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ALLGEMEINES ÜBER DEN HYSTERISCHEN ANFALL
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Zuerst erschienen in der „Zeitschrift für Psychotherapie u. medizinische Psychologie“ (herausgegeben von A. Moll) I, 1909, dann in der Zweiten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“.
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Wenn man eine Hysterika, deren Leiden sich in Anfällen äußert, der Psychoanalyse unterzieht, so überzeugt man sich leicht, daß diese Anfälle nichts anderes sind als ins Motorische übersetzte, auf die Motilität projizierte, pantomimisch dargestellte Phantasien. Unbewußte Phantasien zwar, aber sonst von derselben Art, wie man sie in den Tagträumen unmittelbar erfassen, aus den nächtlichen Träumen durch Deutung entwickeln kann. Häufig ersetzt ein Traum einen Anfall, noch häufiger erläutert er ihn, indem die nämliche Phantasie zu verschiedenartigem Ausdruck im Traume wie im Anfalle gelangt. Man sollte nun erwarten, durch die Anschauung des Anfalles zur Kenntnis der in ihm dargestellten Phantasie zu kommen; allein dies gelingt nur selten. In der Regel hat die pantomimische Darstellung der Phantasie unter dem Einflusse der Zensur ganz analoge Entstellungen wie die halluzinatorische des Traumes erfahren, so daß die eine wie die andere zunächst für das eigene Bewußtsein wie für das Verständnis des Zuschauers undurchsichtig geworden ist. Der hysterische Anfall bedarf also der gleichen deutenden Bearbeitung, wie wir sie mit den nächtlichen Träumen vornehmen. Aber nicht nur die Mächte, von denen die Entstellung ausgeht, und die Absicht dieser Entstellung, auch die Technik derselben ist die nämliche, die uns durch die Traumdeutung bekannt geworden ist.
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1.) Der Anfall wird dadurch unverständlich, daß er in demselben Material gleichzeitig mehrere Phantasien zur Darstellung bringt, also durch Verdichtung. Die Gemeinsamen der beiden (oder mehreren) Phantasien bilden wie im Traume den Kern der Darstellung. Die so zur Deckung gebrachten Phantasien sind oft ganz verschiedener Art, z. B. ein rezenter Wunsch und die Wiederbelebung eines infantilen Eindrucks; dieselben Innervationen dienen dann beiden Absichten, oft in der geschicktesten Weise. Hysteriker, die sich der Verdichtung im großen Ausmaße bedienen, finden etwa mit einer einzigen Anfallsform ihr Auslangen; andere drücken eine Mehrheit von pathogenen Phantasien auch durch Vervielfältigung der Anfallsformen aus.
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2.) Der Anfall wird dadurch undurchsichtig, daß die Kranke die Tätigkeiten beider in der Phantasie auftretenden Personen auszuführen unternimmt, also durch mehrfache Identifizierung. Vergleiche etwa das Beispiel, welches ich in dem Aufsatze „Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität“ in Hirschfelds Zeitschrift für Sexualwissenschaft, Bd. I, Nr. 1,1) erwähnt habe, in dem die Kranke mit der einen Hand (als Mann) das Kleid herunterreißt, während sie es mit der anderen (als Weib) an den Leib preßt.
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3.) Ganz außerordentlich entstellend wirkt die antagonistische Verkehrung der Innervationen, welche der in der Traumarbeit üblichen Verwandlung eines Elementes in sein Gegenteil analog ist, z. B. wenn im Anfall eine Umarmung dadurch dargestellt wird, daß die Arme krampfhaft nach rückwärts gezogen werden, bis sich die Hände über der Wirbelsäule begegnen. – Möglicherweise ist der bekannte Arc de cercle der großen hysterischen Attacke nichts anderes als eine solche energische Verleugnung einer für den sexuellen Verkehr geeigneten Körperstellung durch antagonistische Innervation.
