S.
PROF. DR. FREUD
WIEN IX., BERGGASSE 19
26.X.25.
Lieber Herr Doktor!
Meine Freund haben alles dazugetan, um
mich für meine Abwesenheit vom Kongress zu
entschädigen. Sie haben diese Bemühungen ge-
krönt, indem Sie mir Ihren Vortrag und das
Filmmanuskript übersandten. Ich habe mich be-
sonders beim ersteren köstlich amüsiert. Die
Spässe sind ausgezeichnet und der Ernst dahinter
wertvoll genug. Der Film ist auch sehr lustig,
aber er leidet natürlich an dem Grundmangel
der Beziehungen zwischen Film und Psychoanalyse.
Nach meinem Urteil eigent sich die Analyse
eben in keiner Weise zur Verfilmung.
Mit herzlichem Dank
Ihr
Freud