Rank, Otto (1913-508//1913-766): 19. Sitzung am 26. Februar 1913: Dr. Paul Federn: Berufs- und Arbeitsstörung durch Neurose. (Disk. „Gesellschaft und Neurose“
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Korrespondenzblatt der Intern. Psychoanalyt. Vereinigung.
wendung. Als Ausgangspunkt wird das für beide Phänomene charakteristische
Element des Gleichklangs und Rhythmus gewählt. Der Gleichklang hat ein infan-tiles Vorbild in der Kindersprache, der Rhythmus im Lallen. Die durch das
Wiedererkennen gewonnene Lust, das aus psychischer Ersparung stammt, ist
das Motiv für den Gleichklang. Der Rhythmus ist selbständige Lustquelle;
er gewinnt die Fähigkeit, Lust zu gewähren, daraus, daß er die Lust an einer elementaren Triebbefriedigung repräsentiert.
Es wird dann das Verhältnis des Refrains zum Affekt besprochen und
zwei Arten des Refrains unterschieden: der sinnlose, unartikulierte und der
aus dem Chorgesang stammende. Eine Funktion des Refrains ist die Ver-änderung des Affekts, die Form überwindet den Widerstand, den wir gegen
die Äußerung dieses Affekts haben. Anders Male dient der Refrain den
Affekt und hemmt seine Abfuhr, was an Beispielen erläutert wird.
Aus der Analyse eines Kinderreimes wird der Reim als Kompromiß-leistung zweier, der Zensur gegenüber konfliktloser Tendenzen aufgedeckt.
Reim und Rhythmus sind autoerotisch (der Lyriker spricht nur von sich).
Schließlich streift der Vortragende noch die Frage, warum der Antike der
Reim gefehlt habe und glaubt, daß auch die Sexualverdrängung des Christen-tums daran teilhabe.
19. Sitzung am 26. Februar 1913:
Dr. Paul Federn: Berufs- und Arbeitsstörung durch
Neurose. (Disk. „Gesellschaft und Neurose“, I. Wird publiziert.)
20. Sitzung am 5. März 1913:
Dr. Theodor Reik: Die „Allmacht der Gedanken“ bei
Arthur Schnitzler (erscheint in „Imago“, Juniheft. 1913).
21. Sitzung am 12. März 1913:
Dr. V. Tausk: Der Vaterkomplex. („Gesellschaft und Neurose“, II.)
22. Sitzung am 19. März 1913:
Kasuistische Mitteilungen und Referate.
1. Prof. Freud: Eine Traumdarstellung.
2. Friedjung: Onanie als Quelle von Schamgefühl.
3. Rank: Beitrag zur Psychologie des Attentäters.
4. Dr. Reik: Psychoanalytische Forschung.
5. Dr. Sachs: Ein religionsgeschichtlicher Beitrag.
6. Dr. Weiß: Experimentelle Träume.
23. Sitzung am 2. April 1913:
Dr. Hanns Sachs: Zweifel (wird publiziert).
24. Sitzung am 9. April 1913:
Dr. J. Sadger: Ein Autoerotiker.
25. Sitzung am 16. April 1913:
Dr. Ed. Hitschmann: Neurose und Ehelosigkeit. (Disk. „Ge-sellschaft und Neurose“, III.)
26. Sitzung am 23. April 1913:
Dr. J. Sadger: Autoerotik und Narzißmus.
27. Sitzung am 30. April 1913:
Kasuistische Mitteilungen und Referate.