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4.) Kaum minder verwirrend und irreführend wirkt dann die Umkehrung in der Zeitfolge innerhalb der dargestellten Phantasie, was wiederum sein volles Gegenstück in manchen Träumen findet, die mit dem Ende der Handlung beginnen, um dann mit deren Anfang zu schließen. So z. B. wenn die Verführungsphantasie einer Hysterika zum Inhalte hat, wie sie lesend in einem Park sitzt, das Kleid ein wenig gehoben, so daß der Fuß sichtbar wird, ein Herr sich ihr nähert, der sie anspricht, sie dann mit ihm an einen anderen Ort geht und dort zärtlich mit ihm verkehrt, und sie diese Phantasie im Anfalle derart spielt, daß sie mit dem Krampfstadium beginnt, welches dem Koitus entspricht, dann aufsteht, in ein anderes Zimmer geht, sich dort hinsetzt, um zu lesen und dann auf eine imaginäre Anrede Antwort gibt.
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Die beiden letztangeführten Entstellungen können uns die Intensität der Widerstände ahnen lassen, denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß.
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Das Auftreten der hysterischen Anfälle folgt leichtverständlichen Gesetzen. Da der verdrängte Komplex aus Libidobesetzung und Vorstellungsinhalt (Phantasie) besteht, kann der Anfall wachgerufen werden: 1.) assoziativ, wenn der (genügend besetzte) Komplexinhalt durch eine Anknüpfung des bewußten Lebens angespielt wird, 2.) organisch, wenn aus inneren somatischen Gründen und durch psychische Beeinflussung von außen die Libidobesetzung über ein gewisses Maß steigt, 3.) im Dienste der primären Tendenz, als Ausdruck der „Flucht in die Krankheit“, wenn die Wirklichkeit peinlich oder schreckhaft wird, also zur Tröstung, 4.) im Dienste der sekundären Tendenzen, mit denen sich das Kranksein verbündet hat, sobald durch die Produktion des Anfalles ein dem Kranken nützlicher Zweck erreicht werden kann. Im letzteren Falle ist der Anfall für gewisse Personen berechnet, kann für sie zeitlich verschoben werden und macht den Eindruck bewußter Simulation.
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Die Erforschung der Kindergeschichte Hysterischer lehrt, daß der hysterische Anfall zum Ersatze einer ehemals geübten und seither aufgegebenen autoerotischen Befriedigung bestimmt ist. In einer großen Zahl von Fällen kehrt diese Befriedigung (die Masturbation durch Berührung oder Schenkeldruck, die Zungenbewegung u. dgl.) auch im Anfalle selbst unter Abwendung des Bewußtseins wieder. Das Auftreten des Anfalles durch Libidosteigerung und im Dienste der primären Tendenz als Tröstung wiederholt auch genau die Bedingungen, unter denen diese autoerotische Befriedigung seinerzeit vom Kranken mit Absicht aufgesucht wurde. Die Anamnese des Kranken ergibt folgende Stadien: a) autoerotische Befriedigung ohne Vorstellungsinhalt, b) die nämliche im Anschlusse an eine Phantasie, welche in die Befriedigungsaktion ausläuft, c) Verzicht auf die Aktion mit Beibehaltung der Phantasie, d) Verdrängung dieser Phantasie, die sich dann, entweder unverändert oder modifiziert und neuen Lebenseindrücken angepaßt, im hysterischen Anfalle durchsetzt und e) eventuell selbst die ihr zugehörige, angeblich abgewöhnte Befriedigungsaktion wiederbringt. Ein typischer Zyklus von infantiler Sexualbetätigung – Verdrängung – Mißglücken der Verdrängung und Wiederkehr des Verdrängten.
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Der unwillkürliche Harnabgang darf gewiß nicht für unvereinbar mit der Diagnose des hysterischen Anfalls gehalten werden; er wiederholt bloß die infantile Form der stürmischen Pollution. Übrigens kann man auch den Zungenbiß bei unzweifelhafter Hysterie antreffen; er widerspricht der Hysterie so wenig wie dem Liebesspiele; sein Auftreten im Anfalle wird erleichtert, wenn die Kranke durch ärztliche Erkundigung auf die differentialdiagnostischen Schwierigkeiten aufmerksam gemacht worden ist. Selbstbeschädigung im hysterischen Anfalle kann (häufiger bei Männern) vorkommen, wo sie einen Unfall des kindlichen Lebens (z. B. den Erfolg einer Rauferei) wiederholt.
