1905-004F:330
c Zusatz ab 1905-004/1920
| konstituierter Text 1905-004F:330 | also |
| 1905-004/1905:72 | ∅ |
| 1905-004/1910:78 | ∅ |
| 1905-004/1915:92 | ∅ |
| 1905-004/1920:95 | also |
| 1905-004/1922:95 | also |
| 1905-004/1924:108 | also |
| 1905-004/1925:108 | also |
1905-004F:330
c Zusatz ab 1905-004/1920
| konstituierter Text 1905-004F:330 | also |
| 1905-004/1905:72 | ∅ |
| 1905-004/1910:78 | ∅ |
| 1905-004/1915:92 | ∅ |
| 1905-004/1920:95 | also |
| 1905-004/1922:95 | also |
| 1905-004/1924:108 | also |
| 1905-004/1925:108 | also |
1905-004F:330
b Zusatz ab 1905-004/1915
| konstituierter Text 1905-004F:330 | wahrscheinlich jedes Organ |
| 1905-004/1905:72 | ∅ |
| 1905-004/1910:78 | ∅ |
| 1905-004/1915:92 | , wahrscheinlich jedes Organ, |
| 1905-004/1920:94 | , wahrscheinlich jedes Organ, |
| 1905-004/1922:94 | , wahrscheinlich jedes Organ, |
| 1905-004/1924:108 | , wahrscheinlich jedes Organ, |
| 1905-004/1925:108 | , wahrscheinlich jedes Organ, |
1905-004F:330
a Änderung ab 1905-004/1915, erneut geändert ab 1905-004/1920, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:330 | nach einer kurzen Blüteperiode vom zweiten bis zum fünften Jahre |
| 1905-004/1905:71 | zunächst |
| 1905-004/1910:78 | zunächst |
| 1905-004/1915:91 | nach einer kurzen Blüteperiode vom 3. bis zum 5. Jahr |
| 1905-004/1920:94 | nach einer kurzen Blüteperiode vom 2. bis zum 5. Jahre |
| 1905-004/1922:94 | nach einer kurzen Blüteperiode vom 2. bis zum 5. Jahre |
| 1905-004/1924:107 | nach einer kurzen Blüteperiode vom zweiten bis zum fünften Jahre |
| 1905-004/1925:107 | nach einer kurzen Blüteperiode vom zweiten bis zum fünften Jahre |
1905-004F:448
Zusatz ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:448 | Es ist hier der Ort, auf eine gewiß phantastische, aber überaus geistreiche Schrift von Ferenczi (Versuch einer Genitaltheorie, 1924) hinzuweisen, in der das Geschlechtsleben der höheren Tiere aus ihrer biologischen Entwicklungsgeschichte abgeleitet wird |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915 | ∅ |
| 1905-004/1920 | ∅ |
| 1905-004/1922 | ∅ |
| 1905-004/1924:104 | Es ist hier der Ort, auf eine gewiß phantastische, aber überaus geistreiche Schrift von Ferenczi (Versuch einer Genitaltheorie, 1924) hinzuweisen, in der das Geschlechtsleben der höheren Tiere aus ihrer biologischen Entwicklungsgeschichte abgeleitet wird. |
| 1905-004/1925:104 | Es ist hier der Ort, auf eine gewiß phantastische, aber überaus geistreiche Schrift von Ferenczi (Versuch einer Genitaltheorie, 1924) hinzuweisen, in der das Geschlechtsleben der höheren Tiere aus ihrer biologischen Entwicklungsgeschichte abgeleitet wird. |
1905-004F:447
Zusatz ab 1905-004/1915
| konstituierter Text 1905-004F:447 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915:88 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen. |
| 1905-004/1920:91 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen. |
| 1905-004/1922:91 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen. |
| 1905-004/1924:104 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen. |
| 1905-004/1925:104 | Ungezählte Eigentümlichkeiten des menschlichen Liebeslebens sowie das Zwanghafte der Verliebtheit selbst sind überhaupt nur durch die Rückbeziehung auf die Kindheit und als Wirkungsreste derselben zu verstehen. |
1905-004F:446
Zusatz ab 1905-004/1920, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:446 | Siehe meinen Aufsatz „Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne“, 1910 [Bd. V der Gesamtausgabe |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915 | ∅ |
| 1905-004/1920:91 | S. meinen Aufsatz „Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne“ 1910 in Sammlung klein. Schriften z. Neurosenlehre, IV. Folge. |
| 1905-004/1922:91 | S. meinen Aufsatz „Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne“ 1910 in Sammlung klein. Schriften z. Neurosenlehre, IV. Folge. |
