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Die zukünftigen Chancen der psychoanalytischen Therapie
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Vortrag, gehalten auf dem zweiten privaten Psychoanalytischen Kongreß zu Nürnberg, 1910; zuerst erschienen im „Zentralblatt für Psychoanalyse“, I (1910), dann in der Dritten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“.
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Meine Herren! Da uns heute vorwiegend praktische Ziele zusammengeführt haben, werde auch ich ein praktisches Thema zum Gegenstand meines einführenden Vortrages wählen, nicht Ihr wissenschaftliches, sondern Ihr ärztliches Interesse anrufen. Ich halte mir vor, wie Sie wohl die Erfolge unserer Therapie beurteilen, und nehme an, daß die meisten von Ihnen die beiden Phasen der Anfängerschaft bereits durchgemacht haben, die des Entzückens über die ungeahnte Steigerung unserer therapeutischen Leistung und die der Depression über die Größe der Schwierigkeiten, die unseren Bemühungen im Wege stehen. Aber an welcher Stelle dieses Entwicklungsganges sich die einzelnen von Ihnen auch befinden mögen, ich habe heute vor, Ihnen zu zeigen, daß wir mit unseren Hilfsmitteln zur Bekämpfung der Neurosen keineswegs zu Ende sind, und daß wir von der näheren Zukunft noch eine erhebliche Besserung unserer therapeutischen Chancen erwarten dürfen.
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Von drei Seiten her, meine ich, wird uns die Verstärkung kommen: 1) durch inneren Fortschritt, 2) durch Zuwachs an Autorität, 3) durch die Allgemeinwirkung unserer Arbeit.
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Ad 1) Unter „innerem Fortschritt“ verstehe ich den Fortschritt a) in unserem analytischen Wissen, b) in unserer Technik.
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a) Zum Fortschritt unseres Wissens: Wir wissen natürlich lange noch nicht alles, was wir zum Verständnis des Unbewußten bei unseren Kranken brauchen. Nun ist es klar, daß jeder Fortschritt unseres Wissens einen Machtzuwachs für unsere Therapie bedeutet. Solange wir nichts verstanden haben, haben wir auch nichts ausgerichtet; je mehr wir verstehen lernen, desto mehr werden wir leisten. In ihren Anfängen war die psychoanalytische Kur unerbittlich und erschöpfend. Der Patient mußte alles selbst sagen und die Tätigkeit des Arztes bestand darin, ihn unausgesetzt zu drängen. Heute sieht es freundlicher aus. Die Kur besteht aus zwei Stücken, aus dem, was der Arzt errät und dem Kranken sagt, und aus der Verarbeitung dessen, was er gehört hat, von seiten des Kranken. Der Mechanismus unserer Hilfeleistung ist ja leicht zu verstehen; wir geben dem Kranken die bewußte Erwartungsvorstellung, nach deren Ähnlichkeit er die verdrängte unbewußte bei sich auffindet. Das ist die intellektuelle Hilfe, die ihm die Überwindung der Widerstände zwischen Bewußtem und Unbewußtem erleichtert. Ich bemerke Ihnen nebenbei, es ist nicht der einzige Mechanismus, der in der analytischen Kur verwendet wird; Sie kennen ja alle den weit kräftigeren, der in der Verwendung der „Übertragung“ liegt. Ich werde mich bemühen, alle diese für das Verständnis der Kur wichtigen Verhältnisse demnächst in einer „Allgemeinen Methodik der Psychoanalyse“ zu behandeln. Auch brauche ich bei Ihnen den Einwand nicht zurückzuweisen, daß in der heutigen Praxis der Kur die Beweiskraft für die Richtigkeit unserer Voraussetzungen verdunkelt wird; Sie vergessen nicht, daß diese Beweise anderswo zu finden sind, und daß ein therapeutischer Eingriff nicht so geführt werden kann wie eine theoretische Untersuchung.
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Lassen Sie mich nun einige Gebiete streifen, auf denen wir Neues zu lernen haben und wirklich täglich Neues erfahren. Da ist vor allem das der Symbolik im Traum und im Unbewußten. Ein hart bestrittenes Thema, wie Sie wissen! Es ist kein geringes Verdienst unseres Kollegen W. Stekel, daß er unbekümmert um den Einspruch all der Gegner sich in das Studium der Traumsymbole begeben hat. Da ist wirklich noch viel zu lernen; meine 1899 niedergeschriebene „Traumdeutung“ erwartet vom Studium der Symbolik wichtige Ergänzungen.
