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Migraine feste Punkte.
1). Eine Sum̄ationssache. Es dauert von einem Anstoß
bis zum Ausbruch der Symptome Stunden bis Tage.
Man hat gleichsam Empfindung davon, wie ein Hindernis
überwunden wird und sich dann ein Vorgang fortsetzt.2. Eine Sum̄ationssache. Auch ohne Anstoß gewinnt man
den Eindruck, als ob sich ein Reiz anhäufen müßte,
der zu Beginn des Intervalls in geringster, gegen
Ende in größter Quantität vorhanden ist.3. Eine Sum̄ationssache, bei der die Empfindlichkeit gegen
Aetiologien inder Niveauhöhe des bereits vor-auf
handenen Reizes besteht.4. Eine Sache mit complizirter Aetiologie, vielleicht
nach dem Schema der Kettenätiologie, wo eine nächste
Ursache durch viele Momente direkt u indirekt erzeugt
werden kan̄ , oder nach dem der Surrogatätiologie,
wo nebst einer specifischen Ursache banale quantitativ
ersetzend eintreten können.5) Eine Sache nach dem Vorbild der Menstrualmigraine
u zur sexuellen Gruppe gehörig. Beweise:
a) Bei gesunden Männern am seltensten.
b) auf das sexuelle Lebensalter beschränkt, Kindheit
u Alter fast ausgenom̄en.
c) Wen̄ durch Sum̄ation erzeugt, so ist der sex. Reiz etwas
auch durch Sum̄ation erzeugtesS.
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d). Die Analogie der Periodicität.
e). Häufigkeit bei Personen mit gestörter Sexualabfuhr
(Neurasth, coit. interrupt6). Sichere Erzeugg der Migraine durch chemische Reize
Menschengift, Scirocco, Ermüdung, Gerüche. Nun ist auch
der sex Reiz ein chemischer.7). Aufhören der Migr in der Gravidität, wo die
Produktion wahrscheinlich anders gelenkt wirdDarnach sollte man meinen, daß die Migr eine Giftwirkg
darstellt, die durch den sex. Reizstoff erzeugt wird, wen̄
dieser nicht genügende Abfuhr findet, wozu vielleicht
noch gehört, daß eine gewisse topisch zu bestim̄ende Bahn
sich in besonderer Empfänglichkeit befindet, Die
Frage nach dieser ist die Frage nach der Lokalisation
der Migraine.8). Für diese Bahn hat man die Anzeichen, daß organische
Erkrankgen des Schädels, Tumoren und Eitergen ( ohne toxische
Mittelglieder??) Migr oder Ähnlichstes erzeugen, ferner
daß die Migr halbseitig ist, mit der Nase zusam̄en-
hängt u sich mit lokalisirten Lähmgserscheingen verbindet.
– Das erste dieser Zeichen ist nicht eindeutig. Die Halbseitigkeit,
Lokalisation über dem Auge, Complication mit herdartigen
Lähmgen sind wichtiger.S.
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9) Die Schmerzhaftigkeit der Migr läßt nur an die Hirnhäute
denken, da Hirnsubstanzaffektionen sicher schmerzlos sind.10). Rückt die Migr so in die Neuralgien, so stim̄t dazu
die Sum̄ation, die Empfindlichkeit mit ihren Schwankgen,
die Entstehg von Neuralgien durch toxische Reize.
Sie wird so die toxische Neuralgie als physiolog. Vorbild. Ihr
Schmerzgebiet ist die Schädelhaut, ihre Bahn der Trigeminus
Da die Neuralg. Veränderg aber eine centrale sein muß,
so ist ein Trigem Kern, dessen Fasern die Dura versorgen
als topisches Centrum der Migr. anzunehmen .Da der M.-schmerz ähnlich der Supraorbitalneuralgie verlegt
wird, muß dieser Durakern dem Kern für den Ramus
I benachbart sein. Da die einzelnen Trigemäste u Kerne
einander beeinflußen, können auch alle anderen Trigem.
affektionen zur Aetiologie als concurrirende (nicht banale)
Momente beitragen.Das Symptombild u die biologische Stellung
der MigräneDer Schmerz einer Neuralgie findet gewöhnlich seinen
Abfluß in tonische Span̄ung (selbst klonische Zuckg)
Daher nicht unmöglich, daß zur M spastische Innervation
der Gefäßmuskeln als Reflexgebiet des Durabezirkes
gehört. Dieser mag man die allgemeineS.
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ja selbst die lokalisirte Funktionsstörung zuschreiben,
die sich symptomatisch von einer solchen durch Gefäß-
verengerg nicht unterscheidet. (Ähnlichkeit der Migr
mit Anfällen von Thrombose). Ein Theil der
Hem̄g kom̄t dem Schmerz an u für sich zu. Mutmaßlich
ist es das Gefäßgebiet des Plexus chorioid. welches
zunächst von dem Abfuhrspasmus betroffen wird.
Die Beziehg zu Auge u Nase erklärt sich durch
die gemeinschaftl Angehörigkeit zum I Ast.
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"Migraine feste Punkte" (Draft I)
1895-104/1895