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S.
Falzeder:
1. XI. 1935
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19
Lieber Herr Doktor
Ich freue mich, dass Sie soviel bessere Nachrichten über die Möglichkeit Ihrer Veröffentlichungen geben konnten.
Was die Analyse Ihres hoffnungsvollen Sohnes betrifft, so ist das gewiß eine heikle Sache. Bei einem jüngeren Bruder möchte es leichter gehen, bei der eigenen Tochter ist es mir gut geraten, bei einem Sohn hat es besondere Bedenken. Nicht daß ich direkt vor einer Gefahr warnen könnte; es kommt offenbar alles auf die beiden Personen und ihr Verhältnis zu einander an. Die Schwierigkeiten sind Ihnen bekannt. Ich würde mich nicht verwundern, wenn es Ihnen trotzdem gelänge. Es ist für den Fremden schwer zu entscheiden. Ich würde Ihnen nicht dazu raten und habe kein Recht, es Ihnen zu untersagen.
Mit herzlichem Gruss
Ihr Freud
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S.