Nachträge zur Traumdeutung 1900-001/1911.01

Freud, Sigmund (1900-001/1911.01): Nachträge zur Traumdeutung

Zurück zum Werk
  • S.

    1

    Nachträge zur Traumdeutung

    von
    Sigm. Freud

    a) Einige Beispiele von Traumsymbolen.

    Unter den vielen Einwendungen gegen die psychoanalytische
    Praxis die befremdendste, und wenn man so
    sagen darf: die ignoranteste, scheint mir der Zweifel
    an der Existenz der Symbolik im Traum und
    im Unbewußten, da niemand, der psychoanalytisch
    arbeitet auf die Annahme einer solchen Symbolik
    verzichten kann, und da für den Traum die
    Auflösung durch Symbole seit den ältesten Zeiten
    geübt wird. Hingegen sind wir bereit zuzugeben,
    daß der Erweis dieser Symbolik mit besonderer
    Strenge erfolgen soll, um der hier herrschenden
    Mannigfaltigkeit gerecht zu werden.

    Im folgenden habe ich einige Beispiele aus meiner
    jüngsten Erfahrung zusam̄engestellt, in denen
    mir die Lösung durch ein bestim̄tes Symbol be-
    sonders einleuchtend erscheint. Der Traum erhält
    dann einen Sinn, den er sonst niemals haben könnte,
    findet seine Einreihung in den Gedankenzusam̄en-
    hang des Träumers und wird dannvon dem
    Analysirten selbst als gedeutet anerkannt.

    Zur Technik bemerke ich, daß gerade bei den
    symbolischen Elementen des Traumes die assoziirten
    Einfälle des Träumers zu versagen pflegen, so
    daß dieß Verhalten an sich zum Versuch einer
    symbolischen Deutung anregt. In der Darstellung
    der wenigen ausgewälten Traumbeispiele habe
    ich mein eigenes Eingreifen und die selbständige
    Arbeit des Patienten (und Träumers) jedesmal
    scharf zu sondern gesucht.

    1) Der Hut als Symbol des Mannes (des männlichen
    Genitales.)

    (Theilstück aus dem Traum einer jungen, in folge von
    Versuchungsangst agarophobischen Frau)

    „Ich gehe im Sommer auf der Straße spazieren,
    trage einen Strohhut von eigentümlicher Form
    dessen Mittelstück nach oben aufgebogen ist, dessen
    Seitentheile nach abwärts hängen (Beschreibung

  • S.

    2

    hier stockend), und zwar so, dass der eine tiefer steht
    als der andere. Ich bin heiter und in sicherer Stim-
    mung, und wie ich an einem Trupp junger Offiziere
    vorbeigehe, denke ich mir: Ihr könnt mir alle
    nichts anhaben.“

    Da sie zu dem Hut im Traume keinen Einfall produziren
    kann, sage ich ihr: Der Hut ist wol ein männliches
    Genitale mit seinem emporgerichteten Mittel-
    stück und den beiden herabhängenden Seiten-
    theilen. Dass der Hut ein Mann sein soll, ist vielleicht
    sonderbar, aber man sagt ja auch: „Unter die
    Haube kommen!“ Absichtlich enthalte ich mich der
    Deutung jenes Details über das ungleiche Herab-
    hängen der beiden Seitentheile, obwol gerade
    solche Einzelheiten in ihrer Determinirung der
    Deutung den Weg weisen müßen. Ich setze fort:
    Wenn sie also einen Mann mit so prächtigem
    Genitale hat, braucht sie sich vor den Offiziren
    nicht zu fürchten, dh: nichts von ihnen zu wünschen,
    da sie sonst wesentlich durch ihre Versuchungsphantasien
    vom Gehen ohne Schutz und Begleitung abgehalten
    wird. Diese letztere Aufklärung ihrer Angst
    hatte ich ihr schon zu wiederholten Malen, auf
    anderes Material gestützt, geben können.