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Der Bewußtseinsverlust, die Absence des hysterischen Anfalles geht aus jenem flüchtigen, aber unverkennbaren Bewußtseinsentgang hervor, der auf der Höhe einer jeden intensiven Sexualbefriedigung (auch der autoerotischen) zu verspüren ist. Bei der Entstehung hysterischer Absencen aus den Pollutionsanwandlungen junger weiblicher Individuen ist diese Entwicklung am sichersten zu verfolgen. Die sogenannten hypnoiden Zustände, die Absencen während der Träumerei, die bei Hysterischen so häufig sind, lassen die gleiche Herkunft erkennen. Der Mechanismus dieser Absencen ist ein relativ einfacher. Zunächst wird alle Aufmerksamkeit auf den Ablauf des Befriedigungsvorganges eingestellt, und mit dem Eintritte der Befriedigung wird diese ganze Aufmerksamkeitsbesetzung plötzlich aufgehoben, so daß eine momentane Bewußtseinsleere entsteht. Diese sozusagen physiologische Bewußtseinslücke wird dann im Dienste der Verdrängung erweitert, bis sie all das aufnehmen kann, was die verdrängende Instanz von sich weist.
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Die Einrichtung, welche der verdrängten Libido den Weg zur motorischen Abfuhr im Anfalle weist, ist der bei jedermann, auch beim Weibe, bereitgehaltene Reflexmechanismus der Koitusaktion, den wir bei schrankenloser Hingabe an die Sexualtätigkeit manifest werden sehen. Schon die Alten sagten, der Koitus sei eine „kleine Epilepsie“. Wir dürfen abändern! Der hysterische Krampfanfall ist ein Koitusäquivalent. Die Analogie mit dem epileptischen Anfalle hilft uns wenig, da dessen Genese doch unverstandener ist als die des hysterischen.
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Im ganzen setzt der hysterische Anfall, wie die Hysterie überhaupt, beim Weibe ein Stück Sexualbetätigung wieder ein, das in den Kinderjahren bestanden hatte und damals exquisit männlichen Charakter erkennen ließ. Man kann es häufig beobachten, daß gerade Mädchen, die bis in die Jahre der Vorpubertät bubenhaftes Wesen und Neigungen zeigten, von der Pubertät an hysterisch werden. In einer ganzen Reihe von Fällen entspricht die hysterische Neurose nur einer exzessiven Ausprägung jenes typischen Verdrängungsschubes, welcher durch Wegschaffung der männlichen Sexualität das Weib entstehen läßt. (Vgl.: Drei Abhandlungen über Sexualtheorie, 1905.)
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1)S. 246 ff. dieses Bandes.
