S.
Sonnabend, den 31. Jänner 1885. Nr. 5. Fünfunddreissigster Jahrgang. Bureau: I., Kärntnerstr.-Führichg. 7 (Kärntnerhof).
Wiener
Medizinische Wochenschrift.
Erscheint jeden Sonnabend.
Man pränumerirt in Wien im Bureau der „Wiener med.
Wochenschr.“ und in Seidel's Buchhandlung, Graben Nr. 13.
Ausser Wien in den Buchhandlungen und Postämtern. —
Geldsendungen müssen frankirt werden.Preis dieser Wochenschrift mit Zusendung durch die Post
für Wien ganzjährig 10 fl. ö. W., für Deutschland 24 Mark.
Einzelne Blätter 40 Nkr. Inserate werden mit 20 Nkr.
per einspaltige Nonpareillezeile berechnet.Inhalt: Beitrag zur Kenntniss der Cocawirkung. Von Dr. Sigm. Freud, Sekundärarzt im k. k. Allgemeinen Krankenhause in Wien. — Chirurgische
Mittheilungen aus dem Rudolfiner-Hause in Unter-Döbling bei Wien. Von Dr. Jos. Rosmanit, Assistent am Rudolfiner-Hause. Zwei Fälle von
bogenförmiger Osteotomie. — Die Theorien der Rhachitis. Von Dr. M. Kassowitz in Wien. — Ueber die Mikroorganismen der chirurgischen
Infektionskrankheiten. Von Dr. Alexander Fraenkel, k. k. Regimentsarzt. — Berichte aus den wissenschaftlichen Vereinen. Gesellschaft der
Aerzte in Wien. (Orig.-Ber.) — Literarische Anzeigen. Augenheilkunde und Ophthalmoskopie. Von Dr. Hermann Schmidt-Rimpler. —
Journal-Revue. Gynäkologie und Geburtshilfe. Ist Erysipel intrauterin übertragbar? Von R. Kaltenbach. Extrauterinschwangerschaft im fünften
Monate; Tödtung des Fötus mittelst Morphiuminjektionen; Heilung. Von Rennert. Die Anwendung des scharfen Löffels bei puerperaler Endo-
metritis. Von Plönies. — Feuilleton. Briefe aus Budapest. (Orig.-Korr.) — Notizen. Der Neubau der medizinischen Institutsgebäude. — Offene
Stellen. — Anzeigen.Beitrag zur Kenntniss der Cocawirkung.
Von Dr. SIGM. FREUD,
Sekundärarzt im k. k. Allgemeinen Krankenhause in Wien.Im Julihefte des von Dr. Heitler herausgegebenen
Centralblattes für Therapie habe ich eine Studie über die
Cocapflanze und deren Alkaloid Cocaïn veröffentlicht 1), welche
auf Grund einer Prüfung der in der Literatur enthaltenen
Berichte und eigener Erfahrungen dieses lang vernachlässigte
Mittel der Aufmerksamkeit der Aerzte empfahl. Ich darf
sagen, dass der Erfolg dieser Anregung ein unerwartet
rascher und vollkommener war. Während Herr Dr. L.
Königstein auf mein Ersuchen es unternahm, die schmerz-
stillende und sekretionseinschränkende Wirksamkeit des Cocaïns
in krankhaften Zuständen des Auges zu prüfen, hat mein
Kollege in diesem Krankenhause, Herr Dr. Karl Koller,
unabhängig von meiner persönlichen Anregung, den glück-
lichen Gedanken gefasst, durch das Cocaïn, dessen abstum-
pfender Einfluss auf die Sensibilität der Schleimhäute seit
Langem bekannt ist, 2) eine vollständige Anästhesie und
Analgesie der Cornea und Conjunctiva zu erzeugen, und hat
fernerhin den hohen praktischen Werth dieser lokalen An-
ästhesie durch Thierversuche und Operationen am Menschen
erwiesen. In Folge der darauf bezüglichen Mittheilung Kol-
ler's an den diesjährigen Kongress der Augenärzte zu Hei-
delberg ist das Cocaïn als lokales Anästhetikum zur allge-
meinen Aufnahme gelangt.