    Es ist nun sehr beachtenswert, wie sich die Träumerin
    nach dieser Deutung benim̄t. Sie zieht die Beschreib-
    ung des Hutes zurück und will nicht gesagt haben,
    dass die beiden Seitentheile nach abwärts
    hängen. Ich bin des Gehörten zu sicher, um
    mich beirren zu lassen, und beharre dabei. Sie
    schweigt eine Weile und findet dann den
    Mut zu fragen, was es bedeute, daß bei
    ihrem Manne ein Hode tiefer stehe als der
    andere, und ob es bei allen Männern so sei.
    Damit war dieß sonderbare Detail des Hutes
    aufgeklärt und die ganze Deutung von ihr
    akzeptirt.

    Das Hutsymbol war mir längst bekannt, als mir die
    Patientin diesen Traum mittheilte. Aus anderen,
    aber minder durchsichtigen Fällen glaubte ich
    zu entnehmen, dass der Hut auch für ein
    weibliches Genitale stehen kann.

  • S.

    3

    2) Das Kleine ist das Genitale – das Überfahrenwerden
    ist ein Symbol des Geschlechtsverkehrs.

    (Ein anderer Traum derselben agarophobischen Patientin)

    „Ihre Mutter schickt ihre kleine Tochter weg, damit
    sie allein gehen muss. Sie fährt dann mit der
    Mutter in der Eisenbahn und sieht ihre Kleine
    direkt auf den Schienenweg zugehen, so daß
    sie überfahren werden muß. Man hört die Knochen
    krachen (dabei ein unbehagliches Gefül, aber kein
    eigentliches Entsetzen). Dann sieht sie sich aus dem
    Waggonfenster um ob man nicht hinten die Theile
    sieht. Dann macht sie ihrer Mutter Vorwürfe
    daß sie die Kleine allein hat gehen lassen.“

    Analyse Die vollständige Deutung des Traumes
    ist hier nicht leicht zu geben. Er stam̄t aus einem
    Zyklus von Träumen und kann nur im Zusam̄en-
    hange mit diesen anderen voll verstanden werden.
    Es ist eben nicht leicht, das für den Erweis der Symbolik
    benötigte Material genügend isolirt zu be-
    kommen. – Die Kranke findet zuerst, daß die
    Eisenbahnfahrt historisch zu deuten ist, als Anspielung
    auf eine Fahrt von einer Nervenheilanstalt
    weg, in deren Leiter sie natürlich verliebt war.
    Die Mutter holte sie von dort ab, der Arzt er-
    schien auf dem Bahnhof und überreichte ihr
    einen Strauß Blumen zum Abschied; es war
    ihr unangenehm, daß die Mutter Zeugin
    dieser Huldigung sein mußte. Hier erscheint also
    die Mutter als Störerin ihrer Liebesbestreb-
    ungen, welche Rolle dier strengen Frau während
    ihrer Mädchenjahre wirklich zugefallen war. –
    Der nächste Einfall bezieht sich auf den Satz: sie
    sieht sich um, ob man nicht die Teile von hinten
    sieht. In der Traumfassade müsste man natür-
    lich an die Theile des überfahrenen und zer-
    malmten Töchterchens denken. Der Einfall
    weist aber nach ganz anderer Richtung. Sie
    erinnert, daß sie einmal den Vater im
    Badezimmer nackt von rückwärts gesehen,
    kom̄t auf die Geschlechtsunterschiede zu sprechen
    und hebt hervor, dass man beim Manne die
    Genitalien noch von rückwärts sehen könne,

  • S.

    4

    beim Weibe aber nicht. In diesem Zusam̄enhange
    deutet sie nun selbst, dass das Kleine das Genitale,
    sei, ihre Kleine (sie hat eine 4jährige Tochter) ihr
    eigenes Genitale. Sie macht der Mutter den
    Vorwurf, daß sie verlangt hätte, sie solle
    so leben, als ob sie kein Genitale hätte
    und findet diesen Vorwurf in dem einleitenden
    Satz des Traumes wieder: Die Mutter schickt
    ihre Kleine weg, damit sie allein gehen müße.
    In ihrer Phantasie bedeutet das Alleingehen auf
    der Strasse keinen Mann, keine sexuelle
    Beziehung haben, (coire = zusam̄engehen), und
    das mag sie nicht. Nach allen ihren Angaben
    hat sie wirklich als Mädchen unter der Eifer-
    sucht der Mutter infolge ihrer Bevorzugung
    durch den Vater gelitten.