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Über eines dieser neuerkannten Symbole möchte ich Ihnen einige Worte sagen: Vor einiger Zeit wurde es mir bekannt, daß ein uns ferner stehender Psychologe sich an einen von uns mit der Bemerkung gewendet, wir überschätzten doch gewiß die geheime sexuelle Bedeutung der Träume. Sein häufigster Traum sei, eine Stiege hinaufzusteigen, und da sei doch gewiß nichts Sexuelles dahinter. Durch diesen Einwand aufmerksam gemacht, haben wir dem Vorkommen von Stiegen, Treppen, Leitern im Traume Aufmerksamkeit geschenkt und konnten bald feststellen, daß die Stiege (und was ihr analog ist) ein sicheres Koitussymbol darstellt. Die Grundlage der Vergleichung ist nicht schwer aufzufinden; in rhythmischen Absätzen, unter zunehmender Atemnot kommt man auf eine Höhe und kann dann in ein paar raschen Sprüngen wieder unten sein. So findet sich der Rhythmus des Koitus im Stiegensteigen wieder. Vergessen wir nicht den Sprachgebrauch heranzuziehen. Er zeigt uns, daß das „Steigen“ ohne weiteres als Ersatzbezeichnung der sexuellen Aktion gebraucht wird. Man pflegt zu sagen, der Mann ist ein „Steiger“, „nachsteigen“. Im Französischen heißt die Stufe der Treppe: la marche; „un vieux marcheur“ deckt sich ganz mit unserem „ein alter Steiger“. Das Traummaterial, aus dem diese neu erkannten Symbole stammen, wird Ihnen seinerzeit von dem Komitee zur Sammelforschung über Symbolik, welches wir einsetzen sollen, vorgelegt werden. Über ein anderes interessantes Symbol, das des „Rettens“ und dessen Bedeutungswandel, werden Sie im zweiten Band unseres Jahrbuches Angaben finden. Aber ich muß hier abbrechen, sonst komme ich nicht zu den anderen Punkten.
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Jeder einzelne von Ihnen wird sich aus seiner Erfahrung überzeugen, wie ganz anders er einem neuen Falle gegenübersteht, wenn er erst das Gefüge einiger typischer Krankheitsfälle durchschaut hat. Nehmen Sie nun an, daß wir das Gesetzmäßige im Aufbau der verschiedenen Formen von Neurosen in ähnlicher Weise in knappe Formeln gebannt hätten, wie es uns bis jetzt für die hysterische Symptombildung gelungen ist, wie gesichert würde dadurch unser prognostisches Urteil. Ja, wie der Geburtshelfer durch die Inspektion der Placenta erfährt, ob sie vollständig ausgestoßen wurde, oder ob noch schädliche Reste zurückgeblieben sind, so würden wir unabhängig vom Erfolg und jeweiligen Befinden des Kranken sagen können, ob uns die Arbeit endgültig gelungen ist, oder ob wir auf Rückfälle und neuerliche Erkrankung gefaßt sein müssen.
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b) Ich eile zu den Neuerungen auf dem Gebiete der Technik, wo wirklich das meiste noch seiner definitiven Feststellung harrt, und vieles eben jetzt klar zu werden beginnt. Die psychoanalytische Technik setzt sich jetzt zweierlei Ziele, dem Arzt Mühe zu ersparen und dem Kranken den uneingeschränktesten Zugang zu seinem Unbewußten zu eröffnen. Sie wissen, in unserer Technik hat eine prinzipielle Wandlung stattgefunden. Zur Zeit der kathartischen Kur setzten wir uns die Aufklärung der Symptome zum Ziel, dann wandten wir uns von den Symptomen ab und setzten die Aufdeckung der „Komplexe“ – nach dem unentbehrlich gewordenen Wort von Jung – als Ziel an die Stelle; jetzt richten wir aber die Arbeit direkt auf die Auffindung und Überwindung der „Widerstände“ und vertrauen mit Recht darauf, daß die Komplexe sich mühelos ergeben werden, sowie die Widerstände erkannt und beseitigt sind. Bei manchem von Ihnen hat sich seither das Bedürfnis gezeigt, diese Widerstände übersehen und klassifizieren zu können. Ich bitte Sie nun, an Ihrem Material nachzuprüfen, ob Sie folgende Zusammenfassung bestätigen können: Bei männlichen Patienten scheinen die bedeutsamsten Kurwiderstände vom Vaterkomplex auszugehen und sich in Furcht vor dem Vater, Trotz gegen den Vater und Unglauben gegen den Vater aufzulösen.
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Andere Neuerungen der Technik betreffen die Person des Arztes selbst. Wir sind auf die „Gegenübertragung“ aufmerksam geworden, die sich beim Arzt durch den Einfluß des Patienten auf das unbewußte Fühlen des Arztes einstellt, und sind nicht weit davon, die Forderung zu erheben, daß der Arzt diese Gegenübertragung in sich erkennen und bewältigen müsse. Wir haben, seitdem eine größere Anzahl von Personen die Psychoanalyse üben und ihre Erfahrungen untereinander austauschen, bemerkt, daß jeder Psychoanalytiker nur so weit kommt, als seine eigenen Komplexe und inneren Widerstände es gestatten, und verlangen daher, daß er seine Tätigkeit mit einer Selbstanalyse beginne, und diese, während er seine Erfahrungen an Kranken macht, fortlaufend vertiefe. Wer in einer solchen Selbstanalyse nichts zustande bringt, mag sich die Fähigkeit, Kranke analytisch zu behandeln, ohne weiteres absprechen.