In Fortsetzung meiner Studien über das Cocaïn habe
ich nun versucht, die wunderbare Allgemeinwirkung dieses
Alkaloids, welche in einer Hebung der Stimmung, der körper-
lichen und geistigen Leistungsfähigkeit und Ausdauer besteht,
durch objektive Zeichen auszudrücken und gleichzeitig mes-
send zu verfolgen. Zu diesem Unternehmen drängte mich
auch die Erfahrung, dass die subjektiven Symptome der
Cocawirkung bei verschiedenen Personen so sehr verschieden
ausfallen. Während manche eine Euphorie angeben, welche
noch viel glänzender ist, als die ich an mir beschrieben
habe, fühlen sich Andere nach Cocaïn unbehaglich, ver-
worren, entschieden toxisch beeinflusst. Zu diesen Letzteren
scheint auch der ältere Schroff gehört zu haben, welcher
keines der mir zur Verfügung stehenden Individuen eine so
gleichmässige Reaktion gegen Cocaïn aufwies. Die Ergebnisse
der Untersuchung wurden indess auch durch meine Prüfung
anderer Personen, meist Kollegen, bestätigt.
Das Ergebnis der Dynamometerprüfung war, dass
0·05—0·10 Gr. Cocaïn. mur. die motorische Kraft
der Arme merklich erhöht, und zwar tritt das Maximum
der Wirkung bei mir in etwa 10—15 Minuten zugleich mit
der Cocaenphorie ein und bleibt in etwas geringerem MaasseAls Mittel, die Cocawirkung durch die Veränderung
messbarer Grössen — vielleicht nach verschiedenen Rich-
tungen — zu kennzeichnen, wählte ich die Prüfung der
motorischen Kraft einer bestimmten Muskelgruppe und die
Prüfung der psychischen Reaktionszeit. Die erstere Prüfung
wird mittelst eines Dynamometers angestellt, einer federnden
Metallspange, deren Zusammendrückung einen Zeiger längs
einer Gradtheilung verschiebt, so dass derselbe nach Auf-
hören des Druckes stehen bleibt. Es standen mir zwei solche
Instrumente zur Verfügung, ein schwereres, welches auffälli-
gere Resultate gab, weil man daran mit beiden Händen
drücken konnte, aber den Nachtheil eines grossen Kraft-
aufwandes und rascher Ermüdung hatte, und ein leichteres
Dynamometer nach der Konstruktion des Dr. V. Burq für
den Druck einer Hand. Ich habe bald Zutrauen zu den
Angaben der Dynamometer gewonnen, weil ich gefunden
habe, dass die Druckwirkungen, besonders die Maxima
derselben, von der Willkür des Drückenden in hohem Grade
unabhängig sind, und die Art der Applikation des Druckes
nur wenig und belanglose Abänderungen zulässt. Die Prüfung
der psychischen Reaktionszeit geschah mit dem Exner'schen
Neuramobimeter, welches im Wesentlichen aus einer Metall-
feder besteht, die auf 100 Schwingungen in der Sekunde abge-
stimmt ist, und deren Vibration der Untersuchte unterbricht,
sobald er den beim Freiwerden der eingespannten Feder ent-
standenen Ton vernimmt. Die Zeit, welche von dem Hören
des Tones bis zur ausgeführten Abhebung der Feder ver-
läuft, ist die Reaktionszeit und durch die Anzahl der von
der Feder geschriebenen Schwingungen in Hundertstel von
Sekunden direkt gegeben. In Betreff der näheren Einrichtung
des kleinen Apparates und der bei solchen Versuchen erfor-
derlichen Vorsichten verweise ich auf Exner's „Experimentelle
Untersuchung der einfachsten psychischen Prozesse“ 3). Herr
Dr. Herzig hatte die Freundlichkeit, diese etwas mühsamen
Versuche mit mir vorzunehmen.
