen und Verwandlungen richtet sich unsere Aufmerksamkeit allein auf das Resultat; wir übersehen gern, daß sich solche Vorgänge gewöhnlich mehr oder weniger unvollständig vollziehen, also eigentlich im Grunde nur partielle Veränderungen sind. Der scharfsinnige Satiriker des alten Österreichs, J. Nestroy, hat einmal geäußert: „Ein jeder Fortschritt ist nur immer halb so groß, als wie er zuerst ausschaut“. Man wäre versucht, dem boshaften Satz eine recht allgemeine Geltung zuzusprechen. Es gibt fast immer Resterscheinungen, ein partielles Zurückbleiben. Wenn der freigebige Mäzen uns durch einen vereinzelten Zug von Knauserei überrascht, der sonst Übergute sich plötzlich in einer feindseligen Handlung gehen läßt, so sind diese „Resterscheinungen“ unschätzbar für die genetische Forschung. Sie zeigen uns, daß jene lobenswerten und wertvollen Eigenschaften auf Kompensation und Überkompensation beruhen, die, wie zu erwarten stand, nicht durchaus, nicht nach dem vollen Betrag gelungen sind. Wenn unsere erste Beschreibung der Libidoentwicklung gelautet hat, eine ursprüngliche orale Phase mache der sadistischanalen und diese der phallisch-genitalen Platz, so hat spätere Forschung dem nicht etwa widersprochen, sondern zur Korrektur hinzugefügt, daß diese Ersetzungen nicht plötzlich, sondern allmählich erfolgen, so daß jederzeit Stücke der früheren Organisation neben der neueren fortbestehen, und daß selbst bei normaler Entwicklung die Umwandlung nie vollständig geschieht, so daß noch in der endgültigen Gestaltung Reste der früheren Libidofixierungen erhalten bleiben können. Auf ganz anderen Gebieten sehen wir das nämliche. Keiner der angeblich überwundenen Irr- und Aberglauben der Menschheit, von dem nicht Reste heute unter uns fortleben, in den tieferen Schichten der Kulturvölker oder selbst in den obersten Schichten der Kulturgesellschaft. Was einmal zu Leben gekommen ist, weiß sich zäh zu behaupten. Manchmal könnte man zweifeln, ob die Drachen der Urzeit wirklich ausgestorben sind.
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Um nun die Anwendung auf unseren Fall zu machen, ich meine, die Antwort auf die Frage, wie sich die Unstetigkeit unserer analytischen Therapie erklärt, könnte leicht sein, daß wir unsere Absicht, die undichten Verdrängungen durch zuverlässige, ichgerechte Bewältigungen zu ersetzen, auch nicht immer im vollen Umfang, also nicht gründlich genug erreichen. Die Umwandlung gelingt, aber oft nur partiell; Anteile der alten Mechanismen bleiben von der analytischen Arbeit unberührt. Es läßt sich schwer beweisen, daß dem wirklich so ist; wir haben ja keinen anderen Weg, es zu beurteilen, als eben den Erfolg, den es zu erklären gilt. Aber die Eindrücke, die man während der analytischen Arbeit empfängt, widersprechen unserer Annahme nicht, scheinen sie eher zu bestätigen. Man darf nur die Klarheit unserer eigenen Einsicht nicht zum Maß der Überzeugung nehmen, die wir beim Analysierten hervorrufen. Es mag ihr an „Tiefe“ fehlen, wie wir sagen können; es handelt sich immer um den gerne übersehenen quantitativen Faktor. Wenn dies die Lösung ist, so kann man sagen, die Analyse habe mit ihrem Anspruch, sie heile Neurosen durch die Sicherung der Triebbeherrschung, in der Theorie immer recht, in der Praxis nicht immer. Und zwar darum, weil es ihr nicht immer gelingt, die Grundlagen der Triebbeherrschung in genügendem Ausmaß zu sichern. Der Grund dieses partiellen Mißerfolgs ist leicht zu finden. Das quantitative Moment der Triebstärke hatte sich seinerzeit dem Abwehrstreben des Ichs widersetzt; wir haben darum die analytische Arbeit zur Hilfe gerufen, und nun setzt dasselbe Moment der Wirksamkeit dieser neuen Bemühung eine Grenze. Bei übergroßer Triebstärke mißlingt dem gereiften und von der Analyse unterstützten Ich die Aufgabe, ähnlich wie früher dem hilflosen Ich; die Triebbeherrschung wird besser, aber sie bleibt unvollkommen, weil die Umwandlung des Abwehrmechanismus nur unvollständig ist. Daran ist nichts zu verwundern, denn die Analyse arbeitet nicht mit unbegrenzten, sondern mit beschränkten Machtmitteln und das Endergebnis hängt immer vom relativen Kräfteverhältnis der mit einander ringenden Instanzen ab.
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Es ist unzweifelhaft wünschenswert, die Dauer einer analytischen Kur abzukürzen, aber der Weg zur Durchsetzung unserer therapeutischen Absicht führt nur über die Verstärkung der analytischen Hilfskraft, die wir dem Ich zuführen wollen. Die hypnotische Beeinflussung schien ein ausgezeichnetes Mittel für unsere Zwecke zu sein; es ist bekannt, warum wir darauf verzichten mußten. Ein Ersatz für die Hypnose ist bisher nicht gefunden worden, aber man versteht von diesem Gesichtspunkt aus die leider vergeblichen therapeutischen Bemühungen, denen ein Meister der Analyse wie Ferenczi seine letzten Lebensjahre gewidmet hat.
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IV.
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Die beiden anschließenden Fragen, ob man den Patienten während der Behandlung eines Triebkonflikts gegen zukünftige Triebkonflikte schützen kann und ob es ausführbar und zweckmäßig ist, einen derzeit nicht manifesten Triebkonflikt zum Zwecke der Vorbeugung zu wecken, sollen miteinander behandelt werden, denn es ist offenbar, daß man die erste Aufgabe nur lösen kann, indem man das zweite tut, also den in der Zukunft möglichen Konflikt in einen aktuellen verwandelt, den man der Beeinflussung unterzieht. Diese neue Fragestellung ist im Grunde nur eine Fortführung der früheren. Handelte es sich vorhin um eine Verhütung der Wiederkehr desselben Konflikts, so jetzt um seine mögliche Ersetzung durch einen anderen. Was man da vorhat, klingt sehr ehrgeizig, aber man will sich nur klar machen, welche Grenzen der Leistungsfähigkeit einer analytischen Therapie gesteckt sind.
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So sehr es den therapeutischen Ehrgeiz verlocken mag, sich derartige Aufgaben zu stellen, die Erfahrung hat nur eine glatte Abweisung bereit. Wenn ein Triebkonflikt nicht aktuell ist, sich nicht äußert, kann man ihn auch durch die Analyse nicht beeinflussen. Die Warnung, schlafende Hunde nicht zu wecken, die man unseren Bemühungen um die Erforschung der psychischen Unterwelt so oft entgegengehalten, ist für die Verhältnisse des Seelenlebens ganz besonders unangebracht. Denn, wenn die Triebe Störungen machen, ist es ein Beweis, daß die Hunde nicht schlafen, und wenn sie wirklich zu schlafen scheinen, liegt es nicht in unserer Macht, sie aufzuwecken. Diese letztere Behauptung scheint aber nicht ganz zutreffend, sie fordert eine eingehendere Diskussion heraus. Überlegen wir, welche Mittel wir haben, um einen derzeit latenten Triebkonflikt aktuell zu machen. Offenbar können wir nur zweierlei tun: entweder Situationen herbeiführen, in denen er aktuell wird, oder uns damit begnügen, von ihm in der Analyse zu sprechen, auf seine Möglichkeit hinzuweisen. Die erstere Absicht kann auf zweierlei Wegen erreicht werden; erstens in der Realität, zweitens in der Übertragung, beide Male, indem wir den Patienten einem Maß von realem Leiden durch Versagung und Libidostauung aussetzen. Nun ist es richtig, daß wir uns einer solchen Technik schon in der gewöhnlichen Übung der Analyse bedienen. Was wäre sonst der Sinn der Vorschrift, daß die Analyse „in der Versagung“ durchgeführt werden soll? Aber das ist eine Technik bei der Behandlung eines bereits aktuellen Konflikts. Wir suchen diesen Konflikt zuzuspitzen, ihn zur schärfsten Ausbildung zu bringen, um die Triebkraft für seine Lösung zu steigern. Die analytische Erfahrung hat uns gezeigt, daß jedes Besser ein Feind des Guten ist, daß wir in jeder Phase der Herstellung mit der Trägheit des Patienten zu kämpfen haben, die bereit ist, sich mit einer unvollkommenen Erledigung zu begnügen.
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Wenn wir aber auf eine vorbeugende Behandlung von nicht aktuellen, bloß möglichen Triebkonflikten ausgehen, genügt es nicht, vorhandenes und unvermeidliches Leiden zu regulieren, man müßte sich entschließen, neues ins Leben zu rufen, und dies hat man bisher gewiß mit Recht dem Schicksal überlassen. Von allen Seiten würde man vor der Vermessenheit gewarnt werden, im Wettbewerb mit dem Schicksal so grausame Versuche mit den armen Menschenkindern anzustellen. Und welcher Art würden diese sein? Kann man es verantworten, daß man im Dienst der Prophylaxe eine befriedigende Ehe zerstört oder eine Stellung aufgeben läßt, mit der die Lebenssicherung des Analysierten verbunden ist? Zum Glück kommt man gar nicht in die Lage, über die Berechtigung solcher Eingriffe ins reale Leben nachzudenken; man hat überhaupt nicht die Machtvollkommenheit, die sie erfordern, und das Objekt dieses therapeutischen Experiments würde gewiß nicht mittun wollen. Ist dergleichen also in der Praxis so gut wie ausgeschlossen, so hat die Theorie noch andere Einwände dagegen. Die analytische Arbeit geht nämlich am besten vor sich, wenn die pathogenen Erlebnisse der Vergangenheit angehören, so daß das Ich Distanz zu ihnen gewinnen konnte. In akut krisenhaften Zuständen ist die Analyse so gut wie nicht zu brauchen. Alles Interesse des Ichs wird dann von der schmerzhaften Realität in Anspruch genommen und verweigert sich der Analyse, die hinter diese Oberfläche führen und die Einflüsse der Vergangenheit aufdecken will. Einen frischen Konflikt zu schaffen, wird also die analytische Arbeit nur verlängern und erschweren.
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Man wird einwenden, das seien völlig überflüssige Erörterungen. Niemand denke daran, die Behandlungsmöglichkeit des latenten Triebkonflikts dadurch herzustellen, daß man absichtlich eine neue Leidenssituation heraufbeschwört. Das sei auch keine rühmenswerte prophylaktische Leistung. Es sei zum Beispiel bekannt, daß eine überstandene Scarlatina eine Immunität gegen die Wiederkehr der gleichen Erkrankung zurückläßt; darum fällt es doch den Internisten nicht ein, einen Gesunden, der möglicher Weise an Scarlatina erkranken kann, zum Zwecke dieser Sicherung mit Scarlatina zu infizieren. Die Schutzhandlung darf nicht dieselbe Gefahrsituation herstellen wie die der Erkrankung selbst, sondern nur eine um sehr viel geringere, wie es bei der Blatternimpfung und vielen ähnlichen Verfahren erreicht wird. Es kämen also auch bei einer analytischen Prophylaxe der Triebkonflikte nur die beiden anderen Methoden in Betracht, die künstliche Erzeugung von neuen Konflikten in der Übertragung, denen doch der Charakter der Realität abgeht, und die Erweckung solcher Konflikte in der Vorstellung des Analysierten, indem man von ihnen spricht und ihn mit ihrer Möglichkeit vertraut macht.
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Ich weiß nicht, ob man behaupten darf, das erstere dieser beiden milderen Verfahren sei in der Analyse durchaus unanwendbar. Es fehlt an besonders darauf gerichteten Untersuchungen. Aber es drängen sich sofort Schwierigkeiten auf, die das Unternehmen nicht als sehr aussichtsreich erscheinen lassen. Erstens, daß man in der Auswahl solcher Situationen für die Übertragung recht eingeschränkt ist. Der Analysierte selbst kann nicht alle seine Konflikte in der Übertragung unterbringen; ebensowenig kann der Analytiker aus der Übertragungssituation alle möglichen Triebkonflikte des Patienten wachrufen. Man kann ihn etwa eifersüchtig werden oder Liebesenttäuschungen erleben lassen, aber dazu braucht es keine technische Absicht. Dergleichen tritt ohnedies spontan in den meisten Analysen auf. Zweitens aber darf man nicht übersehen, daß alle solche Veranstaltungen unfreundliche Handlungen gegen den Analysierten notwendig machen, und durch diese schädigt man die zärtliche Einstellung zum Analytiker, die positive Übertragung, die das stärkste Motiv für die Beteiligung des Analysierten an der gemeinsamen analytischen Arbeit ist. Man wird also von diesen Verfahren keinesfalls viel erwarten dürfen.
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So erübrigt also nur jener Weg, den man ursprünglich wahrscheinlich allein im Auge gehabt hat. Man erzählt dem Patienten von den Möglichkeiten anderer Triebkonflikte und weckt seine Erwartung, daß sich dergleichen auch bei ihm ereignen könnte. Man hofft nun, solche Mitteilung und Warnung werde den Erfolg haben, beim Patienten einen der angedeuteten Konflikte in bescheidenem und doch zur Behandlung zureichendem Maß zu aktivieren. Aber diesmal gibt die Erfahrung eine unzweideutige Antwort. Der erwartete Erfolg stellt sich nicht ein. Der Patient hört die Botschaft wohl, allein es fehlt der Widerhall. Er mag sich denken: Das ist ja sehr interessant, aber ich verspüre nichts davon. Man hat sein Wissen vermehrt und sonst nichts in ihm verändert. Der Fall ist ungefähr derselbe wie bei der Lektüre psychoanalytischer Schriften. Der Leser wird nur bei jenen Stellen „aufgeregt“, in denen er sich getroffen fühlt, die also die in ihm derzeit wirksamen Konflikte betreffen. Alles andere läßt ihn kalt. Ich meine, man kann analoge Erfahrungen machen, wenn man Kindern sexuelle Aufklärungen gibt. Ich bin weit entfernt zu behaupten, es sei ein schädliches oder überflüssiges Vorgehen, aber man hat offenbar die vorbeugende Wirkung dieser liberalen Maßregel weit überschätzt. Die Kinder wissen jetzt etwas, was sie bisher nicht gewußt haben, aber sie machen nichts mit den neuen, ihnen geschenkten Kenntnissen. Man überzeugt sich, daß sie nicht einmal so rasch bereit sind, ihnen jene, man möchte sagen: naturwüchsigen, Sexualtheorien zum Opfer zu bringen, die sie im Einklang mit und in Abhängigkeit von ihrer unvollkommenen Libidoorganisation gebildet haben, von der Rolle des Storchs, von der Natur des sexuellen Verkehrs, von der Art, wie die Kinder zustande kommen. Noch lange Zeit, nachdem sie die sexuelle Aufklärung empfangen haben, benehmen sie sich wie die Primitiven, denen man das Christentum aufgedrängt hat und die im Geheimen fortfahren, ihre alten Götzen zu verehren.
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V.
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Wir sind von der Frage ausgegangen, wie man die beschwerlich lange Dauer einer analytischen Behandlung abkürzen kann, und sind dann, immer noch vom Interesse für zeitliche Verhältnisse geleitet, zur Untersuchung fortgeschritten, ob man Dauerheilung erzielen oder gar durch vorbeugende Behandlung zukünftige Erkrankung fernhalten kann. Wir haben dabei als maßgebend für den Erfolg unserer therapeutischen Bemühung erkannt die Einflüsse der traumatischen Ätiologie, die relative Stärke der zu beherrschenden Triebe und etwas, was wir die Ichveränderung nannten. Nur bei dem zweiten dieser Momente haben wir ausführlicher verweilt, hatten dabei Anlaß, die überragende Wichtigkeit des quantitativen Faktors anzuerkennen und das Anrecht der metapsychologischen Betrachtungsweise bei jedem Erklärungsversuch zu betonen.
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Über das dritte Moment, das der Ichveränderung, haben wir noch nichts geäußert. Wenden wir uns ihm zu, so empfangen wir den ersten Eindruck, daß hier viel zu fragen und zu beantworten ist und daß, was wir dazu zu sagen haben, sich als sehr unzureichend erweisen wird. Dieser erste Eindruck hält auch bei weiterer Beschäftigung mit dem Problem stand. Die analytische Situation besteht bekanntlich darin, daß wir uns mit dem Ich der Objektperson verbünden, um unbeherrschte Anteile ihres Es zu unterwerfen, also sie in die Synthese des Ichs einzubeziehen. Die Tatsache, daß ein solches Zusammenarbeiten beim Psychotiker regelmäßig mißlingt, leiht unserem Urteil einen ersten festen Punkt. Das Ich, mit dem wir einen solchen Pakt schließen können, muß ein normales Ich sein. Aber ein solches Normal‑Ich ist, wie die Normalität überhaupt, eine Idealfiktion. Das abnorme, für unsere Absichten unbrauchbare Ich ist leider keine. Jeder Normale ist eben nur durchschnittlich normal, sein Ich nähert sich dem des Psychotikers in dem oder jenem Stück, in größerem oder geringerem Ausmaß, und der Betrag der Entfernung von dem einen und der Annäherung an das andere Ende der Reihe wird uns vorläufig ein Maß für die so unbestimmt gekennzeichnete „Ichveränderung“ sein.