    Das „Kleine“ ist als Symbol des (männlichen oder weib-
    lichen) Genitales istvon Stekelx) angegeben
    ______________________________________

    x) Beiträge zur Traumdeutung. Jahrb. f. psychoanalyt und
    psychp. Forsch. Bd I. 1909, p473.– Ebendort, p475,
    wird auch ein Traum mitgetheilt, in welchem der
    Hut mit schiefstehender Feder in der Mitte den
    (impotenten) Mann symbolisirt.

    ______________________________________

    worden, der sich hierbei auf einen sehr verbreiteten
    Sprachgebrauch berufen konnte. –

    Die tiefere Deutung dieses Traumes ergiebt sich aus
    einem anderen Traum derselben Nacht, in der
    sie sich mit ihrem Bruder identifizirt. Sie war
    wirklich ein bubenhaftes Mädel, mußte oft
    hören, daß an ihr ein Bub verloren gegangen
    sei. In ¿¿¿ dieser Identifizirung mit dem Bruder
    wird es dann besonders klar, dass das „Kleine“
    das Genitale bedeutet. Die Mutter droht ihm
    (ihr) mit der Kastration, die nichts anderes als
    Bestrafung für das Spielen mit dem Gliede
    sein kann, und somit zeigt die Identifizirung,
    daß sie selbst als Kind onanirt hat, was ihre
    Erinnerung bisher nur vom Bruder bewahrt
    hatte. Eine Kenntnis des männlichen Genitales,
    die ihr später verloren ging, muß sie nach
    den Angaben dieses zweiten Traumes damals
    früh erworben haben. Ferner deutet der

  • S.

    5

    zweite Traum auf die infantile Sexualtheorie hin, daß
    die Mädel durch Kastration aus Buben hervor-
    gehen. Nachdem ich ihr diese Kindermeinung vorge-
    tragen, findet sie sofort eine Bestätigung
    hiefür in der Kenntnis der Anekdote daß der
    Bub das Mädel fragt: Abgeschnitten,? worauf
    das Mädel antwortet: Nein, immer so g'west.

    Das Wegschicken der Kleinen, des Genitales,
    im ersten Traum bezieht sich also auch auf
    die Kastrationsdrohung. Endlich grollt sie der
    Mutter, daß sie sie nicht als Knaben geboren
    hat.

    Daß das „Überfahrenwerden“ sexuellen Verkehr
    symbolisirt, würde aus diesem Traume nicht
    evident, wenn man es nicht aus zahlreichen anderen
    Quellen sicher wüsste.

    3) Darstellung des Genitales durch Gebäude, Stiegen,
    Schachte

    (Traum eines durch seinen Vaterkomplex gehemmten
    jungen Mannes)

    „Er geht mit seinem Vater an einem Ort spazieren,
    der gewiß der Prater ist, denn man sieht die Rotunde,
    vor dieser einen kleineren Vorbau, an dem ein
    Fesselballon angebracht ist, der aber ziemlich schlaff
    scheint. Sein Vater fragt ihn, wozu das alles ist;
    er wundert sich darüber, erklärt es ihm aber.
    Dann kommen sie in einen Hof, in dem eine große
    Platte von EisenbBlech ausgebreitet liegt. Sein Vater
    will sich ein großes Stück davon abreißen, sieht
    sich aber vorher um, ob es nicht jemand bemerken
    kann. Er sagt ihm, er braucht es doch nur dem
    Aufseher zu sagen, dann kann er sich ohne
    weiteres davon nehmen. Aus diesem Hof führt
    eine Treppe in einen Schacht herunter, dessen
    Wände weich ausgepolstert sind, etwa wie ein
    Lederfauteuil. Am Ende dieses Schachtes ist
    eine längere Platform und dann beginnt ein
    neuer Schacht. …“

    Analyse Dieser Träumer gehörte einem therapeutisch
    nicht günstigen Typus von Kranken an, die bis
    zu einem gewißen Punkt der Analyse überhaupt
    keine Widerstände machen und sich von da an
    fast unzugänglich erweisen. Diesen Traum deutete

  • S.