| 1905-004/1924:103 | Siehe meinen Aufsatz „Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne“, 1910 [Bd. V der Gesamtausgabe]. |
| 1905-004/1925:103 | Siehe meinen Aufsatz „Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne“, 1910 [Bd. V der Gesamtausgabe]. |
1905-004F:445
Änderung ab 1905-004/1910, erneut geändert ab 1905-004/1915, erneut geändert ab 1905-004/1920, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:445 | 4. Auflage, S. 198, Bd. III u. IV der Gesamtausgabe |
| 1905-004/1905:67 | pag. 181). |
| 1905-004/1910:73 | 2. Auflage, pag. 185). |
| 1905-004/1915:86 | 4. Auflage, pag. 198). |
| 1905-004/1920:89 | 4. Auflage, S. 198). |
| 1905-004/1922:89 | 4. Auflage, S. 198). |
| 1905-004/1924:102 | 4. Auflage, S. 198, Bd. III u. IV der Gesamtausgabe]. |
| 1905-004/1925:102 | 4. Auflage, S. 198, Bd. III u. IV der Gesamtausgabe]. |
1905-004F:444
Zusatz ab 1905-004/1920, erneut geändert ab 1905-004/1922, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:444 | Die Phantasien der Pubertätszeit knüpfen an die in der Kindheit verlassene infantile Sexualforschung an, reichen wohl auch ein Stück in die Latenzzeit zurück. Sie können ganz oder zum großen Teil unbewußt gehalten werden, entziehen sich darum häufig einer genauen Datierung. Sie haben große Bedeutung für die Entstehung mannigfaltiger Symptome, indem sie geradezu die Vorstufen derselben abgeben, also die Formen herstellen, in denen die verdrängten Libidokomponenten ihre Befriedigung finden. Ebenso sind sie die Vorlagen der nächtlichen Phantasien, die als Träume bewußt werden. Träume sind häufig nichts anderes als Wiederbelebungen solcher Phantasien unter dem Einfluß und in Anlehnung an einen aus dem Wachleben erübrigten Tagesreiz („Tagesreste“). – Unter den sexuellen Phantasien der Pubertätszeit ragen einige hervor, welche durch allgemeinstes Vorkommen und weitgehende Unabhängigkeit vom Erleben des Einzelnen ausgezeichnet sind. So die Phantasien von der Belauschung des elterlichen Geschlechtsverkehrs, von der ‚frühen Verführung‘ durch geliebte Personen, von der Kastrationsdrohung, die Mutterleibsphantasien, deren Inhalt Verweilen und selbst Erlebnisse im Mutterleib sind, und der sogenannte „Familienroman“, in welchem der Heranwachsende auf den Unterschied seiner Einstellung zu den Eltern jetzt und in der Kindheit reagiert. Die nahen Beziehungen dieser Phantasien zum Mythus hat für das letzte Beispiel O. Rank in seiner Schrift „Der Mythus von der Geburt des Helden“ 1909 aufgezeigt.Man sagt mit Recht, daß der Ödipuskomplex der Kernkomplex der Neurosen ist, das wesentliche Stück im Inhalt der Neurose darstellt. In ihm gipfelt die infantile Sexualität, welche durch ihre Nachwirkungen die Sexualität des Erwachsenen entscheidend beeinflußt. Jedem menschlichen Neuankömmling ist die Aufgabe gestellt, den Ödipuskomplex zu bewältigen; wer es nicht zustande bringt, ist der Neurose verfallen. Der Fortschritt der psychoanalytischen Arbeit hat diese Bedeutung des Ödipuskomplexes immer schärfer gezeichnet; seine Anerkennung ist das Schiboleth geworden, welches die Anhänger der Psychoanalyse von ihren Gegnern scheidet.In einer anderen Schrift (Das Trauma der Geburt, 1924) hat Rank die Mutterbindung auf die embryonale Vorzeit zurückgeführt und so die biologische Grundlage des Ödipuskomplexes aufgezeigt. Die Inzestschranke leitet er abweichend vom Vorstehenden von dem traumatischen Eindruck der Geburtsangst ab |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915 | ∅ |
