[Manuskript O. Bemerkungen zu: Fließ, Wilhelm ›Magenschmerz und Dymenorrhoe‹] 1894-104/1894

Freud, Sigmund (1894-104/1894): [Manuskript O. Bemerkungen zu: Fließ, Wilhelm ›Magenschmerz und Dymenorrhoe‹]

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  • S.

    1

    I

    Der Anfang erin̄ert zu sehr
    an den Anfang der „Neuen Beiträge“
    – könnte leicht als Manier aus-
    deutet werden.–  Wie soll man sich
    auch Gelegenheit zu solchen Verläufen
    verschaffen?

    Konmt mir zu dramatisch vor.

    p 6. Nebenbei bemerkt, eine
    Warnung‚ daß man nichts Dum̄es
    glauben soll, das sich blos auf
    die Thatsächlichkeit stützt.

    p 7 Du wirst die Erklärg für die
    Schicksale Hack's gewiß bestim̄ter
    geben. Es hat sich seither herausgestellt,
    daß 1), 2) . . . .

    Fehlt etwa, daß man nun
    erwarten darf, mit mehr Glück
    an die Hack'sche Aufgabe
    zu gehen.

    8, Das ist nicht selbstverständlich ¿¿

  • S.

    2

    Es erhebt sich erst die Frage der
    Lokalisatlon wie beim Gehirn u ist
    als besonderer Triumpf zu rühmen,
    daß es auch hier eine Lokalisation
    giebt.

    p. 9 Vielleicht betonen, daß die
    Behauptg für diese Cardalgien
    gilt.?

    p 11  Heute: Datum. Fall noch
    nicht abgeschlossen. Fehlt noch:
    keine anderen Ursachen etc.
    Für uns deutet er ja auf eine
    continuirl wirkende Ursache.
    Ebenso fehlt bei Fall 2) das wissen-
    schaftliche Beiwerk, Art von
    Status udgl.

    p 16 Besonders interessant
    scheint mir hier des Fehlen
    einer path Veränderg in Nase.

    p 18 Fehlt entschieden ein Status
    für den Publicus.

  • S.

    3

    Publicus wird überhpt sagen, diese
    Krankengeschichten seien unwlssenschaftlich
    u wird meinen Du hättest keine
    andere Untersuchg als die der
    Nase, weil sonst von nichts die
    Rede ist. P. ist sehr dum̄ u. verdient
    sehr viel Rückgicht.

    Ich möchte die Einleitg p1 erst
    nach der hlstorischen Darlegg
    bringen u simpel mit der
    Geschichte u. den neuen Hoffnungen
    begin̄en. Die Fälle sind sehr schön

    Im Übrigen sagt der hämische
    Kritiker, der zweite Theil des
    ersten Kapitels habe ihm sehr
    gefallen. Man lernt sehr viel
    daraus.

    Übrigens was für ein Segen
    war diese Helrat für Dich in
    jeder Beziehung!!

  • S.

    4

    Nicht nur so eine Frau, sondern auch
    einen Sekretär u – Material!

    _____________________________

    II.

    p 51 Beanstände nur Ausdruck
    lnnervatlon.

    Ich kan̄ nichts weiter aussetzen.
    Der Abschnitt über Dysm ist
    mit seiner Breite, seinen Details
    seinen Hinweisen sehr wol geeignet
    Aufsehen zu machen und Interesse
    zu wecken; was er ja soll. Ich
    freue mlch sehr darüber. Vielleicht
    hättest Du noch ein Wort über
    dle Abortusgeschlchte u eines zur
    weiteren Perspective anbrlngen
    können.

  • S.

    Du wirst Dich vielleicht wundern
    wegen dieser wenigen Zeilen
    so lange gewartet zu haben. Ich
    habe es aber nicht auf einmal
    durchlesen können u. habe also
    dann nicht mehr auszusetzen
    gefunden. Ich bemühte mich anfangs
    recht unangenehm zu werden,
    fühlte mich dann im̄er mehr
    u. mehr behaglich. Noch etwas
    mehr Breite in den die Kranken-
    geschichten verbindenden Bemerkgen

    Ich wünsche Dir recht vlel raschen
    Erfolg zu dieser Arbeit u kan̄
    Dir die Versicherg geben, sie
    wird nicht unbemerkt bleiben
    können!

    Ich sage aber: Auf mehr!