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Wir nähern uns jetzt auch der Einsicht, daß die analytische Technik je nach der Krankheitsform und je nach den beim Patienten vorherrschenden Trieben gewisse Modifikationen erfahren muß. Von der Therapie der Konversionshysterie sind wir ja ausgegangen; bei der Angsthysterie (den Phobien) müssen wir unser Vorgehen etwas ändern. Diese Kranken können nämlich das für die Auflösung der Phobie entscheidende Material nicht bringen, solange sie sich durch die Einhaltung der phobischen Bedingung geschützt fühlen. Daß sie von Anfang der Kur an auf die Schutzvorrichtung verzichten und unter den Bedingungen der Angst arbeiten, erreicht man natürlich nicht. Man muß ihnen also so lange Hilfe durch Übersetzung ihres Unbewußten zuführen, bis sie sich entschließen können, auf den Schutz der Phobie zu verzichten und sich einer nun sehr gemäßigten Angst aussetzen. Haben sie das getan, so wird jetzt erst das Material zugänglich, dessen Beherrschung zur Lösung der Phobie führt. Andere Modifikationen der Technik, die mir noch nicht spruchreif scheinen, werden in der Behandlung der Zwangsneurosen erforderlich sein. Ganz bedeutsame, noch nicht geklärte Fragen tauchen in diesem Zusammenhange auf, inwieweit den bekämpften Trieben des Kranken ein Stück Befriedigung während der Kur zu gestatten ist, und welchen Unterschied es dabei macht, ob diese Triebe aktiver (sadistischer) oder passiver (masochistischer) Natur sind.
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Ich hoffe, Sie werden den Eindruck erhalten haben, daß, wenn wir all das wüßten, was uns jetzt erst ahnt, und alle Verbesserungen der Technik durchgeführt haben werden, zu denen uns die vertiefte Erfahrung an unseren Kranken führen muß, daß unser ärztliches Handeln dann eine Präzision und Erfolgsicherheit erreichen wird, die nicht auf allen ärztlichen Spezialgebieten vorhanden sind.
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Ad 2) Ich sagte, wir hätten viel zu erwarten durch den Zuwachs an Autorität, der uns im Laufe der Zeit zufallen muß. Über die Bedeutung der Autorität brauche ich Ihnen nicht viel zu sagen. Die wenigsten Kulturmenschen sind fähig, ohne Anlehnung an andere zu existieren oder auch nur ein selbständiges Urteil zu fällen. Die Autoritätssucht und innere Haltlosigkeit der Menschen können Sie sich nicht arg genug vorstellen. Die außerordentliche Vermehrung der Neurosen seit der Entkräftung der Religionen mag Ihnen einen Maßstab dafür geben. Die Verarmung des Ichs durch den großen Verdrängungsaufwand, den die Kultur von jedem Individuum fordert, mag eine der hauptsächlichsten Ursachen dieses Zustandes sein.
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Diese Autorität und die enorme von ihr ausgehende Suggestion war bisher gegen uns. Alle unsere therapeutischen Erfolge sind gegen diese Suggestion erzielt worden; es ist zu verwundern, daß unter solchen Verhältnissen überhaupt Erfolge zu gewinnen waren. Ich will mich nicht so weit gehen lassen, Ihnen die Annehmlichkeiten jener Zeiten, da ich allein die Psychoanalyse vertrat, zu schildern. Ich weiß, die Kranken, denen ich die Versicherung gab, ich wüßte ihnen dauernde Abhilfe ihrer Leiden zu bringen, sahen sich in meiner bescheidenen Umgebung um, dachten an meinen geringen Ruf und Titel und betrachteten mich wie etwa einen Besitzer eines unfehlbaren Gewinnsystems an dem Orte einer Spielbank, gegen den man einwendet, wenn der Mensch das kann, so muß er selbst anders aussehen. Es war auch wirklich nicht bequem, psychische Operationen auszuführen, während der Kollege, der die Pflicht der Assistenz gehabt hätte, sich ein besonderes Vergnügen daraus machte, ins Operationsfeld zu spucken, und die Angehörigen den Operateur bedrohten, sobald es Blut oder unruhige Bewegungen bei dem Kranken gab. Eine Operation darf doch Reaktionserscheinungen machen; in der Chirurgie sind wir längst daran gewöhnt. Man glaubte mir einfach nicht, wie man heute noch uns allen wenig glaubt; unter solchen Bedingungen mußte mancher Eingriff mißlingen. Um die Vermehrung unserer therapeutischen Chancen zu ermessen, wenn sich das allgemeine Vertrauen uns zuwendet, denken Sie an die Stellung des Frauenarztes in der Türkei und im Abendlande. Alles, was dort der Frauenarzt tun darf, ist, an dem Arm, der ihm durch ein Loch in der Wand entgegengestreckt wird, den Puls zu fühlen. Einer solchen Unzugänglichkeit des Objektes entspricht auch die ärztliche Leistung; unsere Gegner im Abendlande wollen uns eine ungefähr ähnliche Verfügung über das Seelische unserer Kranken gestatten. Seitdem aber die Suggestion der Gesellschaft die kranke Frau zum Gynäkologen drängt, ist dieser der Helfer und Retter der Frau geworden. Sagen Sie nun nicht, wenn uns die Autorität der Gesellschaft zu Hilfe kommt und unsere Erfolge so sehr steigert, so wird dies nichts für die Richtigkeit unserer Voraussetzungen beweisen. Die Suggestion kann angeblich alles und unsere Erfolge werden dann Erfolge der Suggestion sein und nicht der Psychoanalyse. Die Suggestion der Gesellschaft kommt doch jetzt den Wasser-, Diät- und elektrischen Kuren bei Nervösen entgegen, ohne daß es diesen Maßnahmen gelingt, die Neurosen zu bezwingen. Es wird sich zeigen, ob die psychoanalytischen Behandlungen mehr zu leisten vermögen.
