• S.

    PROF. DR. FFEUD

    Berchtesgaden, 
    Dietfeldhof
    14.8.08

    Sehr geehrter Herr College, 

    Obwol Sie, wie ich sehe, Material genug 
    für Ihre Zeitschrift habe unternehme ich 
    es, Ihnen eine Arbeit „Über infantile Sexu-
    altheorien“ anzubieten, die ich in diesem 
    Monat hier schreiben werde. Von meiner Sei-
    te wären noch die wünsche mitzutheilen 1.) 
    dass die Arbeit noch 1908 ercheint (wegen 
    ihres Zusammentreffens mit einer anderen, 
    in der auf sie Bezug genommen wird, 2) dass 
    Sie mir den Sonderabdruck derselben im 
    zweiten Heft meiner kleinen Schriften frei-
    geben, soblad ein solches vorbereitet wird. 

    Ich erbitte mir also Ihren Bescheid hier-
    her. Ich kann Ihnen verraten, dass die An-
    kündigg von Molls Sexualleben des Kindes 
    auch zur Veröffentlichung des lange bereit-
    liegenden Materials drängt. 

    Mit colleg. Grüssen
    Ihr sehr ergebener 
    Freud

    P.S. Können Sie nicht den schädlichen 
    Schwätzer Näcke, der sich auch in Ihre Blätter 
    spuckt, etwas fernhalten?