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Fragen wir, woher die so mannigfaltigen Arten und Grade der Ichveränderung rühren mögen, so ist die nächste unvermeidliche Alternative, sie sind entweder ursprünglich oder erworben. Der zweite Fall wird leichter zu behandeln sein. Wenn erworben, dann gewiß im Laufe der Entwicklung von den ersten Lebenszeiten an. Von allem Anfang an muß ja das Ich seine Aufgabe zu erfüllen suchen, zwischen seinem Es und der Außenwelt im Dienste des Lustprinzips vermitteln, das Es gegen die Gefahren der Außenwelt behüten. Wenn es im Laufe dieser Bemühung lernt, sich auch gegen das eigene Es defensiv einzustellen und dessen Triebansprüche wie äußere Gefahren zu behandeln, so geschieht dies wenigstens zum Teil darum, weil es versteht, daß die Triebbefriedigung zu Konflikten mit der Außenwelt führen würde. Das Ich gewöhnt sich dann unter dem Einfluß der Erziehung, den Schauplatz des Kampfes von außen nach innen zu verlegen, die innere Gefahr zu bewältigen, ehe sie zur äußeren geworden ist, und tut wahrscheinlich zumeist gut daran. Während dieses Kampfes auf zwei Fronten – später wird eine dritte Front hinzukommen – bedient sich das Ich verschiedener Verfahren, um seiner Aufgabe zu genügen, allgemein ausgedrückt, um Gefahr, Angst, Unlust zu vermeiden. Wir nennen diese Verfahren „Abwehrmechanismen“. Sie sind uns noch nicht erschöpfend genug bekannt. Das Buch von Anna Freud hat uns einen ersten Einblick in ihre Mannigfaltigkeit und vielseitige Bedeutung gestattet.4)
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Von einem dieser Mechanismen, von der Verdrängung, hat das Studium der neurotischen Vorgänge überhaupt seinen Ausgang genommen. Es war nie ein Zweifel daran, daß die Verdrängung nicht das einzige Verfahren ist, das dem Ich für seine Absichten zu Gebote steht. Immerhin ist sie etwas ganz Besonderes, das von den anderen Mechanismen schärfer geschieden ist als diese untereinander. Ich möchte ihr Verhältnis zu diesen anderen durch einen Vergleich deutlich machen, weiß aber, daß in diesen Gebieten Vergleichungen nie weit tragen. Man denke also an die möglichen Schicksale eines Buches zur Zeit, als Bücher noch nicht in Auflagen gedruckt, sondern einzeln geschrieben wurden. Ein solches Buch enthalte Angaben, die in späteren Zeiten als unerwünscht betrachtet werden. Etwa wie nach Robert Eisler5) die Schriften des Flavius Josephus Stellen über Jesus Christus enthalten haben müssen, an denen die spätere Christenheit Anstoß nahm. Die amtliche Zensur würde in der Jetztzeit keinen anderen Abwehrmechanismus anwenden als die Konfiskation und Vernichtung jedes Exemplars der ganzen Auflage. Damals wandte man verschiedene Methoden zur Unschädlichmachung an. Entweder die anstößigen Stellen wurden dick durchgestrichen, so daß sie unleserlich waren; sie konnten dann auch nicht abgeschrieben werden und der nächste Kopist des Buches lieferte einen tadellosen Text, aber an einigen Stellen lückenhaft und vielleicht dort unverständlich. Oder man begnügte sich nicht damit, wollte auch den Hinweis auf die Verstümmelung des Textes vermeiden; man ging also dazu über, den Text zu entstellen. Man ließ einzelne Worte aus oder ersetzte sie durch andere, man schaltete neue Sätze ein; am besten strich man die ganze Stelle heraus und fügte an ihrer Statt eine andere ein, die das genaue Gegenteil besagte. Der nächste Abschreiber des Buches konnte dann einen unverdächtigen Text herstellen, der aber verfälscht war; er enthielt nicht mehr, was der Autor hatte mitteilen wollen, und sehr wahrscheinlich war er nicht zur Wahrheit korrigiert worden.
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Wenn man den Vergleich nicht allzu strenge durchführt, kann man sagen, die Verdrängung verhält sich zu den anderen Abwehrmethoden wie die Auslassung zur Textentstellung, und in den verschiedenen Formen dieser Verfälschung kann man die Analogien zur Mannigfaltigkeit der Ichveränderung finden. Man kann den Einwand versuchen, dieser Vergleich gleite in einem wesentlichen Punkte ab, denn die Textentstellung ist das Werk einer tendenziösen Zensur, zu der die Ichentwicklung kein Gegenstück zeigt. Aber dem ist nicht so, denn diese Tendenz wird durch den Zwang des Lustprinzips weitgehend vertreten. Der psychische Apparat verträgt die Unlust nicht, er muß sich ihrer um jeden Preis erwehren, und wenn die Wahrnehmung der Realität Unlust bringt, muß sie – die Wahrheit also – geopfert werden. Gegen die äußere Gefahr kann man sich eine ganze Weile durch Flucht und Vermeidung der Gefahrsituation helfen, bis man später einmal stark genug wird, um die Drohung durch aktive Veränderung der Realität aufzuheben. Aber vor sich selbst kann man nicht fliehen, gegen die innere Gefahr hilft keine Flucht, und darum sind die Abwehrmechanismen des Ichs dazu verurteilt, die innere Wahrnehmung zu verfälschen und uns nur eine mangelhafte und entstellte Kenntnis unseres Es zu ermöglichen. Das Ich ist dann in seinen Beziehungen zum Es durch seine Einschränkungen gelähmt oder durch seine Irrtümer verblendet, und der Erfolg im psychischen Geschehen wird derselbe sein müssen, wie wenn man auf der Wanderung die Gegend nicht kennt und nicht rüstig ist im Gehen.
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Die Abwehrmechanismen dienen der Absicht, Gefahren abzuhalten. Es ist unbestreitbar, daß ihnen solches gelingt; es ist zweifelhaft, ob das Ich während seiner Entwicklung völlig auf sie verzichten kann, aber es ist auch sicher, daß sie selbst zu Gefahren werden können. Manchmal stellt es sich heraus, daß das Ich für die Dienste, die sie ihm leisten, einen zu hohen Preis gezahlt hat. Der dynamische Aufwand, der erfordert wird, um sie zu unterhalten, sowie die Icheinschränkungen, die sie fast regelmäßig mit sich bringen, erweisen sich als schwere Belastungen der psychischen Ökonomie. Auch werden diese Mechanismen nicht aufgelassen, nachdem sie dem Ich in den schweren Jahren seiner Entwicklung ausgeholfen haben. Jede Person verwendet natürlich nicht alle möglichen Abwehrmechanismen, sondern nur eine gewisse Auswahl von ihnen, aber diese fixieren sich im Ich, sie werden regelmäßige Reaktionsweisen des Charakters, die durchs ganze Leben wiederholt werden, so oft eine der ursprünglichen Situation ähnliche wiederkehrt. Damit werden sie zu Infantilismen, teilen das Schicksal so vieler Institutionen, die sich über die Zeit ihrer Brauchbarkeit hinaus zu erhalten streben. „Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage“, wie es der Dichter beklagt. Das erstarkte Ich des Erwachsenen fährt fort, sich gegen Gefahren zu verteidigen, die in der Realität nicht mehr bestehen, ja es findet sich gedrängt, jene Situationen der Realität herauszusuchen, die die ursprüngliche Gefahr ungefähr ersetzen können, um sein Festhalten an den gewohnten Reaktionsweisen an ihnen rechtfertigen zu können. Somit wird es leicht verständlich, wie die Abwehrmechanismen durch immer weiter greifende Entfremdung von der Außenwelt und dauernde Schwächung des Ichs den Ausbruch der Neurose vorbereiten und begünstigen.
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Unser Interesse ist aber gegenwärtig nicht auf die pathogene Rolle der Abwehrmechanismen gerichtet; wir wollen untersuchen, wie die ihnen entsprechende Ichveränderung unsere therapeutische Bemühung beeinflußt. Das Material zur Beantwortung dieser Frage ist in dem erwähnten Buch von Anna Freud gegeben. Das Wesentliche daran ist, daß der Analysierte diese Reaktionsweisen auch während der analytischen Arbeit wiederholt, uns gleichsam vor Augen führt; eigentlich kennen wir sie nur daher. Damit ist nicht gesagt, daß sie die Analyse unmöglich machen. Sie legen vielmehr die eine Hälfte unserer analytischen Aufgabe fest. Die andere, die in der Frühzeit der Analyse zuerst in Angriff genommen wurde, ist die Aufdeckung des im Es Verborgenen. Unsere therapeutische Bemühung pendelt während der Behandlung beständig von einem Stückchen Esanalyse zu einem Stückchen Ichanalyse. Im einen Fall wollen wir etwas vom Es bewußt machen, im anderen etwas am Ich korrigieren. Die entscheidende Tatsache ist nämlich, daß die Abwehrmechanismen gegen einstige Gefahren in der Kur als Widerstände gegen die Heilung wiederkehren. Es läuft darauf hinaus, daß die Heilung selbst vom Ich wie eine neue Gefahr behandelt wird.
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Der therapeutische Effekt ist an die Bewußtmachung des im Es im weitesten Sinn Verdrängten gebunden; wir bereiten dieser Bewußtmachung den Weg durch Deutungen und Konstruktionen, aber wir haben nur für uns, nicht für den Analysierten gedeutet, solange das Ich an den früheren Abwehren festhält, die Widerstände nicht aufgibt. Nun sind diese Widerstände, obwohl dem Ich angehörig, doch unbewußt und in gewissem Sinne innerhalb des Ichs abgesondert. Der Analytiker erkennt sie leichter als das Verborgene im Es; es sollte hinreichen, sie wie Anteile des Es zu behandeln und durch Bewußtmachung mit dem übrigen Ich in Beziehung zu bringen. Auf diesem Weg wäre die eine Hälfte der analytischen Aufgabe zu erledigen; auf einen Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen möchte man nicht rechnen. Es ereignet sich aber folgendes. Während der Arbeit an den Widerständen tritt das Ich – mehr oder weniger ernsthaft – aus dem Vertrag aus, auf dem die analytische Situation ruht. Das Ich unterstützt unsere Bemühung um die Aufdeckung des Es nicht mehr, es widersetzt sich ihr, hält die analytische Grundregel nicht ein, läßt keine weiteren Abkömmlinge des Verdrängten auftauchen. Eine starke Überzeugung von der heilenden Macht der Analyse kann man vom Patienten nicht erwarten; er mag ein Stück Vertrauen zum Analytiker mitgebracht haben, das durch die zu erweckenden Momente der positiven Übertragung zur Leistungsfähigkeit verstärkt wird. Unter dem Einfluß der Unlustregungen, die durch das neuerliche Abspielen der Abwehrkonflikte verspürt werden, können jetzt negative Übertragungen die Oberhand gewinnen und die analytische Situation völlig aufheben. Der Analytiker ist jetzt für den Patienten nur ein fremder Mensch, der unangenehme Zumutungen an ihn stellt, und er benimmt sich gegen ihn ganz wie das Kind, das den Fremden nicht mag und ihm nichts glaubt. Versucht der Analytiker, dem Patienten eine der in der Abwehr vorgenommenen Entstellungen aufzuzeigen und sie zu korrigieren, so findet er ihn verständnislos und unzugänglich für gute Argumente. So gibt es wirklich einen Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen und die Abwehrmechanismen verdienen wirklich den Namen, mit dem wir sie anfänglich bezeichnet haben, ehe sie genauer erforscht wurden; es sind Widerstände nicht nur gegen die Bewußtmachung der Es‑Inhalte, sondern auch gegen die Analyse überhaupt und somit gegen die Heilung.
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Die Wirkung der Abwehren im Ich können wir wohl als „Ichveränderung“ bezeichnen, wenn wir darunter den Abstand von einem fiktiven Normal‑Ich verstehen, das der analytischen Arbeit unerschütterliche Bündnistreue zusichert. Es ist nun leicht zu glauben, was die tägliche Erfahrung zeigt, daß es wesentlich davon abhängt, wie stark und wie tief eingewurzelt diese Widerstände der Ichveränderung sind, wo es sich um den Ausgang einer analytischen Kur handelt. Wieder tritt uns hier die Bedeutung des quantitativen Faktors entgegen, wieder werden wir daran gemahnt, daß die Analyse nur bestimmte und begrenzte Mengen von Energien aufwenden kann, die sich mit den feindlichen Kräften zu messen haben. Und als ob der Sieg wirklich meist bei den stärkeren Bataillonen wäre.
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VI.
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Die nächste Frage wird lauten, ob alle Ichveränderung – in unserem Sinne – während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird. Die Antwort kann nicht zweifelhaft sein. Es besteht kein Grund, die Existenz und Bedeutung ursprünglicher, mitgeborener Ichverschiedenheiten zu bestreiten. Schon die eine Tatsache ist entscheidend, daß jede Person ihre Auswahl unter den möglichen Abwehrmechanismen trifft, immer nur einige und dann stets dieselben verwendet. Das deutet darauf hin, daß das einzelne Ich von vornherein mit individuellen Dispositionen und Tendenzen ausgestattet ist, deren Art und Bedingtheit wir nun freilich nicht angeben können. Außerdem wissen wir, daß wir den Unterschied zwischen ererbten und erworbenen Eigenschaften nicht zu einem Gegensatz überspannen dürfen; unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiß ein wichtiger Anteil. Wenn wir von „archaischer Erbschaft“ sprechen, denken wir gewöhnlich nur an das Es und scheinen anzunehmen, daß ein Ich am Beginn des Eigenlebens noch nicht vorhanden ist. Aber wir wollen nicht übersehen, daß Es und Ich ursprünglich eins sind, und es bedeutet noch keine mystische Überschätzung der Erblichkeit, wenn wir für glaubwürdig halten, daß dem noch nicht existierenden Ich bereits festgelegt ist, welche Entwicklungsrichtungen, Tendenzen und Reaktionen es späterhin zum Vorschein bringen wird. Die psychologischen Besonderheiten von Familien, Rassen und Nationen auch in ihrem Verhalten gegen die Analyse lassen keine andere Erklärung zu. Ja noch mehr, die analytische Erfahrung hat uns die Überzeugung aufgedrängt, daß selbst bestimmte psychische Inhalte wie die Symbolik keine anderen Quellen haben als die erbliche Übertragung, und in verschiedenen völkerpsychologischen Untersuchungen wird uns nahegelegt, noch andere, ebenso spezialisierte Niederschläge frühmenschlicher Entwicklung in der archaischen Erbschaft vorauszusetzen.
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Mit der Einsicht, daß die Eigenheiten des Ichs, die wir als Widerstände zu spüren bekommen, ebensowohl hereditär bedingt als in Abwehrkämpfen erworben sein können, hat die topische Unterscheidung, ob Ich, ob Es, viel von ihrem Wert für unsere Untersuchung eingebüßt. Ein weiterer Schritt in unserer analytischen Erfahrung führt uns zu Widerständen anderer Art, die wir nicht mehr lokalisieren können und die von fundamentalen Verhältnissen im seelischen Apparat abzuhängen scheinen. Ich kann nur einige Proben dieser Gattung aufführen, das ganze Gebiet ist noch verwirrend fremd, ungenügend erforscht. Man trifft z. B. auf Personen, denen man eine besondere „Klebrigkeit der Libido“ zuschreiben möchte. Die Prozesse, die die Kur bei ihnen einleitet, verlaufen so viel langsamer als bei anderen, weil sie sich, wie es scheint, nicht entschließen können, Libidobesetzungen von einem Objekt abzulösen und auf ein neues zu verschieben, obwohl besondere Gründe für solche Besetzungstreue nicht zu finden sind. Man begegnet auch dem entgegengesetzten Typus, bei dem die Libido besonders leicht beweglich erscheint, rasch auf die von der Analyse vorgeschlagenen Neubesetzungen eingeht und die früheren für sie aufgibt. Es ist ein Unterschied, wie ihn der bildende Künstler verspüren mag, ob er in hartem Stein oder in weichem Ton arbeitet. Leider zeigen sich die analytischen Resultate bei diesem zweiten Typus oft als sehr hinfällig; die neuen Besetzungen werden bald wieder verlassen, man bekommt den Eindruck, als habe man nicht in Ton gearbeitet, sondern in Wasser geschrieben. Die Warnung „Wie gewonnen, so zerronnen“ behält hier Recht.