| 1905-004/1920:88 | Die Phantasien der Pubertätszeit knüpfen an die in der Kindheit verlassene infantile Sexualforschung an, reichen wohl auch ein Stück in die Latenzzeit zurück. Sie können ganz oder zum großen Teil unbewußt gehalten werden, entziehen sich darum häufig einer genauen Datierung. Sie haben große Bedeutung für die Entstehung mannigfaltiger Symptome, indem sie geradezu die Vorstufen derselben abgeben, also die Formen herstellen, in denen die verdrängten Libidokomponenten ihre Befriedigung finden. Ebenso sind sie die Vorlagen der nächtlichen Phantasien, die als Träume bewußt werden. Träume sind häufig nichts anderes als Wiederbelebungen solcher Phantasien unter dem Einfluß und in Anlehnung an einen aus dem Wachleben erübrigten Tagesreiz. („Tagesreste“.) Unter den sexuellen Phantasien der Pubertätszeit ragen einige hervor, welche durch allgemeinstes Vorkommen und weitgehende Unabhängigkeit vom Erleben des Einzelnen ausgezeichnet sind. So die Phantasien von der Belauschung des elterlichen Geschlechtsverkehrs, von der frühen Verführung durch geliebte Personen, von der Kastrationsdrohung, die Mutterleibsphantasien, deren Inhalt Verweilen und selbst Erlebnisse im Mutterleib sind, und der sogenannte „Familienroman“, in welchem der Heranwachsende auf den Unterschied seiner Einstellung zu den Eltern jetzt und in der Kindheit reagiert. Die nahen Beziehungen dieser Phantasien zum Mythus hat für das letzte Beispiel O. Rank in seiner Schrift „Der Mythus von der Geburt des Helden“ 1909 aufgezeigt. Man sagt mit Recht, daß der Ödipuskomplex der Kernkomplex der Neurosen ist, das wesentliche Stück im Inhalt der Neurose darstellt. In ihm gipfelt die infantile Sexualität, welche durch ihre Nachwirkungen die Sexualität des Erwachsenen entscheidend beeinflußt. Jedem menschlichen Neuankömmling ist die Aufgabe gestellt, den Ödipuskomplex zu bewältigen; wer es nicht zustande bringt, ist der Neurose verfallen. Der Fortschritt der psychoanalytischen Arbeit hat diese Bedeutung des Ödipuskomplexes immer schärfer gezeichnet; seine Anerkennung ist das Schiboleth geworden, welches die Anhänger der Psychoanalyse von ihren Gegnern scheidet. |
| 1905-004/1922:88 | Die Phantasien der Pubertätszeit knüpfen an die in der Kindheit verlassene infantile Sexualforschung an, reichen wohl auch ein Stück in die Latenzzeit zurück. Sie können ganz oder zum großen Teil unbewußt gehalten werden, entziehen sich darum häufig einer genauen Datierung. Sie haben große Bedeutung für die Entstehung mannigfaltiger Symptome, indem sie geradezu die Vorstufen derselben abgeben, also die Formen herstellen, in denen die verdrängten Libidokomponenten ihre Befriedigung finden. Ebenso sind die Vorlagen der nächtlichen Phantasien, die als Träume bewußt werden. Träume sind häufig nichts anderes als Wiederbelebungen solcher Phantasien unter dem Einfluß und in Anlehnung an einen aus dem Wachleben erübrigten Tagesreiz. („Tagesreste“.) Unter den sexuellen Phantasien der Pubertätszeit ragen einige hervor, welche durch allgemeinstes Vorkommen und weitgehende Unabhängigkeit vom Erleben des Einzelnen ausgezeichnet sind. So die Phantasien von der Belauschung des elterlichen Geschlechtsverkehrs, von der frühen Verführung durch geliebte Personen, von der Kastrationsdrohung, die Mutterleibsphantasien, deren Inhalt Verweilen und selbst Erlebnisse im Mutterleib sind, und der sogenannte „Familienroman“, in welchem der Heranwachsende auf den Unterschied seiner Einstellung zu den Eltern jetzt und in der Kindheit reagiert. Die nahen Beziehungen dieser Phantasien zum Mythus hat für das letzte Beispiel O. Rank in seiner Schrift „Der Mythus von der Geburt des Helden“ 1909 aufgezeigt. Man sagt mit Recht, daß der Ödipuskomplex der Kernkomplex der Neurosen ist, das wesentliche Stück im Inhalt der Neurose darstellt. In ihm gipfelt die infantile Sexualität, welche durch ihre Nachwirkungen die Sexualität des Erwachsenen entscheidend beeinflußt. Jedem menschlichen Neuankömmling ist die Aufgabe gestellt, den Ödipuskomplex zu bewältigen; wer es nicht zustande bringt, ist der Neurose verfallen. Der Fortschritt der psychoanalitischen Arbeit hat diese Bedeutung des Ödipuskomplexes immer schärfer gezeichnet; seine Anerkennung ist das Schiboleth geworden, welches die Anhänger der Psychoanalyse von ihren Gegnern scheidet. |
