Ruth Jane Mack wurde als Tochter von Julian William Mack und Jessie Fox (verehelichte Mack) geboren, die Eltern waren deutsch-jüdischer Herkunft, beide aufgewachsen in Cincinnati.
Ihr Vater war Jugendrichter im Cook County, Illinois und Richter am United States Circuit Court of Appeals, Zionist, prominentes Mitglied der jüdischen Reformbewegung und Philantrop.
Sie graduierte am Radcliffe College und studierte Medizin an der Tufts Medical School in Boston. Harvard hatte sie als Studentin nicht akzeptiert, weil sie ein Frau war.
1922 Promotion in Medizin cum laude..

1917 Ehe mit Hermann Ludwig Blumgart, einem direkten Neffen der Mutter von Ruth Jane Marck. 

Zu Hermann Ludwig Blumgart:
Geboren am 18. Juli 1895 in Newark, Essex, New Jersey, USA
Gestorben am 21.3.1977 in Cambridge, Massachusetts, USA
Sohn von David Blumgart und Sophie Blumgart
In 2. Ehe mit Margret L Blumgart (geborene Stein) verheiratet. 
Brüder: Leonhard Blumgart; Albert Blumgartund N.N. Blumgart
Quelle: https://www.geni.com/people/Hermann-Blumgart/6000000017168962920 [2025-09-10]
Hermann Blumgart wurde später ein führender Kardiologe und Leiter des Bostoner Beth Israel Hospital. Er hielt einen der ersten Kurse zu Freud ab und schrieb eines der ersten Bücher über Psychoanalyse in den Vereinigten Staaten. Durch ihn wurde Ruth Jane Mack mit der Psychoanalyse bekannt. 

1922 unternahm Ruth Mack, damals noch verheiratete Blumgart eine Reise nach Wien zu Sigmund Freud. (Vermittelt hatte dies ihr damaligen Schwagers Leonard Blumgart, der Analytiker war und eine kurze Psychoanalyse bei Freud in Wien absolviert hatte. Hermann Blumgart begleitete seine Frau nach Wien und sprach selber auch mit Freud, er suchte so seine Ehe zu retten.)
Sie begann eine Lehranalyse bei Sigmund Freud. 
1924 Scheidung ihrer Ehe mit Hermann Blumgart. 
Mitglied und Lehranalytikerin der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.
Niederlassung als Psychoanalytikerin in Wien. 
1928 Ehe mit Mark Brunswick. Einer der Trauzeugen war Sigmund Freud. Den Ehevertrag setzte Martin Freud auf.
Ihr zweiter Ehemann Mark Brunswick war von September 1924 an insgesamt 3 1/2 Jahre in Analyse bei Freud (Wiederaufnahme 1933/34-Jänner 38). 
Mark Brunswick war Musiker, Komponist und 1946-1965 Musik-Professor an der City University of New York. Auch sein Bruder David war bei Freud 1928/29 in Analyse.
1928 Das Paar kehrte in die USA zurück. Dort wurde Tochter, Mathilde Juliana Brunswick geboren (später verehelichte Stewart, von Beruf clinical social worker).
1929 Rückkehr nach Wien.
1937 wurde die Ehe geschieden, das Paar heiratete aber bald darauf wieder, 19445 neuerliche Scheidung.

Ruth Mack-Brunswick war nicht nur (bis zu bieder Emigration aus Wien 1938) Analysandin sondern auch eine enge Vertraute von Sigmund Freud.
Gleichzeitig Mitglied der New Yorker Psychoanalytischen Vereinigung war sie als solche Mittlerin zwischen Wien und New York und hatte auch als Kontaktperson für Amerikaner, die nach Wien zu Freud in Analyse wollten, einigen Einfluss. 
Nach Roazen zählte sie zu dem Kreis von Frauen, die von Freud einen Ring erhielten. Jones führte sie in seiner Biographie bei der Aufzählung der Ringträgerinnen allerdings nicht an.
Jones berichtete, dass sie in New York gegen A. A. Brill in einem Institutskonflikt Zilboorgs Partei ergriffen hatte. Brill begründete seinen Austritt aus der New Yorker Vereinigung wiederum damit, dass sie gegen Schilder gearbeitet hätte. (Roazen 1976:415)

1938 nach der Machtübernahme der Nationalsozialsten in Österreich half sie vielen jüdischen Freunden und Bekannten bei der Emigration, indem sie eine Bürgschaft (affidavit) übernahm.
Niederlassung als Psychoanalytikerin in New York.
Mitglied und Lehranalytikerin am New York Psychoanalytic Institute
Mitherausgeberin des International Journal of Psychoanalysis.

1940 Tod der Mutter.
1943 Tod des Vaters. Dieser war in seinen letzten Jahren mit der Mutter seines Schwiegersohnes Mark Brunswick verheiratet (Roazen 1976:406ff).
1945 Scheidung ihrer zweiten Ehe.

Ruth Mack-Brunswick litt bereits in Wien an einingen nicht eindeutig zu diagnostizierenden Erkrankungen (Arsenvergiftung, Galleattacken, Galleoperation, Neuritis) und erhielt Morphium gegen Schmwerzen. Sie verschrieb sich auch selber Mittel gegen Schlaflosigkeit und Schmerzen.
Ab 1933/34 war die Drogenabhängigkeit unübersehbar.
Roazen (1976:415) beschreibt, dass sie in ihrer Zeit in Wien „mehr oder weniger ständig in Analyse bei Freud, sooft er Zeit für sie finden konnte“ gewesen sei. So war sie Analysandin und Vertraute Freuds und mit ihm vielfach verstrickt. Am Ende seines Lebens suchte Freud, etwas mehr Distanz zu ihr zu finden. (ebd. 417)

Ruth Mack-Brunswick verstarb am 24.01.1946 in New York. 
Als Todesursache wurde Herzversagen durch Lungenentzündung angegeben.
Sie war an einer Lugenentzüdnung erkrankt, hatte Opiate konsumiert, stürzte im Bad und zog sich einen Schädelbruch zu.  (ebd. 419f)

Redaktion CD, 16.12.2016, modifiziert und ergänzt 2025-09-05.
Quelle: https://www.psyalpha.net/de/ruth-mack-brunswick-chronologie [2025-09-05]

Literatur: 
Paul Roazen (1971): Freud and his followers. Alfred A. Knopf, New York (New York) 1971.
Paul Roazen (1976): Sigmund Freud und sein Kreis. Eine biographische Geschichte der Psychoanalyse. Übersetzung G. H. Müller. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach