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NEUE ARBEITEN ZUR
ÄRZTLICHEN PSYCHOANALYSEI.
DR. S. FERENCZI und DR. OTTO RANK
Entwicklungsziele der PsychoanalyseZur Wechselbeziehung von Theorie und Praxis
Inhalt: Einleitung. – Die analytische Situation. Der Libidoablauf und seine Phasen. Die Lösung der Libidofixierung
im Erlebnismoment. – Historisch-kritischer Rückblick. – Theorie und Praxis. – Ergebnisse. – Ausblicke.II.
DR. KARL ABRAHAM
Versuch einer Entwicklungsgeschichte der Libidoauf Grund der Psychoanalyse seelischer Störungen
Inhalt: I. Die manisch-depressiven Zustände u. die prägenitalen Organisationsstufen d. Libido (Melancholie u. Zwangsneurose.
Stufen der sadistisch-analen Entwicklungsphase. Objektverlust u. Introjektion in der normalen Trauer u. in abnormen psych.
Zuständen. Stufen d. oralen Phase. Das infant. Vorbild der melanchol. Depression.) II. Anfänge u. Entwicklung d. Objektliebe.III.
DR. OTTO RANK
Eine Neurosenanalyse in TräumenInhalt: Die Widerstandsphasen. (Kastrationswiderstand. Zählwang. Phantasiebildungen. Mutterregression. Libido-
übertragung. Schuldgefühl.) – Die Heilungsfaktoren. (Ungeduld und Resignation. Identifizierung mit dem Analytiker.
Akzeptierung der Schwester. Entwöhnungsphase. Lösung der Analyse.)
DR. KARL ABRAHAM
Klinische Beiträge zur PsychoanalyseAus dem Inhalt: Über die Bedeutung sexueller Jugendtraumen für die Symptomatologie der Dementia praecox. – Die
psychosexuellen Differenzen der Hysterie und der Dementia praecox. – Die psychologischen Beziehungen zwischen
Sexualität und Alkoholismus. – Die Stellung der Verwandtenehe in der Psychologie der Neurosen. – Bemerkungen
zur Psychoanalyse eines Falles von Fuß- und Korsettfetischismus. – Über ein kompliziertes Zeremoniell neurotischer Frauen.
Über Angst vor Geschlechtskrankheiten. – Zur Psychogenese einer Straßenangst im Kindesalter. – Sollen wir die
Patienten ihre Träume aufschreiben lassen? – Kritik zu C. G. Jung; Versuch einer Darstellung der psychoanalytischen
Theorie. – Über Einschränkungen und Umwandlungen der Schaulust bei den Psychoneurotikern. – Über ejaculatio praecox.
Das Geldausgeben im Angstzustand. – Über eine besondere Form des neurotischen Widerstandes gegen die psychoanalyt.
Methodik. – Prognose psychoanalyt. Behandlungen im vorgeschrittenen Lebensalter usw.DR. KARL ABRAHAM
Psychoanalytische Studien zur CharakterbildungInhalt: I. Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter. – II. Beiträge der Oralerotik zur Charakterbildung. – III. Zur
Charakterbildung auf der „genitalen“ Entwicklungsstufe.DR. MAX EITINGON
Bericht über die Berliner Psychoanalytische Poliklinik(März 1920 bis Juni 1922)
Mit einem Geleitwort von Prof. SIGM. FREUDDR. MAX EITINGON
Zweiter Bericht über die Berliner Psychoanlyt. Poliklinik(Juni 1922 bis März 1924)
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Internationaler Psychoanalytischer Verlag
Wien VII. Andreasgasse 3Quellenschriften zur seelischen Entwicklung
I
Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens
(Von 11 bis 14½ Jahren)
Herausgegeben von Dr. H. Hug-HellmuthProf. Freud in einem Briefe an die Herausgeberin: Das
Tagebuch ist ein kleines Juwel. Wirklich, ich glaube, noch
niemals hat man in solcher Klarheit und Wahrhaftigkeit in
die Seelenregungen hineinblicken können, welche die Tat-
stufe in den Jahren der Vorpubertät kennzeichnen. Wie die
Triebe, die das Geheimnisvolle des Geschlechtslebens und
die sie soziale Reife erreichen, wie die Beziehungen zu Eltern
und Geschwistern zuerst aussehen, und dann allmählich an
Ernst und Innigkeit gewinnen, wie Freundschaften ange-
sponnen und verlassen werden, die Zärtlichkeit nach ihren
ersten Objekten tastet, und vor allem, wie das Geheimnis