| 1905-004/1924:101 | Die Phantasien der Pubertätszeit knüpfen an die in der Kindheit verlassene infantile Sexualforschung an, reichen wohl auch ein Stück in die Latenzzeit zurück. Sie können ganz oder zum großen Teil unbewußt gehalten werden, entziehen sich darum häufig einer genauen Datierung. Sie haben große Bedeutung für die Entstehung mannigfaltiger Symptome, indem sie geradezu die Vorstufen derselben abgeben, also die Formen herstellen, in denen die verdrängten Libidokomponenten ihre Befriedigung finden. Ebenso sind sie die Vorlagen der nächtlichen Phantasien, die als Träume bewußt werden. Träume sind häufig nichts anderes als Wiederbelebungen solcher Phantasien unter dem Einfluß und in Anlehnung an einen aus dem Wachleben erübrigten Tagesreiz („Tagesreste“). Unter den sexuellen Phantasien der Pubertätszeit ragen einige hervor, welche durch allgemeinstes Vorkommen und weitgehende Unabhängigkeit vom Erleben des Einzelnen ausgezeichnet sind. So die Phantasien von der Belauschung des elterlichen Geschlechtsverkehrs, von der ‚frühen Verführung‘ durch geliebte Personen, von der Kastrationsdrohung, die Mutterleibsphantasien, deren Inhalt Verweilen und selbst Erlebnisse im Mutterleib sind, und der sogenannte „Familienroman“, in welchem der Heranwachsende auf den Unterschied seiner Einstellung zu den Eltern jetzt und in der Kindheit reagiert. Die nahen Beziehungen dieser Phantasien zum Mythus hat für das letzte Beispiel O. Rank in seiner Schrift „Der Mythus von der Geburt des Helden“ 1909 aufgezeigt. Man sagt mit Recht, daß der Ödipuskomplex der Kernkomplex der Neurosen ist, das wesentliche Stück im Inhalt der Neurose darstellt. In ihm gipfelt die infantile Sexualität, welche durch ihre Nachwirkungen die Sexualität des Erwachsenen entscheidend beeinflußt. Jedem menschlichen Neuankömmling ist die Aufgabe gestellt, den Ödipuskomplex zu bewältigen; wer es nicht zustande bringt, ist der Neurose verfallen. Der Fortschritt der psychoanalytischen Arbeit hat diese Bedeutung des Ödipuskomplexes immer schärfer gezeichnet; seine Anerkennung ist das Schiboleth geworden, welches die Anhänger der Psychoanalyse von ihren Gegnern scheidet. In einer anderen Schrift (Das Trauma der Geburt, 1924) hat Rank die Mutterbindung auf die embryonale Vorzeit zurückgeführt und so die biologische Grundlage des Ödipuskomplexes aufgezeigt. Die Inzestschranke leitet er abweichend vom Vorstehenden von dem traumatischen Eindruck der Geburtsangst ab. |
| 1905-004/1925:101 | Die Phantasien der Pubertätszeit knüpfen an die in der Kindheit verlassene infantile Sexualforschung an, reichen wohl auch ein Stück in die Latenzzeit zurück. Sie können ganz oder zum großen Teil unbewußt gehalten werden, entziehen sich darum häufig einer genauen Datierung. Sie haben große Bedeutung für die Entstehung mannigfaltiger Symptome, indem sie geradezu die Vorstufen derselben abgeben, also die Formen herstellen, in denen die verdrängten Libidokomponenten ihre Befriedigung finden. Ebenso sind sie die Vorlagen der nächtlichen Phantasien, die als Träume bewußt werden. Träume sind häufig nichts anderes als Wiederbelebungen solcher Phantasien unter dem Einfluß und in Anlehnung an einen aus dem Wachleben erübrigten Tagesreiz („Tagesreste“). Unter den sexuellen Phantasien der Pubertätszeit ragen einige hervor, welche durch allgemeinstes Vorkommen und weitgehende Unabhängigkeit vom Erleben des Einzelnen ausgezeichnet sind. So die Phantasien von der Belauschung des elterlichen Geschlechtsverkehrs, von der ‚frühen Verführung‘ durch geliebte Personen, von der Kastrationsdrohung, die Mutterleibsphantasien, deren Inhalt Verweilen und selbst Erlebnisse im Mutterleib sind, und der sogenannte „Familienroman“, in welchem der Heranwachsende auf den Unterschied seiner Einstellung zu den Eltern jetzt und in der Kindheit reagiert. Die nahen Beziehungen dieser