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Nun muß ich aber Ihre Erwartungen allerdings wieder dämpfen. Die Gesellschaft wird sich nicht beeilen, uns Autorität einzuräumen. Sie muß sich im Widerstande gegen uns befinden, denn wir verhalten uns kritisch gegen sie; wir weisen ihr nach, daß sie an der Verursachung der Neurosen selbst einen großen Anteil hat. Wie wir den einzelnen durch die Aufdeckung des in ihm Verdrängten zu unserem Feinde machen, so kann auch die Gesellschaft die rücksichtslose Bloßlegung ihrer Schäden und Unzulänglichkeiten nicht mit sympathischem Entgegenkommen beantworten; weil wir Illusionen zerstören, wirft man uns vor, daß wir die Ideale in Gefahr bringen. So scheint es also, daß die Bedingung, von der ich eine so große Förderung unserer therapeutischen Chancen erwarte, niemals eintreten wird. Und doch ist die Situation nicht so trostlos, wie man jetzt meinen sollte. So mächtig auch die Affekte und die Interessen der Menschen sein mögen, das Intellektuelle ist doch auch eine Macht. Nicht gerade diejenige, welche sich zuerst Geltung verschafft, aber um so sicherer am Ende. Die einschneidendsten Wahrheiten werden endlich gehört und anerkannt, nachdem die durch sie verletzten Interessen und die durch sie geweckten Affekte sich ausgetobt haben. Es ist bisher noch immer so gegangen, und die unerwünschten Wahrheiten, die wir Psychoanalytiker der Welt zu sagen haben, werden dasselbe Schicksal finden. Nur wird es nicht sehr rasch geschehen; wir müssen warten können.
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Ad 3) Endlich muß ich Ihnen erklären, was ich unter der „Allgemeinwirkung“ unserer Arbeit verstehe, und wie ich dazu komme, Hoffnungen auf diese zu setzen. Es liegt da eine sehr merkwürdige therapeutische Konstellation vor, die sich in gleicher Weise vielleicht nirgendwo wiederfindet, die Ihnen auch zunächst befremdlich erscheinen wird, bis Sie etwas längst Vertrautes in ihr erkennen werden. Sie wissen doch, die Psychoneurosen sind entstellte Ersatzbefriedigungen von Trieben, deren Existenz man vor sich selbst und vor den anderen verleugnen muß. Ihre Existenzfähigkeit ruht auf dieser Entstellung und Verkennung. Mit der Lösung des Rätsels, das sie bieten, und der Annahme dieser Lösung durch die Kranken werden diese Krankheitszustände existenzunfähig. Es gibt kaum etwas Ähnliches in der Medizin; in den Märchen hören Sie von bösen Geistern, deren Macht gebrochen ist, sobald man ihnen ihren geheimgehaltenen Namen sagen kann.
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Nun setzen Sie an die Stelle des einzelnen Kranken die ganze an den Neurosen krankende, aus kranken und gesunden Personen bestehende Gesellschaft, an Stelle der Annahme der Lösung dort die allgemeine Anerkennung hier, so wird Ihnen eine kurze Überlegung zeigen, daß diese Ersetzung am Ergebnis nichts zu ändern vermag. Der Erfolg, den die Therapie beim einzelnen haben kann, muß auch bei der Masse eintreten. Die Kranken können ihre verschiedenen Neurosen, ihre ängstliche Überzärtlichkeit, die den Haß verbergen soll, ihre Agoraphobie, die von ihrem enttäuschten Ehrgeiz erzählt, ihre Zwangshandlungen, die Vorwürfe wegen und Sicherungen gegen böse Vorsätze darstellen, nicht bekannt werden lassen, wenn allen Angehörigen und Fremden, vor denen sie ihre Seelenvorgänge verbergen wollen, der allgemeine Sinn der Symptome bekannt ist, und wenn sie selbst wissen, daß sie in den Krankheitserscheinungen nichts produzieren, was die anderen nicht sofort zu deuten verstehen. Die Wirkung wird sich aber nicht auf das – übrigens häufig undurchführbare – Verbergen der Symptome beschränken; denn durch dieses Verbergenmüssen wird das Kranksein unverwendbar. Die Mitteilung des Geheimnisses hat die „ätiologische Gleichung“, aus welcher die Neurosen hervorgehen, an ihrem heikelsten Punkte angegriffen, sie hat den Krankheitsgewinn illusorisch gemacht, und darum kann nichts anderes als die Einstellung der Krankheitsproduktion die endliche Folge der durch die Indiskretion des Arztes veränderten Sachlage sein.