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Bei einer anderen Gruppe von Fällen wird man durch ein Verhalten überrascht, das man nur auf eine Erschöpfung der sonst zu erwartenden Plastizität, der Fähigkeit zur Abänderung und Weiterentwicklung beziehen kann. Auf ein gewisses Maß von psychischer Trägheit sind wir in der Analyse wohl vorbereitet; wenn die analytische Arbeit der Triebregung neue Wege eröffnet hat, so beobachten wir fast regelmäßig, daß sie nicht ohne deutliche Verzögerung begangen werden. Wir haben dies Verhalten, vielleicht nicht ganz richtig, als „Widerstand vom Es“ bezeichnet. Aber bei den Fällen, die hier gemeint sind, erweisen sich alle Abläufe, Beziehungen und Kraftverteilungen als unabänderlich, fixiert und erstarrt. Es ist so, wie man es bei sehr alten Leuten findet, durch die sogenannte Macht der Gewohnheit, die Erschöpfung der Aufnahmsfähigkeit, durch eine Art von psychischer Entropie erklärt; aber es handelt sich hier um noch jugendliche Individuen. Unsere theoretische Vorbereitung scheint unzureichend, um die so beschriebenen Typen richtig aufzufassen; es kommen wohl zeitliche Charaktere in Betracht, Abänderungen eines noch nicht gewürdigten Entwicklungsrhythmus im psychischen Leben.
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Anders und noch tiefer begründet mögen die Ichverschiedenheiten sein, die in einer weiteren Gruppe von Fällen als Quellen des Widerstands gegen die analytische Kur und als Verhinderungen des therapeutischen Erfolgs zu beschuldigen sind. Hier handelt es sich um das letzte, was die psychologische Erforschung überhaupt zu erkennen vermag, das Verhalten der beiden Urtriebe, deren Verteilung, Vermengung und Entmischung, Dinge, die nicht auf eine einzige Provinz des seelischen Apparates, Es, Ich und Über‑Ich beschränkt vorzustellen sind. Es gibt keinen stärkeren Eindruck von den Widerständen während der analytischen Arbeit als den von einer Kraft, die sich mit allen Mitteln gegen die Genesung wehrt und durchaus an Krankheit und Leiden festhalten will. Einen Anteil dieser Kraft haben wir, sicherlich mit Recht, als Schuldbewußtsein und Strafbedürfnis agnosziert und im Verhältnis des Ichs zum Über‑Ich lokalisiert. Aber das ist nur jener Anteil, der vom Über‑Ich sozusagen psychisch gebunden ist und in solcher Weise kenntlich wird; andere Beträge derselben Kraft mögen, unbestimmt wo, in gebundener oder freier Form, am Werke sein. Hält man sich das Bild in seiner Gesamtheit vor, zu dem sich die Erscheinungen des immanenten Masochismus so vieler Personen, der negativen therapeutischen Reaktion und des Schuldbewußtseins der Neurotiker zusammensetzen, so wird man nicht mehr dem Glauben anhängen können, daß das seelische Geschehen ausschließlich vom Luststreben beherrscht wird. Diese Phänomene sind unverkennbare Hinweise auf das Vorhandensein einer Macht im Seelenleben, die wir nach ihren Zielen Aggressions- oder Destruktionstrieb heißen und von dem ursprünglichen Todestrieb der belebten Materie ableiten. Ein Gegensatz einer optimistischen zu einer pessimistischen Lebenstheorie kommt nicht in Frage; nur das Zusammen- und Gegeneinanderwirken beider Urtriebe Eros und Todestrieb erklärt die Buntheit der Lebenserscheinungen, niemals einer von ihnen allein.
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Wie Anteile der beiden Triebarten zur Durchsetzung der einzelnen Lebensfunktionen miteinander zusammentreten, unter welchen Bedingungen diese Vereinigungen sich lockern oder zerfallen, welche Störungen diesen Veränderungen entsprechen und mit welchen Empfindungen die Wahrnehmungsskala des Lustprinzips auf sie antwortet, das klarzustellen wäre die lohnendste Aufgabe der psychologischen Forschung. Vorläufig beugen wir uns vor der Übermacht der Gewalten, an der wir unsere Bemühungen scheitern sehen. Schon die psychische Beeinflussung des einfachen Masochismus stellt unser Können auf eine harte Probe.
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Beim Studium der Phänomene, die die Betätigung des Destruktionstriebs erweisen, sind wir nicht auf Beobachtungen an pathologischem Material eingeschränkt. Zahlreiche Tatsachen des normalen Seelenlebens drängen nach einer solchen Erklärung, und je mehr unser Blick sich schärft, desto reichlicher werden sie uns auffallen. Es ist ein Thema, zu neu und zu wichtig, um es in dieser Erörterung wie beiläufig zu behandeln; ich werde mich damit bescheiden, einige wenige Proben herauszuheben. Die folgende als Beispiel:
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Es ist bekannt, daß es zu allen Zeiten Menschen gegeben hat und noch gibt, die Personen des gleichen wie des anderen Geschlechts zu ihren Sexualobjekten nehmen können, ohne daß die eine Richtung die andere beeinträchtigt. Wir heißen diese Leute Bisexuelle, nehmen ihre Existenz hin, ohne uns viel darüber zu verwundern. Wir haben aber gelernt, daß alle Menschen in diesem Sinne bisexuell sind, ihre Libido entweder in manifester oder in latenter Weise auf Objekte beider Geschlechter verteilen. Nur fällt uns folgendes dabei auf. Während im ersten Falle die beiden Richtungen sich ohne Anstoß mit einander vertragen haben, befinden sie sich im anderen und häufigeren Falle im Zustand eines unversöhnlichen Konflikts. Die Heterosexualität eines Mannes duldet keine Homosexualität, und ebenso ist es umgekehrt. Ist die erstere die stärkere, so gelingt es ihr, die letztere latent zu erhalten und von der Realbefriedigung abzudrängen; andererseits gibt es keine größere Gefahr für die heterosexuelle Funktion eines Mannes als die Störung durch die latente Homosexualität. Man könnte die Erklärung versuchen, daß eben nur ein bestimmter Betrag von Libido verfügbar ist, um den die beiden mit einander rivalisierenden Richtungen ringen müssen. Allein man sieht nicht ein, warum die Rivalen nicht regelmäßig den verfügbaren Betrag der Libido je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen, wenn sie es doch in manchen Fällen tun können. Man bekommt durchaus den Eindruck, als sei die Neigung zum Konflikt etwas Besonderes, was neu zur Situation hinzukommt, unabhängig von der Quantität der Libido. Eine solche unabhängig auftretende Konfliktneigung wird man kaum auf anderes zurückführen können als auf das Eingreifen eines Stückes von freier Aggression.
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Wenn man den hier erörterten Fall als Äußerung des Destruktions- oder Aggressionstriebs anerkennt, so erhebt sich sofort die Frage, ob man nicht dieselbe Auffassung auf andere Beispiele von Konflikt ausdehnen, ja ob man nicht überhaupt all unser Wissen vom psychischen Konflikt unter diesem neuen Gesichtspunkt revidieren soll. Wir nehmen doch an, daß auf dem Weg der Entwicklung vom Primitiven zum Kulturmenschen eine sehr erhebliche Verinnerlichung, Einwärtswendung der Aggression stattfindet, und für die Außenkämpfe, die dann unterbleiben, wären die inneren Konflikte sicherlich das richtige Äquivalent. Es ist mir wohl bekannt, daß die dualistische Theorie, die einen Todes-, Destruktions- oder Aggressionstrieb als gleichberechtigten Partner neben den in der Libido sich kundgebenden Eros hinstellen will, im allgemeinen wenig Anklang gefunden und sich auch unter Psychoanalytikern nicht eigentlich durchgesetzt hat. Umsomehr mußte es mich erfreuen, als ich unlängst unsere Theorie bei einem der großen Denker der griechischen Frühzeit wiederfand. Ich opfere dieser Bestätigung gern das Prestige der Originalität, zumal da ich bei dem Umfang meiner Lektüre in früheren Jahren doch nie sicher werden kann, ob meine angebliche Neuschöpfung nicht eine Leistung der Kryptomnesie war.
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Empedokles aus Akragas (Girgenti),6) etwa 495 a. Chr. geboren, erscheint als eine der großartigsten und merkwürdigsten Gestalten der griechischen Kulturgeschichte. Seine vielseitige Persönlichkeit betätigte sich in den verschiedensten Richtungen; er war Forscher und Denker, Prophet und Magier, Politiker, Menschenfreund und naturkundiger Arzt; er soll die Stadt Selinunt von der Malaria befreit haben, von seinen Zeitgenossen wurde er wie ein Gott verehrt. Sein Geist scheint die schärfsten Gegensätze in sich vereinigt zu haben; exakt und nüchtern in seinen physikalischen und physiologischen Forschungen, scheut er doch vor dunkler Mystik nicht zurück, baut kosmische Spekulation auf von erstaunlich phantastischer Kühnheit. Capelle vergleicht ihn dem Dr. Faust, „dem gar manch Geheimnis wurde kund“. Zu einer Zeit entstanden, da das Reich des Wissens noch nicht in so viele Provinzen zerfiel, müssen manche seiner Lehren uns primitiv anmuten. Er erklärte die Verschiedenheiten der Dinge durch Mischungen der vier Elemente, Erde, Wasser, Feuer und Luft, glaubte an die Allbelebtheit der Natur und an die Seelenwanderung, aber auch so moderne Ideen wie die stufenweise Entwicklung der Lebewesen, das Überbleiben des Tauglichsten und die Anerkennung der Rolle des Zufalls (τύχη) bei dieser Entwicklung gehen in sein Lehrgebäude ein.
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Unser Interesse gebührt aber jener Lehre des Empedokles, die der psychoanalytischen Triebtheorie so nahe kommt, daß man versucht wird zu behaupten, die beiden wären identisch, bestünde nicht der Unterschied, daß die des Griechen eine kosmische Phantasie ist, während unsere sich mit dem Anspruch auf biologische Geltung bescheidet. Der Umstand freilich, daß Empedokles dem Weltall dieselbe Beseelung zuspricht wie dem einzelnen Lebewesen, entzieht dieser Differenz ein großes Stück ihrer Bedeutung.
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Der Philosoph lehrt also, daß es zwei Prinzipien des Geschehens im weltlichen wie im seelischen Leben gibt, die in ewigem Kampf mit einander liegen. Er nennt sie φιλία – Liebe – und νεῖκος – Streit. Die eine dieser Mächte, die für ihn im Grunde „triebhaft wirkende Naturkräfte, durchaus keine zweckbewußten Intelligenzen“7) sind, strebt darnach, die Urteilchen der vier Elemente zu einer Einheit zusammenzuballen, die andere im Gegenteile will all diese Mischungen rückgängig machen und die Urteilchen der Elemente von einander sondern. Den Weltprozeß denkt er sich als fortgesetzte, niemals aufhörende Abwechslung von Perioden, in denen die eine oder die andere der beiden Grundkräfte den Sieg davonträgt, so daß einmal die Liebe, das nächstemal der Streit seine Absicht voll durchsetzt und die Welt beherrscht, worauf der andere, unterlegene, Teil einsetzt und nun seinerseits den Partner niederringt.
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Die beiden Grundprinzipien des Empedokles – φιλία und νεῖκος – sind dem Namen wie der Funktion nach das Gleiche wie unsere beiden Urtriebe Eros und Destruktion, der eine bemüht, das Vorhandene zu immer größeren Einheiten zusammenzufassen, der andere, diese Vereinigungen aufzulösen und die durch sie entstandenen Gebilde zu zerstören. Wir werden uns aber auch nicht verwundern, daß diese Theorie in manchen Zügen verändert ist, wenn sie nach zweiundeinhalb Jahrtausenden wieder auftaucht. Von der Einschränkung auf das Biopsychische abgesehen, die uns auferlegt ist, unsere Grundstoffe sind nicht mehr die vier Elemente des Empedokles, das Leben hat sich für uns scharf vom Unbelebten gesondert, wir denken nicht mehr an Vermengung und Trennung von Stoffteilchen, sondern an Verlötung und Entmischung von Triebkomponenten. Auch haben wir das Prinzip des „Streites“ gewissermaßen biologisch unterbaut, indem wir unseren Destruktionstrieb auf den Todestrieb zurückführten, den Drang des Lebenden, zum Leblosen zurückzukehren. Das will nicht in Abrede stellen, daß ein analoger Trieb schon vorher bestanden hat, und natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist. Und niemand kann vorhersehen, in welcher Einkleidung der Wahrheitskern in der Lehre des Empedokles sich späterer Einsicht zeigen wird.
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VII.
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Ein inhaltreicher Vortrag, den S. Ferenczi 1927 gehalten, „Das Problem der Beendigung der Analysen“,8) schließt mit der tröstlichen Versicherung, „daß die Analyse kein endloser Prozeß ist, sondern bei entsprechender Sachkenntnis und Geduld des Analytikers zu einem natürlichen Abschluß gebracht werden kann“. Ich meine, im ganzen kommt dieser Aufsatz doch einer Mahnung gleich, sich nicht die Abkürzung, sondern die Vertiefung der Analyse zum Ziel zu setzen. Ferenczi fügt noch die wertvolle Bemerkung an, es sei so sehr entscheidend für den Erfolg, daß der Analytiker aus seinen eigenen „Irrungen und Irrtümern“ genügend gelernt und die „schwachen Punkte der eigenen Persönlichkeit“ in seine Gewalt bekommen habe. Das ergibt eine wichtige Ergänzung zu unserem Thema. Nicht nur die Ichbeschaffenheit des Patienten, auch die Eigenart des Analytikers fordert ihre Stelle unter den Momenten, die die Aussichten der analytischen Kur beeinflussen und dieselbe nach Art der Widerstände erschweren.
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Es ist unbestreitbar, daß die Analytiker in ihrer eigenen Persönlichkeit nicht durchwegs das Maß von psychischer Normalität erreicht haben, zu dem sie ihre Patienten erziehen wollen. Gegner der Analyse pflegen auf diese Tatsache höhnend hinzuweisen und sie als Argument für die Nutzlosigkeit der analytischen Bemühung zu verwerten. Man könnte diese Kritik als ungerechte Anforderung zurückweisen. Analytiker sind Personen, die eine bestimmte Kunst auszuüben gelernt haben und daneben Menschen sein dürfen wie auch andere. Man behauptet doch sonst nicht, daß jemand zum Arzt für interne Krankheiten nicht taugt, wenn seine internen Organe nicht gesund sind; man kann im Gegenteil gewisse Vorteile dabei finden, wenn ein selbst von Tuberkulose Bedrohter sich in der Behandlung von Tuberkulösen spezialisiert. Aber die Fälle liegen doch nicht gleich. Der lungen- oder herzkranke Arzt wird, insoweit er überhaupt leistungsfähig geblieben ist, durch sein Kranksein weder in der Diagnostik noch in der Therapie interner Leiden behindert sein, während der Analytiker infolge der besonderen Bedingungen der analytischen Arbeit durch seine eigenen Defekte wirklich darin gestört wird, die Verhältnisse des Patienten richtig zu erfassen und in zweckdienlicher Weise auf sie zu reagieren. Es hat also seinen guten Sinn, wenn man vom Analytiker als Teil seines Befähigungsnachweises ein höheres Maß von seelischer Normalität und Korrektheit fordert; dazu kommt noch, daß er auch eine gewisse Überlegenheit benötigt, um auf den Patienten in gewissen analytischen Situationen als Vorbild, in anderen als Lehrer zu wirken. Und endlich ist nicht zu vergessen, daß die analytische Beziehung auf Wahrheitsliebe, d. h. auf die Anerkennung der Realität gegründet ist und jeden Schein und Trug ausschließt.
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Machen wir einen Moment halt, um den Analytiker unserer aufrichtigen Anteilnahme zu versichern, daß er bei Ausübung seiner Tätigkeit so schwere Anforderungen erfüllen soll. Es hat doch beinahe den Anschein, als wäre das Analysieren der dritte jener „unmöglichen“ Berufe, in denen man des ungenügenden Erfolgs von vornherein sicher sein kann. Die beiden anderen, weit länger bekannten, sind das Erziehen und das Regieren. Daß der zukünftige Analytiker ein vollkommener Mensch sei, ehe er sich mit der Analyse beschäftigt hat, also daß nur Personen von so hoher und so seltener Vollendung sich diesem Beruf zuwenden, kann man offenbar nicht verlangen. Wo und wie soll aber der Ärmste sich jene ideale Eignung erwerben, die er in seinem Berufe brauchen wird? Die Antwort wird lauten: in der Eigenanalyse, mit der seine Vorbereitung für seine zukünftige Tätigkeit beginnt. Aus praktischen Gründen kann diese nur kurz und unvollständig sein, ihr hauptsächlicher Zweck ist, dem Lehrer ein Urteil zu ermöglichen, ob der Kandidat zur weiteren Ausbildung zugelassen werden kann. Ihre Leistung ist erfüllt, wenn sie dem Lehrling die sichere Überzeugung von der Existenz des Unbewußten bringt, ihm die sonst unglaubwürdigen Selbstwahrnehmungen beim Auftauchen des Verdrängten vermittelt und ihm an einer ersten Probe die Technik zeigt, die sich in der analytischen Tätigkeit allein bewährt hat. Dies allein würde als Unterweisung nicht ausreichen, allein man rechnet darauf, daß die in der Eigenanalyse erhaltenen Anregungen mit deren Aufhören nicht zu Ende kommen, daß die Prozesse der Ichumarbeitung sich spontan beim Analysierten fortsetzen und alle weiteren Erfahrungen in dem neu erworbenen Sinn verwenden werden. Das geschieht auch wirklich, und soweit es geschieht, macht es den Analysierten tauglich zum Analytiker.
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Es ist bedauerlich, daß außerdem noch anderes geschieht. Man bleibt auf Eindrücke angewiesen, wenn man dies beschreiben will; Feindseligkeit auf der einen, Parteilichkeit auf der anderen Seite schaffen eine Atmosphäre, die der objektiven Erforschung nicht günstig ist. Es scheint also, daß zahlreiche Analytiker es erlernen, Abwehrmechanismen anzuwenden, die ihnen gestatten, Folgerungen und Forderungen der Analyse von der eigenen Person abzulenken, wahrscheinlich indem sie sie gegen andere richten, so daß sie selbst bleiben, wie sie sind, und sich dem kritisierenden und korrigierenden Einfluß der Analyse entziehen können. Es mag sein, daß dieser Vorgang dem Dichter recht gibt, der uns mahnt, wenn einem Menschen Macht verliehen wird, falle es ihm schwer, sie nicht zu mißbrauchen.9) Mitunter drängt sich dem um ein Verständnis Bemühten die unliebsame Analogie mit der Wirkung der Röntgenstrahlen auf, wenn man ohne besondere Vorsichten mit ihnen hantiert. Es wäre nicht zu verwundern, wenn durch die unausgesetzte Beschäftigung mit all dem Verdrängten, was in der menschlichen Seele nach Befreiung ringt, auch beim Analytiker alle jene Triebansprüche wachgerüttelt würden, die er sonst in der Unterdrückung erhalten kann. Auch dies sind „Gefahren der Analyse“, die zwar nicht dem passiven, sondern dem aktiven Partner der analytischen Situation drohen, und man sollte es nicht unterlassen, ihnen zu begegnen. Es kann nicht zweifelhaft sein, auf welche Weise. Jeder Analytiker sollte periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren, sich wieder zum Objekt der Analyse machen, ohne sich dieses Schrittes zu schämen. Das hieße also, auch die Eigenanalyse würde aus einer endlichen eine unendliche Aufgabe, nicht nur die therapeutische Analyse am Kranken.
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Indes hier ist es an der Zeit, ein Mißverständnis abzuwehren. Ich habe nicht die Absicht zu behaupten, daß die Analyse überhaupt eine Arbeit ohne Abschluß ist. Wie immer man sich theoretisch zu dieser Frage stellen mag, die Beendigung einer Analyse ist, meine ich, eine Angelegenheit der Praxis. Jeder erfahrene Analytiker wird sich an eine Reihe von Fällen erinnern können, in denen er rebus bene gestis vom Patienten dauernden Abschied genommen hat. Weit weniger entfernt sich die Praxis von der Theorie in Fällen der sogenannten Charakteranalyse. Hier wird man nicht leicht ein natürliches Ende voraussehen können, auch wenn man sich von übertriebenen Erwartungen ferne hält und der Analyse keine extremen Aufgaben stellt. Man wird sich nicht zum Ziel setzen, alle menschlichen Eigenarten zugunsten einer schematischen Normalität abzuschleifen oder gar zu fordern, daß der „gründlich Analysierte“ keine Leidenschaften verspüren und keine inneren Konflikte entwickeln dürfe. Die Analyse soll die für die Ichfunktionen günstigsten psychologischen Bedingungen herstellen; damit wäre ihre Aufgabe erledigt.
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VIII.
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In therapeutischen ebenso wie in Charakteranalysen wird man auf die Tatsache aufmerksam, daß zwei Themen sich besonders hervortun und dem Analytiker ungewöhnlich viel zu schaffen machen. Man kann das Gesetzmäßige, das sich darin äußert, nicht lange verkennen. Die beiden Themen sind an die Differenz der Geschlechter gebunden; das eine ist ebenso charakteristisch für den Mann wie das andere für das Weib. Trotz der Verschiedenheit des Inhalts sind es offenbare Entsprechungen. Etwas, das beiden Geschlechtern gemeinsam ist, ist durch den Geschlechtsunterschied in eine andere Ausdrucksform gepreßt worden.
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Die beiden einander entsprechenden Themen sind für das Weib der Penisneid – das positive Streben nach dem Besitz eines männlichen Genitales –, für den Mann das Sträuben gegen seine passive oder feminine Einstellung zum anderen Mann. Das Gemeinsame hat die psychoanalytische Nomenklatur frühzeitig als Verhalten zum Kastrationskomplex herausgehoben, Alfred Adler hat später die für den Mann voll zutreffende Bezeichnung „männlicher Protest“ in Gebrauch gebracht; ich meine, „Ablehnung der Weiblichkeit“ wäre vom Anfang an die richtige Beschreibung dieses so merkwürdigen Stückes des menschlichen Seelenlebens gewesen.
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Beim Versuch einer Einfügung in unser theoretisches Lehrgebäude darf man nicht übersehen, daß dieser Faktor seiner Natur nach nicht die gleiche Unterbringung bei beiden Geschlechtern finden kann. Beim Mann ist das Männlichkeitsstreben von Anfang an und durchaus ichgerecht; die passive Einstellung wird, da sie die Annahme der Kastration voraussetzt, energisch verdrängt, und oftmals weisen nur exzessive Überkompensationen auf ihr Vorhandensein hin. Auch beim Weib ist das Streben nach Männlichkeit zu einer gewissen Zeit ichgerecht, nämlich in der phallischen Phase, vor der Entwicklung zur Femininität. Dann aber unterliegt es jenem bedeutsamen Verdrängungsprozeß, von dessen Ausgang, wie oft dargestellt, die Schicksale der Weiblichkeit abhängig sind. Sehr viel wird darauf ankommen, ob genug vom Männlichkeitskomplex sich der Verdrängung entzieht und den Charakter dauernd beeinflußt; große Anteile des Komplexes werden normaler Weise umgewandelt, um zum Aufbau der Weiblichkeit beizutragen; aus dem ungestillten Wunsch nach dem Penis soll der Wunsch nach dem Kind und nach dem Manne werden, der den Penis trägt. Ungewöhnlich oft aber werden wir finden, daß der Männlichkeitswunsch im Unbewußten erhalten geblieben ist und von der Verdrängung her seine störenden Wirkungen entfaltet.
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Wie man aus dem Vorstehenden ersieht, ist es in beiden Fällen das Gegengeschlechtliche, das der Verdrängung verfällt. Ich habe bereits an anderer Stelle erwähnt,10) daß mir dieser Gesichtspunkt seinerzeit von Wilhelm Fließ vorgetragen wurde, der geneigt war, den Gegensatz der Geschlechter für den eigentlichen Anlaß und das Urmotiv der Verdrängung zu erklären. Ich wiederhole nur meinen damaligen Widerspruch, wenn ich es ablehne, die Verdrängung in solcher Art zu sexualisieren, also sie biologisch anstatt nur psychologisch zu begründen.
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Die hervorragende Bedeutung dieser beiden Themen – des Peniswunsches beim Weibe und des Sträubens gegen die passive Einstellung beim Manne – ist der Aufmerksamkeit Ferenczis nicht entgangen. In seinem 1927 gehaltenen Vortrag stellt er die Forderung auf, daß jede erfolgreiche Analyse diese beiden Komplexe bewältigt haben müßte.11) Ich möchte aus eigener Erfahrung hinzufügen, daß ich Ferenczi hier besonders anspruchsvoll finde. Zu keiner Zeit der analytischen Arbeit leidet man mehr unter dem bedrückenden Gefühl erfolglos wiederholter Anstrengung, unter dem Verdacht, daß man „Fischpredigten“ abhält, als wenn man die Frauen bewegen will, ihren Peniswunsch als undurchsetzbar aufzugeben, und wenn man die Männer überzeugen möchte, daß eine passive Einstellung zum Mann nicht immer die Bedeutung einer Kastration hat und in vielen Lebensbeziehungen unerläßlich ist. Aus der trotzigen Überkompensation des Mannes leitet sich einer der stärksten Übertragungswiderstände ab. Der Mann will sich einem Vaterersatz nicht unterwerfen, will ihm nicht zu Dank verpflichtet sein, will also auch vom Arzt die Heilung nicht annehmen. Eine analoge Übertragung kann sich aus dem Peniswunsch des Weibes nicht herstellen, dagegen stammen aus dieser Quelle Ausbrüche von schwerer Depression um die innere Sicherheit, daß die analytische Kur nichts nützen wird und daß der Kranken nicht geholfen werden kann. Man wird ihr nicht unrecht geben, wenn man erfährt, daß die Hoffnung, das schmerzlich vermißte männliche Organ doch noch zu bekommen, das stärkste Motiv war, das sie in die Kur gedrängt hat.
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Man lernt aber auch daraus, daß es nicht wichtig ist, in welcher Form der Widerstand auftritt, ob als Übertragung oder nicht. Entscheidend bleibt, daß der Widerstand keine Änderung zustande kommen läßt, daß alles so bleibt, wie es ist. Man hat oft den Eindruck, mit dem Peniswunsch und dem männlichen Protest sei man durch alle psychologische Schichtung hindurch zum „gewachsenen Fels“ durchgedrungen und so am Ende seiner Tätigkeit. Das muß wohl so sein, denn für das Psychische spielt das Biologische wirklich die Rolle des unterliegenden gewachsenen Felsens. Die Ablehnung der Weiblichkeit kann ja nichts anderes sein als eine biologische Tatsache, ein Stück jenes großen Rätsels der Geschlechtlichkeit.12) Ob und wann es uns in einer analytischen Kur gelungen ist, diesen Faktor zu bewältigen, wird schwer zu sagen sein. Wir trösten uns mit der Sicherheit, daß wir dem Analysierten jede mögliche Anregung geboten haben, seine Einstellung zu ihm zu überprüfen und zu ändern.
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1)Siehe die mit Einwilligung des Patienten veröffentlichte Schrift „Aus der Geschichte einer infantilen Neurose“, 1918. Die spätere Erkrankung des jungen Mannes wird dort nicht ausführlich dargestellt, sondern nur gestreift, wo es der Zusammenhang mit der Kindheitsneurose unbedingt erfordert.
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2)In gewissenhafter Korrektur: für eine gewisse Breite dieser Relation.
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3)Dies zur Rechtfertigung des ätiologischen Anspruchs so unspezifischer Momente wie Überarbeitung, Schockwirkung usw., die immer der allgemeinen Anerkennung sicher waren und grade von der Psychoanalyse in den Hintergrund gedrängt werden mußten. Gesundheit läßt sich eben nicht anders denn metapsychologisch beschreiben, bezogen auf Kräfteverhältnisse zwischen den von uns erkannten, wenn man will, erschlossenen, vermuteten, Instanzen des seelischen Apparats.
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4) Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen. Int. Psa. Verlag, Wien, 1936.
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5) Robert Eisler: Jesus Basileus. Religionswissenschaftliche Bibliothek, begründet von W. Streitberg, Band 9, Heidelberg bei Carl Winter, 1929.
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6)Das Folgende nach Wilhelm Capelle: Die Vorsokratiker, Alfred Kröner, Leipzig, 1935.
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7)l. c., S. 186.
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8)Int. Ztschr. f. Psa., Bd. XIV, 1928.
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9)Anatole France: La revolte des anges.
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10) „Ein Kind wird geschlagen“, Ges. Schr., Bd. V, S. 369.
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11) „... jeder männliche Patient muß dem Arzt gegenüber als Zeichen der Überwindung der Kastrationsangst ein Gefühl der Gleichberechtigung erlangen, alle weiblichen Kranken müssen, soll ihre Neurose als eine vollständig erledigte gelten, mit ihrem Männlichkeitskomplex fertig werden und sich ohne Ranküne den Denkmöglichkeiten der weiblichen Rolle hingeben“. (l. c., S. 8.)
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12)Man darf sich durch die Bezeichnung „männlicher Protest“ nicht zur Annahme verleiten lassen, die Ablehnung des Mannes gelte der passiven Einstellung, dem sozusagen sozialen Aspekt der Femininität. Dem widerspricht die leicht zu bestätigende Beobachtung, daß solche Männer häufig ein masochistisches Verhalten gegen das Weib, gradezu eine Hörigkeit zur Schau tragen. Der Mann wehrt sich nur gegen die Passivität im Verhältnis zum Mann, nicht gegen die Passivität überhaupt. Mit anderen Worten, der „männliche Protest“ ist in der Tat nichts anderes als Kastrationsangst.
