Teufelsverschreibung 1923-002/1922.01

Freud, Sigmund (1923-002/1922.01): Teufelsverschreibung

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  • S.

    [1]

    5 Nov 22. Teufelsverschreibung
    - Figuren ansehen u beschreiben
    Schwarzer Hund, im Faust d. Teufel selbst. Pudel.
    Totem?
    Unter 1 bild: bestürzt u traurig (pusillanim.)
    Teufel stellt Bedingg daß er sich als sein Sohn ihm
    verschreibe (so ich mich alß seinen Sohn wolt ver-
    schreiben unter ihm verschreiben wolte - wolte
    er mir auf alle Weiße helffen und an die Handt
    gehen) Bild 2: doppelt Brüste - dann erst mit eigenem
        Blut unterschrieben.
    bild 3 Bauch darin Zauberei, um ihn zu belustigen
    u. meläncholey vertreiben (auch Faust)
    bild 4 bietet er Geld das H. aber gar nicht nimt.
    b 5 erfähret man daß H das Zauberbuch verbrent
    hat wofür er bedroht wird.
    b 6 will ihn unterhalten, was H nur 3 Tage lang
        aushält.
    b 7 wehrt sich Teufel gegen Vorsatz des
    Maler nach Mariazell zu gehen
    b 8 in dem Teufel die mit Blut geschriebnen
    Verschreibg in Kapelle wieder bringt.
    Schriftstück selbst lateinisch Trophaeum Mariano-
    Cellense seu .......
    Genaue Abschrift von Aufzeichgn die bisher im
    Archiv v St Lamberti aufbewahrt (asservatis)
    -> acceptâ aliquâ pusillanimitate ex morte parentis
    sub specie senis cujusdam - 1669
    Zu Ende der Zeit 1677 nach Mariazell
    fratrum misericordiae ordinem eingetreten
    1700 Neusledt gestorben
    Zwei Beschwörgn die erster 8 Sept 77 Mariae Geburt
    bekommt er die mit Blut geschriebne 1678
    9 Mai die mit Tinte atramento zurück. Die
    Exorcizierenden Geistlichen sind dieselben.
    Beide Verschreibgn in Mariazell aufbewahrt
    u kopiert.
    1. Ich Chr. H. undterschreibe mich diesen Herrn
    sein leibeigener Sohn auff 9 Jahr. 1669 Jahr
    auf 4 St zerrißen bei 2r Beschwörung 1678 erhalten.
    2. Ch. H. Ich verschreibe mich dißen Satan, ich sein
    leibeigener Sohn zu sein und in 9. Jahr ihm
    mein Leib und Seel zuzugehören.
    Abschrift des Begleitbriefes v Pottenbrunn.
    "dum artis suae progressum emolumentumque secut-
    urum pusillanimis perpenderet", nicht von
    Tod des Vaters. Arbeitshemmung

  • S.

    [2]

    neues Detail "nonies renuerat" tamen spe
    assistentiae fretus die 9 J komen auch vor.
    und 1 Verschreibg mit Blut erwähnt
    1 Sept 1677 Leop. Braun Parochus in Pottenbrunn
    das alles bestätigt der Abt v S. Lambert und
        Mariazell
    Er sagt aber 1668, meint daß erste Pakt 68 zweite
    69 war worauf sich eine Einschaltg bezieht
    am 5 Sept nach Mariazell ge komen 3 Tage
    lang beschworen. Wird uns erzählt daß er
    die Erschein d. Teufels in. Kapelle gesehen nicht
    von Geistlichen berichtet. Der Besessene hat
    sich von den Händen des Geistlichen der ihn
    hielten losgemacht u. hat dann den Zettel
    in die Hand be kommen (ad manum obtinuit).
    Bericht des Abtes ist vom 12 Sept 1677.
    Dann folgt Abschrift eines Mskpt von Ch. H.
    daß er nach Wien gegangen u dort vom 11 Okt
    an neue Erscheinungen gehabt, anderen Charakter
    Versuchungen Cavaliere Tafel schöne Frauen
    Ehrenbezeigg. Dann Jesus der fordert daß er
    6 Jahre in Wüsten zur Einsiedler leben soll
    Jesus wiederholt, Führung durch Greuel der Welt
    u Seligkeit der Einsiedler die von Gott gespeist
    werden. Auch Maria treibt ihn Jesus ist
    schon geraten in Hitze Schrecken weil
    nach einer Rede des Engels thut es, er läßt seine
    Verantwortlichkeit auffallen u er bei Menschen
    keine Hilfe findet. Darauf beschließt er dem
    Befehl nachzukommen u hat Zeit lang Ruhe.
    Ab 26 nach Begegnung in Stephanskirche mit aufge-
    putztem Herrn u einer Jungfrau darauf Anfall
    mit Höllenfalleuagination Gestank u. Hitze Bein-
    lähmung. Dann wieder böse Geister.
    Vom 13 Jän keine Nachrichten müßen aber neue
    Erscheinungen gewesen sein, denn 1678 anfangs Mai
    kommt er wieder nach Mariazell klagend ver-
    langt daß man ihm auch zur ersten Verschreibg
    helfe. Kurz erwähnt daß er auch diese bekommen
    hab. qua iuxta votum reddita, von da an Ruhe
    religiosus factus est. Doch will ihn Teufel zu
    neuer Verschreibg verführen, wie aus Bericht
    ex conventu fratrum misericordiae Wien 1714
    hervorgeht nur wenn er Wein getrunken
    Dann die Nachschrift des Schreibers P. A. E.
    der Abt Kilian von St Lambert u Mariazell
    Kilian bestätigt den 1729 die Übereinstimmung
    dieser Abschrift mit alten Aufzeichnungen
    1669 - 1677/78 - 1714 - 1729

  • S.

    [3]

    Auch Zeichnungen nicht original sondern conformes
    wird vom Abt 1729 bestätigt.
    2 doppelte Brüste
    3 einfach mit groß Zitzen
    4 doppelt
    5. Brüste noch, aber Penisschlange
    6 doppelt
    7. stehend, gedeckt, kein Penis
    8 einfach