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S.
PROF. DR. FREUD
WIEN, IX., BERGGASSE 1927. 4. 1933
Liebe Frau S. C. P.
Sie sagen mit Recht, daß
Sie eine Reihe von un-
zweckmäßigen Dingen
mit Ihrer Gesundheit ange-
stellt haben, aber ich meine,
Sie setzen das jetzt fort.
Vor einigen Jahren hat
unsere Freundin Marie
Bonaparte hier dieselbe
Infektion bekommen
und wurde durch die Spül-
ungen, die Sie ablehnen,
prompt und dauernd herge-
stellt. Es war sogar damals,
daß ich den Dr Schur
kennen lernte, der seit-
her mein Vertrauen
als Arzt genießt. Ich höre
von ihm, daß Sie von den
akuten Anfällen auch
ohne diese Eingriffe ge-
nesen werden, aber der
Gefahr ungezälter
Rückfälle usw ausgesetzt -
S.
bleiben. Es liegt mir
natürlich daran, daß Sie Ihre
Analyse ohne Unterbrech-
ungen durch solche Vorstöße
Ihrer bekannten Destruk-
tionsneigung durchführen.
Also werden Sie rasch ge-
sund! Sie werden mich
kaum wieder in der
Berggasse besuchen. Die
neue Adreße von Anfangs
Mai an ist Hohe Warte
46.Herzlichen Gruß
Freud