1937-001F:5
Emendation gegen 1937-001/1937
| konstituierter Text 1937-001F:5 | in völliger Hilflosigkeit |
| 1937-001/1937.01:2 | in völliger Hilflosigkeit |
| 1937-001/1937.02:3 | in völliger Hilflosigkeit |
| 1937-001/1937.03:210 | in völliger Hilfslosigkeit |
| 1937-001/1937:210 | in völliger Hilfslosigkeit |
1937-001F:14
Emendation gegen 1937-001/1937
| konstituierter Text 1937-001F:14 | verantwortet sich dahin |
| 1937-001/1937.01:8 | verantwortet sich dahin |
| 1937-001/1937.02:12 | verantwortet sich dahin |
| 1937-001/1937.03:214 | verantwortet sich darin |
| 1937-001/1937:214 | verantwortet sich darin |
1937-001F:16
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:16 | in neuen Ausdrucksformen erweise |
| 1937-001/1937.01:9 | erwiese |
| 1937-001/1937.02:15 | erwiese |
| 1937-001/1937.03:215 (gesetzt) | erwiese |
| 1937-001/1937.03:215 (Korrektur Freuds) | erweise |
| 1937-001/1937:215 | erweise |
1937-001F:17
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:17 | drittens, daß man die Macht hat |
| 1937-001/1937.01:10 | drittens, ob man die Macht hat |
| 1937-001/1937.02:15 | drittens, ob man die Macht hat |
| 1937-001/1937.03:215 (gesetzt) | drittens, ob man die Macht hat |
| 1937-001/1937.03:215 (Korrektur Freuds) | drittens, dass man die Macht hat |
| 1937-001/1937:215 | drittens, daß man die Macht hat |
1937-001F:17
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:17 | und daß man weise daran tut |
| 1937-001/1937.01:10 | und ob man weise daran thut |
| 1937-001/1937.02:15 | und ob man weise daran tut |
| 1937-001/1937.03:216 (gesetzt) | und ob man weise daran tut |
| 1937-001/1937.03:216 (Korrektur Freuds) | und dass man weise daran tut |
| 1937-001/1937:216 | und daß man weise daran tut |
1937-001F:22
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:22 | Gehen wir davon aus, |
| 1937-001/1937.01:12 | Machen wir uns klar, |
| 1937-001/1937.02:19 | Machen wir uns klar, |
| 1937-001/1937.03:217 (gesetzt) | Machen wir uns klar, |
| 1937-001/1937.03:217 (Korrektur Freuds) | Gehen wir davon aus, |
| 1937-001/1937:217 | Gehen wir davon aus, |
1937-001F:23
Abweichung nur in der Reinschrift
| konstituierter Text 1937-001F:23 | gelungen war, mißlingt nun |
| 1937-001/1937.01:13 | gelungen waren, mißlingen nun |
| 1937-001/1937.02:20 | gelungen war, misslingt nun |
| 1937-001/1937.03:217 | gelungen war, mißlingt nun |
| 1937-001/1937:217 | gelungen war, mißlingt nun |
1937-001F:25
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:25 | andere anerkannt, |
| 1937-001/1937.01:14 | andere beibehalten |
| 1937-001/1937.02:22 (getippt) | andere beibehalten, |
| 1937-001/1937.02:22 (Korrektur Freuds) | andere anerkannt, |
| 1937-001/1937.03:218 | andere anerkannt, |
| 1937-001/1937:218 | andere anerkannt, |
1937-001F:26
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:26 | zwischen dem nicht Analysierten und dem späteren Verhalten des Analysierten |
| 1937-001/1937.01:15 | zwischen dem nicht analysierten und dem, nicht, Analysierten im späteren Verhalten |
| 1937-001/1937.02:23 (getippt) | zwischen dem Analysierten und dem nicht Analysierten ¿ späteren Verhalten |
| 1937-001/1937.02:23 (Korrektur Freuds) | zwischen dem nicht Analysierten und dem späteren Verhalten des Analysierten |
| 1937-001/1937.03:219 | zwischen dem nicht Analysierten und dem späteren Verhalten des Analysierten |
| 1937-001/1937:219 | zwischen dem nicht Analysierten und dem späteren Verhalten des Analysierten |
1937-001F:27
Änderung zwischen Typoskript und Druck
| konstituierter Text 1937-001F:27 | heute unter uns fortleben |
| 1937-001/1937.01:16 | heute unter uns fortlebten |
| 1937-001/1937.02:25 | heute unter uns fortlebten |
| 1937-001/1937.03:220 | heute unter uns fortleben |
| 1937-001/1937:220 | heute unter uns fortleben |
1937-001F:27
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:27 | eine qualitative Änderung |
| 1937-001/1937.01:15 | eine qualitative Änderung |
| 1937-001/1937.02:24 | eine qualitative Änderung |
| 1937-001/1937.03:219 (gesetzt) | eine quantitative Änderung |
| 1937-001/1937.03:219 (Korrektur Freuds) | eine qualitative Änderung |
| 1937-001/1937:219 | eine qualitative Änderung |
1937-001F:34
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:34 | daß eine überstandene Scarlatina eine Immunität |
| 1937-001/1937.01:20 | daß eine überstandene Typhus abdominalis eine Immunität … an Typhus erkranken … mit Typhusbacillen zu inficiren |
| 1937-001/1937.02:32 (getippt) | dass ein überstandener Typhus abdominalis eine Immunität … an Typhus erkranken … mit Typhusbacillen zu infizieren |
| 1937-001/1937.02:32 (Korrektur Freuds) | dass eine überstandene Scarlatina eine Immunität … an Scarlatina erkranken … mit Scarlatina zu infizieren |
| 1937-001/1937.03:223 | daß eine überstandene Scarlatina eine Immunität … an Scarlatina erkranken … mit Scarlatina zu infizieren |
| 1937-001/1937:223 | daß eine überstandene Scarlatina eine Immunität … an Scarlatina erkranken … mit Scarlatina zu infizieren |
1937-001F:34
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:34 | nur die beiden anderen Methoden |
| 1937-001/1937.01:21 | die beiden anderen Methoden |
| 1937-001/1937.02:32 (getippt) | die beiden anderen Methoden |
| 1937-001/1937.02:32 (Korrektur Freuds) | nur die beiden anderen Methoden |
| 1937-001/1937.03:223 | nur die beiden anderen Methoden |
| 1937-001/1937:223 | nur die beiden anderen Methoden |
1937-001F:40
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:40 | so geschieht dies wenigstens zum Teil darum |
| 1937-001/1937.01:24 | so geschieht dies doch nur darum |
| 1937-001/1937.02:37 (getippt) | so geschieht dies doch nur darum |
| 1937-001/1937.02:37 (Korrektur Freuds) | so geschieht dies wenigstens zum Teil darum |
| 1937-001/1937.03:225 | so geschieht dies wenigstens zum Teil darum |
| 1937-001/1937:225 | so geschieht dies wenigstens zum Teil darum |
1937-001F:40
Emendation gegen 1937-001/1937
| konstituierter Text 1937-001F:40 | allgemein ausgedrückt |
| 1937-001/1937.01:24 | allgemein ausgedrückt |
| 1937-001/1937.02:38 | allgemein ausgedrückt |
| 1937-001/1937.03:226 | allgemein ausdrückt |
| 1937-001/1937:226 | allgemein ausdrückt |
1937-001F:48
Abweichung nur in der Reinschrift
| konstituierter Text 1937-001F:48 | wir nun freilich nicht angeben |
| 1937-001/1937.01:30 | wir freilich nicht angeben |
| 1937-001/1937.02:48 | wir nun freilich nicht angeben |
| 1937-001/1937.03:230 | wir nun freilich nicht angeben |
| 1937-001/1937:230 | wir nun freilich nicht angeben |
1937-001F:48
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:48 | unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiß ein wichtiger Anteil. |
| 1937-001/1937.01:30 | das Ererbte ist, was die Vorfahren erworben haben. |
| 1937-001/1937.02:48 (getippt) | das Ererbte ist, was die Vorfahren erworben haben, |
| 1937-001/1937.02:48 (Korrektur Freuds) | unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiss ein wichtiger Anteil. |
| 1937-001/1937.03:230 | unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiß ein wichtiger Anteil. |
| 1937-001/1937:230 | unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiß ein wichtiger Anteil. |
1937-001F:50
Änderung zwischen Korrekturabzug und Erstdruck
| konstituierter Text 1937-001F:50 | so beobachten wir fast regelmäßig |
| 1937-001/1937.01:32 | so beobachten wir fast regelmäßig |
| 1937-001/1937.02:51 | so beobachten wir fast regelmässig |
| 1937-001/1937.03:231 | so beobachten wir fest regelmäßig |
| 1937-001/1937:231 | so beobachten wir fast regelmäßig |
1937-001F:54
Abweichung nur in der Reinschrift
| konstituierter Text 1937-001F:54 | je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen |
| 1937-001/1937.01:35 | unter sich auftheilen je nach ihrer relativen Stärke |
| 1937-001/1937.02:55 | je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen |
| 1937-001/1937.03:233 | je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen |
| 1937-001/1937:233 | je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen |
| 1937-001/1937.2:46 | je nach ihrer relativen Stärke unter sich aufteilen |
1937-001F:58
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:58 | der Streit seine Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937.01:37 | der Streit [seine gestrichen] ihre Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937.02:59 (getippt) | der Streit ihre Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937.02:59 (Korrektur Freuds) | der Streit seine Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937.03:234 | der Streit seine Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937:234 | der Streit seine Absicht voll durchsetzt |
| 1937-001/1937.2:49 | der Streit seine Absicht voll durchsetzt |
1937-001F:59
Änderung zwischen Korrekturabzug und Erstdruck
| konstituierter Text 1937-001F:59 | Das will nicht in Abrede stellen, daß ein analoger Trieb schon vorher bestanden hat, und natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist. |
| 1937-001/1937.01:38 | Das will natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist, und nicht in Abrede stellen, daß er schon vorher bestanden hat. |
| 1937-001/1937.02:60 | Das will natürlich nicht behaupten, dass ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist, und nicht in Abrede stellen, dass er schon vorher bestanden hat. |
| 1937-001/1937.03:235 | Das will natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist, und nicht in Abrede stellen, daß er schon vorher bestanden hat. |
| 1937-001/1937:235 | Das will nicht in Abrede stellen, daß ein analoger Trieb schon vorher bestanden hat, und natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist. |
| 1937-001/1937.2:49 | Das will nicht in Abrede stellen, daß ein analoger Trieb schon vorher bestanden hat, und natürlich nicht behaupten, daß ein solcher Trieb erst mit dem Erscheinen des Lebens entstanden ist. |
1937-001F:62
Abweichung nur in der Reinschrift
| konstituierter Text 1937-001F:62 | ein höheres Maß von seelischer Normalität |
| 1937-001/1937.01:39 | ein höheres Maß von psychischer Normalität |
| 1937-001/1937.02:63 | ein höheres Maß von seelischer Normalität |
| 1937-001/1937.03:236 | ein höheres Maß von seelischer Normalität |
| 1937-001/1937:236 | ein höheres Maß von seelischer Normalität |
1937-001F:62
Abweichung nur in der Reinschrift
| konstituierter Text 1937-001F:62 | Realität gegründet ist und jeden Schein |
| 1937-001/1937.01:40 | Realität gegründet und jeden Schein |
| 1937-001/1937.02:63 | Realität gegründet ist und jeden Schein |
| 1937-001/1937.03:236 | Realität gegründet ist und jeden Schein |
| 1937-001/1937:236 | Realität gegründet ist und jeden Schein |
1937-001F:64
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:64 | sie nicht zu mißbrauchen |
| 1937-001/1937.01:41 | sie nicht zu mißbrauchen |
| 1937-001/1937.02:66 | sie nicht zu mißbrauchen |
| 1937-001/1937.03:237 (gesetzt) | sie nicht mißbrauchen |
| 1937-001/1937.03:237 (Korrektur Freuds) | sie nicht zu mißbrauchen |
| 1937-001/1937:237 | sie nicht zu mißbrauchen |
1937-001F:64
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:64 | periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren |
| 1937-001/1937.01:42 | periodisch, nach Verlauf von vielleicht fünf Jahren |
| 1937-001/1937.02:66 (getippt) | periodisch, nach Verlauf von vielleicht fünf Jahren |
| 1937-001/1937.02:66 (Korrektur Freuds) | periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren |
| 1937-001/1937.03:237 | periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren |
| 1937-001/1937:237 | periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren |
1937-001F:66
Änderung Freuds im Typoskript
| konstituierter Text 1937-001F:66 | VIII. |
| 1937-001/1937.01:42 | [keine Abschnittszahl] |
| 1937-001/1937.02:68 (getippt) | [keine Abschnittszahl] |
| 1937-001/1937.02:68 (Korrektur Freuds) | VIII. |
| 1937-001/1937.03:238 | VIII. |
| 1937-001/1937:238 | VIII. |
1937-001F:69
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:69 | vor der Entwicklung zur Femininität |
| 1937-001/1937.01:43 | vor der Entwicklung zur Feminität |
| 1937-001/1937.02:69 | vor der Entwicklung zur Feminität (ebenso in der letzten Fußnote) |
| 1937-001/1937.03:239 (gesetzt) | vor der Entwicklung zur Feminität (ebenso in der letzten Fußnote) |
| 1937-001/1937.03:239 (Korrektur Freuds) | vor der Entwicklung zur Femininität (ebenso in der letzten Fußnote) |
| 1937-001/1937:239 | vor der Entwicklung zur Femininität |
1937-001F:75
Änderung zwischen Typoskript und Druck
| konstituierter Text 1937-001F:75 | für eine gewisse Breite dieser Relation. |
| 1937-001/1937.01:12 | für eine gewisse Breite dieser Relation. |
| 1937-001/1937.02:19 | für eine gewisse Breite dieser Relationen. |
| 1937-001/1937.03:217 | für eine gewisse Breite dieser Relation. |
| 1937-001/1937:217 | für eine gewisse Breite dieser Relation. |
1937-001F:76
Änderung zwischen Typoskript und Druck
| konstituierter Text 1937-001F:76 | nicht anders denn metapsychologisch beschreiben |
| 1937-001/1937.01:12 | nicht anders denn als metapsychologisch beschreiben |
| 1937-001/1937.02:20 | nicht anders denn als metapsychologisch beschreiben |
| 1937-001/1937.03:217 | nicht anders denn metapsychologisch beschreiben |
| 1937-001/1937:217 | nicht anders denn metapsychologisch beschreiben |
1937-001F:77
Änderung Freuds im Korrekturabzug
| konstituierter Text 1937-001F:77 | Das Ich und die Abwehrmechanismen. Int. Psa. Verlag, Wien, 1936. |
| 1937-001/1937.01:25 | [keine Fußnote] |
| 1937-001/1937.02:38 | [keine Fußnote] |
| 1937-001/1937.03:226 (gesetzt) | [keine Fußnote] |
| 1937-001/1937.03:226 (von Freuds Hand nachgetragen) | Anna Freud, Das Ich und die Abwehrmechanismen 1936. |
| 1937-001/1937:226 | Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen. Int. Psa. Verlag, Wien, 1936. |
1937-001F:83
Änderung zwischen Korrekturabzug und Erstdruck
| konstituierter Text 1937-001F:83 | „Ein Kind wird geschlagen“, Ges. Schr., Bd. V, S. 369. |
| 1937-001/1937.01:44 | [keine Fußnote] |
| 1937-001/1937.02:70 (Zeichen und Platzhalter von Hand) | 9) ? ? ? |
| 1937-001/1937.03:239 | [Fußnotenzeichen ohne Text] |
| 1937-001/1937:239 | „Ein Kind wird geschlagen“, Ges. Schr., Bd. V, S. 369. |
1937-001F:4
psychoanalytische Therapie
psychoanalytische Therapie
1937-001F:4
Symptomen
Symptomen
1937-001F:4
Hemmungen
Hemmungen
1937-001F:4
Charakterabnormitäten
Charakterabnormitäten
1937-001F:4
die Befreiung eines Menschen von seinen neurotischen
die Befreiung eines Menschen von seinen neurotischen
1937-001F:4
Neurosen
Neurosen
1937-001F:4
Rank
Rank
1937-001F:4
Geburtsakt
Geburtsakt
1937-001F:4
die eigentliche Quelle der Neurose
die eigentliche Quelle der Neurose
1937-001F:4
Urfixierung
Urfixierung
1937-001F:4
an die Mutter nicht überwunden wird
an die Mutter nicht überwunden wird
1937-001F:4
Urverdrängung
Urverdrängung
1937-001F:4
fortbesteht
fortbesteht
1937-001F:4
Durch die nachträgliche analytische Erledigung dieses Urtraumas
Durch die nachträgliche analytische Erledigung dieses Urtraumas