Diese beiden Reihen von Prüfungen habe ich nun zu
wiederholten Malen an mir selbst durchgeführt, respektive
durchführen lassen. Ich weiss, dass solche Selbstversuche
das Missliche haben, für die Person, die sie anstellt, in der-
selben Sache zweierlei Glaubwürdigkeit zu beanspruchen,
aber ich musste es aus äusseren Gründen thun, und weil
keines der mir zur Verfügung stehenden Individuen eine so
gleichmässige Reaktion gegen Cocaïn aufwies. Die Ergebnisse
der Untersuchung wurden indess auch durch meine Prüfung
anderer Personen, meist Kollegen, bestätigt.
Das Ergebnis der Dynamometerprüfung war, dass
0·05—0·10 Gr. Cocaïn. mur. die motorische Kraft
der Arme merklich erhöht, und zwar tritt das Maximum
der Wirkung bei mir in etwa 10—15 Minuten zugleich mit
der Cocaenphorie ein und bleibt in etwas geringerem MaasseS.
131 1885. Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 5. 132 durch mehrere Stunden bestehen. Ich theile einige Versuche ausführlicher mit:
I. Versuch vom 9. November 1884. Dynamometer für beide Hände; die Drucke in Pfunden angegeben. Um den Einfluss der Ermüdung zu studiren, wurde bei jedem Versuche drei Mal rasch hintereinander gedrückt.
Zeiten Drucke Maxima Mittel Anmerkung 8 Uhr Früh 66—65—60 66 63·6 nüchtern 10 " " 67—55—50 67 57·3 nach Frühvisite 10 " 22 M. 67—63—56 67 62 nach Frühstück 10 " 30 " 65—58—67 67 63·6 — 0·10 Cocainum muriaticum 10 " 45 " 82—75—69 82 75·3 darauf erstes Aufstossen 10 " 55 " 76—69—64 76 69·6 ermüdet 11 " 20 " 78—71—77 78 75·3 Euphorie 12 " 30 " 73—66—74 74 70·6 vor Mittagessen 12 " 55 " 77—73—67 77 72·3 — 1 " 35 " 75—66—74 75 71·6 nach Mittagessen 1 " 50 " 76—71—61 76 69·3 — 3 " 35 " 65—58—62 65 61·6 Euphorie vorüber Wie man sieht, hatte Cocaïn eine sehr erhebliche Steigerung der motorischen Kraft, mag man dieselbe nach den Mittel- oder nach den Maximalzahlen obiger Tabelle beurtheilen, hervorgerufen, welche etwa fünf Stunden lang anhielt. Mein Allgemeinbefinden war an dem Tage des Versuches ein schlechtes und meine motorische Kraft eine geringe.
Ein anderer Versuch mag die Cocawirkung bei höheren Anfangszahlen für die motorische Kraft zeigen.
II. Versuch vom 10. November 1884. Dasselbe Dynamometer.
Zeiten Drucke Maxima Mittel Anmerkung 8 Uhr Früh 60 60 60 müde 10 " " 73—63—67 73 67·6 nach Visite darauf eine geringe, nicht bestimmte Menge Cocain 10 Uhr 20 M. 76—70—76 76 74 heiter 10 " 30 " 73—70—68 73 70·3 — 11 " 35 " 72—72—74 74 72·6 — 12 " 50 " 74—73—63 74 70 — 2 " 20 " 70—68—69 70 69 — 4 " " 76—74—75 76 75 normales Befinden 6 " " 67—64—58 67 63 nach angestrengter Arbeit 8 " 30 " 74—64—67 74 68·3 etwas müde darauf 0·1 Cocain. mur. 8 " 43 " 80—73—74 80 75·6 Aufstossen 8 " 58 " 79—76—71 79 75·3 — 9 " 18 " 77—72—67 77 72 Gefühl von Leichtigkeit Als ich solche Versuche durch mehrere Wochen fortsetzte, mussten mir zwei Thatsachen auffallen: erstens, dass die Zahlen für die motorische Kraft einer Muskel-
gruppe während eines Tages eine gesetzmässige Schwankung erkennen lassen, zweitens, dass dieselben an verschiedenen Tagen recht verschiedene absolute Werthe erreichen. Es sind das Dinge, die mit der Cocawirkung selbst nicht viel zu thun haben, aber vielleicht interessant genug sind, einige Bemerkungen zu verdienen.