Phantasien zum Mythus hat für das letzte Beispiel O. Rank in seiner Schrift „Der Mythus von der Geburt des Helden“ 1909 aufgezeigt. Man sagt mit Recht, daß der Ödipuskomplex der Kernkomplex der Neurosen ist, das wesentliche Stück im Inhalt der Neurose darstellt. In ihm gipfelt die infantile Sexualität, welche durch ihre Nachwirkungen die Sexualität des Erwachsenen entscheidend beeinflußt. Jedem menschlichen Neuankömmling ist die Aufgabe gestellt, den Ödipuskomplex zu bewältigen; wer es nicht zustande bringt, ist der Neurose verfallen. Der Fortschritt der psychoanalytischen Arbeit hat diese Bedeutung des Ödipuskomplexes immer schärfer gezeichnet; seine Anerkennung ist das Schiboleth geworden, welches die Anhänger der Psychoanalyse von ihren Gegnern scheidet. In einer anderen Schrift (Das Trauma der Geburt, 1924) hat Rank die Mutterbindung auf die embryonale Vorzeit zurückgeführt und so die biologische Grundlage des Ödipuskomplexes aufgezeigt. Die Inzestschranke leitet er abweichend vom Vorstehenden von dem traumatischen Eindruck der Geburtsangst ab. |
1905-004F:443
Zusatz ab 1905-004/1915, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:443 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. [Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913, Bd. X der Gesamtausgabe.] Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt, und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915:86 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. (Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913.) Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der Einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt. |
| 1905-004/1920:88 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. (Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913.) Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der Einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt, und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt. |
| 1905-004/1922:88 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. (Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913.) Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der Einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt, und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt. |
| 1905-004/1924:101 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. [Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913, Bd. X der Gesamtausgabe.] Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt, und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt. |
| 1905-004/1925:101 | Die Inzestschranke gehört wahrscheinlich zu den historischen Erwerbungen der Menschheit und dürfte wie andere Moraltabu bereits bei vielen Individuen durch organische Vererbung fixiert sein. [Vgl. meine Schrift: Totem und Tabu 1913, Bd. X der Gesamtausgabe.] Doch zeigt die psychoanalytische Untersuchung, wie intensiv noch der einzelne in seinen Entwicklungszeiten mit der Inzestversuchung ringt, und wie häufig er sie in Phantasien und selbst in der Realität übertritt. |
1905-004F:442
Zusatz ab 1905-004/1915, erneut geändert ab 1905-004/1920, erneut geändert ab 1905-004/1924
| konstituierter Text 1905-004F:442 | Vgl. hiezu das auf S. 75 über die Objektwahl des Kindes Gesagte: die „zärtliche Strömung |
| 1905-004/1905 | ∅ |
| 1905-004/1910 | ∅ |
| 1905-004/1915:86 | Vgl. hiezu das auf S. 62 über die Objektwahl des Kindes Gesagte; die »zärtliche Strömung«. |
| 1905-004/1920:88 | Vgl. hiezu das auf S. 64 über die Objektwahl des Kindes Gesagte: die „zärtliche Strömung“. |
| 1905-004/1922:88 | Vgl. hiezu das auf S. 64 über die Objektwahl des Kindes Gesagte: die „zärtliche Strömung“. |
| 1905-004/1924:100 | Vgl. hiezu das auf S. 75 über die Objektwahl des Kindes Gesagte: die „zärtliche Strömung“. |
| 1905-004/1925:100 | Vgl. hiezu das auf S. 75 über die Objektwahl des Kindes Gesagte: die „zärtliche Strömung“. |