1909-001F:2
Änderung ab 1909-001/1909.3 und ab 1909-001/1924
| konstituierter Text 1909-001F:2 | Zuerst erschienen in der „Zeitschrift für Psychotherapie u. medizinische Psychologie“ (herausgegeben von A. Moll) I, 1909, dann in der Zweiten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“. |
| 1909-001/1909.01:1 | von Sigm. Freud (Wien) |
| 1909-001/1909:10 | Von Prof. Dr. Sigm. Freud, Wien. |
| 1909-001/1909.2:10 | Von Prof. Dr. Sigm. Freud, Wien. |
| 1909-001/1909.3:146 | [Fußnote zum Titel:] Aus Zeitschrift f. Psychotherapie und mediz. Psychologie, herausgegeben von A. Moll, I. Jahrg., 1909. |
| 1909-001/1912:146 | [Fußnote zum Titel:] Aus Zeitschrift f. Psychotherapie und mediz. Psychologie, herausgegeben von A. Moll, I. Jahrg., 1909. |
| 1909-001/1921:146 | [Fußnote zum Titel:] Aus Zeitschrift f. Psychotherapie und mediz. Psychologie, herausgegeben von A. Moll, I. Jahrg., 1909. |
| 1909-001/1924:255 | Zuerst erschienen in der „Zeitschrift für Psychotherapie u. medizinische Psychologie“ (herausgegeben von A. Moll) I, 1909, dann in der Zweiten Folge der „Sammlung kleiner Schriften zur Neurosenlehre“. |
1909-001F:4
Änderung nur in 1909-001/1912
| konstituierter Text 1909-001F:4 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1909.01:1 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1909:10 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1909.2:10 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1909.3:146 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1912:146 | Wenn man die Hysterika |
| 1909-001/1921:146 | Wenn man eine Hysterika |
| 1909-001/1924:255 | Wenn man eine Hysterika |
1909-001F:5
Änderung nur in 1909-001/1909 und 1909-001/1909.2
| konstituierter Text 1909-001F:5 | (oder mehreren) Phantasien |
| 1909-001/1909.01:1 | (oder mehreren) Phantasien |
| 1909-001/1909:11 | (oder mehrerer) Phantasien |
| 1909-001/1909.2:11 | (oder mehrerer) Phantasien |
| 1909-001/1909.3:147 | (oder mehreren) Phantasien |
| 1909-001/1912:147 | (oder mehreren) Phantasien |
| 1909-001/1921:147 | (oder mehreren) Phantasien |
| 1909-001/1924:256 | (oder mehreren) Phantasien |
1909-001F:5
Änderung ab 1909-001/1924
| konstituierter Text 1909-001F:5 | sind oft ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1909.01:1 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1909:11 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1909.2:11 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1909.3:147 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1912:147 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1921:147 | sind oft von ganz verschiedener Art |
| 1909-001/1924:256 | sind oft ganz verschiedener Art |
1909-001F:6
Emendation gegen 1909-001/1924
| konstituierter Text 1909-001F:6 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1909.01:2 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1909:11 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1909.2:11 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1909.3:147 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1912:147 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1921:147 | erwähnt habe, in dem die Kranke |
| 1909-001/1924:256 | erwähnt habe, indem die Kranke |
1909-001F:8
Änderung ab 1909-001/1909
| konstituierter Text 1909-001F:8 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1909.01:2 | dort sich hinsetzt |
| 1909-001/1909:12 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1909.2:12 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1909.3:148 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1912:148 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1921:148 | sich dort hinsetzt |