Von dem Ablaufe der täglichen Schwankung der motorischen Kraft bei mir möge folgende Tabelle zeugen.
Versuche vom 27. und 28. November 1884. Drucke in Kilogrammen; Dynamometer von Burq; die Zahlen entsprechen Maxima bei dreimaligem Drucke mit der rechten Hand.
27. November 28. November Zeiten Maxima Anmerkung Zeiten Maxima Anmerkung 7 Uhr 20 M. M. 32 beim Aufstehen 7 Uhr 20 M. 32 beim Aufstehen 9 " 30 " 35 nach Visite, nüchtern 7 " 50 " 34·5 nüchtern 12 " " 37+ nach mehrstündiger Arbeit 10 " " 37 nach Visite 2 " 45 " 37 nach Kaffee, sonst nüchtern 10 " 30 " 36—7 nach Frühstück 4 " " 38 nach einer Vorlesung 1 " 40 " 36 nach Arbeit 5 " 45 " 37+ nach dreistündiger Arbeit 2 " 40 " 36 vor Vorlesung 6 " 45 " 38— — 4 " " 36 nach Vorlesung 7 " 15 " 35+ ermüdet 5 " 30 " 36 nach Visite 8 " " 36·5 in Ruhe 8 " 30 " 37 nach Kaffee 9 " 15 " 34 nach Nachtmahl 10 " 30 " 35+ nach Nachtmahl Aus diesen wie aus allen anderen Beobachtungen geht hervor, dass die motorische Kraft des Morgens am geringsten ist — es findet gleichsam ein unvollständiges Erwachen derselben statt — dass sie dann rasch zunimmt, um noch am Vormittage eine Höhe zu erreichen, auf welcher sie tagsüber bleibt, und dass sie am Abende langsam, aber stetig absinkt, doch nicht bis zum Minimum am Morgen. Angestrengteste Arbeit, so lange sie nicht zur schweren Ermüdung führte, schien mir die motorische Leistungsfähigkeit eher zu steigern. Einen Einfluss der Mahlzeiten oder des Wegbleibens derselben konnte ich nicht erkennen. Es liegt natürlich nahe, die Tagesschwankung der motorischen Kraft mit der Tageskurve der Temperatur zusammenzustellen.
Nachdem ich diese Beobachtungen vollendet hatte, wurde ich auf eine vorläufige Mittheilung von Dr. Max Buch 4) aufmerksam, welche von den Tagesschwankungen der motorischen Kraft handelt. Buch's Angaben weichen von den meinigen nur darin ab, dass er nach einem Maximum am Nachmittage ein Absinken bis zu einem zweiten, niedrigeren Maximum am Abende findet, an welches sich dann erst der nächtliche Abfall schliesst. Ob die Verschiedenheit unserer Lebensweise oder der Umstand, dass Buch mit einem auf kleinere Einheiten (1/4 Kg.) graduirten Instrumente untersuchte, die geringe Differenz unserer Ergebnisse verschuldet hat, darf ich dahingestellt sein lassen. Buch erwähnt auch einer Inauguraldissertation von Powarnin 5), in der die wesentliche Thatsache, das Minimum der Kraft am Morgen, schon hervorgehoben ist.
Als zweite bemerkenswerthe Thatsache habe ich angeführt, dass die motorische Kraft an verschiedenen Tagen verschiedene Werthe erreicht, so dass ihre Tagesschwankung über einem höheren oder niedrigeren Niveau abläuft. So habe ich manche Tage verzeichnet, an denen ich mit einem Minimum von 28 Kg. begann und kein höheres Maximum als 35 Kg. erzielen konnte. Die höchste Differenz zwischen...
4) Ueber die Tagesschwankungen der Muskelkraft des Menschen. Berliner klin. Wochenschr. Nr. 28, 1884.
5) Ueber den Einfluss des Schlafes auf die Muskelkraft des Menschen. Petersburg 1883.S.
133 134 dem täglichen Maximum und Minimum betrug bei mir 6 Kg.,
die höchste Differenz entsprechender Zahlen an verschiedenen
Tagen dagegen nur 4 Kg.