    6

    er fast selbständig. Die Rotunde, sagte er, ist mein
    Genitale, der Fesselballon davor mein Penis, über
    dessen Schlaffheit ich zu klagen habe. Man darf also
    eingehender übersetzen, die Rotunde sei das vom
    Kind regelmäßig zum Genitale gerechnete – Gesäß,
    der kleinere Vorbau der Hodensack. Im Traum
    fragt ihn der Vater, was das alles ist. dh: nach Zweck
    und Verrichtung der Genitalien. Es liegt nahe
    diesen Sachverhalt umzukehren, so daß er der
    fragende Theil wird. Da eine solche Befragung des
    Vaters in Wirklichkeit nie stattgefunden hat,
    ¿¿¿ muß man den Traumgedanke als Wunsch auffassen oder ihn etwa konditionell
    nehmen: „Wenn ich den Vater um sexuelle Auf-
    klärung gebeten hätte.“ Die Fortsetzung dieses
    Gedankens werden wir bald an anderer Stelle 
    finden.

    Der Hof, in dem das Blech ausgebreitet liegt, ist nicht
    in erster Linie symbolisch zu fassen, sondern stam̄t
    aus dem Geschäftslokal des Vaters. Aus Gründen
    der Diskretion habe ich das „Blech“ für das andere
    Material, mit dem der Vater handelt, eingesetzt,
    ohne sonst etwas am Wortlaut des Traumes
    zu ändern. Der Träumer ist in das Geschäft des
    Vaters eingetreten und hat an den eher unkor-
    rekten Praktiken, auf denen der Gewinn zum
    guten Theile beruht, gewaltigen Anstoß ge-
    nommen. Daher dürfte die Fortsetzung des obigen
    Traumgedankens lauten: „(Wenn ich ihn gefragt
    hätte), würde er mich betrogen haben, wie er
    seine Kunden betrügt.“ Für das Abreißen, welches
    der Darstellung der geschäftlichen Unredlichkeit
    dient, giebt der Träumer selbst die zweite
    Erklärung, es bedeute die Onanie. Dieß ist uns
    nicht nur längst bekannt (siehe: Traumdeutung)
    sondern stim̄t auch sehr gut dazu, daß das Ge-
    heimniß der Onanie durch das Gegentheil aus-
    gedrückt ist (man darf es ja offen thun).
    Es entspricht dann allen Erwartungen, daß die onanistische
    Thätigkeit wieder dem Vater zugeschoben
    wird wie die Befragung der ersten Traumszene.
    Den Schacht deutet er sofort unter Berufung auf
    die weiche Polsterung der Wände als Vagina.
    Daß das Herabsteigen, wie sonst das Aufsteigen, den
    Coitusverkehr in der Vagina beschreiben will, setze
    ich aus anderer Kenntnis ein (vgl dies Zentralblatt Nr 1)

  • S.

    7

    Die Einzelheiten daß auf den ersten Schacht eine längere
    Platform folgt und dann ein neuer Schacht, erklärt
    er selbst biographisch. Er hat eine Zeitlang koitiert,
    dann den Verkehr infolge von Hemmungen aufge-
    geben und hofft ihn jetzt mit Hilfe der Kur wieder
    aufnehmen zu können. Der Traum wird aber gegen
    Ende undeutlicher, und dem Kundigen muss es plausibel
    erscheinen, daß sich schon in der zweiten Traumszene
    der Einfluß eines anderen komplexen Themas
    geltend mache, ausf welches das Geschäft des Vaters,
    sein betrügerisches Vorgehen, die erste als Schacht
    dargestellte Vagina eine Beziehung auf die Mutter
    annehmen würde.