| 1909-001/1924:257 | sich dort hinsetzt |
1909-001F:9
Änderung nur in 1909-001/1909 und 1909-001/1909.2
| konstituierter Text 1909-001F:9 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
| 1909-001/1909.01:2 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruch im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
| 1909-001/1909:12 | denen durch das Verdrängte noch bei seinem Durchbruch im hysterischen Anfall Rechnung getragen werden muss |
| 1909-001/1909.2:12 | denen durch das Verdrängte noch bei seinem Durchbruch im hysterischen Anfall Rechnung getragen werden muss |
| 1909-001/1909.3:148 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
| 1909-001/1912:148 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
| 1909-001/1921:148 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
| 1909-001/1924:257 | denen das Verdrängte noch bei seinem Durchbruche im hysterischen Anfalle Rechnung tragen muß |
1909-001F:13
Änderung nur in 1909-001/1909 und 1909-001/1909.2
| konstituierter Text 1909-001F:13 | Die Anamnese des Kranken |
| 1909-001/1909.01:3 | Die Anamnese des Kranken |
| 1909-001/1909:12 | Die Anamnese der Kranken |
| 1909-001/1909.2:12 | Die Anamnese der Kranken |
| 1909-001/1909.3:148 | Die Anamnese des Kranken |
| 1909-001/1912:148 | Die Anamnese des Kranken |
| 1909-001/1921:148 | Die Anamnese des Kranken |
| 1909-001/1924:258 | Die Anamnese des Kranken |
1909-001F:14
Änderung ab 1909-001/1921
| konstituierter Text 1909-001F:14 | (z. B. den Erfolg einer Rauferei) |
| 1909-001/1909.01:3 | (den Erfolg einer Rauferei z. B.) |
| 1909-001/1909:13 | (den Erfolg einer Rauferei z. B.) |
| 1909-001/1909.2:13 | (den Erfolg einer Rauferei z. B.) |
| 1909-001/1909.3:149 | (den Erfolg einer Rauferei z. B.) |
| 1909-001/1912:149 | (den Erfolg einer Rauferei z. B.) |
| 1909-001/1921:149 | (z. B. den Erfolg einer Rauferei) |
| 1909-001/1924:259 | (z. B. den Erfolg einer Rauferei) |
1909-001F:15
Änderung nur in 1909-001/1912
| konstituierter Text 1909-001F:15 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1909.01:4 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1909:13 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1909.2:13 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1909.3:149 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1912:149 | die Absenz des hysterischen |
| 1909-001/1921:149 | die Absence des hysterischen |
| 1909-001/1924:259 | die Absence des hysterischen |
1909-001F:17
Änderung ab 1909-001/1924
| konstituierter Text 1909-001F:17 | Wir dürfen abändern! Der |
| 1909-001/1909.01:4 | Wir dürfen abändern: Der |
| 1909-001/1909:13 | Wir dürfen abändern: der |
| 1909-001/1909.2:13 | Wir dürfen abändern: der |
| 1909-001/1909.3:150 | Wir dürfen abändern: Der |
| 1909-001/1912:150 | Wir dürfen abändern: Der |
| 1909-001/1921:150 | Wir dürfen abändern: Der |
| 1909-001/1924:259 | Wir dürfen abändern! Der |
1909-001F:18
Änderung ab 1909-001/1909
| konstituierter Text 1909-001F:18 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1909.01:4 | Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie |
| 1909-001/1909:14 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1909.2:14 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1909.3:150 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1912:150 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1921:150 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
| 1909-001/1924:260 | Drei Abhandlungen über Sexualtheorie |
1909-001F:20
Zusatz ab 1909-001/1924