des Geschlechtslebens erst verschwommen auftaucht, um
dann von der kindlichen Seele ganz Besitz zu nehmen, wie
dieses Kind unter dem Bewußtsein seines geheimen Wissens
Schaden leidet und ihn allmählich überwindet, das ist so
reizend, natürlich und doch so ernsthaft in diesen kunst-
losen Aufzeichnungen zum Ausdruck gekommen, daß es Er-
ziehern und Psychologen das höchste Interesse einflößen muß.nicht die Erotik. Denn hier kommt die Neugier noch aus
dem Intellektuellen, aus dem wachen Gehirn eines noch un- entwickelten Körpers, und die Unruhe quillt aus dem Ver- stand, nicht aus den noch dumpfen Zonen körperlichen
Gefühls. Nirgends reagiert hier wirkliche Befriedigung auf
Erkenntnis, im Gegenteil: der erste zufällige Einblick wird
für das scheue Kind zum seelischen Schock. . . Es ist
immer gut, Menschliches zu verstehen, und zu diesem Ver-
ständnis der Kinderseele scheint mir dieses Buch eines der
kostbarsten, das je die Wissenschaft Hand in Hand mit
dem Zufall dargeboten.
Stefan Zweig.Zum Zensurverbot in England
„Frankfurter Zeitung“: Das Aufsehen, das A Young
Girls Diary in England verursacht, hat eine große Sittlich-
keitskampagne zur Folge. . . Lord Alfred Douglas (der
selbe, der in seinen jüngeren Jahren wegen seiner gerichts-
notorisch gewordenen Beziehungen zu Oskar Wilde viel ge-
nannt worden ist) hat öffentlich einen großen Eid ge-
schworen, die Psychoanalyse in England auszurotten. Als
erstes Objekt seiner Purifizierungswut ist das Tagebuch
der kleinen Gretl Lainer auserkoren worden. . . Der Lon-
doner Zensor ist sicher der Meinung, es komme ausschließ-
lich in Wien oder höchstens noch bei sonstigen Hunnen
bevorstehende physiologische Erscheinungen lebhaft be-
schäftigt wird. In der Kontinentalrasse liegt die Schweinerei„Literarisches Echo“: Weibliche Wesen der bürger-
lichen Welt werden sich beim Tagebuch Seite um Seite zu-
rückversetzt fühlen in ihr Einst; männlichen Wesen wird
es statt dessen manche Kleinigkeit mitteilen, die sie noch
nicht wußten. Lou Andreas-Salomé.„Vossische Zeitung“: Denkt euch, Wedekinds kleine
Wendla, die an „Frühlings-Erwachen“ so tragisch zugrunde
geht, habe ihre Erlebnisse aufgezeichnet, denkt sie euch in
Wiener Boden versetzt, – so habt
ihr das „Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens“.„Neue Freie Presse“: Hier, wie vielleicht in jedem auf-
richtigen Tagebuche einer Halbwüchsigen, ist natürlich der
Brennpunkt des Interesses die Sexualität. Die Sexualität,„The New Statesman“: Gretl Lainer (the name chosen
by the Psycho-Analytical Society) belongs to the Casanova
type of autobiographer rather than to that of Rousseau and
Marie Baskirtscheff; she is singularly little troubled with her
personality. She writes from a breathless interest in the
world around rather than from any morbid taste for intro-
spection or self-explanation.II
Vom Gemeinschaftsleben der Jugend
Beiträge zur Jugendforschung, herausgegeben von
Dr. Siegfried BernfeldInhalt: Die Psychoanalyse in der Jugendforschung. Von Dr. S. Bernfeld. – Ein Freundin-
nenkreis. Von Dr. S. Bernfeld
Ein Schülerverein. Von Gerhard Fuchs. – Ein Knabenbund in einer Schulgemeinde. Von Wilhelm Hoffer. – „Knurrland.“
Analyse eines Kinderspieles. Von Gerhard Fuchs. – Die Initiationsriten der historischen Berufsstände. Von Erwin Kohn.III
Vom dichterischen Schaffen der Jugend
Neue Beiträge zur Jugendforschung von
Dr. Siegfried BernfeldInhalt: Die psychologische Literatur über das dichterische Schaffen der Jugendlichen. – Das
Phantasie und Realität im Gedicht einer 17 jährigen. – Novellen jugendlicher Dichter. – Über ein Motiv zur Produktion
satirischer Gedichte. – Das Erstlingswerk nach Selbstzeugnissen. – Phantasiespiele der Kinder. – Ergebnisse.S.
