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S.
PROF. DR. FREUD WIEN IX., BERGGASSE 19.
5. 2. 22
Lieber Herr Doktor
Ich meine, es ist überflüßig,
daß wir uns des Längeren
über die Angelegenheit
unterhalten. Es genügt, daß
Sie wissen, Sie haben etwas
nicht gut gemacht, und ahnen
sogar, warum es nicht
besser ausfiel. Mit Analysen
ausgiebig beschäftigt, habe
ich für neue kein rechtes
Interesse.Dr Schilder hat zugesagt, in
der nächsten Sitzung das
Wort zu ergreifen, um
einerseits Ferenczi’s An-
recht ausdrücklich anzuer-
kennen, anderseits Ihrer
Auffassung seines Benehm-
ens von seinem Standpunkt
aus zu widersprechen.
Damit wird die Angelegen-
heit zunächst erledigt
sein. Sie hinterlässt -
S.
Berggasse 19
Wien 1090
Austria
C43F37
Michele Lualdi (an CD, 20.7.2026) danken wir den Hinweis, dass dieser Brief Freuds, der ursprünglich wohl irrtümlich in die Korrespondenz Freud-Wittels eingeordnet war, an Paul Federn gerichtet war.
"Ich glaube, Freuds Brief vom 05.02.1922 war nicht an Wittels gesendet, sondern an Paul Federn. Denn:
1) Man kann denselben Brief im LoCs Ordner mit den Briefen zwischen Freud und Federn (https://www.loc.gov/resource/mss39990.02510/?sp=46) finden;
2) Der Brief betrifft die WPV, und 1922 gehörte Wittels der WPV nicht an;
3) Federn (nicht Wittels) hatte mit der Frage "Schilder" zu tun, von der der Brief spricht."