| konstituierter Text 1909-001F:20 | S. 246 ff. dieses Bandes. |
| 1909-001/1909.01 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1909 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1909.2 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1909.3 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1912 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1921 | [Fußnote und Zeichen fehlen] |
| 1909-001/1924:256 | S. 246 ff. dieses Bandes. |
1909-001F:2
A. Moll
A. Moll
1909-001F:4
Leiden sich in Anfällen
Leiden sich in Anfällen
1909-001F:4
Psychoanalyse
Psychoanalyse
1909-001F:4
ins Motorische übersetzte
ins Motorische übersetzte
1909-001F:4
Motilität
Motilität
1909-001F:4
Unbewußte Phantasien
Unbewußte Phantasien
1909-001F:4
von derselben Art
von derselben Art
1909-001F:4
Tagträumen
Tagträumen
1909-001F:4
aus den nächtlichen Träumen durch Deutung entwickeln
aus den nächtlichen Träumen durch Deutung entwickeln
1909-001F:4
Häufig ersetzt ein Traum einen Anfall
Häufig ersetzt ein Traum einen Anfall
1909-001F:4
noch häufiger erläutert er ihn
noch häufiger erläutert er ihn
1909-001F:4
unter dem Einflusse der
unter dem Einflusse der
1909-001F:4
Zensur
Zensur
1909-001F:4
Entstellungen
Entstellungen
1909-001F:4
pantomimische Darstellung der Phantasie
pantomimische Darstellung der Phantasie
1909-001F:4
bedarf also der gleichen deutenden Bearbeitung
bedarf also der gleichen deutenden Bearbeitung
1909-001F:4
auch die Technik derselben ist die nämliche
auch die Technik derselben ist die nämliche
1909-001F:4
Traumdeutung
Traumdeutung
1909-001F:5
Verdichtung
Verdichtung
1909-001F:5
gleichzeitig mehrere Phantasien zur Darstellung
gleichzeitig mehrere Phantasien zur Darstellung
1909-001F:5
also durch
also durch
1909-001F:5
rezenter Wunsch
rezenter Wunsch
1909-001F:5
infantilen Eindrucks
infantilen Eindrucks
1909-001F:5
Innervationen
Innervationen
1909-001F:5
dienen dann beiden Absichten
dienen dann beiden Absichten
1909-001F:5
Hysteriker
Hysteriker
1909-001F:6
mehrfache Identifizierung
mehrfache Identifizierung
1909-001F:6
die Tätigkeiten beider in der Phantasie auftretenden Personen
die Tätigkeiten beider in der Phantasie auftretenden Personen
1909-001F:6
Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität
Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität
Verknüpfte Quelle:
Hysterische Phantasien und ihre Beziehung zur Bisexualität
1909-001F:6
Hirschfelds
Hirschfelds
1909-001F:7
antagonistische Verkehrung der Innervationen
antagonistische Verkehrung der Innervationen
1909-001F:7
Ganz außerordentlich entstellend wirkt
Ganz außerordentlich entstellend wirkt
1909-001F:7
üblichen Verwandlung eines Elementes in sein Gegenteil
üblichen Verwandlung eines Elementes in sein Gegenteil
1909-001F:7
Traumarbeit
Traumarbeit
1909-001F:7
Arc de cercle
Arc de cercle
1909-001F:7
nichts anderes als eine solche
nichts anderes als eine solche
1909-001F:7
energische Verleugnung einer für den sexuellen Verkehr geeigneten Körperstellung
energische Verleugnung einer für den sexuellen Verkehr geeigneten Körperstellung
1909-001F:8
Umkehrung in der Zeitfolge
Umkehrung in der Zeitfolge
1909-001F:8
Kaum minder verwirrend und irreführend wirkt
Kaum minder verwirrend und irreführend wirkt
1909-001F:8
was wiederum sein volles Gegenstück in manchen
was wiederum sein volles Gegenstück in manchen
1909-001F:8
Verführungsphantasie
Verführungsphantasie
1909-001F:8
welches dem Koitus entspricht
welches dem Koitus entspricht
1909-001F:9
Die beiden letztangeführten Entstellungen
Die beiden letztangeführten Entstellungen
1909-001F:9
Widerstände
Widerstände
1909-001F:11
verdrängte Komplex