Es ist mir ganz unzweifelhaft geworden, dass die zu-
letzt erwähnte, von der Tageszeit unabhängige Variation
der motorischen Kraft ein Ausdruck des Allgemeinbefindens
ist, dessen subjektive Erscheinung als Gemeingefühl und
Stimmung ja ein auf die motorische Leistungsfähigkeit be-
zügliches Element enthält. Die Cocawirkung selbst möchte
ich nicht als eine direkte Beeinflussung — etwa der moto-
rischen Nervensubstanz oder der Muskeln — sondern als eine
indirekte, durch die Herstellung eines besseren Allgemein-
befindens bewirkte ansehen. Für diese Auffassung sprechen
zwei Momente: erstens dass die auffälligste Steigerung der
motorischen Kraft so rasch nach der Cocaineinnahme eintritt,
zu einer Zeit, wo zwar die Cocaeuphorie entwickelt ist, aber
kaum alles Cocaïn in den Kreislauf aufgenommen sein kann;
zweitens, dass die Steigerung der motorischen Kraft weit
beträchtlicher ist, wenn Cocaïn bei schlechtem Befinden und
herabgesetzter motorischer Kraft einwirkt. Die dann unter
Cocaïn erreichten Zahlen übersteigen noch immer das Maxi-
mum im normalen Zustande.
Wenn man den Werth der am Lebenden bestimmbaren
Körperkonstanten zur Charakterisirung des Zustandes eines
Individuums in Betracht zieht, so wird der Vorrang natürlich
jenen Grössen gebühren, welche wie die Temperatur keine
erheblichen individuellen Variationen zeigen. Für die Charak-
terisirung verschiedener Zustände eines bestimmten einzelnen
Menschen wird die motorische Kraft einer ausgezeichneten
Muskelgruppe nicht zu verwerfen sein.
Die Versuche über die Einwirkung des Cocaïns auf die
Reaktionszeit haben ein ähnliches, im Ganzen minder deut-
liches Ergebniss geliefert. Ich beobachtete mehrmals, dass
meine Reaktionszeiten im Cocaïnzustande kürzer und gleich-
förmiger waren, als vor Cocalinnahme, hatte aber andere
Male ebenso günstige Verhältnisse der psychischen Reaktion,
wenn ich mich in heiterer und leistungsfähiger Stimmung
befand. Die Veränderung der Reaktionszeit gehört also der
durch Coca erzeugten Euphorie an, welcher ich auch die
Steigerung der Muskelkraft zugeschrieben habe.
I. Versuch vom 26. November 1884:
Zeiten Reaktionszeiten Ma-
ximaMi-
nimaMittel Anmerkung 7 U. 10 M. Abends 15½—21½—19—21 18½—24—24 24 15½ aus 7 Versuchen
20·5motor. Kraft 36—, müde um 7 Uhr 30 Min. Cocain. mur. 0·10 Gr. 7 U. 38 M. 17—21½—16—21 17—16 21½ 16 aus 6 Versuchen
18motorische Kraft 38+ 8 „ 5 „ 17—17—18—17 18 17 aus 4 Versuchen
17·2noch etwas Cocain 8 „ 15 „ 13½—11—16—15 16—12 16 11 aus 6 Versuchen
13·9Euphorie 10 „ 30 „ 15½—14½—15 13½—17½ 17½ 13½ aus 5 Versuchen
15·2anhaltend. Wohlbefinden, motor. Kraft 37·5 II. Versuch vom 4. Dezember 1884 in bestem Wohlbefinden ohne Cocaïn:
Zeiten Reaktionszeiten Ma-
ximaMi-
nimaMittel Anmerkung 8 U. 15 M. Abends 13½—13—14½ 13½ 14½ 13 aus 4 Versuchen
13·6motor. Kraft 38—39 Kilo 8 U. 30 M. 15—14—14—19 15½—15½ 19 14 aus 6 Versuchen
15·5bei der 4. Reaktion ein störendes Geräusch
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Beitrag zur Kenntnis der Cocawirkung
1885-001/1885