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Erscheint Ihnen diese Hoffnung utopisch, so lassen Sie sich daran erinnern, daß Beseitigung neurotischer Phänomene auf diesem Wege wirklich bereits vorgekommen ist, wenngleich in ganz vereinzelten Fällen. Denken Sie daran, wie häufig in früheren Zeiten die Halluzination der heiligen Jungfrau bei Bauernmädchen war. Solange eine solche Erscheinung einen großen Zulauf von Gläubigen, etwa noch die Erbauung einer Kapelle am Gnadenorte zur Folge hatte, war der visionäre Zustand dieser Mädchen einer Beeinflussung unzugänglich. Heute hat selbst die Geistlichkeit ihre Stellung zu diesen Erscheinungen verändert; sie gestattet, daß der Gendarm und der Arzt die Visionärin besuchen, und seitdem erscheint die Jungfrau nur sehr selten. Oder gestatten Sie, daß ich dieselben Vorgänge, die ich vorhin in die Zukunft verlegt habe, an einer analogen, aber erniedrigten und darum leichter übersehbaren Situation mit Ihnen studiere. Nehmen Sie an, ein aus Herren und Damen der guten Gesellschaft bestehender Kreis habe einen Tagesausflug nach einem im Grünen gelegenen Wirtshause verabredet. Die Damen haben miteinander ausgemacht, wenn eine von ihnen ein natürliches Bedürfnis befriedigen wolle, so werde sie laut sagen: sie gehe jetzt Blumen pflücken; ein Boshafter sei aber hinter dieses Geheimnis gekommen und habe auf das gedruckte und an die Teilnehmer verschickte Programm setzen lassen: Wenn die Damen auf die Seite gehen wollen, mögen sie sagen, sie gehen Blumen pflücken. Natürlich wird keine der Damen mehr sich dieser Verblümung bedienen wollen, und ebenso erschwert werden ähnliche neu verabredete Formeln sein. Was wird die Folge sein? Die Damen werden sich ohne Scheu zu ihren natürlichen Bedürfnissen bekennen und keiner der Herren wird daran Anstoß nehmen. Kehren wir zu unserem ernsthafteren Falle zurück. So und so viele Menschen haben sich in Lebenskonflikten, deren Lösung ihnen allzu schwierig wurde, in die Neurose geflüchtet und dabei einen unverkennbaren, wenn auch auf die Dauer allzu kostspieligen Krankheitsgewinn erzielt. Was werden diese Menschen tun müssen, wenn ihnen die Flucht in die Krankheit durch die indiskreten Aufklärungen der Psychoanalyse versperrt wird? Sie werden ehrlich sein müssen, sich zu den in ihnen rege gewordenen Trieben bekennen, im Konflikt standhalten, werden kämpfen oder verzichten, und die Toleranz der Gesellschaft, die sich im Gefolge der psychoanalytischen Aufklärung unabwendbar einstellt, wird ihnen zu Hilfe kommen.
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Erinnern wir uns aber, daß man dem Leben nicht als fanatischer Hygieniker oder Therapeut entgegentreten darf. Gestehen wir uns ein, daß diese ideale Verhütung der neurotischen Erkrankungen nicht allen einzelnen zum Vorteil gereichen wird. Eine gute Anzahl derer, die sich heute in die Krankheit flüchten, würde unter den von uns angenommenen Bedingungen den Konflikt nicht bestehen, sondern rasch zugrunde gehen oder ein Unheil anstiften, welches größer ist als ihre eigene neurotische Erkrankung. Die Neurosen haben eben ihre biologische Funktion als Schutzvorrichtung und ihre soziale Berechtigung; ihr „Krankheitsgewinn“ ist nicht immer ein rein subjektiver. Wer von Ihnen hat nicht schon einmal hinter die Verursachung einer Neurose geblickt, die er als den mildesten Ausgang unter allen Möglichkeiten der Situation gelten lassen mußte? Und soll man wirklich gerade der Ausrottung der Neurosen so schwere Opfer bringen, wenn doch die Welt voll ist von anderem unabwendbaren Elend?
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Sollen wir also unsere Bemühungen zur Aufklärung über den geheimen Sinn der Neurotik als im letzten Grunde gefährlich für den einzelnen und schädlich für den Betrieb der Gesellschaft aufgeben, darauf verzichten, aus einem Stück wissenschaftlicher Erkenntnis die praktische Folgerung zu ziehen? Nein, ich meine, unsere Pflicht geht doch nach der anderen Richtung. Der Krankheitsgewinn der Neurosen ist doch im ganzen und am Ende eine Schädigung für die einzelnen wie für die Gesellschaft. Das Unglück, das sich infolge unserer Aufklärungsarbeit ergeben kann, wird doch nur einzelne betreffen. Die Umkehr zu einem wahrheitsgemäßeren und würdigeren Zustand der Gesellschaft wird mit diesen Opfern nicht zu teuer erkauft sein. Vor allem aber: alle die Energien, die sich heute in der Produktion neurotischer Symptome im Dienste einer von der Wirklichkeit isolierten Phantasiewelt verzehren, werden, wenn sie schon nicht dem Leben zugute kommen können, doch den Schrei nach jenen Veränderungen in unserer Kultur verstärken helfen, in denen wir allein das Heil für die Nachkommenden erblicken können.