1937-001F:4
analytischen Therapie
analytischen Therapie
1937-001F:5
analytischen Kur
analytischen Kur
1937-001F:5
Selbsthemmung der Kur
Selbsthemmung der Kur
1937-001F:5
an ihrem – teilweisen – Erfolg zu scheitern
an ihrem – teilweisen – Erfolg zu scheitern
1937-001F:5
Terminsetzung
Terminsetzung
1937-001F:5
griff ich zu dem heroischen Mittel
griff ich zu dem heroischen Mittel
1937-001F:5
Widerstände
Widerstände
1937-001F:5
schrumpften ein
schrumpften ein
1937-001F:5
Erinnerungen
Erinnerungen
1937-001F:5
in diesen letzten Monaten konnte er alle
in diesen letzten Monaten konnte er alle
1937-001F:6
Krankengeschichte
Krankengeschichte
1937-001F:6
Übertragung
Übertragung
1937-001F:6
Ruth Mack Brunswick
Ruth Mack Brunswick
1937-001F:6
immer noch um Restbestände der Übertragung
immer noch um Restbestände der Übertragung
1937-001F:6
deutlich paranoischen Charakter
deutlich paranoischen Charakter
1937-001F:6
pathogene Material
pathogene Material
1937-001F:6
Fragmenten seiner Kindergeschichte
Fragmenten seiner Kindergeschichte
1937-001F:7
Terminsetzung
Terminsetzung
1937-001F:7
Analytiker
Analytiker
1937-001F:7
vorausgesetzt, daß man die richtige Zeit für sie trifft
vorausgesetzt, daß man die richtige Zeit für sie trifft
1937-001F:7
unter dem Zwang der Drohung zugänglich wird
unter dem Zwang der Drohung zugänglich wird
1937-001F:7
zurückgehalten bleibt und damit gleichsam verschüttet wird
zurückgehalten bleibt und damit gleichsam verschüttet wird
1937-001F:7
Takt
Takt
1937-001F:7
technischen Mittels
technischen Mittels
1937-001F:9
Analyse
Analyse
1937-001F:10
Symptomen
Symptomen
1937-001F:10
Hemmungen
Hemmungen
1937-001F:10
Widerstand
Widerstand
1937-001F:10
der Patient nicht mehr an seinen
der Patient nicht mehr an seinen
1937-001F:10
soviel Verdrängtes bewußt gemacht
soviel Verdrängtes bewußt gemacht
1937-001F:10
die Wiederholung der betreffenden pathologischen Vorgänge
die Wiederholung der betreffenden pathologischen Vorgänge
1937-001F:11
Verdrängungen
Verdrängungen
1937-001F:11
etwa wenn es gelungen wäre, alle vorgefallenen
etwa wenn es gelungen wäre, alle vorgefallenen
1937-001F:11
Erinnerung
Erinnerung
1937-001F:12
Ich
Ich
1937-001F:12
Ätiologie
Ätiologie
1937-001F:12
eine wesentlich traumatische
eine wesentlich traumatische
1937-001F:12
überstarke, also gegen die
überstarke, also gegen die
1937-001F:12
Bändigung
Bändigung
1937-001F:12
die Wirkung von frühzeitigen, d. h. vorzeitigen
die Wirkung von frühzeitigen, d. h. vorzeitigen
1937-001F:12
Traumen
Traumen
1937-001F:12
desto eher wird ein Trauma zur
desto eher wird ein Trauma zur
1937-001F:12
Fixierung
Fixierung
1937-001F:12
Entwicklungsstörung
Entwicklungsstörung
1937-001F:12
zurücklassen
zurücklassen
1937-001F:12
die unzulängliche Entscheidung aus der Frühzeit
die unzulängliche Entscheidung aus der Frühzeit
1937-001F:13
konstitutionelle Triebstärke
konstitutionelle Triebstärke
1937-001F:13
Abwehrkampf
Abwehrkampf
1937-001F:13
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:13
erworbene ungünstige Veränderung des Ichs
erworbene ungünstige Veränderung des Ichs
1937-001F:13
die der Wirkung der Analyse ungünstig sind
die der Wirkung der Analyse ungünstig sind
1937-001F:13
ihre Dauer ins Unabschließbare verlängern können
ihre Dauer ins Unabschließbare verlängern können
1937-001F:13
auch für die Ausbildung des anderen
auch für die Ausbildung des anderen
1937-001F:13
Heilung
Heilung
1937-001F:14
Übertragungsbeziehung
Übertragungsbeziehung
1937-001F:14
negativen Übertragung
negativen Übertragung
1937-001F:14
niemals bloß positiv sein kann
niemals bloß positiv sein kann
1937-001F:14
Komplex
Komplex
1937-001F:14
durch seinen bloßen Hinweis zu aktivieren
durch seinen bloßen Hinweis zu aktivieren
1937-001F:14
als Übertragung einzuschätzen
als Übertragung einzuschätzen
1937-001F:15
Pubertät
Pubertät
1937-001F:15
hysterischer
hysterischer
1937-001F:15
masochistischen Phantasien
masochistischen Phantasien
1937-001F:15
mit denen sie ihren Liebesroman verhüllte
mit denen sie ihren Liebesroman verhüllte
1937-001F:15
nicht zum neuerlichen Ausbruch
nicht zum neuerlichen Ausbruch
1937-001F:15
Trauma
Trauma
1937-001F:16
Neurose
Neurose
1937-001F:16
Technik
Technik
1937-001F:16
nicht davor schütze, später an einer anderen
nicht davor schütze, später an einer anderen
1937-001F:17
Triebkonflikt
Triebkonflikt
1937-001F:17
einen Konflikt des Ichs mit einem Trieb
einen Konflikt des Ichs mit einem Trieb
1937-001F:17
endgültig für alle Zeiten zu erledigen
endgültig für alle Zeiten zu erledigen
1937-001F:17
sozusagen zu impfen
sozusagen zu impfen
1937-001F:17
zum Zwecke der vorbeugenden Behandlung zu wecken
zum Zwecke der vorbeugenden Behandlung zu wecken
1937-001F:18
analytische Kur
analytische Kur
1937-001F:25
ihre Dienste werden vom Ich weiterhin
ihre Dienste werden vom Ich weiterhin
1937-001F:27
lobenswerten und wertvollen Eigenschaften
lobenswerten und wertvollen Eigenschaften
1937-001F:28
Die Umwandlung gelingt, aber oft nur partiell
Die Umwandlung gelingt, aber oft nur partiell
1937-001F:28
den gerne übersehenen
den gerne übersehenen
1937-001F:28
sie heile Neurosen
sie heile Neurosen
1937-001F:28
durch die Sicherung der
durch die Sicherung der
1937-001F:28
dem Abwehrstreben des Ichs widersetzt
dem Abwehrstreben des Ichs widersetzt
1937-001F:28
der Wirksamkeit dieser neuen Bemühung eine Grenze
der Wirksamkeit dieser neuen Bemühung eine Grenze
1937-001F:28
mißlingt dem gereiften und von der Analyse unterstützten Ich
mißlingt dem gereiften und von der Analyse unterstützten Ich
1937-001F:28
sie bleibt unvollkommen
sie bleibt unvollkommen
1937-001F:28
vom relativen Kräfteverhältnis
vom relativen Kräfteverhältnis
1937-001F:29
die wir dem Ich zuführen wollen
die wir dem Ich zuführen wollen
1937-001F:29
ein ausgezeichnetes Mittel für unsere Zwecke
ein ausgezeichnetes Mittel für unsere Zwecke
1937-001F:20
Lehranalysen
Lehranalysen
1937-001F:20
Abkürzung der Kur
Abkürzung der Kur
1937-001F:21
Traumen
Traumen
1937-001F:21
konstitutionelle Triebstärke
konstitutionelle Triebstärke
1937-001F:21
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:21
Triebverstärkung
Triebverstärkung
1937-001F:21
die gleichen Wirkungen äußern mag
die gleichen Wirkungen äußern mag
1937-001F:21
pathogenen Triebanspruch
pathogenen Triebanspruch
1937-001F:21
durch analytische Therapie dauernd und endgültig zu erledigen
durch analytische Therapie dauernd und endgültig zu erledigen
1937-001F:21
Bändigung
Bändigung
1937-001F:21
ganz in die Harmonie des Ichs aufgenommen
ganz in die Harmonie des Ichs aufgenommen
1937-001F:21
nicht mehr seine eigenen Wege zur Befriedigung geht
nicht mehr seine eigenen Wege zur Befriedigung geht
1937-001F:21
Metapsychologie
Metapsychologie
1937-001F:21
kommt man hier keinen Schritt weiter
kommt man hier keinen Schritt weiter
1937-001F:21
an dem Gegensatz zwischen
an dem Gegensatz zwischen
1937-001F:21
Sekundärvorgang
Sekundärvorgang
1937-001F:22
Triebkonflikt
Triebkonflikt
1937-001F:22
in solcher Weise zu
in solcher Weise zu
1937-001F:22
Triebstärke
Triebstärke
1937-001F:22
gerade von ihr hängt der Ausgang ab
gerade von ihr hängt der Ausgang ab
1937-001F:22
nichts anderes leistet, als was der Gesunde
nichts anderes leistet, als was der Gesunde
1937-001F:22
gilt jede Entscheidung eines
gilt jede Entscheidung eines
1937-001F:22
nur innerhalb einer bestimmten Relation
nur innerhalb einer bestimmten Relation
1937-001F:22
Läßt die Stärke des Ichs nach
Läßt die Stärke des Ichs nach
1937-001F:22
auf abnormen Wegen
auf abnormen Wegen
1937-001F:22
Ersatzbefriedigungen
Ersatzbefriedigungen
1937-001F:22
Traum
Traum
1937-001F:22
auf die Schlafeinstellung des Ichs
auf die Schlafeinstellung des Ichs
1937-001F:22
mit dem Erwachen der Triebansprüche
mit dem Erwachen der Triebansprüche
1937-001F:23
erhebliche Verstärkungen gewisser Triebe
erhebliche Verstärkungen gewisser Triebe
1937-001F:23
Pubertät
Pubertät
1937-001F:23
bei Frauen
bei Frauen
1937-001F:23
Menopause
Menopause
1937-001F:23
es um diese Zeiten werden
es um diese Zeiten werden
1937-001F:23
Bändigung
Bändigung
1937-001F:23
die ihnen bei geringerer Stärke
die ihnen bei geringerer Stärke
1937-001F:23
Verdrängungen
Verdrängungen
1937-001F:23
wie Dämme gegen den Andrang der Gewässer
wie Dämme gegen den Andrang der Gewässer
1937-001F:23
durch neue
durch neue
1937-001F:23
Traumen
Traumen
1937-001F:23
aufgezwungene
aufgezwungene
1937-001F:23
Versagungen
Versagungen
1937-001F:23
quantitativen Moments
quantitativen Moments
1937-001F:23
in der Krankheitsverursachung
in der Krankheitsverursachung
1937-001F:24
ökonomischen Gesichtspunkt
ökonomischen Gesichtspunkt
1937-001F:25
Verdrängungen
Verdrängungen
1937-001F:25
geschehen in früher Kindheit
geschehen in früher Kindheit
1937-001F:25
primitive Abwehrmaßregeln des unreifen, schwachen Ichs
primitive Abwehrmaßregeln des unreifen, schwachen Ichs
1937-001F:25
Triebbeherrschung
Triebbeherrschung
1937-001F:25
Nachverdrängung
Nachverdrängung
1937-001F:25
erledigt
erledigt
1937-001F:25
voll und ganz vom relativen Kräfteverhältnis abhängen
voll und ganz vom relativen Kräfteverhältnis abhängen
1937-001F:25
einer Steigerung der Triebstärke nicht standhalten können
einer Steigerung der Triebstärke nicht standhalten können
1937-001F:25
eine Revision dieser alten
eine Revision dieser alten
1937-001F:25
den Hochfluten der Triebsteigerung nicht so leicht nachgeben
den Hochfluten der Triebsteigerung nicht so leicht nachgeben
1937-001F:25
ein Ende macht
ein Ende macht
1937-001F:25
quantitativen Faktors
quantitativen Faktors
1937-001F:26
zwar manchmal gelingen
zwar manchmal gelingen
1937-001F:26
Triebverstärkung
Triebverstärkung
1937-001F:26
die Widerstandskraft der
die Widerstandskraft der
1937-001F:26
Hemmungen
Hemmungen
1937-001F:27
quantitativen Faktor
quantitativen Faktor
1937-001F:27
J. Nestroy
J. Nestroy
1937-001F:27
Resterscheinungen
Resterscheinungen
1937-001F:27
Überkompensation
Überkompensation
1937-001F:27
Libidoentwicklung
Libidoentwicklung
1937-001F:27
orale Phase
orale Phase
1937-001F:27
mache der sadistischanalen
mache der sadistischanalen
1937-001F:27
und diese der phallisch-genitalen Platz
und diese der phallisch-genitalen Platz
1937-001F:27
jederzeit Stücke der früheren Organisation neben der neueren fortbestehen
jederzeit Stücke der früheren Organisation neben der neueren fortbestehen
1937-001F:27
Libidofixierungen
Libidofixierungen
1937-001F:27
noch in der endgültigen Gestaltung Reste der früheren
noch in der endgültigen Gestaltung Reste der früheren
1937-001F:27
Aberglauben
Aberglauben
1937-001F:27
Keiner der angeblich überwundenen
Keiner der angeblich überwundenen
1937-001F:28
Verdrängungen
Verdrängungen
1937-001F:28
durch zuverlässige, ichgerechte Bewältigungen zu ersetzen
durch zuverlässige, ichgerechte Bewältigungen zu ersetzen
1937-001F:28
Überzeugung
Überzeugung
1937-001F:28
quantitativen Faktor
quantitativen Faktor
1937-001F:28
Triebbeherrschung
Triebbeherrschung
1937-001F:28
Triebstärke
Triebstärke
1937-001F:28
Abwehrmechanismus
Abwehrmechanismus
1937-001F:28
Instanzen
Instanzen
1937-001F:29
analytischen Kur
analytischen Kur
1937-001F:29
hypnotische Beeinflussung
hypnotische Beeinflussung
1937-001F:29
Ferenczi
Ferenczi
1937-001F:24
in demselben Maß Rechnung zu tragen
in demselben Maß Rechnung zu tragen
1937-001F:24
dynamischen
dynamischen
1937-001F:24
wie dem
wie dem
1937-001F:24
topischen
topischen
1937-001F:31
Triebkonflikts
Triebkonflikts
1937-001F:31
indem man das zweite tut
indem man das zweite tut
1937-001F:31
analytischen Therapie
analytischen Therapie
1937-001F:32
kann man ihn auch durch die Analyse nicht beeinflussen
kann man ihn auch durch die Analyse nicht beeinflussen
1937-001F:32
latenten Triebkonflikt
latenten Triebkonflikt
1937-001F:32
Realität
Realität
1937-001F:32
Übertragung
Übertragung
1937-001F:32
einem Maß von realem Leiden
einem Maß von realem Leiden
1937-001F:32
Versagung
Versagung
1937-001F:32
Libidostauung
Libidostauung
1937-001F:32
durchgeführt werden soll
durchgeführt werden soll
1937-001F:32
um die Triebkraft für seine Lösung zu steigern
um die Triebkraft für seine Lösung zu steigern
1937-001F:32
Trägheit
Trägheit
1937-001F:32
mit einer unvollkommenen Erledigung zu begnügen
mit einer unvollkommenen Erledigung zu begnügen
1937-001F:33
neues ins Leben zu rufen
neues ins Leben zu rufen
1937-001F:33
Prophylaxe
Prophylaxe
1937-001F:33
so daß das Ich Distanz zu ihnen gewinnen konnte
so daß das Ich Distanz zu ihnen gewinnen konnte
1937-001F:33
von der schmerzhaften Realität in Anspruch genommen
von der schmerzhaften Realität in Anspruch genommen
1937-001F:33
nur verlängern und erschweren
nur verlängern und erschweren
1937-001F:34
die künstliche Erzeugung von neuen Konflikten in der
die künstliche Erzeugung von neuen Konflikten in der
1937-001F:34
indem man von ihnen spricht
indem man von ihnen spricht
1937-001F:35
nicht alle seine Konflikte in der
nicht alle seine Konflikte in der
1937-001F:35
Übertragungssituation
Übertragungssituation
1937-001F:35
positive Übertragung
positive Übertragung
1937-001F:35
durch diese schädigt man
durch diese schädigt man
1937-001F:35
das stärkste Motiv für die Beteiligung des Analysierten
das stärkste Motiv für die Beteiligung des Analysierten
1937-001F:36
Der erwartete Erfolg stellt sich nicht ein
Der erwartete Erfolg stellt sich nicht ein
1937-001F:36
Mitteilung
Mitteilung
1937-001F:36
sexuelle Aufklärungen
sexuelle Aufklärungen
1937-001F:36
die vorbeugende Wirkung dieser liberalen Maßregel
die vorbeugende Wirkung dieser liberalen Maßregel
1937-001F:36
Sexualtheorien
Sexualtheorien
1937-001F:36
zum Opfer zu bringen
zum Opfer zu bringen
1937-001F:36
im Einklang mit und in Abhängigkeit von ihrer unvollkommenen Libidoorganisation
im Einklang mit und in Abhängigkeit von ihrer unvollkommenen Libidoorganisation
1937-001F:36
Primitiven
Primitiven
1937-001F:38
traumatischen Ätiologie
traumatischen Ätiologie
1937-001F:38
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:38
quantitativen Faktors
quantitativen Faktors
1937-001F:38
das Anrecht der metapsychologischen Betrachtungsweise
das Anrecht der metapsychologischen Betrachtungsweise
1937-001F:39
analytische Situation
analytische Situation
1937-001F:39
daß wir uns mit dem Ich der Objektperson verbünden
daß wir uns mit dem Ich der Objektperson verbünden
1937-001F:39
um unbeherrschte Anteile ihres Es zu unterwerfen
um unbeherrschte Anteile ihres Es zu unterwerfen
1937-001F:39
Synthese
Synthese
1937-001F:39
beim Psychotiker regelmäßig mißlingt
beim Psychotiker regelmäßig mißlingt
1937-001F:39
Normal‑Ich
Normal‑Ich
1937-001F:39
muß ein normales Ich sein
muß ein normales Ich sein
1937-001F:39
nähert sich dem des Psychotikers
nähert sich dem des Psychotikers
1937-001F:39
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:40
Es
Es
1937-001F:40
Außenwelt
Außenwelt
1937-001F:40
Lustprinzips
Lustprinzips
1937-001F:40
vermitteln
vermitteln
1937-001F:40
sich auch gegen das eigene Es defensiv einzustellen
sich auch gegen das eigene Es defensiv einzustellen
1937-001F:40
Triebansprüche
