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Der Toynbeehalle wurde auf Antrag des Br. Dr. Josef Je-
rusalem 1000 K unter der Voraussetzung zugewendet, daß
diese Institution in die Leitung der w. „Eintracht“ über-
tragen wird.
Die auch in diesem Jahre bestehende Sperre von Neuauf-
nahmen in die „Wien“ wurde als wesentlicher Grund einer ge-
wissen Stagnation von mehreren Brüdern beanständet und die
Öffnung der Loge angeregt. Hierüber erfolgten eingehende Er-
örterungen unter Zuziehung maßgebender Brüder der w. „Ein-
tracht“. Der Beschluß wurde erst in einem späteren Zeitpunkte
gefaßt.
Zu dem im Oktober 1904 stattgehabten 10jährigen Stiftungs-
feste der „Philantropia“ in Reichenberg wurden die Expräs. Dr.
Edmund Kohn und der w. Präs. Dr. Langstein als Dele-
gierte entsendet.
Im Laufe des Jahres 1904 wurden in 16 Sitzungen nachfol-
gende Vorträge gehalten:
Von Prof. Dr. Ehrmann: „Stand der B'B'-Vereinigungen
in Amerika“,
„ Dr. Freud: „Hammurabi“,
„ Mor. Friedländer: „Hiob“,
„ Prof. Dr. Ehrmann: „Die kulturhistorische Bedeutung
der Universitäten“,
„ Dr. Josef Jerusalem: „Staat und Gesellschaft“,
„ Prof. Dr. Ehrmann: „Der Aufenthalt Israels in
Ägypten nach Wilh. Spiegelberg“,
„ Ad. Schwarz: „Amerikana“,
„ Monath: „Neue Staatslehre nach Anton Menger“,
„ Prof. Herm. Cohen: „Innere Beziehungen Kants zum
Judentum“,
„ Dr. Al. Klemperer: „Bericht über den Verbandstag“.
Eingeführt, bezw. vorgestellt, wurde der Br. Philipp Broch.
Eine Trauersitzung fand statt. Die Anzahl der Mitglieder erhöhte
sich um 1 und verminderte sich infolge Todesfalles um 1, sie
blieb sich also Ende 1904 gleich 1903 auf 175.