17. Sitzung am 1. Februar 1911. Dr. Alfred Adler: Der männliche Protest, seine Rolle und Bedeutung in der Neurose 1911-505//1911-766

Rank, Otto (1911-505//1911-766): 17. Sitzung am 1. Februar 1911. Dr. Alfred Adler: Der männliche Protest, seine Rolle und Bedeutung in der Neurose

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gewählt. Das Wahlresultat bezüglich der andern gleichfalls in statu de
missionis getretenen Ausschußmitglieder ergab folgendes Resultat: Ob-
mann-Stellvertreter Dr. Eduard Hitschmann, Bibliothekar Dr. Hans Sachs,
Kassier Dr. Maxim. Steiner, Schriftführer Otto Rank.
Als Mitglied wurde aufgenommen Herr stud. Bernhard Dattner,
Wien IX., Elisabethpromenade 11.

17. Sitzung am 1. Februar 1911.

Dr. Alfred Adler: Der männliche Protest, seine Rolle und Bedeutung in
der Neurose.

Von einer kritischen Betrachtung des Begriffes der Verdrängung
ausgehend, schildert der Vortragende die Einfügung des Kindes in die
Kultur, die von intensiver Trotzstellung begleitet sei und macht für
diese Einstellung, diese Lust am Verkehren, Verbotenen, in Verbindung
mit einer Gier nach Geltung, zwei Durchgangspunkte der psychischen
Entwicklung verantwortlich: 1. Das Aufkeimen eines Minderheitsgefühls
im Zusammenhang mit einer Minderwertigkeit gewisser Organe, und
2. deutliche Hinweise auf eine jeweilige Befürchtung vor einer weiblichen
Rolle. An Hand eines Falles wird darauf hingewiesen, daß der Pat.
weder seine Libido verdrängt hatte, vor der er sich ja fortwährend zu
sichern suchte, noch seine Phantasien, die er ja als Schreckbilder für sich
aufrichtete, noch schließlich den Oedipuskomplex, der als Teilererscheinung
des männlichen Protestes zu verstehen sei.

18. Sitzung am 8. Februar 1911.

Diskussion über Dr. Adlers Vor-
trag (17. Sitzung).

19. Sitzung am 15. Februar 1911.

Dr. Hans Sachs: Über die Anwendbarkeit der Psychoanalyse auf Werke
der Dichtkunst.

Nachdem der Vortragende die Einwendungen zu widerlegen ver-
sucht hat, die sich gegen die Anwendung der Psychoanalyse auf Werke
der Dichtkunst erheben können, gibt er eine kurze Analyse von Heines
Loreley und erörtert dann im einzelnen die Beziehungen des Tagtraums
zur Dichtung, um schließlich die Wirkung des Kunstwerkes mit der un-
bewußten Wirkung bei der Suggestion (Hypnose, Ferenczi) in Parallele
zu stellen.

20. Sitzung am 22. Februar 1911.

Fortsetzung der Diskussion über
Adlers Vortrag (v. 1. Febr.).

21. Sitzung, am 1. März 1911.

Prof. Freud: Materialien zur Traumlehre.

Es werden zwei neue Sexualsymbole (die Krawatte als männliches,
das Holz als weibliches) aus Träumen erwiesen, ferner einige technische

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