INTERNATIONALER PSYCHOANALYTISCHER VERLAG
Wien, VII. Andreasgasse 3
Dr. S. Ferenczi
Hysterie und Pathoneurosen
Inhalt: Über Pathoneurosen. Hysterische Materialisationsphänomene. Erklärungsversuch einiger hysterischer Stigmata.
Technische Schwierigkeiten einer Hysterieanalyse. Ein Fall von hyster. Hypochondrie. Zwei Typen der Kriegshysterie.Dr. S. Ferenczi
Populäre Vorträge über Psychoanalyse
Aus dem Inhalte: Zur analytischen Auffassung der Psychoneurosen. – Träume der Ahnungslosen. – Suggestion
und Psychoanalyse. – Die Psychoanalyse des Witzes und des Komischen. – Ein Vortrag für Richter und Staats-
anwälte. – Psychoanalyse und Kriminologie. – Philosophie und Psychoanalyse. – Zur Psychogenese der Mechanik. –
Cornelia, die Mutter der Gracchen. – Anatol France als Analytiker. – Glaube, Unglaube, Überzeugung.Dr. S. Ferenczi
Versuch einer Genitaltheorie
Inhalt: Ontogenetisches: Die Amphimixis der Erotismen im Ejakulationsakt. Der Begattungsakt als amphi-
miktischer Vorgang. Entwicklungsstufen des erotischen Realitätssinnes. Deutung einzelner Vorgänge beim Geschlechtsakte.
Die individuelle Genitalfunktion. Phylogenetisches: Phylogenetische Parallele. Zum „thalassalen Regressionszug“.
Begattung und Befruchtung. Anhang und Ausblicke: Koitus und Schlaf. Bioanalytische Konsequenzen.Dr. Ernest Jones
Therapie der Neurosen
Inhalt: Allgemeines über die Bedeutung der Neurosen. – Hysterie. – Angsthysterie. – Neurasthenie. – Zwangs-
neurosen. – Hypochondrie und Fixationshysterie. – Traumatische Neurosen, einschließlich der Kriegsneurosen. –
Prophylaxe der Neurosen. – Psychische Behandlung anderer, den Neurosen nahestehender Zustände.Dr. J. Varendock
Über das vorbewußte phantasierende Denken
Aus dem Geleitwort von Prof. Freud: „Das Buch des Dr. Varendock enthält eine bedeutsame Neuheit und wird
mit Recht das Interesse aller Philosophen, Psychologen und Psychoanalytiker erwecken. Es ist dem Autor in jahre-
langen Bemühungen gelungen, jener Art von phantasierender Denktätigkeit habhaft zu werden, welcher man sich
während der Zustände von Zerstreutheit hingibt, und in die man leicht vor dem Einschlafen oder bei unvollkommenem
Erwachen verfällt.… Er hat dabei eine Reihe von wichtigen Entdeckungen gemacht.“Vera Schmidt
Psychoanalytische Erziehung in Sowjetrußland
Bericht über das Kinderheim-Laboratorium in Moskau
Inhalt: Die äußeren Schicksale. Die innere Einrichtung. Psychoanalytische Leitsätze. Allgemeine pädagogische Leitsätze.
Pädagogische Maßnahmen. Die Arbeit des Erziehers an sich selbst. Beobachtungen aus dem Kinderheim-Laboratorium.
Anhang: Aus dem Tagebuch der jüngeren Gruppe.
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Zeitgemäßes über Krieg und Tod1915-002/1924
1915-002/1924/U