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So möchte ich Sie denn mit der Versicherung entlassen, daß Sie in mehr als einem Sinne Ihre Pflicht tun, wenn Sie Ihre Kranken psychoanalytisch behandeln. Sie arbeiten nicht nur im Dienste der Wissenschaft, indem Sie die einzige und nie wiederkehrende Gelegenheit ausnützen, die Geheimnisse der Neurosen zu durchschauen; Sie geben nicht nur Ihrem Kranken die wirksamste Behandlung gegen seine Leiden, die uns heute zu Gebote steht; Sie leisten auch Ihren Beitrag zu jener Aufklärung der Masse, von der wir die gründlichste Prophylaxe der neurotischen Erkrankungen auf dem Umwege über die gesellschaftliche Autorität erwarten.
1910-006F:1
Zusatz nur in 1910-006/1910
| konstituierter Text 1910-006F:1 | ∅ |
| 1910-006/1910:1 | Originalarbeiten. |
| 1910-006/1913 | ∅ |
| 1910-006/1921 | ∅ |
| 1910-006/1924 | ∅ |
| 1910-006/1925 | ∅ |
1910-006F:2
Zusatz nur in 1910-006/1910, 1910-006/1913, 1910-006/1921
| konstituierter Text 1910-006F:2 | ∅ |
| 1910-006/1910:1 | I. |
| 1910-006/1913:288 | VII. |
| 1910-006/1921:288 | VII. |
| 1910-006/1924 | ∅ |
| 1910-006/1925 | ∅ |
1910-006F:4
Zusatz nur in 1910-006/1910
| konstituierter Text 1910-006F:4 | ∅ |
| 1910-006/1910:1 | Von Sigm. Freud. |
| 1910-006/1913 | ∅ |
| 1910-006/1921 | ∅ |
| 1910-006/1924 | ∅ |
| 1910-006/1925 | ∅ |
1910-006F:6
Zusatz nur in 1910-006/1913, 1910-006/1921
| konstituierter Text 1910-006F:6 | ∅ |
| 1910-006/1910 | ∅ |
| 1910-006/1913:288 | Zentralblatt für Psychoanalyse, Bd. I, 1910. (Fußnote zum Titel) |
| 1910-006/1921:288 | Zentralblatt für Psychoanalyse, Bd. I, 1910. (Fußnote zum Titel) |
| 1910-006/1924 | ∅ |
| 1910-006/1925 | ∅ |
1910-006F:10
Emendation gegen 1910-006/1925
| konstituierter Text 1910-006F:10 | aus dem, was der Arzt (emendiert) |
| 1910-006/1910 | was |
| 1910-006/1913:289 | was |
| 1910-006/1921:289 | was |
| 1910-006/1924:26 | war |
| 1910-006/1925:26 | war |
1910-006F:5
a Änderung ab 1910-006/1924
| konstituierter Text 1910-006F:5 | privaten Psychoanalytischen Kongreß |
| 1910-006/1910:1 | Privatkongress der Psychoanalytiker |
| 1910-006/1913:288 | Privatkongreß der Psychoanalytiker |
| 1910-006/1921:288 | Privatkongreß der Psychoanalytiker |
| 1910-006/1924:25 | privaten Psychoanalytischen Kongreß |
| 1910-006/1925:25 | privaten Psychoanalytischen Kongreß |
1910-006F:5
b Änderung ab 1910-006/1924
| konstituierter Text 1910-006F:5 | , 1910; zuerst erschienen im „Zentralblatt für Psychoanalyse“, I (1910), dann in der Dritten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“. |
| 1910-006/1910:1 | 1910). |
| 1910-006/1913:288 | 1910.) |
| 1910-006/1921:288 | 1910.) |
| 1910-006/1924:25 | , 1910; zuerst erschienen im „Zentralblatt für Psychoanalyse“, I (1910), dann in der Dritten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“. |
| 1910-006/1925:25 | , 1910; zuerst erschienen im „Zentralblatt für Psychoanalyse“, I (1910), dann in der Dritten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“. |
1910-006F:14
Änderung ab 1910-006/1913
| konstituierter Text 1910-006F:14 | bestätigen können |
| 1910-006/1910:4 | bestätigen zu können |
| 1910-006/1913:291 | bestätigen können |
| 1910-006/1921:291 | bestätigen können |
| 1910-006/1924:29 | bestätigen können |
| 1910-006/1925:29 | bestätigen können |
1910-006F:15
Änderung ab 1910-006/1913
| konstituierter Text 1910-006F:15 | geworden |
| 1910-006/1910:4 | worden |
| 1910-006/1913:291 | geworden |
| 1910-006/1921:291 | geworden |
| 1910-006/1924:29 | geworden |
| 1910-006/1925:29 | geworden |
1910-006F:19
a Zusatz ab 1910-006/1924
| konstituierter Text 1910-006F:19 | selbst |
| 1910-006/1910:5 | ∅ |
| 1910-006/1913:293 | ∅ |
