• S.

    Lieber Herr Doktor

    Ich antworte umgehend mit vielem Dank für Ihre schöne Schrift. Bald werde ich mich schämen müssen. Der verlangte S.Abdruck ist in Begleitung zweier anderer vor Ihrem Brief abgegangen.

    Was nun Bl. betrifft, so stehe ich in lebhaftem umfänglichen Briefverkehr mit ihm, aus dem sich bisher noch nichts ergeben hat. Es ist wahr , wer verhält sich werbend, in manchen Stücken sehr entgegenkommend, aber den Verein (?) er noch immer und gerdae den können wir ihm nicht opfern; wenngleich wir gerne viel aufwenden wollen, um ihn bei uns zu behalten. Seine Argumente sind so dämmering, imponderabel u unfassbar, dass es mir schwer wird, etwas aus ihm zu machen. Da er das Bedürfnis nach mündlicher Aussprache geäussert hat, habe ich ihm angetragen, über Weihnacht nach Zürich zu kommen. Natürlich fahre ich nihct, wenn die Chancen ihn zum Eintritt zu bewegen nicht bis dahin eine bestimmtere Form angenommen haben. Soviel kann ich Ihnen sagen,

  • S.

    und nun muss ich es Ihnen überlassen, was Sie auf Grund dieses Status unternehmen wollen.

    Das Zentralblatt ist erschienen u obwol es noch ungeschickt ausgefallen ist, hoffe ich doch, dass es einige Besorgnisse zerstreuen wird.

    Mit herzlichem Gruss an Sie u Ihre l. Frau

    Ihr

    Freud