Triebansprüche
1937-001F:40
zu Konflikten mit der Außenwelt führen würde
zu Konflikten mit der Außenwelt führen würde
1937-001F:40
Triebbefriedigung
Triebbefriedigung
1937-001F:40
Erziehung
Erziehung
1937-001F:40
den Schauplatz des Kampfes von außen nach innen zu verlegen
den Schauplatz des Kampfes von außen nach innen zu verlegen
1937-001F:40
um Gefahr, Angst, Unlust zu vermeiden
um Gefahr, Angst, Unlust zu vermeiden
1937-001F:40
Abwehrmechanismen
Abwehrmechanismen
1937-001F:40
bedient sich das Ich verschiedener Verfahren
bedient sich das Ich verschiedener Verfahren
1937-001F:40
Anna Freud
Anna Freud
1937-001F:41
Verdrängung
Verdrängung
1937-001F:41
Von einem dieser Mechanismen
Von einem dieser Mechanismen
1937-001F:41
schärfer geschieden ist als diese untereinander
schärfer geschieden ist als diese untereinander
1937-001F:41
Robert Eisler
Robert Eisler
1937-001F:41
Flavius Josephus
Flavius Josephus
1937-001F:41
Zensur
Zensur
1937-001F:42
wie die Auslassung zur Textentstellung
wie die Auslassung zur Textentstellung
1937-001F:42
die Analogien zur Mannigfaltigkeit der
die Analogien zur Mannigfaltigkeit der
1937-001F:42
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:42
Ichentwicklung
Ichentwicklung
1937-001F:42
durch den Zwang des Lustprinzips weitgehend vertreten
durch den Zwang des Lustprinzips weitgehend vertreten
1937-001F:42
verträgt die Unlust nicht
verträgt die Unlust nicht
1937-001F:42
muß sie – die Wahrheit also – geopfert werden
muß sie – die Wahrheit also – geopfert werden
1937-001F:42
gegen die innere Gefahr hilft keine Flucht
gegen die innere Gefahr hilft keine Flucht
1937-001F:42
die innere Wahrnehmung zu verfälschen
die innere Wahrnehmung zu verfälschen
1937-001F:42
Abwehrmechanismen des Ichs
Abwehrmechanismen des Ichs
1937-001F:42
durch seine Einschränkungen gelähmt oder durch seine Irrtümer verblendet
durch seine Einschränkungen gelähmt oder durch seine Irrtümer verblendet
1937-001F:43
dienen der Absicht, Gefahren abzuhalten
dienen der Absicht, Gefahren abzuhalten
1937-001F:43
daß sie selbst zu Gefahren werden können
daß sie selbst zu Gefahren werden können
1937-001F:43
Der dynamische Aufwand
Der dynamische Aufwand
1937-001F:43
Icheinschränkungen
Icheinschränkungen
1937-001F:43
die sie fast regelmäßig mit sich bringen
die sie fast regelmäßig mit sich bringen
1937-001F:43
psychischen Ökonomie
psychischen Ökonomie
1937-001F:43
aber diese fixieren sich im Ich
aber diese fixieren sich im Ich
1937-001F:43
sie werden regelmäßige Reaktionsweisen des
sie werden regelmäßige Reaktionsweisen des
1937-001F:43
Charakters
Charakters
1937-001F:43
Infantilismen
Infantilismen
1937-001F:43
Damit werden sie zu
Damit werden sie zu
1937-001F:43
die in der Realität nicht mehr bestehen
die in der Realität nicht mehr bestehen
1937-001F:43
dauernde Schwächung des Ichs
dauernde Schwächung des Ichs
1937-001F:43
vorbereiten und begünstigen
vorbereiten und begünstigen
1937-001F:44
wie die ihnen entsprechende
wie die ihnen entsprechende
1937-001F:44
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:44
Anna Freud
Anna Freud
1937-001F:44
auch während der analytischen Arbeit wiederholt
auch während der analytischen Arbeit wiederholt
1937-001F:44
die Aufdeckung des im Es Verborgenen
die Aufdeckung des im Es Verborgenen
1937-001F:44
Esanalyse
Esanalyse
1937-001F:44
Ichanalyse
Ichanalyse
1937-001F:44
pendelt während der Behandlung beständig
pendelt während der Behandlung beständig
1937-001F:44
etwas vom Es bewußt machen
etwas vom Es bewußt machen
1937-001F:44
etwas am Ich korrigieren
etwas am Ich korrigieren
1937-001F:44
in der Kur als
in der Kur als
1937-001F:44
Widerstände
Widerstände
1937-001F:44
vom Ich wie eine neue Gefahr behandelt wird
vom Ich wie eine neue Gefahr behandelt wird
1937-001F:45
Der therapeutische Effekt ist an die
Der therapeutische Effekt ist an die
1937-001F:45
Bewußtmachung
Bewußtmachung
1937-001F:45
durch Deutungen und
durch Deutungen und
1937-001F:45
Konstruktionen
Konstruktionen
1937-001F:45
solange das Ich an den früheren Abwehren festhält
solange das Ich an den früheren Abwehren festhält
1937-001F:45
obwohl dem Ich angehörig, doch unbewußt
obwohl dem Ich angehörig, doch unbewußt
1937-001F:45
aus dem Vertrag aus
aus dem Vertrag aus
1937-001F:45
analytische Situation
analytische Situation
1937-001F:45
analytische Grundregel
analytische Grundregel
1937-001F:45
läßt keine weiteren Abkömmlinge des Verdrängten auftauchen
läßt keine weiteren Abkömmlinge des Verdrängten auftauchen
1937-001F:45
zur Leistungsfähigkeit verstärkt wird
zur Leistungsfähigkeit verstärkt wird
1937-001F:45
positiven Übertragung
positiven Übertragung
1937-001F:45
Unter dem Einfluß der Unlustregungen
Unter dem Einfluß der Unlustregungen
1937-001F:45
negative Übertragungen
negative Übertragungen
1937-001F:45
die analytische Situation völlig aufheben
die analytische Situation völlig aufheben
1937-001F:45
gegen die Aufdeckung von Widerständen und
gegen die Aufdeckung von Widerständen und
1937-001F:45
verdienen wirklich den Namen
verdienen wirklich den Namen
1937-001F:46
Die Wirkung der Abwehren im Ich
Die Wirkung der Abwehren im Ich
1937-001F:46
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:46
den Abstand von einem fiktiven
den Abstand von einem fiktiven
1937-001F:46
wie stark und wie tief eingewurzelt diese
wie stark und wie tief eingewurzelt diese
1937-001F:46
quantitativen Faktors
quantitativen Faktors
1937-001F:46
nur bestimmte und begrenzte Mengen von Energien aufwenden kann
nur bestimmte und begrenzte Mengen von Energien aufwenden kann
1937-001F:48
Ichveränderung
Ichveränderung
1937-001F:48
während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird
während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird
1937-001F:48
ursprünglicher, mitgeborener Ichverschiedenheiten
ursprünglicher, mitgeborener Ichverschiedenheiten
1937-001F:48
Dispositionen
Dispositionen
1937-001F:48
ihre Auswahl unter den möglichen
ihre Auswahl unter den möglichen
1937-001F:48
Abwehrmechanismen
Abwehrmechanismen
1937-001F:48
nicht zu einem Gegensatz überspannen dürfen
nicht zu einem Gegensatz überspannen dürfen
1937-001F:48
archaischer Erbschaft
archaischer Erbschaft
1937-001F:48
denken wir gewöhnlich nur an das Es
denken wir gewöhnlich nur an das Es
1937-001F:48
ursprünglich eins sind
ursprünglich eins sind
1937-001F:48
dem noch nicht existierenden Ich bereits festgelegt ist
dem noch nicht existierenden Ich bereits festgelegt ist
1937-001F:48
Erblichkeit
Erblichkeit
1937-001F:48
keine anderen Quellen haben als die erbliche Übertragung
keine anderen Quellen haben als die erbliche Übertragung
1937-001F:48
Symbolik
Symbolik
1937-001F:49
ebensowohl hereditär bedingt als in Abwehrkämpfen erworben
ebensowohl hereditär bedingt als in Abwehrkämpfen erworben
1937-001F:49
Widerstände
Widerstände
1937-001F:49
viel von ihrem Wert für unsere Untersuchung eingebüßt
viel von ihrem Wert für unsere Untersuchung eingebüßt
1937-001F:49
die wir nicht mehr lokalisieren können
die wir nicht mehr lokalisieren können
1937-001F:49
Klebrigkeit der Libido
Klebrigkeit der Libido
1937-001F:49
verlaufen so viel langsamer als bei anderen
verlaufen so viel langsamer als bei anderen
1937-001F:49
Libidobesetzungen
Libidobesetzungen
1937-001F:49
von einem Objekt abzulösen und auf ein neues zu verschieben
von einem Objekt abzulösen und auf ein neues zu verschieben
1937-001F:49
besonders leicht beweglich erscheint
besonders leicht beweglich erscheint
1937-001F:49
oft als sehr hinfällig
oft als sehr hinfällig
1937-001F:50
Plastizität
Plastizität
1937-001F:50
der Fähigkeit zur Abänderung und Weiterentwicklung
der Fähigkeit zur Abänderung und Weiterentwicklung
1937-001F:50
psychischer Trägheit
psychischer Trägheit
1937-001F:50
nicht ohne deutliche Verzögerung begangen werden
nicht ohne deutliche Verzögerung begangen werden
1937-001F:50
Triebregung
Triebregung
1937-001F:50
Widerstand vom Es
Widerstand vom Es
1937-001F:50
vielleicht nicht ganz richtig, als
vielleicht nicht ganz richtig, als
1937-001F:50
psychischer Entropie
psychischer Entropie
1937-001F:50
als unabänderlich, fixiert und erstarrt
als unabänderlich, fixiert und erstarrt
1937-001F:51
als Quellen des Widerstands gegen die analytische Kur
als Quellen des Widerstands gegen die analytische Kur
1937-001F:51
Urtriebe
Urtriebe
1937-001F:51
Entmischung
Entmischung
1937-001F:51
nicht auf eine einzige Provinz des seelischen Apparates
nicht auf eine einzige Provinz des seelischen Apparates
1937-001F:51
die sich mit allen Mitteln gegen die Genesung wehrt
die sich mit allen Mitteln gegen die Genesung wehrt
1937-001F:51
Schuldbewußtsein
Schuldbewußtsein
1937-001F:51
Strafbedürfnis
Strafbedürfnis
1937-001F:51
Einen Anteil dieser Kraft
Einen Anteil dieser Kraft
1937-001F:51
im Verhältnis des Ichs zum
im Verhältnis des Ichs zum
1937-001F:51
Über‑Ich
Über‑Ich
1937-001F:51
sozusagen psychisch gebunden ist
sozusagen psychisch gebunden ist
1937-001F:51
immanenten Masochismus
immanenten Masochismus
1937-001F:51
negativen therapeutischen Reaktion
negativen therapeutischen Reaktion
1937-001F:51
ausschließlich vom Luststreben beherrscht wird
ausschließlich vom Luststreben beherrscht wird
1937-001F:51
unverkennbare Hinweise auf das Vorhandensein einer Macht
unverkennbare Hinweise auf das Vorhandensein einer Macht
1937-001F:51
Aggressions- oder Destruktionstrieb
Aggressions- oder Destruktionstrieb
1937-001F:51
von dem ursprünglichen
von dem ursprünglichen
1937-001F:51
Todestrieb
Todestrieb
1937-001F:51
nur das Zusammen- und Gegeneinanderwirken beider
nur das Zusammen- und Gegeneinanderwirken beider
1937-001F:51
Eros
Eros
1937-001F:52
miteinander zusammentreten
miteinander zusammentreten
1937-001F:52
Lustprinzips
Lustprinzips
1937-001F:52
stellt unser Können auf eine harte Probe
stellt unser Können auf eine harte Probe
1937-001F:52
Masochismus
Masochismus
1937-001F:53
Destruktionstriebs
Destruktionstriebs
1937-001F:54
Bisexuelle
Bisexuelle
1937-001F:54
Libido
Libido
1937-001F:54
auf Objekte beider Geschlechter verteilen
auf Objekte beider Geschlechter verteilen
1937-001F:54
Heterosexualität
Heterosexualität
1937-001F:54
duldet keine
duldet keine
1937-001F:54
Homosexualität
Homosexualität
1937-001F:54
die letztere latent zu erhalten
die letztere latent zu erhalten
1937-001F:54
die Störung durch die latente
die Störung durch die latente
1937-001F:54
unabhängig von der Quantität der Libido
unabhängig von der Quantität der Libido
1937-001F:54
auf das Eingreifen eines Stückes von freier
auf das Eingreifen eines Stückes von freier
1937-001F:54
Aggression
Aggression
1937-001F:55
Destruktions- oder Aggressionstriebs
Destruktions- oder Aggressionstriebs
1937-001F:55
unter diesem neuen Gesichtspunkt revidieren soll
unter diesem neuen Gesichtspunkt revidieren soll
1937-001F:55
psychischen Konflikt
psychischen Konflikt
1937-001F:55
Einwärtswendung der
Einwärtswendung der
1937-001F:55
Kulturmenschen
Kulturmenschen
1937-001F:55
als gleichberechtigten Partner neben
als gleichberechtigten Partner neben
1937-001F:55
in der Libido sich kundgebenden
in der Libido sich kundgebenden
1937-001F:55
Kryptomnesie
Kryptomnesie
1937-001F:56
Empedokles
Empedokles
1937-001F:56
Capelle
Capelle
1937-001F:57
Empedokles
Empedokles
1937-001F:59
sind dem Namen wie der Funktion nach das Gleiche
sind dem Namen wie der Funktion nach das Gleiche
1937-001F:59
wie unsere beiden Urtriebe
wie unsere beiden Urtriebe
1937-001F:59
das Vorhandene zu immer größeren Einheiten zusammenzufassen
das Vorhandene zu immer größeren Einheiten zusammenzufassen
1937-001F:59
diese Vereinigungen aufzulösen
diese Vereinigungen aufzulösen
1937-001F:59
Destruktion
Destruktion
1937-001F:59
sondern an Verlötung und Entmischung von
sondern an Verlötung und Entmischung von
1937-001F:59
Triebkomponenten
Triebkomponenten
1937-001F:59
indem wir unseren
indem wir unseren
1937-001F:59
Destruktionstrieb
Destruktionstrieb
1937-001F:59
den Drang des Lebenden, zum Leblosen zurückzukehren
den Drang des Lebenden, zum Leblosen zurückzukehren
1937-001F:59
Todestrieb
Todestrieb
1937-001F:61
S. Ferenczi
S. Ferenczi
1937-001F:61
nicht die Abkürzung, sondern die Vertiefung der Analyse
nicht die Abkürzung, sondern die Vertiefung der Analyse
1937-001F:61
Analytiker
Analytiker
1937-001F:61
aus seinen eigenen „Irrungen und Irrtümern“ genügend gelernt
aus seinen eigenen „Irrungen und Irrtümern“ genügend gelernt
1937-001F:61
auch die Eigenart des Analytikers
auch die Eigenart des Analytikers
1937-001F:61
analytischen Kur
analytischen Kur
1937-001F:61
Widerstände
Widerstände
1937-001F:62
durch seine eigenen Defekte wirklich darin gestört wird
durch seine eigenen Defekte wirklich darin gestört wird
1937-001F:62
als Teil seines Befähigungsnachweises
als Teil seines Befähigungsnachweises
1937-001F:62
als Vorbild, in anderen als Lehrer
als Vorbild, in anderen als Lehrer
1937-001F:62
auf Wahrheitsliebe, d. h. auf die Anerkennung der
auf Wahrheitsliebe, d. h. auf die Anerkennung der
1937-001F:63
der dritte jener „unmöglichen“ Berufe
der dritte jener „unmöglichen“ Berufe
1937-001F:63
Eigenanalyse
Eigenanalyse
1937-001F:63
mit der seine Vorbereitung für seine zukünftige Tätigkeit beginnt
mit der seine Vorbereitung für seine zukünftige Tätigkeit beginnt
1937-001F:63
die sichere Überzeugung von der Existenz des Unbewußten
die sichere Überzeugung von der Existenz des Unbewußten
1937-001F:63
beim Auftauchen des Verdrängten vermittelt
beim Auftauchen des Verdrängten vermittelt
1937-001F:63
Selbstwahrnehmungen
Selbstwahrnehmungen
1937-001F:63
an einer ersten Probe die
an einer ersten Probe die
1937-001F:63
Technik
Technik
1937-001F:63
die Prozesse der Ichumarbeitung sich spontan beim Analysierten fortsetzen
die Prozesse der Ichumarbeitung sich spontan beim Analysierten fortsetzen
1937-001F:64
Abwehrmechanismen
Abwehrmechanismen
1937-001F:64
Folgerungen und Forderungen der Analyse von der eigenen Person abzulenken
Folgerungen und Forderungen der Analyse von der eigenen Person abzulenken
1937-001F:64
durch die unausgesetzte Beschäftigung mit all dem Verdrängten
durch die unausgesetzte Beschäftigung mit all dem Verdrängten
1937-001F:64
Triebansprüche
Triebansprüche
1937-001F:64
die er sonst in der
die er sonst in der
1937-001F:64
Unterdrückung
Unterdrückung
1937-001F:64
analytischen Situation
analytischen Situation
1937-001F:64
sich wieder zum Objekt der Analyse machen
sich wieder zum Objekt der Analyse machen
1937-001F:64
würde aus einer endlichen eine unendliche Aufgabe
würde aus einer endlichen eine unendliche Aufgabe
1937-001F:65
eine Angelegenheit der Praxis
eine Angelegenheit der Praxis
1937-001F:65
Charakteranalyse
Charakteranalyse
1937-001F:65
nicht leicht ein natürliches Ende voraussehen können
nicht leicht ein natürliches Ende voraussehen können
1937-001F:65
die für die Ichfunktionen günstigsten psychologischen Bedingungen herstellen
die für die Ichfunktionen günstigsten psychologischen Bedingungen herstellen
1937-001F:67
Charakteranalysen
Charakteranalysen
1937-001F:67
an die Differenz der Geschlechter gebunden
an die Differenz der Geschlechter gebunden