| 1910-006/1921:293 | ∅ |
| 1910-006/1924:31 | selbst |
| 1910-006/1925:31 | selbst |
1910-006F:19
b Änderung ab 1910-006/1924
| konstituierter Text 1910-006F:19 | dem |
| 1910-006/1910:5 | der |
| 1910-006/1913:293 | der |
| 1910-006/1921:293 | der |
| 1910-006/1924:31 | dem |
| 1910-006/1925:31 | dem |
1910-006F:19
c Änderung ab 1910-006/1913
| konstituierter Text 1910-006F:19 | daran gewöhnt |
| 1910-006/1910:5 | gewöhnt daran |
| 1910-006/1913:293 | daran gewöhnt |
| 1910-006/1921:293 | daran gewöhnt |
| 1910-006/1924:31 | daran gewöhnt |
| 1910-006/1925:31 | daran gewöhnt |
1910-006F:19
d Streichung ab 1910-006/1913
| konstituierter Text 1910-006F:19 | dies nichts |
| 1910-006/1910:6 | dies doch nichts |
| 1910-006/1913:294 | dies nichts |
| 1910-006/1921:294 | dies nichts |
| 1910-006/1924:31 | dies nichts |
| 1910-006/1925:31 | dies nichts |
1910-006F:7
Therapie
Therapie
1910-006F:7
Bekämpfung der Neurosen
Bekämpfung der Neurosen
1910-006F:8
durch inneren Fortschritt
durch inneren Fortschritt
1910-006F:8
durch Zuwachs an Autorität
durch Zuwachs an Autorität
1910-006F:8
durch die Allgemeinwirkung
durch die Allgemeinwirkung
1910-006F:9
innerem Fortschritt
innerem Fortschritt
1910-006F:9
in unserer Technik
in unserer Technik
1910-006F:10
Unbewußten
Unbewußten
1910-006F:10
Machtzuwachs
Machtzuwachs
1910-006F:10
psychoanalytische Kur
psychoanalytische Kur
1910-006F:10
zwei Stücken
zwei Stücken
1910-006F:10
Erwartungsvorstellung
Erwartungsvorstellung
1910-006F:10
auffindet
auffindet
1910-006F:10
Überwindung der Widerstände
Überwindung der Widerstände
1910-006F:10
Übertragung
Übertragung
1910-006F:10
weit kräftigeren
weit kräftigeren
1910-006F:11
Symbolik
Symbolik
1910-006F:11
im Traum
im Traum
1910-006F:11
im Unbewußten
im Unbewußten
1910-006F:11
Stekel
Stekel
1910-006F:11
Traumsymbole
Traumsymbole
1910-006F:11
Traumdeutung
Traumdeutung
Verknüpfte Quelle:
Die Traumdeutung
1910-006F:11
wichtige Ergänzungen
wichtige Ergänzungen
1910-006F:12
Koitussymbol
Koitussymbol
1910-006F:12
darstellt
darstellt
1910-006F:12
Sprachgebrauch
Sprachgebrauch
1910-006F:12
Ersatzbezeichnung
Ersatzbezeichnung
1910-006F:12
Rettens
Rettens
1910-006F:12
zweiten Band unseres Jahrbuches
zweiten Band unseres Jahrbuches
Verknüpfte Quelle:
Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen 2
1910-006F:12
Angaben finden
Angaben finden
Verknüpfte Quelle:
Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne
1910-006F:13
hysterische Symptombildung
hysterische Symptombildung
1910-006F:13
prognostisches Urteil
prognostisches Urteil
1910-006F:13
wie gesichert würde
wie gesichert würde
1910-006F:14
Technik
Technik
1910-006F:14
kathartischen Kur
kathartischen Kur
1910-006F:14
Aufklärung der Symptome
Aufklärung der Symptome
1910-006F:14
Komplexe
Komplexe
1910-006F:14
Jung
Jung
1910-006F:14
Auffindung und Überwindung
Auffindung und Überwindung
1910-006F:14
mühelos ergeben
mühelos ergeben
1910-006F:14
Kurwiderstände
Kurwiderstände
1910-006F:14
Vaterkomplex
Vaterkomplex
1910-006F:14
auszugehen
auszugehen
1910-006F:14
Furcht vor dem Vater
Furcht vor dem Vater
1910-006F:14
Trotz gegen den Vater
Trotz gegen den Vater
1910-006F:14
Unglauben gegen den Vater
Unglauben gegen den Vater
1910-006F:15
Gegenübertragung
Gegenübertragung
1910-006F:15
einstellt
einstellt
1910-006F:15
bewältigen müsse
bewältigen müsse
1910-006F:15
nur so weit kommt
nur so weit kommt
1910-006F:15
Selbstanalyse
Selbstanalyse
1910-006F:15
beginne
beginne
1910-006F:16
vorherrschenden Trieben
vorherrschenden Trieben
1910-006F:16
Konversionshysterie
Konversionshysterie
1910-006F:16
Angsthysterie
Angsthysterie
1910-006F:16
den Phobien
den Phobien
1910-006F:16
