17. April 1922: Freud an Georg Groddek: Skizze von psychischer Gliederung von ich und Es

21. Juni 1922: Brief an Sándor Ferenczi zu geplanter Arbeit

23. Juli 1922: Beginn des Entwurfs, Abschluss 9. August im Entwurf vermerkt.

In seinen Nachträgen und Ergänzungen, die sich am Ende des Entwurfes finden, den er am 9. August 1922 „soweit fertig“ hatte, gibt Freud auf Seite 30 selber eine Zusammenfassung dieser Arbeit:

"Thema. Verhalten des Überichs bei versch. Neurosen 
Das Verhältnis d. Phylogenese z. Überich stärker betonen. 
Das Ich erwirbt von Neuem, was Es von Vätern 
erworben hat.  
Die Arbeit kombinirt /1)/ den Groddeck’schen Gedanken 
vom Es mit 2). der Annahme aus Jenseits von den 
zwei Triebarten u 3) der Tatsache des ubw Schuldge-
füls, fügt neue Annahme hinzu über 4) Mechanism 
der Desexualisirg (Sublimirg), über 5). Vorhanden-
sein einer Entmischung und fußt auf einer neuen 
Einsicht 6) der Ablösung der Objektbesetzg durch 
Identifizirung."

24. August 1922: Brief an Otto Rank: „“Ich und Es„“ werden ins Reine gebracht.

2. September 1922 wurde in der In der Reinschrift als Ende vermerkt.

Freud, Sigmund (1922-411/1922; 1922f): Etwas vom Unbewußten
Freud hielt auf dem Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Berlin, der am 25.‒27. September stattfand, einen Vortrag mit dem Titel ›Etwas vom Unbewußten‹. Darin behandelte Freud Themen, die er im folgenden Jahr in ›Das Ich und das Es‹ weiter ausführen wird. 
Aus dem Kongresbericht ist zu entnehmen, dass Freud dort mittelite, "daß er in einer demnächst erscheinenden Arbeit „Das Ich und das Es" den Versuch unternommen hat, den Einfluß zu würdigen‚ den diese neuen Einsichten auf die Auffassung des Unbewußten haben müssen." Aus dem Kongressbericht (1922-411/1922; 1922f).

18. März 1923: Ferenczi reagiert auf 1. Korrekturbogen

15. April: Ferenczi an Freud: Kommentar zu 2. Bogen.
1. Mai 1923: Freud an Rank: Buch vor einer Woche erschienen.

Nach der Feststellung von Grubrich-Simitis handelt es sich „um den einzigen Fall, wo zwei Hauptstufen in der Entstehungsdynamik eines für die psychoanalytische Theoriebildung konstitutiven Textes vollständig dokumentiert sind“ (IGS, S. 186 f.). 
Grubrich-Simitis, I. (1993): Zurück zu Freuds Texten. Stumme Dokumente sprechen machen. Frankfurt a. M. (S. Fischer)

May, Ulrike; Schröter, Michael (2018): Sigmund Freud. Das ich und das Es. Entwurfsfassung vom Juli/August 1922. Sigmund Freud
Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse,31(62):8-37

(CD)