1937-001F:67
Geschlechtsunterschied
Geschlechtsunterschied
1937-001F:68
Penisneid
Penisneid
1937-001F:68
das positive Streben nach dem Besitz eines männlichen Genitales
das positive Streben nach dem Besitz eines männlichen Genitales
1937-001F:68
das Sträuben gegen seine passive oder feminine Einstellung
das Sträuben gegen seine passive oder feminine Einstellung
1937-001F:68
Kastrationskomplex
Kastrationskomplex
1937-001F:68
als Verhalten zum
als Verhalten zum
1937-001F:68
Alfred Adler
Alfred Adler
1937-001F:68
männlicher Protest
männlicher Protest
1937-001F:68
Ablehnung der Weiblichkeit
Ablehnung der Weiblichkeit
1937-001F:68
wäre vom Anfang an die richtige Beschreibung
wäre vom Anfang an die richtige Beschreibung
1937-001F:69
Männlichkeitsstreben
Männlichkeitsstreben
1937-001F:69
von Anfang an und durchaus ichgerecht
von Anfang an und durchaus ichgerecht
1937-001F:69
da sie die Annahme der Kastration voraussetzt
da sie die Annahme der Kastration voraussetzt
1937-001F:69
energisch verdrängt
energisch verdrängt
1937-001F:69
weisen nur exzessive
weisen nur exzessive
1937-001F:69
Überkompensationen
Überkompensationen
1937-001F:69
phallischen Phase
phallischen Phase
1937-001F:69
zu einer gewissen Zeit ichgerecht
zu einer gewissen Zeit ichgerecht
1937-001F:69
unterliegt es jenem bedeutsamen Verdrängungsprozeß
unterliegt es jenem bedeutsamen Verdrängungsprozeß
1937-001F:69
die Schicksale der
die Schicksale der
1937-001F:69
Weiblichkeit
Weiblichkeit
1937-001F:69
Männlichkeitskomplex
Männlichkeitskomplex
1937-001F:69
sich der Verdrängung entzieht und den
sich der Verdrängung entzieht und den
1937-001F:69
um zum Aufbau der
um zum Aufbau der
1937-001F:69
aus dem ungestillten Wunsch nach dem Penis
aus dem ungestillten Wunsch nach dem Penis
1937-001F:69
im Unbewußten erhalten geblieben ist
im Unbewußten erhalten geblieben ist
1937-001F:70
das Gegengeschlechtliche, das der
das Gegengeschlechtliche, das der
1937-001F:70
Wilhelm Fließ
Wilhelm Fließ
1937-001F:70
für den eigentlichen Anlaß und das Urmotiv der
für den eigentlichen Anlaß und das Urmotiv der
1937-001F:70
in solcher Art zu sexualisieren
in solcher Art zu sexualisieren
1937-001F:71
Peniswunsches
Peniswunsches
1937-001F:71
Ferenczis
Ferenczis
1937-001F:71
diese beiden Komplexe bewältigt haben müßte
diese beiden Komplexe bewältigt haben müßte
1937-001F:71
ihren Peniswunsch als undurchsetzbar aufzugeben
ihren Peniswunsch als undurchsetzbar aufzugeben
1937-001F:71
nicht immer die Bedeutung einer
nicht immer die Bedeutung einer
1937-001F:71
Kastration
Kastration
1937-001F:71
Aus der trotzigen Überkompensation des Mannes
Aus der trotzigen Überkompensation des Mannes
1937-001F:71
Übertragungswiderstände
Übertragungswiderstände
1937-001F:71
Vaterersatz
Vaterersatz
1937-001F:71
will also auch vom Arzt die
will also auch vom Arzt die
1937-001F:71
stammen aus dieser Quelle Ausbrüche von schwerer
stammen aus dieser Quelle Ausbrüche von schwerer
1937-001F:71
Depression
Depression
1937-001F:71
das stärkste Motiv war, das sie in die Kur gedrängt hat
das stärkste Motiv war, das sie in die Kur gedrängt hat
1937-001F:72
ob als Übertragung oder nicht
ob als Übertragung oder nicht
1937-001F:72
keine Änderung zustande kommen läßt
keine Änderung zustande kommen läßt
1937-001F:72
männlichen Protest
männlichen Protest
1937-001F:72
die Rolle des unterliegenden gewachsenen Felsens
die Rolle des unterliegenden gewachsenen Felsens
1937-001F:72
Ablehnung der Weiblichkeit
Ablehnung der Weiblichkeit
1937-001F:72
kann ja nichts anderes sein als eine biologische Tatsache
kann ja nichts anderes sein als eine biologische Tatsache
1937-001F:72
diesen Faktor zu bewältigen
diesen Faktor zu bewältigen
1937-001F:74
Aus der Geschichte einer infantilen Neurose
Aus der Geschichte einer infantilen Neurose
Verknüpfte Quelle:
Aus der Geschichte einer infantilen Neurose
1937-001F:74
Kindheitsneurose
Kindheitsneurose
1937-001F:76
des ätiologischen Anspruchs so unspezifischer Momente
des ätiologischen Anspruchs so unspezifischer Momente
1937-001F:76
Überarbeitung
Überarbeitung
1937-001F:76
Gesundheit
Gesundheit
1937-001F:76
läßt sich eben
läßt sich eben
1937-001F:76
Instanzen
Instanzen
1937-001F:77
Anna Freud
Anna Freud
1937-001F:78
Robert Eisler
Robert Eisler
1937-001F:78
W. Streitberg
W. Streitberg
1937-001F:79
Wilhelm Capelle
Wilhelm Capelle
1937-001F:82
Anatole France
Anatole France
1937-001F:83
Ein Kind wird geschlagen
Ein Kind wird geschlagen
Verknüpfte Quelle:
"Ein Kind wird geschlagen"
1937-001F:84
Kastrationsangst
Kastrationsangst
1937-001F:84
Männlichkeitskomplex
Männlichkeitskomplex
1937-001F:84
als Zeichen der Überwindung der
als Zeichen der Überwindung der
1937-001F:84
fertig werden und sich ohne Ranküne
fertig werden und sich ohne Ranküne
1937-001F:85
Femininität
Femininität
1937-001F:85
ein masochistisches Verhalten gegen das Weib
ein masochistisches Verhalten gegen das Weib
1937-001F:85
Hörigkeit
Hörigkeit
1937-001F:85
nur gegen die Passivität im Verhältnis zum Mann
nur gegen die Passivität im Verhältnis zum Mann
1937-001F:85
ist in der Tat nichts anderes als
ist in der Tat nichts anderes als
1937-001F:85
Kastrationsangst
Kastrationsangst
1937-001F:5
Kindheitsneurose
Kindheitsneurose
1937-001F:5
auf der ja die spätere Erkrankung begründet war
auf der ja die spätere Erkrankung begründet war
1937-001F:5
zur Bewältigung seiner gegenwärtigen
zur Bewältigung seiner gegenwärtigen
1937-001F:5
gründlich und dauernd geheilt
gründlich und dauernd geheilt
1937-001F:6
ein nicht erledigtes Stück der
ein nicht erledigtes Stück der
1937-001F:6
als Ausläufer seiner Lebensneurose
als Ausläufer seiner Lebensneurose
1937-001F:7
Sie ist wirksam
Sie ist wirksam
1937-001F:9
natürliches Ende
natürliches Ende
1937-001F:10
seine Ängste wie seine
seine Ängste wie seine
1937-001F:10
besiegt worden
besiegt worden
1937-001F:11
alle Lücken der
alle Lücken der
1937-001F:12
war nicht merklich verändert
war nicht merklich verändert
1937-001F:12
ein Zusammenwirken beider Momente
ein Zusammenwirken beider Momente
1937-001F:12
dank der Erstarkung des Ichs
dank der Erstarkung des Ichs
1937-001F:12
der Gunst des Schicksals zu danken
der Gunst des Schicksals zu danken
1937-001F:14
die real begründet sind
die real begründet sind
1937-001F:15
nur eine unvollkommene Erledigung
nur eine unvollkommene Erledigung
1937-001F:16
an einer Wiederkehr des alten Leidens
an einer Wiederkehr des alten Leidens
1937-001F:16
sich als dauernd bewähre
sich als dauernd bewähre
1937-001F:20
tiefgehende Veränderung der Person
tiefgehende Veränderung der Person
1937-001F:21
einen Konflikt des Triebs mit dem Ich
einen Konflikt des Triebs mit dem Ich
1937-001F:21
allen Beeinflussungen durch die anderen Strebungen im Ich zugänglich
allen Beeinflussungen durch die anderen Strebungen im Ich zugänglich
1937-001F:22
ihre Ansprüche wieder anmelden
ihre Ansprüche wieder anmelden
1937-001F:25
der im Ich spontan nie vorhanden ist
der im Ich spontan nie vorhanden ist
1937-001F:25
aber die alten erhalten sich
aber die alten erhalten sich
1937-001F:27
wir vernachlässigen dabei in der Regel
wir vernachlässigen dabei in der Regel
1937-001F:27
also eigentlich im Grunde nur partielle Veränderungen sind
also eigentlich im Grunde nur partielle Veränderungen sind
1937-001F:27
unschätzbar für die genetische Forschung
unschätzbar für die genetische Forschung
1937-001F:28
bleiben von der analytischen Arbeit unberührt
bleiben von der analytischen Arbeit unberührt
1937-001F:32
aussetzen
aussetzen
1937-001F:34
denen doch der Charakter der Realität abgeht
denen doch der Charakter der Realität abgeht
1937-001F:35
eifersüchtig werden
eifersüchtig werden
1937-001F:35
Liebesenttäuschungen
Liebesenttäuschungen
1937-001F:36
benehmen sie sich wie die
benehmen sie sich wie die
1937-001F:38
die relative Stärke der zu beherrschenden Triebe
die relative Stärke der zu beherrschenden Triebe
1937-001F:39
eine Idealfiktion
eine Idealfiktion
1937-001F:40
dann gewiß im Laufe der Entwicklung
dann gewiß im Laufe der Entwicklung
1937-001F:40
das Es gegen die Gefahren der Außenwelt behüten
das Es gegen die Gefahren der Außenwelt behüten
1937-001F:40
die innere Gefahr zu bewältigen
die innere Gefahr zu bewältigen
1937-001F:41
überhaupt seinen Ausgang genommen
überhaupt seinen Ausgang genommen
1937-001F:41
das dem Ich für seine Absichten zu Gebote steht
das dem Ich für seine Absichten zu Gebote steht
1937-001F:42
das Werk einer tendenziösen
das Werk einer tendenziösen
1937-001F:42
nur eine mangelhafte und entstellte Kenntnis unseres Es
nur eine mangelhafte und entstellte Kenntnis unseres Es
1937-001F:43
völlig auf sie verzichten kann
völlig auf sie verzichten kann
1937-001F:43
so oft eine der ursprünglichen Situation ähnliche wiederkehrt
so oft eine der ursprünglichen Situation ähnliche wiederkehrt
1937-001F:43
die die ursprüngliche Gefahr ungefähr ersetzen können
die die ursprüngliche Gefahr ungefähr ersetzen können
1937-001F:43
immer weiter greifende Entfremdung von der Außenwelt
immer weiter greifende Entfremdung von der Außenwelt
1937-001F:44
eigentlich kennen wir sie nur daher
eigentlich kennen wir sie nur daher
1937-001F:44
die eine Hälfte unserer analytischen Aufgabe fest
die eine Hälfte unserer analytischen Aufgabe fest
1937-001F:45
sie wie Anteile des Es zu behandeln
sie wie Anteile des Es zu behandeln
1937-001F:45
es widersetzt sich ihr
es widersetzt sich ihr
1937-001F:45
hält die
hält die
1937-001F:45
das neuerliche Abspielen der Abwehrkonflikte
das neuerliche Abspielen der Abwehrkonflikte
1937-001F:45
ganz wie das Kind, das den Fremden nicht mag
ganz wie das Kind, das den Fremden nicht mag
1937-001F:45
eine der in der Abwehr vorgenommenen Entstellungen
eine der in der Abwehr vorgenommenen Entstellungen
1937-001F:46
unerschütterliche Bündnistreue zusichert
unerschütterliche Bündnistreue zusichert
1937-001F:48
gewiß ein wichtiger Anteil
gewiß ein wichtiger Anteil
1937-001F:50
wie man es bei sehr alten Leuten findet
wie man es bei sehr alten Leuten findet
1937-001F:51
an Krankheit und Leiden festhalten will
an Krankheit und Leiden festhalten will
1937-001F:51
agnosziert
agnosziert
1937-001F:51
Diese Phänomene sind
Diese Phänomene sind
1937-001F:51
die wir nach ihren Zielen
die wir nach ihren Zielen
1937-001F:52
sich lockern oder zerfallen
sich lockern oder zerfallen
1937-001F:52
auf sie antwortet
auf sie antwortet
1937-001F:54
Sexualobjekten
Sexualobjekten
1937-001F:55
das richtige Äquivalent
das richtige Äquivalent
1937-001F:58
die in ewigem Kampf mit einander liegen
die in ewigem Kampf mit einander liegen
1937-001F:61
zu einem natürlichen Abschluß gebracht werden kann
zu einem natürlichen Abschluß gebracht werden kann
1937-001F:61
Nicht nur die Ichbeschaffenheit des Patienten
Nicht nur die Ichbeschaffenheit des Patienten
1937-001F:63
dem Lehrer ein Urteil zu ermöglichen
dem Lehrer ein Urteil zu ermöglichen
1937-001F:64
sich dem kritisierenden und korrigierenden Einfluß der Analyse entziehen
sich dem kritisierenden und korrigierenden Einfluß der Analyse entziehen
1937-001F:68
Die beiden einander entsprechenden Themen
Die beiden einander entsprechenden Themen
1937-001F:71
will sich einem
will sich einem
1937-001F:72
seine Einstellung zu ihm zu überprüfen und zu ändern
seine Einstellung zu ihm zu überprüfen und zu ändern
1937-001F:76
Schockwirkung
Schockwirkung
1937-001F:4
Das Trauma der Geburt
Das Trauma der Geburt
Verknüpfte Quelle:
Das Trauma der Geburt
1937-001F:40
Das Buch von
Das Buch von
Verknüpfte Quelle:
Das Ich und die Abwehrmechanismen
1937-001F:44
dem erwähnten Buch von
dem erwähnten Buch von
Verknüpfte Quelle:
Das Ich und die Abwehrmechanismen
1937-001F:77
Das Ich und die Abwehrmechanismen
Das Ich und die Abwehrmechanismen
Verknüpfte Quelle:
Das Ich und die Abwehrmechanismen
1937-001F:78
Jesus Basileus
Jesus Basileus
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Jesus Basileus
1937-001F:79
Die Vorsokratiker
Die Vorsokratiker
Verknüpfte Quelle:
Die Vorsokratiker
1937-001F:61
Das Problem der Beendigung der Analysen
Das Problem der Beendigung der Analysen
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
1937-001F:81
Int. Ztschr. f. Psa., Bd. XIV, 1928
Int. Ztschr. f. Psa., Bd. XIV, 1928
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
1937-001F:82
La revolte des anges
La revolte des anges
Verknüpfte Quelle:
La révolte des anges
1937-001F:58
triebhaft wirkende Naturkräfte, durchaus keine zweckbewußten Intelligenzen
triebhaft wirkende Naturkräfte, durchaus keine zweckbewußten Intelligenzen
Verknüpfte Quelle:
Die Vorsokratiker
S. 186
1937-001F:4
hielt einer kritischen Prüfung nicht stand
hielt einer kritischen Prüfung nicht stand
Verknüpfte Quelle:
Das Trauma der Geburt
1937-001F:61
daß die Analyse kein endloser Prozeß ist, sondern bei entsprechender Sachkenntnis und Geduld des Analytikers zu einem na
daß die Analyse kein endloser Prozeß ist, sondern bei entsprechender Sachkenntnis und Geduld des Analytikers zu einem natürlichen Abschluß gebracht werden kann
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
1937-001F:61
Irrungen und Irrtümern
Irrungen und Irrtümern
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
1937-001F:84
jeder männliche Patient muß dem Arzt gegenüber als Zeichen der Überwindung der Kastrationsangst ein Gefühl der Gleichber
jeder männliche Patient muß dem Arzt gegenüber als Zeichen der Überwindung der Kastrationsangst ein Gefühl der Gleichberechtigung erlangen, alle weiblichen Kranken müssen, soll ihre Neurose als eine vollständig erledigte gelten, mit ihrem Männlichkeitskomplex fertig werden und sich ohne Ranküne den Denkmöglichkeiten der weiblichen Rolle hingeben
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
S. 8
1937-001F:71
besonders anspruchsvoll
besonders anspruchsvoll
Verknüpfte Quelle:
Das Problem der Beendigung der Analysen
S. 8
1937-001F:21
So muß denn doch die Hexe dran
So muß denn doch die Hexe dran
Verknüpfte Quelle:
Faust
1937-001F:43
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage
Verknüpfte Quelle:
Faust
1937-001F:58
triebhaft wirkende Naturkräfte, durchaus keine zweckbewußten Intelligenzen
triebhaft wirkende Naturkräfte, durchaus keine zweckbewußten Intelligenzen
1937-001F:21
Bändigung – setzt voraus – Sekundärvorgang
unschätzbar
1937-001F:27
Aberglauben – bleibt erhalten in – Kulturmensch
Drachen der Urzeit
1937-001F:42
Ich – bewältigt – Realität
aktive Veränderung der Realität
1937-001F:43
Abwehrmechanismus – wird verglichen mit – Kultur
Schicksal so vieler Institutionen
1937-001F:48
Erbschaft, archaische – äußert sich als – Rasse
Familien, Rassen und Nationen
1937-001F:55
Kultur – hemmt – Aggression
Verinnerlichung
1937-001F:59
Leben – wird unterschieden von – Unbelebtes
scharf vom Unbelebten gesondert
1937-001F:64
Abwehrmechanismus – dient – Analytiker
gegen andere richten
1937-001F:64
Analytiker – wiederholt – Eigenanalyse
dieses Schrittes zu schämen
1937-001F:68
Protest, männlicher – geht hervor aus – Kastrationskomplex
voll zutreffende Bezeichnung
1937-001F:72
Psychologie – setzt voraus – Biologie
das Biologische wirklich