Jokl, Robert Hans (1928-516/1928.2): 7. November 1928. Vortrag Dr. Annie Reich: Ein Fall von Epilepsie
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378 Korrespondenzblatt
Wiener Psychoanalytische Vereinigung
IV. Quartal 1928
7. November 1928. Vortrag Dr. Annie Reich: Ein Fall von Epilepsie.
Es wird über die Analyse eines siebzehnjährigen Mädchens berichtet, das
an periodisch auftretenden, gehäuften Epilepsieanfällen leidet. Diese Anfälle
sind eingebettet in eine mehrere Tage dauernde Periode von ängstlicher Ver-
stimmung, die inhaltlich durchaus an die von den Hysterien gewohnten Bilder
gemahnt. Die Patientin fürchtet sich im Dunkeln, vor Einbrechern usw. In
der Aura des Anfalles verstärkt sich die Angst hochgradig und die PatientinS.
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muß jemanden, meist den Vater, schutzsuchend umarmen. Während dieser
Umarmung ereilt sie der Anfall. Die Analyse läßt vermuten, daß der Epilepsie-
anfall als Koitus mit dem inzestuösen Objekt zu werten ist, ohne freilich die
Frage zu lösen, ob es sich nur um eine sekundäre Reaktion handle oder ob
der Inzestwunsch hier wirklich, wie bei den Hysterien, symptombildend wirkt.
Diskussion: Frau Bibring, Bibring, M. Bonaparte (a. G.), Frau Deutsch,
Federn, Hartmann, Dr. Lehrman (a. G.), Reich.