[Vortrag] Über das Seelenleben des Kindes 1899-001/1935

Knöpfmacher, Wilhelm (1899-001/1935): [Vortrag] Über das Seelenleben des Kindes

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Editorische Anmerkung: 
Dies ist der Auszug von eine Bericht aus 2. Hand, verfasst – schon einmal 1932 – von Dr. Wilhelm Knöpfemacher, in dem zwei Vorträge Freuds auf Seite 35 Erwähnung finden. 

  1. Am 23. Jänner 1900 von Br. Architekt Fleischer „Über
     Bruderschaftsbündnisse“.

  2. Am 9. Februar 1900 von Br. Prof. Freud vor Damen
     „Über das Seelenleben des Kindes“.

  3. Am 27. Februar von Br. Bernhard Jerusalem „Über
     die landwirtschaftliche Aktion des zu gründenden Hilfs-
     vereines für Galizien“.
  4. Am 8. März von Br. Architekten Fleischer vor Damen
     „Aus meinen Erinnerungen an den Wiener Rathausbau“.
  5. Am 27. März von Prof. Ehrmann über „Jüdische Denker
     zu Beginn unserer Zeitrechnung“.

 6. Am 24. April von Br. Prof. Freud „Über Fecondité von
     Zola“.

 7. Am 11. November von Br. Dr. Josef Jerusalem „Über
     Haeckels Welträtsel“.
  8. Am 22. November von Br. Dr. Josef Pollak vor Damen
     „Über Friedrich Nietzsche“.
  9. Am 4. Dezember von Br. Dr. Flax von der Cremieux-
     Loge in Borlak (Rumänien) „Über die Aussichten der
     Juden in Rumänien“.
  10. Am 11. Dezember von Br. Dr. Moritz Friedländer
     vor Damen über „Die jüdische Sybille“.

Leider hatte die Vereinigung im Jahre 1900 den überaus
schmerzlichen Verlust von drei ausgezeichneten Mitgliedern zu
beklagen, dreimal in kurzer Aufeinanderfolge mußten die Mit-
glieder zu feierlichen Trauersitzungen einberufen werden, ins-
besondere hat das ganz unvermittelte, plötzliche Hinscheiden des
ob seiner seltenen Tugenden allgemein beliebten und verehrten
Br. Sigm. Rosenfeld einen geradezu erschütternden und be-
sonders nachhaltigen Eindruck auf die Vereinigung „Wien“ und
deren Mitglieder hervorgerufen und es wurde zur ewigen Erinne-
rung an dieses ausgezeichnete Mitglied in der Sitzung vom
9. Oktober 1900 beschlossen, daß der Humanitäts-Fond, welcher
der Initiative des Dahingeschiedenen seine Entstehung verdankt,
für alle Zeiten den Namen Sigmund Rosenfeld-Fond zu tragen
habe.

Im Laufe des Jahres 1900 wurden 18 ordentliche Vereins-
sitzungen, darunter 3 Trauerversammlungen, und überdies 4 außer-
ordentliche Vortragsabende mit Zuziehung der Damen abgehalten.

Der Besuch dieser Versammlungen war sehr erfreulich, in
dem durchschnittlich 96 Mitglieder, d. i. 60% der Brüder, an
jeder Versammlung teilnahmen.

In derselben Zeit wurden 22 neue Mitglieder in die Ver-
einigung eingeführt, 1 Mitglied (Sigmund Weiss) trat aus, so
daß sich die Mitgliederzahl der Vereinigung bei Berücksichtigung
der 3 Todesfälle am Ende des Jahres 1900 auf 169 stellte. 

Folgende Mitglieder sind der Vereinigung „Wien“ während
des Jahres 1900 beigetreten: