[Vortrag Freuds] Über Zufall und Aberglaube 1901-002/1935

Knöpfmacher, Wilhelm (1901-002/1935): [Vortrag Freuds] Über Zufall und Aberglaube

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S.

Editorische Anmerkung.
In diesem Bricht der B’nai B’rith Mitteilungen für Österreich aus 1935 findet sich Mitteilungen zu  einer Diskussionseinleitung und einem Vortrag von Sigmund Freud:  

[Im Jahr 1901:] 
Freud, Sigmund (1902-411/1935): [Einleitung der Diskussion: Über Ziele und Zwecke der B'nai B'rith-]Vereinigungen]. In: Knöpfmacher, Wilhelm: Entstehungsgeschichte und Chronik der Vereinigung »Wien« B’nai B’rith in Wien. Wien: Verlag Verband der israelitischen Humanitätsvereine »B’nai B’rith« für Österreich 1935:41.

[Im Jahr 1901:] 
Freud, Sigmund (1902-411/1935): [Bericht über einen Vortrag: Über Zufall und Aberglauben]. In: Knöpfmacher, Wilhelm: Entstehungsgeschichte und Chronik der Vereinigung »Wien« B’nai B’rith in Wien. Wien: Verlag Verband der israelitischen Humanitätsvereine »B’nai B’rith« für Österreich 1935:41.

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den Vorstand des genannten Vereines delegiert wurden und dem-
selben ein Jahresbeitrag von 960 K aus den Zinsen des Sigm.
Rosenfeld-Fondes zugewendet wurde.
Der diesbezügliche Beschluß wurde in der Sitzung vom
29. April gefaßt und lautet wörtlich, wie folgt:

      „Dem Vereine zur unentgeltlichen Verpflegung Brust-
      leidender auf dem Lande ist bis auf Weiteres jährlich ein
      Betrag von 960 K zu widmen mit der Weisung, daß hiefür all-
      jährlich drei als zur Aufnahme würdig Befundene seitens des
      genannten Vereines, und zwar für die Dauer einer ganzen
      Kurperiode von drei Monaten in Verpflegung genommen
      werden; die Mittel für die beantragte Beitragsleistung sind
      den Zinsen des Sigmund Rosenfeld-Fondes zu entnehmen.“

Auch die Betätigung unserer Vereinigung an dem Verein für
unentgeltlichen Arbeitsnachweis wurde mit regem Eifer, ins-
besondere seitens der Br. Eduard Wiener, Präs. Heinrich
Teltscher, Expräs. Dr. Klemperer, Albert Winterberg, 
Carl Goldmann und anderen fortgesetzt. 
Gegen Ende April 1901 wurde der Verbandstag in Wien
abgehalten, welcher die erfreuliche Gelegenheit bot, die Mit-
glieder desselben im neuen Speisesaale zu vereinigen. 
Die Sitzungen dieser Amtsperiode haben auch den geistigen
Interessen der Vereinigung in sehr hervorragender Weise
Rechnung getragen. 

So entwickelte sich im Anschlusse an ein vom Br. Josef
Zucker erstattetes Referat über ein Buch von Sombart eine
überaus lebhafte und anregende Diskussion über die „Soziale
Frage“, welche sich über die Sitzungen bis zum 14. Mai 1901
erstreckte, während die Sitzungen der Wintersaison durch eine
von Br. Dr. Freud eingeleitete und von zahlreichen Brüdern
fortgesetzte Diskussion „Über Ziele und Zwecke der B'nai B'rith-
Vereinigungen“ in interessanter Weise ausgefüllt wurden. 

Außerdem wurden im Laufe des Jahres noch 6 selbständige
Vorträge, darunter 3 vor Damen, abgehalten, u. zw.:

      1. Am 26. Februar von Br. Dr. Freud „Über Zufall und
      Aberglauben“.

      2. Am 2. März von Frau Jenny Frank, Ehegattin des Br.
      Ignaz Frank, „Über die Lebensbedürfnisse der Menschen“,
      vor Damen.
      3. Am 12. März von Dr. Braun „Über Pettenkofer“.
      4. Am 29. April von Dr. Isidor Schnabl „Über Heil-
      stätten für Lungenkranke“.
      5. Am 19. November von Br. Prof. Ehrmann über „Ent-
      wicklung der Lebewesen“, vor Damen und
      6. Am 3. Dezember 1901 von Br. Architekten Fleischer
      „Über Bibliotheken“, vor Damen.
Im Ganzen wurden während des Jahres 1901 15 ordentliche
Sitzungen und 3 außerordentliche Vortragsabende abgehalten.