verdrängte Komplex
1909-001F:11
Libidobesetzung
Libidobesetzung
1909-001F:11
besteht, kann der Anfall
besteht, kann der Anfall
1909-001F:11
Vorstellungsinhalt (Phantasie)
Vorstellungsinhalt (Phantasie)
1909-001F:11
assoziativ
assoziativ
1909-001F:11
organisch
organisch
1909-001F:11
3.) im Dienste der
3.) im Dienste der
1909-001F:11
primären Tendenz
primären Tendenz
1909-001F:11
als Ausdruck der
als Ausdruck der
1909-001F:11
„Flucht in die Krankheit“
„Flucht in die Krankheit“
1909-001F:11
also zur
also zur
1909-001F:11
Tröstung
Tröstung
1909-001F:11
4.) im Dienste der
4.) im Dienste der
1909-001F:11
sekundären Tendenzen
sekundären Tendenzen
1909-001F:11
ein dem Kranken nützlicher Zweck
ein dem Kranken nützlicher Zweck
1909-001F:11
macht den Eindruck bewußter
macht den Eindruck bewußter
1909-001F:11
Simulation
Simulation
1909-001F:13
zum Ersatze einer ehemals geübten
zum Ersatze einer ehemals geübten
1909-001F:13
autoerotischen Befriedigung
autoerotischen Befriedigung
1909-001F:13
Masturbation
Masturbation
1909-001F:13
kehrt diese Befriedigung
kehrt diese Befriedigung
1909-001F:13
Libidosteigerung
Libidosteigerung
1909-001F:13
wiederholt auch genau die Bedingungen
wiederholt auch genau die Bedingungen
1909-001F:13
a) autoerotische Befriedigung ohne Vorstellungsinhalt
a) autoerotische Befriedigung ohne Vorstellungsinhalt
1909-001F:13
welche in die
welche in die
1909-001F:13
Befriedigungsaktion
Befriedigungsaktion
1909-001F:13
d) Verdrängung dieser Phantasie
d) Verdrängung dieser Phantasie
1909-001F:13
im hysterischen Anfalle durchsetzt
im hysterischen Anfalle durchsetzt
1909-001F:13
angeblich abgewöhnte
angeblich abgewöhnte
1909-001F:13
Ein typischer Zyklus von
Ein typischer Zyklus von
1909-001F:13
infantiler Sexualbetätigung
infantiler Sexualbetätigung
1909-001F:13
Mißglücken der Verdrängung
Mißglücken der Verdrängung
1909-001F:13
Wiederkehr des Verdrängten
Wiederkehr des Verdrängten
1909-001F:14
unwillkürliche Harnabgang
unwillkürliche Harnabgang
1909-001F:14
nicht für unvereinbar mit der Diagnose
nicht für unvereinbar mit der Diagnose
1909-001F:14
er wiederholt bloß die infantile Form
er wiederholt bloß die infantile Form
1909-001F:14
Pollution
Pollution
1909-001F:14
Zungenbiß
Zungenbiß
1909-001F:14
bei unzweifelhafter Hysterie antreffen
bei unzweifelhafter Hysterie antreffen
1909-001F:14
wie dem Liebesspiele
wie dem Liebesspiele
1909-001F:14
Selbstbeschädigung
Selbstbeschädigung
1909-001F:14
wo sie einen Unfall des kindlichen Lebens
wo sie einen Unfall des kindlichen Lebens
1909-001F:15
Bewußtseinsverlust
Bewußtseinsverlust
1909-001F:15
geht aus jenem flüchtigen, aber unverkennbaren Bewußtseinsentgang hervor
geht aus jenem flüchtigen, aber unverkennbaren Bewußtseinsentgang hervor
1909-001F:15
Sexualbefriedigung
Sexualbefriedigung
1909-001F:15
hysterischer Absencen
hysterischer Absencen
1909-001F:15
aus den Pollutionsanwandlungen
aus den Pollutionsanwandlungen
1909-001F:15
hypnoiden Zustände
hypnoiden Zustände
1909-001F:15
lassen die gleiche Herkunft erkennen
lassen die gleiche Herkunft erkennen
1909-001F:15
alle Aufmerksamkeit
alle Aufmerksamkeit
1909-001F:15
Aufmerksamkeitsbesetzung
Aufmerksamkeitsbesetzung
1909-001F:15
so daß eine momentane Bewußtseinsleere entsteht
so daß eine momentane Bewußtseinsleere entsteht
1909-001F:15
Bewußtseinslücke
Bewußtseinslücke
1909-001F:15
wird dann im Dienste der Verdrängung erweitert
wird dann im Dienste der Verdrängung erweitert
1909-001F:15
was die verdrängende Instanz von sich weist
was die verdrängende Instanz von sich weist
1909-001F:17
verdrängten Libido
verdrängten Libido
1909-001F:17