    Im Ganzen gehört dieser Traum zu der nicht seltenen
    Gruppe „biographischer“ Träume, in denen der Träumer
    in Form einer fortlaufenden Erzählung
    eine Übersicht über sein Sexualleben giebt.
    (Vgl. das
    Beispiel p249 der „Traumdeutung“ 2. Aufl).
    Wie häufig Gebäude, Örtlichkeiten, Landschaften
    zur symbolischen Darstellung des Körpers, und
    vor allem immer wieder der Genitalien, ver-
    wendet wourden, wäre wirklich einer zusarnmen-
    assenden durch zalreiche Beispiele erläuterten
    Abhandlung wert.

    b) Einige seltenere Traumdarstellungen.

    Als einen die Traumbildung beeinflußenden
    Faktor habe ich die „Rücksicht auf Darstellbar-
    keit“ angeführt. In der Umformung eines Gedankens,
    bis auf ein visuelles Bild zeigt sich eine besondere
    Fähigkeit der Träumer, welcher der Analytiker
    nur selten durch sein Erraten nahe kom̄t, so daß
    er recht zufrieden ist, wenn ihm der Träumer
    und Urheber durch intuitive Einsicht die Be-
    deutung solcher Darstellungen angiebt.

    1) Eine Patientin erzält einen Traum, in welchem
    alle handelnden Personen so besonders
    groß waren. Das will heißen, setzt sie hinzu,
    daß es sich um eine Begebenheit aus meiner
    frühen Kindheit handeln muß, denn damals sind mir
    natürlich alle Erwachsenen so ungeheuer groß
    erschienen. Ihre eigene kleine Person trat in diesem
    Trauminhalt nicht auf.

    Die Verlegung in die Kindheit wird in anderen
    Träumen auch anders ausgedrückt, indem Zeit
    in Raum ¿¿¿¿ übersetzt wird. Man sieht

  • S.

    8

    die betreffenden Personen und Szenen wie weit entfernt
    am Ende eines langen Weges, oder so, als ob man
    sie durch ein verkehrt gerichteten Opernglas be-
    trachten würde.

    2) Ein im Wachleben zu abstrakter und unbestim̄ter
    Ausdrucksweise geneigter Mann, sonst mit gutem
    Witz begabt, träumt in gewißem Zusam̄enhänge
    daß er auf einen Bahnhof gehe, wie eben ein
    Zug ankomme. Dann werde aber der Perron.
    an den stehenden Zug angenähert, also eine
    absurde Umkehrung des wirklichen Vorgangs.
    Dieses Detail ist auch nichts anderes als ein Index,
    der daran mahnt, dass etwas anderes im
    Trauminhalt umgekehrt werden solle. Die
    Analyse desselben Traumes führt zu Erinnerungen
    an Kinder Bilderbücher, in denen Männer
    dargestellt waren, die auf dem Kopf standen
    und auf den Händen giengen. Es ist bemerkens-
    wert, wie häufig die Umkehrung gerade
    in Träumen benötigt wird, die von ver-
    drängten homosexuellen Regungen eingegeben
    werden.

    Derselbe Träumer berichtet ein anderes Mal
    von einem kurzen Traum, der fast an die Technik
    eines Rebus erinnert. Sein Onkel giebt ihm
    im Automobil einen Kuß. Er fügt unmittelbar
    die Deutung hinzu, die ich nie gefunden hätte,
    das heiße: Autoerotismus. Ein Scherz im
    Wachen hätte ebenso lauten können.

    [Editorische Anmerkung:
    Zuerst erschienen in:
    Freud, Sigmund (1900-001/1911.2): Nachträge zur Traumdeutung. Zentralblatt für Psychoanalyse, 1, 1911, 5-6:187-192.]