S.
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5 Nov 22. Teufelsverschreibung
- Figuren ansehen u beschreiben
Schwarzer Hund, im Faust d. Teufel selbst. Pudel.
Totem?
Unter 1 bild: bestürzt u traurig (pusillanim.)
Teufel stellt Bedingg daß er sich als sein Sohn ihm
verschreibe (so ich mich alß seinen Sohn wolt ver-
schreiben unter ihm verschreiben wolte - wolte
er mir auf alle Weiße helffen und an die Handt
gehen) Bild 2: doppelt Brüste - dann erst mit eigenem
Blut unterschrieben.
bild 3 Bauch darin Zauberei, um ihn zu belustigen
u. meläncholey vertreiben (auch Faust)
bild 4 bietet er Geld das H. aber gar nicht nimt.
b 5 erfähret man daß H das Zauberbuch verbrent
hat wofür er bedroht wird.
b 6 will ihn unterhalten, was H nur 3 Tage lang
aushält.
b 7 wehrt sich Teufel gegen Vorsatz des
Maler nach Mariazell zu gehen
b 8 in dem Teufel die mit Blut geschriebnen
Verschreibg in Kapelle wieder bringt.
Schriftstück selbst lateinisch Trophaeum Mariano-
Cellense seu .......
Genaue Abschrift von Aufzeichgn die bisher im
Archiv v St Lamberti aufbewahrt (asservatis)
-> acceptâ aliquâ pusillanimitate ex morte parentis
sub specie senis cujusdam - 1669
Zu Ende der Zeit 1677 nach Mariazell
fratrum misericordiae ordinem eingetreten
1700 Neusledt gestorben
Zwei Beschwörgn die erster 8 Sept 77 Mariae Geburt
bekommt er die mit Blut geschriebne 1678
9 Mai die mit Tinte atramento zurück. Die
Exorcizierenden Geistlichen sind dieselben.
Beide Verschreibgn in Mariazell aufbewahrt
u kopiert.
1. Ich Chr. H. undterschreibe mich diesen Herrn
sein leibeigener Sohn auff 9 Jahr. 1669 Jahr
auf 4 St zerrißen bei 2r Beschwörung 1678 erhalten.
2. Ch. H. Ich verschreibe mich dißen Satan, ich sein
leibeigener Sohn zu sein und in 9. Jahr ihm
mein Leib und Seel zuzugehören.
Abschrift des Begleitbriefes v Pottenbrunn.
"dum artis suae progressum emolumentumque secut-
urum pusillanimis perpenderet", nicht von
Tod des Vaters. ArbeitshemmungS.
[2]
neues Detail "nonies renuerat" tamen spe
assistentiae fretus die 9 J komen auch vor.
und 1 Verschreibg mit Blut erwähnt
1 Sept 1677 Leop. Braun Parochus in Pottenbrunn
das alles bestätigt der Abt v S. Lambert und
Mariazell
Er sagt aber 1668, meint daß erste Pakt 68 zweite
69 war worauf sich eine Einschaltg bezieht
am 5 Sept nach Mariazell ge komen 3 Tage
lang beschworen. Wird uns erzählt daß er
die Erschein d. Teufels in. Kapelle gesehen nicht
von Geistlichen berichtet. Der Besessene hat
sich von den Händen des Geistlichen der ihn
hielten losgemacht u. hat dann den Zettel
in die Hand be kommen (ad manum obtinuit).
Bericht des Abtes ist vom 12 Sept 1677.
Dann folgt Abschrift eines Mskpt von Ch. H.
daß er nach Wien gegangen u dort vom 11 Okt
an neue Erscheinungen gehabt, anderen Charakter
Versuchungen Cavaliere Tafel schöne Frauen
Ehrenbezeigg. Dann Jesus der fordert daß er
6 Jahre in Wüsten zur Einsiedler leben soll
Jesus wiederholt, Führung durch Greuel der Welt
u Seligkeit der Einsiedler die von Gott gespeist
werden. Auch Maria treibt ihn Jesus ist
schon geraten in Hitze Schrecken weil
nach einer Rede des Engels thut es, er läßt seine
Verantwortlichkeit auffallen u er bei Menschen
keine Hilfe findet. Darauf beschließt er dem
Befehl nachzukommen u hat Zeit lang Ruhe.
Ab 26 nach Begegnung in Stephanskirche mit aufge-
putztem Herrn u einer Jungfrau darauf Anfall
mit Höllenfalleuagination Gestank u. Hitze Bein-
lähmung. Dann wieder böse Geister.
Vom 13 Jän keine Nachrichten müßen aber neue
Erscheinungen gewesen sein, denn 1678 anfangs Mai
kommt er wieder nach Mariazell klagend ver-
langt daß man ihm auch zur ersten Verschreibg
helfe. Kurz erwähnt daß er auch diese bekommen
hab. qua iuxta votum reddita, von da an Ruhe
religiosus factus est. Doch will ihn Teufel zu
neuer Verschreibg verführen, wie aus Bericht
ex conventu fratrum misericordiae Wien 1714
hervorgeht nur wenn er Wein getrunken
Dann die Nachschrift des Schreibers P. A. E.
der Abt Kilian von St Lambert u Mariazell
Kilian bestätigt den 1729 die Übereinstimmung
dieser Abschrift mit alten Aufzeichnungen
1669 - 1677/78 - 1714 - 1729S.
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Teufelsverschreibung
1923-002/1922.01
1923-002/1922.01