[Notizen über die Natur der Sexualität und des Todestriebes] 1920-004/1918//1918-111

Freud, Sigmund (1920-004/1918//1918-111): [Notizen über die Natur der Sexualität und des Todestriebes]

Zurück zum Werk
  • S.

    [MÁJUS
    12]

    15 Juli

    In sex Vereinigg wiederholt sich
    in Andeutung des Urereignis
    der Belebung des Leblosen.
    ---
    Todestriebe maskirt als Lebens-
    triebe, Sextr schienen zu Tod
    zu führen. Gegenteil tat-
    sächlich
    ---
    Ein Optimum  d. Vitaldifferenz
    ---
    Das sich Sträuben der Triebe gegen
    Spannungszuwachs folgt aus
    Natur der Triebe, die auf
    Abgleichung arbeiten

    [Die Transkription fußt auf der diplomatischen Umschrift von Christfried Tögel, Katalog Uchtspringen 2001.]

  • S.

    [9] MÁJUS 13

    dies Ver-
    bindung 
    von Lust 
    theorie
    mit
    Triebnatur.

    Span̄ung Wahrnehmg der absol.
    Größe. Lust entsteht durch
    Änderungen derselben in
    Zeit, abgeleitete Funktion.
    Verbindg von Span̄ung und
    Lustempfindgsreihe.

    16 Juli

    Die zwei Zustände des Nerven-
    vorganges irgendwie dazu -
    zu rechnen.

  • S.

    [10] MÁJUS 14

    17 Juli

    Bis jetzt 
    scheint 
    die Organ-
    isation der 
    Vielzelligkeit die Todesursache. 
    Einzellig bleiben virtuell
    unsterb u Ganze stürzt ein.

    Kopulation sichere Vorstufe
    der sex Vereinigg.

    Fortgesetzte Teilg hat vielleicht
    dieselbe Wirkg, entgehen
    dem Tod durch Teilung. 
    Unsterblichkeit d. Substanz giebt
    es ja übhpt nicht.

    Lipschütz. Dabei allerdings
    von Sterbenmüßen nicht im
    triebhaften Sinn die Rede,
    man stirbt an unvermeid-
    lichen Unvollkom̄enheiten.

  • S.

    [11] MÁJUS 15

    bei Einzellig. wird auch keine
    Leiche 
    gebildet 
    dh: die
    Triebe
    haben nicht das Lebende in Leb-
    loses verwandelt.