phobischen Bedingung
phobischen Bedingung
1910-006F:16
geschützt fühlen
geschützt fühlen
1910-006F:16
Schutzvorrichtung
Schutzvorrichtung
1910-006F:16
Übersetzung ihres Unbewußten
Übersetzung ihres Unbewußten
1910-006F:16
Zwangsneurosen
Zwangsneurosen
1910-006F:16
ein Stück Befriedigung
ein Stück Befriedigung
1910-006F:16
sadistischer
sadistischer
1910-006F:16
masochistischer
masochistischer
1910-006F:16
oder passiver
oder passiver
1910-006F:17
Erfolgsicherheit
Erfolgsicherheit
1910-006F:18
Bedeutung der Autorität
Bedeutung der Autorität
1910-006F:18
Kulturmenschen
Kulturmenschen
1910-006F:18
Autoritätssucht
Autoritätssucht
1910-006F:18
ohne Anlehnung an andere
ohne Anlehnung an andere
1910-006F:18
Entkräftung der Religionen
Entkräftung der Religionen
1910-006F:18
Verarmung des Ichs
Verarmung des Ichs
1910-006F:18
Verdrängungsaufwand
Verdrängungsaufwand
1910-006F:18
durch den großen
durch den großen
1910-006F:18
von jedem Individuum fordert
von jedem Individuum fordert
1910-006F:18
Ursachen dieses Zustandes
Ursachen dieses Zustandes
1910-006F:19
Suggestion
Suggestion
1910-006F:19
von ihr ausgehende
von ihr ausgehende
1910-006F:19
war bisher gegen uns
war bisher gegen uns
1910-006F:19
so sehr steigert
so sehr steigert
1910-006F:19
Erfolge der Suggestion
Erfolge der Suggestion
1910-006F:20
im Widerstande gegen uns
im Widerstande gegen uns
1910-006F:20
Verursachung der Neurosen
Verursachung der Neurosen
1910-006F:20
Illusionen zerstören
Illusionen zerstören
1910-006F:20
auch eine Macht
auch eine Macht
1910-006F:20
Wahrheiten
Wahrheiten
1910-006F:21
Allgemeinwirkung
Allgemeinwirkung
1910-006F:21
Psychoneurosen
Psychoneurosen
1910-006F:21
Ersatzbefriedigungen von Trieben
Ersatzbefriedigungen von Trieben
1910-006F:21
verleugnen muß
verleugnen muß
1910-006F:21
ruht auf dieser Entstellung
ruht auf dieser Entstellung
1910-006F:21
existenzunfähig
existenzunfähig
1910-006F:22
bei der Masse eintreten
bei der Masse eintreten
1910-006F:22
den Haß verbergen
den Haß verbergen
1910-006F:22
enttäuschten Ehrgeiz
enttäuschten Ehrgeiz
1910-006F:22
Vorwürfe wegen
Vorwürfe wegen
1910-006F:22
Sicherungen gegen
Sicherungen gegen
1910-006F:22
ätiologische Gleichung
ätiologische Gleichung
1910-006F:22
Neurosen hervorgehen
Neurosen hervorgehen
1910-006F:22
illusorisch gemacht
illusorisch gemacht
1910-006F:23
Halluzination
Halluzination
1910-006F:23
in die Neurose geflüchtet
in die Neurose geflüchtet
1910-006F:23
Flucht in die Krankheit
Flucht in die Krankheit
1910-006F:23
versperrt
versperrt
1910-006F:23
im Gefolge der psychoanalytischen Aufklärung
im Gefolge der psychoanalytischen Aufklärung
1910-006F:24
Funktion als Schutzvorrichtung
Funktion als Schutzvorrichtung
1910-006F:24
Krankheitsgewinn
Krankheitsgewinn
1910-006F:25
eine Schädigung
eine Schädigung
1910-006F:25
Energien
Energien
1910-006F:25
von der Wirklichkeit isolierten
von der Wirklichkeit isolierten
1910-006F:26
Prophylaxe
Prophylaxe
1910-006F:26
gründlichste
gründlichste
1910-006F:26
Emendation gegen 1910-006/1925
| konstituierter Text 1910-006F:26 | Sinne Ihre Pflicht (emendiert) |
| 1910-006/1910:9 | Ihre |
| 1910-006/1913:298 | Ihre |
| 1910-006/1921:298 | Ihre |
| 1910-006/1924:36 | ihre |
| 1910-006/1925:36 | ihre |
1910-006F:15
inneren Widerstände
inneren Widerstände
1910-006F:16
gemäßigten
gemäßigten
1910-006F:20
verletzten Interessen
verletzten Interessen
1910-006F:20
geweckten Affekte
geweckten Affekte
1910-006F:23
nur sehr selten
nur sehr selten
1910-006F:23
im Konflikt standhalten
im Konflikt standhalten
1910-006F:25
Veränderungen in unserer Kultur
Veränderungen in unserer Kultur
1910-006F:26
im Dienste der Wissenschaft
im Dienste der Wissenschaft