den Weg zur motorischen Abfuhr im Anfalle weist
den Weg zur motorischen Abfuhr im Anfalle weist
1909-001F:17
Reflexmechanismus
Reflexmechanismus
1909-001F:17
Schon die Alten sagten
Schon die Alten sagten
1909-001F:17
Epilepsie
Epilepsie
1909-001F:17
hysterische Krampfanfall ist ein
hysterische Krampfanfall ist ein
1909-001F:17
Koitusäquivalent
Koitusäquivalent
1909-001F:17
Die Analogie mit dem epileptischen Anfalle
Die Analogie mit dem epileptischen Anfalle
1909-001F:18
ein Stück Sexualbetätigung wieder ein
ein Stück Sexualbetätigung wieder ein
1909-001F:18
exquisit männlichen Charakter
exquisit männlichen Charakter
1909-001F:18
Vorpubertät
Vorpubertät
1909-001F:18
bubenhaftes Wesen und Neigungen zeigten
bubenhaftes Wesen und Neigungen zeigten
1909-001F:18
von der Pubertät
von der Pubertät
1909-001F:18
nur einer exzessiven Ausprägung
nur einer exzessiven Ausprägung
1909-001F:18
Verdrängungsschubes
Verdrängungsschubes
1909-001F:18
durch Wegschaffung der männlichen Sexualität
durch Wegschaffung der männlichen Sexualität
1909-001F:18
Drei Abhandlungen über Sexualtheorie
Drei Abhandlungen über Sexualtheorie
Verknüpfte Quelle:
Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie
1909-001F:4
Phantasie, unbewusste – überträgt auf – Motilität
auf die Motilität projizierte
1909-001F:4
Phantasie – äußert sich als – Traum
zu verschiedenartigem Ausdruck im Traume wie im Anfalle gelangt
1909-001F:4
Entstellung – verdeckt – Phantasie
für das Verständnis des Zuschauers undurchsichtig geworden ist
1909-001F:5
Kindheitseindrücke – kehrt wieder in – Anfall, hysterischer
die Wiederbelebung eines infantilen Eindrucks
1909-001F:5
Innervationen – ist überdeterminiert durch – Phantasie
oft in der geschicktesten Weise
1909-001F:6
Identifizierung, mehrfache – stellt dar – Bisexualität
(als Mann) das Kleid herunterreißt, während sie es mit der anderen (als Weib) an den Leib preßt
1909-001F:7
arc de cercle – verleugnet – Sexualverkehr
Verleugnung einer für den sexuellen Verkehr geeigneten Körperstellung
1909-001F:8
Verführungsphantasie – wird agiert in – Anfall, hysterischer
sie diese Phantasie im Anfalle derart spielt
1909-001F:9
Anfall, hysterischer – ist Kompromiß aus – Widerstand
Rechnung tragen muß
1909-001F:9
Verdrängte, das – kehrt wieder in – Anfall, hysterischer
denen das Verdrängte noch
1909-001F:11
Realität – löst aus / triggert – Flucht in die Krankheit
wenn die Wirklichkeit peinlich oder schreckhaft wird
1909-001F:13
Onanie – wird abgespalten von – Bewußtsein
unter Abwendung des Bewußtseins
1909-001F:13
Phantasie – ist Ersatz für – Befriedigungsaktion
Verzicht auf die Aktion mit Beibehaltung der Phantasie
1909-001F:13
Phantasie – verwandelt sich in – Anfall, hysterischer
neuen Lebenseindrücken angepaßt
1909-001F:14
Arzt – beeinflusst – Zungenbiß
durch ärztliche Erkundigung auf die differentialdiagnostischen Schwierigkeiten aufmerksam gemacht
1909-001F:14
Männlichkeit – disponiert zu – Selbstbeschädigung
(häufiger bei Männern)
1909-001F:15
Zustand, hypnoider – ist gleichbedeutend mit – Absenz
die Absencen während der Träumerei
1909-001F:15
Befriedigung – hebt auf – Aufmerksamkeitsbesetzung
mit dem Eintritte der Befriedigung wird diese ganze Aufmerksamkeitsbesetzung plötzlich aufgehoben
1909-001F:17
Libido – findet Abfuhr in – Anfall, hysterischer
der verdrängten Libido den Weg zur motorischen Abfuhr
1909-001F:17
Reflexmechanismus – dient – Coitus
Reflexmechanismus der Koitusaktion
1909-001F:18
Pubertät – löst aus / triggert – Hysterie
von der Pubertät an hysterisch werden
1909-001F:18
Verdrängungsschub – führt zu – Weiblichkeit
das Weib entstehen läßt